Bohlmann | Adele und der weltbeste Geheimclub (Band 3) | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 224 Seiten

Reihe: Adele

Bohlmann Adele und der weltbeste Geheimclub (Band 3)

Familienabenteuer und Freundschaft - Das perfekte Buch zum Vorlesen und Selberlesen für Kinder ab 8 Jahren
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7320-1518-4
Verlag: Loewe Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Familienabenteuer und Freundschaft - Das perfekte Buch zum Vorlesen und Selberlesen für Kinder ab 8 Jahren

E-Book, Deutsch, Band 3, 224 Seiten

Reihe: Adele

ISBN: 978-3-7320-1518-4
Verlag: Loewe Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Adeles großer Wunsch wird wahr! Sie gründet einen Club! Mit ihren Geschwistern und ihrer Freundin Martha will Adele Tiere retten. Doch in Adeles Club geht es drunter und drüber. Denn die Regeln besagen: keine Geheimnisse und keinen Streit! Das ist allerdings gar nicht so einfach, wenn alle Chef sein wollen ... Zum Glück halten die acht Kinder aus der Hummelgasse zusammen wie Pech und Schwefel! Willkommen bei Familie Anders in der Hummelgasse Als ältestes Kind der Familie Anders ist Adele die clevere Anführerin, die mit Mut und Einfallsreichtum jedes Abenteuer meistert. Begleite Adele und ihre fünf Geschwister auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied, den besten Sommerferien oder bei der Gründung eines Geheimclubs! Freundschaft, Familienglück und jede Menge Spaß machen dieses Buch zum perfekten Leseerlebnis für alle kleinen Abenteurer ab 8 Jahren - und ihre Eltern. Entdeckt mit Adele die kleinen Wunder des Alltags und lasst euch von ihren Geschichten verzaubern!

Sabine Bohlmann ist 1969 geboren und in München aufgewachsen. Nach ihrer Schauspielausbildung spielte sie in diversen TV Filmen und Serien, außerdem ist sie als Synchronsprecherin tätig. Seit 2004 schreibt Sabine Bohlmann Kinderbücher und veröffentlichte bereits mehr als 40 Titel in verschiedenen Verlagen sowie Hörspiele, für die sie zudem die Songtexte schrieb. Außerdem führt sie Synchron-Regie bei Filmen und Serien. Sabine Bohlmann lebt mit ihrer Familie in München.
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Schon die Vorbereitungen machten riesig Spaß. Die beste rote Hummel malte Oskar, der eigentlich gar nicht gut malen kann. Das sagt er auch selbst immer. Denn wenn Oskar einen Baum malen soll, sieht der meistens aus wie eine Zitrone, und will er eine Zitrone malen, denkt jeder, er hätte ein Rennauto gemalt. Aber seine rote Hummel sah einfach total modern und irgendwie cool aus. Sie bestand aus zwei runden großen Augen mit einem kleinen dicken strubbeligen Körper. Bei unserer Abstimmung waren wir uns alle einig. Seine Hummel sollte unser Logo werden.

Oskar malte sie also siebenmal schön und wir klebten sie auf Flaschenkronkorken. An der Rückseite der Kronkorken befestigten wir mit Klebeband kleine Sicherheitsnadeln und so hatten wir superduper selbst gebastelte Buttons zum Anstecken.

Unser erstes offizielles Treffen sollte am Freitag stattfinden. Bis dahin würde jeder Ideen für unseren Club sammeln. Es war so aufregend und ich konnte es fast nicht abwarten, bis endlich Freitag war.

Unser erstes Clubtreffen fand im Spielkeller statt. Jeder hatte tatsächlich etwas Rotes in seinem Kleiderschrank gefunden. Ich hatte mein rotes T-Shirt an und einen roten Rock. Das war leicht gewesen, denn meine Erkennungsfarbe in der Familie ist sowieso die Farbe Rot.

Henry hatte zumindest rote Socken an, keine Ahnung, wo er die herhatte, denn normalerweise mag er eher dunkle Farben. Malin trug ein rotes Halstuch, Marlene eine rote Haarschleife, Oskar ein rotes Cap und Blümchen hatte ihr rotes Sommerkleidchen mit den weißen Punkten angezogen, in dem sie ein bisschen wie ein Fliegenpilz aussah.

Martha war von oben bis unten rot. Sie hatte tatsächlich eine rote Jeans und eine rote Bluse an, dazu trug sie rote Turnschuhe und eine rote Umhängetasche. Das lag aber vielleicht daran, dass Rot zufällig auch noch ihre Lieblingsfarbe ist.

