Bollenbeck | Theodor Storm | Buch | 978-3-458-33047-9 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, Band 1347, 386 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 189 mm, Gewicht: 350 g

Reihe: Insel-Taschenbücher

Bollenbeck

Theodor Storm

Eine Biographie. Mit einem Bildteil
Nachdruck 1991
ISBN: 978-3-458-33047-9
Verlag: Insel Verlag GmbH

Eine Biographie. Mit einem Bildteil

Buch, Deutsch, Band 1347, 386 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 189 mm, Gewicht: 350 g

Reihe: Insel-Taschenbücher

ISBN: 978-3-458-33047-9
Verlag: Insel Verlag GmbH


Georg Bollenbeck zeichnet ein differenziertes Portrait von Theodor Strom, dem Erzähler des , dem Dichter des , dem realistischen Zeichner des oder und vielen anderen wohlvertrauten Figuren und Szenen, dem Lyriker schließlich. Er stellt Person und Werk des Autors auf dem Hintergrund seiner Zeit dar. Und so entstand eine nach den neuesten Forschungen und Quellen gearbeitete Biographie, ein differenziertes Portrait, ein Gesamtbild, das aus gebührender zeitlicher Distanz mit den verfeinerten Techniken der Darstellung konstruiert wird, die der Literaturhistoriker heute der modernen Geschichtsschreibung verdankt. Von der Dichtungsdeutung bis zur Mentalitätsgeschichte, vom psychoanalytischen Ansatz bis zum soziologischen Zugriff reichen diese Techniken, und sie werden vom Autor dieser Biographie virtuos eingesetzt.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


