Boehringer / Vorndran / Spannbauer | Der private Rettungsschirm | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 240 Seiten

Boehringer / Vorndran / Spannbauer Der private Rettungsschirm

Weil Ihnen Staat und Banken im Krisenfall nicht helfen werden
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86248-283-2
Verlag: FinanzBuch Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Weil Ihnen Staat und Banken im Krisenfall nicht helfen werden

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

ISBN: 978-3-86248-283-2
Verlag: FinanzBuch Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die Zukunft der Währungsunion ist ungewiss, nur eines ist sicher: Die Folgen der Rettungspolitik werden jeden von uns treffen. Unabhängig davon, ob es zu Inflation, Deflation oder 'nur' zu wirtschaftlicher Stagnation kommt, der Staat muss sparen und wird sich daher aus Teilen der öffentlichen Versorgung zurückziehen. Den Bürgern wird mehr zugemutet. Die Vermögenden können über höhere Steuern, Sonderabgaben oder einen Lastenausgleich zur Kasse gebeten werden. Weniger Betuchte werden Leistungseinschränkungen hinnehmen müssen. Wer sich dieser Abwärtsspirale entziehen will, muss wieder mehr auf sich selbst vertrauen und öffentliche Leistungsversprechen durch private und regionale Netzwerke ersetzen. Mehr Eigen- statt Fremdvorsorge, das gilt auch beim Sparen fürs Alter. Fünf Experten zeigen mögliche Szenarien auf und geben Handlungsempfehlungen, wie sich jeder Einzelne vorbereiten kann: Welche Werte sind wichtig, welche Qualitäten lohnt es sich (wieder) zu erlernen? Welche Geldanlagen sind über die Krise hinaus wertstabil und wie geht sinnvolle Vorsorge? Was jeder tun kann und tun muss! Der private Rettungsschirm ist ein Ratgeber für alle, die es nicht hinnehmen wollen, dass der Staat ihr Leben mehr und mehr reguliert und bestimmt.

Peter Boehringer (42), Vermögensverwalter und Wirtschafts-Blogger, beschreibt einen seit Jahrzehnten fortschreitenden Werteverfall unserer Gesellschaft, der uns in die Kreditabhängigkeit getrieben hat. Philipp Vorndran (49), Kapitalmarktstratege beim Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch, berät seit mehr als 25 Jahren Anleger dabei, ihr Erspartes zu mehren. Der Betriebswirt hat seine Karriere bei der Deutschen Bank begonnen und war bis 2008 für die Schweizer Häuser Julius Bär und Credit Suisse tätig. Vorndran zeigt, wie es in der Schuldenkrise gelingen kann, das Vermögen durch eine flexible Strategie und mit Sachwertanlagen vor Kaufkraftverlust zu schützen. Gerhard Spannbauer (47) betreibt eine der führenden Internetseiten für Krisenvorsorge im deutschsprachigen Raum. Der Bestseller-Autor ('Finanzcrash - die umfassende Krisenvorsorge') beschreibt, wie man sich persönlich umerfinden kann, um sich auch in widrigen Zeiten Erlösquellen zu sichern. Der gelernte Schreiner und Autodidakt zeigt Mittel und Wege, die eigene Sicherheit zu erhöhen und beschreibt ein ausgeklügeltes Konzept zur Vorratshaltung. Christine Illing (49), ehemalige Kapitalmarktanalystin und Finanzjournalistin, hat vor zehn Jahren damit begonnen, nachhaltig zu wirtschaften -- nicht in Unternehmen, sondern zuhause. Die Volkswirtin beschreibt, wie eine Familie Schritt für Schritt unabhängiger werden kann von Logistikketten, Fertigprodukten und Schulmedizin.
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Prolog: Haben Sie Schon einen Plan B? Es ist Zeit dafür.