Lu war bei Mama und das war gut so, denn er war ja noch so klein, dass er das mit dem Club sowieso nicht verstanden hätte.

Der Spielkeller gehört uns allen, da wir ja sehr, sehr kleine Zimmer unterm Dach haben. Zwar besitzt jedes Anderskind einen eigenen Raum, aber da gehen eben nur ein Bett und ein sehr kleines Schränkchen rein. Zum Spielen gibt es also den Spielkeller, den unser Papa für uns ausgestattet hat.

Papa kann richtig tolle Sachen bauen. Es gibt eine Holzleiter, über die man auf eine Empore steigen kann. Die Empore sieht aus wie ein Baumhaus. Da oben sind unzählige Kissen und man kann sich da richtig gut reinkuscheln und lesen. Eine wackelige Hängebrücke führt zu einer weiteren Empore auf der anderen Seite des riesigen Raums. Allerdings sieht die nicht aus wie ein Baumhaus, sondern wie ein fliegendes Piratenschiff. Es gibt auch eine Hängematte und einen gemütlichen Hängestuhl. Ein kleines Zelt, in dem man sich verkriechen kann, eine Kletterwand und Seile, die von der Decke hängen. Wir haben auch einen riesigen Stapel Gesellschaftsspiele und Kisten mit Bauklötzen, Lego und anderem Spielzeug, das in unseren kleinen Zimmern einfach keinen Platz hätte.

Das Schönste im Spielkeller ist jedoch die Decke. Da hat Mama das ganze Planetensystem draufgemalt. Sie ist ja Künstlerin und kann so was. Wenn man das große Licht ausmacht, leuchten die Sterne sogar. Ich liebe es, dort auf dem Rücken am Boden zu liegen und in die Sterne zu schauen.

»Wir brauchen einen Pakt!«, sagte Henry sofort, als wir uns am Freitag alle eingefunden hatten.

»Was ist denn ein Pakt?«, fragte Blümchen.

»Das ist ein Bündnis, eine Art Vertrag. Da muss alles festgelegt werden – die Mitglieder, der Name, was wir mit dem Club vorhaben und, ganz wichtig, was wir uns schwören. Wie ein Versprechen, weißt du, Blümchen?«

»Und ganz unten müssen wir alle mit unserem Blut unterschreiben!«, fügte Oskar noch hinzu und natürlich machte er das mit seiner gruseligsten Gruselstimme.

»Is will aber nix mit meinem Blut unterschreiben!«, sagte Blümchen gleich besorgt.

»Du musst das sowieso nicht!«, erklärte ich ihr.

»Du bist ja Ehrenmitglied und Ehrenmitglieder brauchen so was nicht tun«, sagte Malin.

»Und außerdem wird hier gar nichts mit Blut besiegelt. Nur mit roter Farbe«, fügte ich hinzu, um Blümchen zu beruhigen.

»Rote Farbe mit Honig gemischt!«, sagte Marlene.

»Wieso denn mit Honig?«, fragte Blümchen.

»Na wegen der Hummeln. So ergibt alles Sinn.«

»Aber sammeln Hummeln überhaupt Honig?«, fragte Oskar.

Darauf wusste erst mal niemand eine Antwort.

Wir sahen Henry an. Dieser kramte wohl gerade in seinen zigtausend Schubladen in seinem Kopf herum. Henry kann sich ja immer alles merken, was er mal gelesen hat. Die verschiedenen Informationen hat er in seinem Kopf in Schubladen abgelegt, die er dann erst mal durchstöbern muss. Schließlich hatte er wohl die richtige Schublade gefunden: »Hummeln sind eine zu den echten Bienen gehörende Gattung staatenbildender Insekten. Ein Hummelvolk besteht aus etwa fünfzig bis 600Tieren und einer Königin …«

»Is will die Königin sein!«, rief Blümchen gleich aus.

Doch Henry war noch nicht fertig. »Ein Volk überlebt nur einen Sommer und ist im September meist abgestorben.«

»Is will doch keine Königin sein!«, rief Blümchen daraufhin, denn ein Volk, das nur einen Sommer überlebt, das gefiel ihr dann doch nicht.

»Hummeln sind Bestäubungsinsekten. Ihren Nektar sammeln sie im Magen und im Nest würgen sie ihn wieder hoch.«

»Is will gar keine Hummel sein!«, sagte Blümchen nun bei dem Gedanken, Hummeln würden etwas hochwürgen.

Sie wollte schon ihr rotes Trägerkleid ausziehen, da hielt Martha sie zurück.