I. Friesische Mischung weltweit
II. Problematische Wirkungsgeschichte · Storms unbedeutende Beschränkung oder seine beschränkte Bedeutung · Im Widerspruch dazu seine Popularität · Zum Verhältnis von Lebensgeschichte, Werk und Biographie
11. Bürgerliche Lebensformen und die Poesie als Stimmungsmacht
21. Husumer Besonderheiten: abseits, rückständig und doch keine deutsche Untertanengesinnung · Gegen die Patrizierlegende: Herkunft und Lebenschancen · Nüchternen Kindheit, aber ohne Strafpädagogik · Die Gelehrtenschule oder die Poesie als Luxusartikel · Lübeck als Bildungserlebnis, literarische Freunde und Bekanntschaft mit der Literatur · Kiel, die Clique und poetische Projekte · Das Berthaerlebnis, literarisch vorgeschriebene Gefühle oder die Sehnsucht nach der fernen Geliebten
III. Mit Liebe, Musik und Literatur gegen Husums Enge
Ein Advokat, der nicht nur die Paragraphen, sondern vor allem die Poesie im Kopf hat · Constanze, kein Objekt der Leidenschaft, Adressatin seiner Gefühle · Das Programm der individuellen Liebe und die jungdeutsche Emanzipation des Fleisches · Lebensgeschichtliches Erlebnis und lyrisches Ereignis · Die Affäre mit Do, der Vertreter der dauerhaften Ehe als entfesselter Biedermann · Liebe als Verlockung und Bedrohung · Stabilisiertes Familienglück, aber Politik drängt sich auf · Die Ereignisse in Schleswig-Holstein, Storm zwischen Distanz und Teilnahme · Politische Gedichte, aber keine ästhetischen Feldzüge · Anschluss an die nationalen Literaturverhältnisse und Medienkalkül · Keine Vertreibung, aber ein Berufsverbot
IV. Storm im Ausland: seine gefestigte Identität und Preußens peinliche Wirklichkeit
Die militärische Beamtenkarriere und Kritik an Preußen · Realitätssinn und gefestigte Identität · Das literarische Berlin: die Rütlianer · Literatengezänk oder unterschiedliche Autonomiekonzepte · Arbeitslast und Geldsorgen · Die Familie als Schutzwall und inszenierte Husumereien · Heimweh, literarisch verarbeitet
V. Heiligenstadt, die zweite Heimat oder Behaglichkeit und prosaische Weltaneignung
Endlich eine Kleinstadt, aber immer noch kein Haus mit Garten · Der Bürger als Künstler und der Künstler als Bürger · Knappe Geldmittel, feine Unterschiede und die Literatur als fester Posten in der Einkommenskalkulation · Der Familien Vater: innige Lebensgemeinschaft und biedermeierlicher Glanz · Kleinstädtische Geselligkeiten · Erweiterter sozialer Erfahrungsraum · Bruch mit der Religion und Zeiterfahrungen · Keine geschlossene Weltanschauung, aber zwei wichtige Weltanschauungselemente: naturwissenschaftlicher Materialismus und Projekt bürgerliche Humanität · Die Vorliebe für Spuk, Ahnungen und Gesichte
VI. Die Novellistik entwächst der Lyrik · Neuer Erzählstil und intensivierte Welthaltigkeit
Die Welt wird erzählbar · Die organische Form · Perspektivisches Erzählen und symptomatische Darstellung · Deutsche Gegebenheiten und die Novelle als dominante Prosagattung · Das dargestellte Leben ist reicher als das gelebte Leben
VII. Wieder daheim und doch nicht ganz heimisch · Krisenhafte Jahre und ein resignierender Autor
Politische Aufregung · Novellen mit nationalen Tönen · Die Märchen, Unbestimmtheit als erweiterte Realitätsrepräsentation · Ein Tyrtäus ohne Demokratie · Zögernde Rückkehr und ein unsicheres Amt · Der misstrauische Beobachter politischer Ereignisse · Constanze Tod: Krise der Lebenslage, aber keine der Identität · Schreiben auch als Therapie · Vernunftheirat mit einer verblühten Blondine, einst seine jugendliche Geliebte · Die Preußen als neue Dänen · Schreibkrise und verfrühtes literarisches Testament
VIII. Verbrauchte Themen, bewusste Form und doch keine Lyrik nach Katalog
Ein verengtes Lyrikkonzept aus dem Bewusstsein der verbrauchten Sprache · Mitten im Lyrikboom · Simplizität und Raffinement · Musikalität als wirkende Form über metrische Schemata hinaus · Am Ende der Kunstperiode oder das Selbstbewusstsein als letzter Liederdichter
IX. Beruhigtes Leben und beschleunigte Produktivität
Der verjüngte Poet · Lebensgeschichtliche Wendepunkte: zum veränderten Verhältnis zwischen Lebenslage und Lebenssituation · Das sich Einstellen auf neue enttäuschende Verhältnisse: die Rücknahme des emanzipativen Eheprojekts und die vergrößerte Distanz zu politischen Ereignissen · Unterschiede zu neudeutschen Mentalitäten · Die entlastende alltägliche Ordnung: mit der Familie geht es gut und es fehlt auch nicht an Geselligkeit · Sorgen: der Körper, das Geld und die Kinder · Wünsche über die Nahwelt hinaus · Abseits wohnend, aber mitten in den Literaturverhältnissen · Der produktive Lebenszusammenhang von geordneter Lebenslage, problematischer Lebenssituation und Literatur · Es herrscht Novellennot, die neuen Zeitschriften ermuntern zum Schreiben
X. Die Novellistik zwischen Konfliktverschärfung und Verklärungszwang
Ein ganz neuer Storm ohne den Dunstkreis bestimmter Stimmungen · Bekannte Versähnlichkeiten und neue stilisierte Adelswelten · Niveauunterschiede, die stabile und zugleich labile Garantiesituation seines Schreibens · Verstärkte Konfliktaufnahme und ein verändertes Novellenkonzept · Desillusionierende Familienverhältnisse oder die Macht der Versachlichung · Die chroniknovellen: die Vergangenheit als Imaginationsraum gegenwärtiger Probleme · Die Verklärungen und Abmilderungen oder die Kollision zwischen neuen Wirklichkeiten und altem Kunstmodell
XI. Alte Storm Bilder und ein neues Stormbild? Kein Autor der Moderne, aber einer der Modernitätserfahrungen
Verschiedene Lesarten: Storm heimattümlich, existentialphilosophisch und sozialkritisch · Vorindustrielle Welten und aktuelle Probleme



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