Simone Boehringer

1. Die Schuldenkrise verändert Europa


Wir sind im Jahr fünf der Finanzkrise. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Schulden werden in Europa mit Schulden bekämpft, und das Kartenhaus aus Krediten und Bürgschaften wird immer fragiler, die Konstruktionen immer waghalsiger. Nur eines ist sicher: Die Bürger bezahlen die Rechnung; in Form steigender Steuern und Abgaben, geringerer staatlicher Leistungen und letztlich auch durch Enteignung, wenn die Preise steigen und die Zinsen weiter von den Zentralbanken künstlich niedrig gehalten werden.

Bricht das instabile Finanzgebäude auf einmal zusammen – und diese Gefahr besteht latent seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers 2008 – wird die ganze Rechnung auf einmal fällig. Wie die Verteilungskämpfe dann aussehen, können wir in Griechenland sehen.

Die Schuldenkrise ist kein europäisches Sonderproblem. Praktisch alle westlichen Gesellschaften, allen voran die Vereinigten Staaten, haben über ihre Verhältnisse gelebt. Die Bankenkrise 2008 und die folgenden staatlichen Stützungsprogramme haben die Probleme noch verschärft. Zins und Zinseszins in unserem seit mehr als 40 Jahren völlig ungedeckten Papiergeldsystem sorgen dafür, dass es vielen Ländern überhaupt nicht mehr gelingt, die Lasten im Griff zu halten, geschweige denn abzutragen. »Aus den Schulden herauswachsen«, wie es viele Politiker sich erträumen und manche Ökonomen schönrechnen, ist in den meisten Fällen nicht mehr möglich, weil die aufgelaufenen Zinsen und der damit verbundene Konsolidierungsdruck auf die öffentliche Hand Investitions- und damit weitere Wachstumsmöglichkeiten einschränkt.

Schulden machen abhängig. Je höher die Verbindlichkeiten eines Landes, desto geringer der Verteilungsspielraum und damit auch die Gestaltungskraft für eigenständige Politik. Die Griechen etwa bekommen dreistellige Milliardenkredite – um ihre Schulden zu tilgen. Beim gemeinen Volk, das teils radikale Einsparungen hinnehmen muss, kommt von diesen »Hilfen« praktisch nichts an. Unverständnis, Wut, ja Hass auf die strengen Geldgeber sind die Folge. Die Hoffnung auf ökonomische Erholung dagegen schwindet. Aber auch die Gläubigerländer können sich immer weniger erlauben angesichts der wachsenden Solidarbeiträge, die sie zusätzlich zu den auch vor der Krise schon bestehenden eigenen Zins- und Tilgungsverpflichtungen leisten müssen. Dies ist absehbar nur durch höhere Steuern (Euro-Soli, Vermögensteuer), Kapitalverkehrskontrollen oder gar einen neuen Lastenausgleich zu finanzieren – bei gleichzeitig drastischer Einschränkung staatlicher Leistungen.

Kurz vor Redaktionsschluss dieses Buches diskutierte Europa gerade über die Erweiterung eines gemeinschaftlichen Rettungsfonds, der gerade erst Ende Juni vom Bundestag mit einem Volumen von 700 Milliarden Euro abgesegnet worden war. Zahlreiche Verfassungsbeschwerden gegen diesen sogenannten Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sorgten dafür, dass das Verfassungsgericht Bundespräsident Joachim Gauck zunächst gebeten hatte, das entsprechende Bundesgesetz nicht zu unterschreiben, bis das Gericht sich näher mit der Vereinbarkeit des ESM mit dem Grundgesetz beschäftig hat. Im Kern geht es darum, ob die umfassende Beteiligung Deutschlands am ESM – die Bundesrepublik haftet schon ohne Erweiterung des Fonds mit bis zu 190 Milliarden Euro – die Budgethoheit des Bundestages über Gebühr aushöhlt oder nicht. Das Verfassungsgericht hatte schon bei dem vorherigen Hilfsfonds namens EFSF Bedenken geäußert und darauf aufmerksam gemacht, dass weitergehende monetäre Verpflichtungen für den Erhalt des Euro dieses Königsrecht des Parlaments verletzen könnten. Anders als alle vorherigen Krisenmechanismen der EU gibt es beim ESM viel weniger Möglichkeiten der parlamentarischen Einflussnahme.