»Blümchen, wir würgen nichts hoch, der Club heißt nur so und wir fliegen ja auch nicht rum und Stacheln haben wir auch nicht. Das ist einzig und allein unser Clubname, verstehst du?«

Blümchen nickte und behielt das Kleid an.

Henry fuhr fort: »Also, sie würgen das hoch und so stellen sie Honig her, der aber für den Menschen wegen der geringen Vorräte nicht von Interesse ist«, schloss er seinen Vortrag ab.

»Ein einfaches, schlichtes Ja hätte absolut ausgereicht, Henry!«, ermahnte Malin unseren Bruder und verdrehte die Augen zur Decke. Henrys Vorträge sind ihr meist zu langweilig. Ich hingegen finde immer interessant, was er alles weiß, und praktisch ist es obendrein. Henry ist wie ein wandelndes Lexikon. Und wenn andere ihre Handys herausholen müssen, um dies oder das nachzusehen, können wir einfach unseren schlauen Bruder fragen.

Unser erster Punkt war also ein Club-Vertrag der roten Hummeln. Marlene, die von uns die schönste Schrift hat, schrieb alles auf, was wir ihr diktierten. Wir durften uns dafür ein wunderschönes Papier aus der besonderen Schublade von Mama holen.

Der Club der roten Hummeln sollte ein Club der Abenteuer werden. »Wir wollen zusammenhalten und Abenteuer erleben. Füreinander einstehen und unseren Club geheim halten«, begann ich.

»Streit ist verboten. Jeder trägt bei unseren Clubtreffen etwas Rotes und unseren Hummer-Button«, fügte Martha hinzu.

»Wir versprechen und schwören, keine Geheimnisse voreinander zu haben«, fuhr Marlene fort und schrieb die Regel auch noch auf den Vertrag, da alle zustimmend nickten.

Allerdings nickten wir nur kurz, denn an diesem Punkt wurde es schwierig. Ich sah Martha betreten an und meine Geschwister sahen mich betreten an, denn hier schwirrten leider einige Geheimnisse herum. Und wenn wir nicht alle sofort die Wahrheit sagten, wurden wir vertragsbrüchig, noch ehe auch nur einer von uns den Vertrag unterschrieben hatte. Ich atmete tief durch, dann begann ich: »Ich muss was sagen, also –«

Doch weiter kam ich nicht, denn ich wurde von Malin unterbrochen. »Ja, Martha, wir haben ein Geheimnis. Wir Anderskinder. Genauer gesagt, haben wir sieben Geheimnisse und die dürfen wir eigentlich niemandem verraten!«

»Ja, is kann nämlis Blumen sneller wachsen lassen und alle anderen Pflanzen auch, aber das darf is nis verraten!«, sagte Blümchen.

»Und Marlene und ich können uns in unseren Gedanken unterhalten. Wir brauchen nicht laut zu sprechen, verstehst du, Martha?«, gab Malin kleinlaut zu.

»Du hast ja sicher schon bemerkt, dass ich mir ziemlich schnell alles merken kann. Ich brauch es nur einmal zu lesen und dann ist es in meinem Kopf drin! Das hat gar nicht so viel mit Intelligenz zu tun, es ist mir einfach in die Wiege gelegt. Meine Gabe«, sagte Henry.

»Und ich kann mit Oma Radieschen sprechen und sie sehen. Sie sitzt übrigens gerade dort drüben auf dem Schaukelpferd«, sagte Oskar.

Und bevor ich etwas sagen konnte, sagte Martha: »Ich hab vielleicht das größte Geheimnis von euch allen. Ich hab das alles nämlich schon gewusst.«

»Was?«, riefen meine Geschwister im Chor.

»Von mir!«, seufzte ich. »Na ja, Martha gehört doch praktisch zur Familie. Und auch, wenn euch das nicht bewusst ist, Martha ist eine ziemlich gute Beobachterin und fand einfach ein paar Dinge komisch, die bei uns so passiert sind, und da hab ich ihr alles erzählt. Aber sie würde es nie irgendwem weitersagen!«, schloss ich mein Geständnis.

Martha schüttelte zur Bestätigung den Kopf. »Niemals!«

Blümchen umarmte sie. »Dann bist du jetzt auch noch meine Swester! Und weißt du was, Martha? Noch niemand weiß, was Lu am besten kann. Weil er noch so klein ist und das erst später rauskommt.«

Martha nickte. Dann sah sie zu den anderen Anderskindern. Die lächelten.

»Ich bin ja eigentlich ganz froh, dass du es weißt, Martha«, sagte Malin. »Manchmal ist es echt anstrengend, seine Gabe zurückzuhalten. Und du bist so oft da, dass man es...



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