Anstelle der nationalen, demokratisch gewählten Abgeordneten sollen sogenannte Gouverneure diese Institution leiten und können im Bedarfsfall über einen Großteil der nationalen Haushaltsbudgets entscheiden. Gemäß dem ESM-Vertrag1 besteht die Führung des neuen Stabilitätsfonds aus den 17 Finanzministern der Euro-Staaten. Diese werden lediglich kontrolliert von einem Gremium an Direktoren, die die Gouverneure zuvor selbst ernannt haben – und die sie laut Vertrag auch jederzeit wieder absetzen können. Die ESM-Verantwortlichen agieren praktisch wie eine Regierung über den entsprechenden nationalen Gremien und sie genießen zudem absolute Immunität, haben eine umfassende Schweigepflicht und können die Länder dazu verpflichten, mehr Kapital einzulegen als anfangs vereinbart. Allerdings müssen die Gouverneure über alle Kreditzusagen einstimmig entscheiden. Der deutsche Gouverneur ist bei den meisten Entscheidungen an das Votum des Bundestages gebunden, bei Eilbedürftigkeit (was in dieser Krise bislang praktisch immer der Fall war) reicht jedoch eine Beteiligung kleinerer Gremien wie etwa des Haushaltsausschusses.

Schon vor dem ESM hatte Deutschland sich über andere Rettungsmechanismen verpflichtet, klammen Euro-Staaten Kredite und Bürgschaften über insgesamt rund 300 Milliarden Euro zu geben. Aber noch nie zuvor war die Bundesregierung bereit gewesen, einer supranationalen Behörde so viele Rechte abzutreten wie beim ESM. Hinzu kommt: Der ESM ist nicht das einzige Krisenvehikel, mit dem die Bundesrepublik zur Bekämpfung der Schuldenmisere in Euroland Risiken auf sich nimmt. Aber sonstige Leistungen über Bundesbankkredite oder den Aufkauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank, die gleichfalls Ausfallprobleme bergen, dürfen bei der Entscheidung des Verfassungsgerichts zum ESM erst mal keine Rolle spielen.2 Aber schon die Verpflichtungen aus den Hilfsfonds zeigen, dass die Dimensionen immer bedenklicher werden. Zum Vergleich: Die Steuereinnahmen der Bundesrepublik im wirtschaftlichen Boomjahr 2011 betrugen 248 Milliarden Euro. Inklusive sonstiger Erlöse und Neuverschuldung standen dem Parlament knapp 300 Milliarden Euro zur Verfügung. Die möglichen Lasten aus dem Rettungskurs der Regierung können also das Budget bei Weitem überschreiten!3

Ein Parlament und eine Regierung aber, die nicht mehr Herr über den eigenen Haushalt sind, verlieren mit der ökonomischen auch die politische Freiheit. Denn wo keine nennenswerten Einnahmen mehr zur Verfügung stehen, können auch keine Wohltaten mehr an die Bürger verteilt werden. Wer unter solchen Umständen wiedergewählt werden will, muss noch mehr Schulden machen und wird damit noch abhängiger von den Kreditgebern und so weiter – eine Abwärtsspirale, aus der es ab einem bestimmten Punkt kein Entrinnen mehr gibt.

Dieser Gefahr ist sich die Bundesregierung durchaus bewusst. Das Problem ist nur: Es gibt keinen Weg aus der Schuldenkrise ohne Schmerzen. Kanzlerin Merkel bezeichnet die Übernahme immer weiterer Kreditrisiken als »alternativlos«, weil sie befürchtet, dass ein dauerhafter Zahlungsausfall eines Euro-Landes weitere klamme Staaten der Währungsunion wie Portugal, Spanien oder auch Italien mit in den Abwärtsstrudel reißen könnte. Eine Gefahr, die nicht von der Hand zu weisen ist. Für die großen europäischen Partnerländer könnte Deutschland niemals glaubhaft bürgen, ohne selbst seine Kreditwürdigkeit zu verlieren.4 Die für die Finanzierung der Staaten so wichtigen Anleihenmärkte würden zusammenbrechen. Das Ende der Währungsunion wäre vorprogrammiert.

Es ist diese Perspektive auf einen solchen deflatorischen Crash mit unabsehbaren Folgen, die viele Abgeordnete im Bundestag offenbar bislang vor einem »Nein« bei der Abstimmung zu den Milliardenhilfen zurückschrecken ließ. Zumal die durch die »Rettungspakete« erfolgten Schuldenrückzahlungen auch europäischen Banken und Versicherern zugutekamen und damit Steuerzahler und Besitzer von Lebensversicherungen zunächst vor weiteren Verlusten aus dem Finanzsektor bewahrten. Die Bundesregierung und die Europäische Kommission erkaufen sich mit dieser Politik des schnellen Geldes Zeit. Eine substanzielle Lösung für das Schuldenproblem ist bisher nicht in Sicht, weil Europas Südländer es trotz aller Sparprogramme bislang kaum schaffen konnten, ihre Haushalte in den Griff zu kriegen. Ohne Wirtschaftswachstum ist das auch besonders schwierig, und die EU-Kommission rechnet für das laufende Jahr mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung in acht der 17 Euro-Länder, darunter auch in Italien und Spanien. Der Geldbedarf in dieser Krise steigt, und er steigt in immer kürzeren Abständen. Parallel zu den Vorbereitungen für eine stärkere Koordination und Zentralisierung finanzpolitischer Entscheidungen auf EU-Ebene werden deshalb durchaus auch Ausstiegsszenarien diskutiert, für einzelne Länder (Griechenland) oder auch eine Gruppe von Staaten (Nord- und Süd-Euro). Einige Unternehmensberater und Wirtschaftslenker räumen inzwischen freimütig ein, dass viele Firmen mit solchen Alternativszenarien bereits planen. Von den meisten Politikern werden solche Ideen allerdings weitgehend tabuisiert oder gleich als »uneuropäisch« stigmatisiert. Auch hier sind die Angst vor den unabsehbaren Folgen einer Teilung der Eurozone und das politische Primat der europäischen Einigung offenbar zu stark, um sich mit den Chancen und Risiken solcher Alternativszenarien offen auseinanderzusetzen.

Hinzu kommt, dass die Entscheidungen in Brüssel eine gefährliche Dynamik erreicht haben, die vor der Krise undenkbar gewesen wäre. Entschieden wird primär von den Staats- und Regierungschefs der...


Peter Boehringer (42), Vermögensverwalter und Wirtschafts-Blogger, beschreibt einen seit Jahrzehnten fortschreitenden Werteverfall unserer Gesellschaft, der uns in die Kreditabhängigkeit getrieben hat.

Philipp Vorndran (49), Kapitalmarktstratege beim Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch, berät seit mehr als 25 Jahren Anleger dabei, ihr Erspartes zu mehren. Der Betriebswirt hat seine Karriere bei der Deutschen Bank begonnen und war bis 2008 für die Schweizer Häuser Julius Bär und Credit Suisse tätig. Vorndran zeigt, wie es in der Schuldenkrise gelingen kann, das Vermögen durch eine flexible Strategie und mit Sachwertanlagen vor Kaufkraftverlust zu schützen.

Gerhard Spannbauer (47) betreibt eine der führenden Internetseiten für Krisenvorsorge im deutschsprachigen Raum. Der Bestseller-Autor ("Finanzcrash - die umfassende Krisenvorsorge") beschreibt, wie man sich persönlich umerfinden kann, um sich auch in widrigen Zeiten Erlösquellen zu sichern. Der gelernte Schreiner und Autodidakt zeigt Mittel und Wege, die eigene Sicherheit zu erhöhen und beschreibt ein ausgeklügeltes Konzept zur Vorratshaltung.

Christine Illing (49), ehemalige Kapitalmarktanalystin und Finanzjournalistin, hat vor zehn Jahren damit begonnen, nachhaltig zu wirtschaften -- nicht in Unternehmen, sondern zuhause. Die Volkswirtin beschreibt, wie eine Familie Schritt für Schritt unabhängiger werden kann von Logistikketten, Fertigprodukten und Schulmedizin.



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