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E-Book, Deutsch, 160 Seiten

Boden Angeln

Sicher zum Fangerfolg
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-440-50200-6
Verlag: Kosmos
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Sicher zum Fangerfolg

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

ISBN: 978-3-440-50200-6
Verlag: Kosmos
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dieses Standardwerk ist eine kompetente Anleitung für das Hobby Angeln – nicht nur für Einsteiger. Vom Lebensraum, der Lebensweise, der Ernährung der Fische über die richtige Angelausrüstung bis hin zum Angeln von Friedfischen und Karpfen, Meeresangeln und Fliegenfischen wird in diesem Ratgeber alles gut nachvollziehbar gezeigt.

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Erkennungsmerkmale und Standplätze

Der torpedoförmige Körper erlaubt dem „Lauerjäger“ Hecht überfallartige Angriffe auf die Beute.
© Ben Boden

Die hochrückige Körperform der Brachse verrät, dass sich diese Fischart überwiegend im ruhigen Wasser aufhält.
© Ben Boden

Wer Fische fangen will, muss wissen, wo er sie findet. Jedes Gewässer hat seine Eigenarten. Dazu zählen bei den Flüssen Innen- und Außenkurven, Buhnenfelder, Brücken oder Schleusen. Im See sind es Schilfgürtel, Inseln, Bacheinmündungen und Ähnliches. Die Fische suchen Plätze aus, an denen sie sich wohl fühlen. Im Folgenden werde ich einige Hinweise geben, die Ihnen die Platzwahl erleichtern.

KÖRPERFORM

KÖRPERFORMEN DER FISCHE

An der Körperform und an der Maulstellung kann man erkennen, wo sich die Fische bevorzugt aufhalten. Dem Angler ist es dadurch beispielsweise möglich, ungefähr abzuschätzen, in welcher Wassertiefe er fischen muss. Auch fällt die Entscheidung leichter, ob besser in der Strömung oder an einem ruhigen Abschnitt gefischt werden sollte, wenn man weiß, welche Fische man fangen will, wie sie aussehen und wie sie sich verhalten.

Fische haben die unterschiedlichsten Körperformen. Da gibt es den schlangenförmigen Aal, die walzenförmigen Forellen, den Hecht mit der Form eines Torpedos oder auch hochrückige und abgeflachte Fische wie den Karpfen und die Brachse.

Anhand der Körperform kann man schon erkennen, wo sich diese Fische bevorzugt aufhalten. So ist die Walzenform oder sagen wir besser Spindelform ein Anzeichen für den flinken Schwimmer. Fische mit dieser Körperform halten sich auch gern in der Strömung auf. Dies gilt für die Forellenartigen, den Zander oder auch den Döbel.

Der Hecht ist da eher eine Ausnahme, obwohl er sich natürlich häufig auch in der Strömung aufhält – denn er ist immer dort zu finden, wo es auch Futterfische gibt. Für die überwiegende Jagdweise des Hechtes ist dessen Torpedoform ideal: Kein Fisch kann so schnell beschleunigen wie er. Der Hecht ist sozusagen der Ferrari unter den Fischen. Dies muss auch so sein, denn er ist ein Lauerjäger. Still steht er zwischen dem Schilf oder unter umgestürzten Bäumen, bis er sein Opfer ausgemacht hat – dann schießt er überfallartig vor und schnappt sich die Beute.

Dann gibt es noch die hochrückigen Fische. Aus ihrer Körperform wird deutlich, dass man sie in strömungsreichen Bereichen vergeblich suchen wird. Solche Fische findet man in ruhigen Gewässerabschnitten, häufig zwischen verschiedensten Wasserpflanzen. Zu den Hochrückigen zählen Karausche, Karpfen und Brachsen.

Fische, die sich überwiegend am Boden aufhalten, haben meist eine Schlangenform. Bestes Beispiel ist der Aal, aber auch Quappe und Wels sind typische Vertreter.

Interessant ist die Barbe. Sie ist spindelförmig, auf der Bauchseite aber abgeplattet und tatsächlich findet man sie in strömungsreichen Abschnitten, aber eben immer in Bodennähe. Dafür spricht übrigens ebenso ihr unterständiges Maul, an dem sich ablesen lässt, dass sie ihre Nahrung vom Boden aufnimmt.

Auch die kleinste Insel im See ist meist ein Garant für gute Fangerfolge.
© Ben Boden

MAULSTELLUNG

Die Form des Maules verrät auch bei anderen Fischen einiges. Man unterscheidet drei verschiedene Maulformen: oberständig, endständig und unterständig.

Oberständig bedeutet, dass der Oberkiefer kürzer ist als der Unterkiefer. Typischster Vertreter ist der Hecht, aber auch die Rotfeder gehört zu diesen Fischen. Ein oberständiges Maul weist darauf hin, dass die Nahrungsaufnahme nach oben ausgerichtet ist, also viel Nahrung an der Oberfläche aufgenommen wird (Rotfeder) oder der Fisch meist von unten nach oben zuschnappt (Hecht).

Beim endständigen Maul sind beide Kiefer gleich lang. Solche Mäuler haben Barsche, Forellen und Rotaugen. Diese Maulstellung ist ein Anzeiger für eine Nahrungsaufnahme im Freiwasser.

Schließlich haben wir noch die Fische mit unterständigem Maul. Natürlich ist bei ihnen der Oberkiefer länger als der Unterkiefer. Diese Fische nehmen ihre Nahrung vorwiegend am Boden auf. Außer der oben erwähnten Barbe gehört beispielsweise der Gründling zu dieser Gruppe – aber auch Fische mit Rüsselmaul wie Karpfen, Schleie oder Brachsen.

Schilfkanten ziehen Fische magisch an. Und wenn Kleinfische zwischen den Stängeln Nahrung suchen, sind Räuber wie der Hecht nicht weit.
© Ben Boden

IM SEE

Pflanzen sind ein optimaler Wegweiser zum Fisch. Wasserpflanzen bieten den Fischen Schutz, Nahrung und Laichplätze.

Zwischen den Pflanzen finden wir meist jede Menge Friedfische: Karpfen, Rotaugen und Schleien suchen dort den Boden nach Nahrung ab oder unter einem Seerosenblatt Schutz vor der Sonne.

Am Rand von Pflanzenbeständen lauern fast immer Hechte auf ihre Beute, denn auch ihnen entgeht nicht, dass sich Rotaugen und Brachsen gern zwischen den Pflanzen aufhalten.

Selbst dichte Krautfelder locken noch Fische an – hier finden wir häufig Aale. Aber Vorsicht: Im Kraut kann es schnell zu Materialverlust kommen, daher besser gleich mit stärkerer Schnur fischen.

Für Seerosenfelder gilt das gleiche wie für Schilfkanten, allerdings kann sich das Angeln hier recht schwierig gestalten.
© Ben Boden

Die Scharkante, also der meist recht steile Übergang zwischen der flachen Uferzone und der Tiefenzone eines Sees, ist eine absolute Topstelle zum Fischen. Sie ist meist dadurch gekennzeichnet, dass plötzlich der Pflanzenwuchs aufhört. Direkt an der Kante stehen immer Raubfische. Hier warten sie auf Beute, denn die Friedfische befinden sich oberhalb der Scharkante auf Nahrungssuche und schwimmen, sobald sie gesättigt sind, ins Freiwasser. Auf diesen Moment warten der Hecht und andere Räuber.

WASSERPFLANZEN

An Stellen, an denen man mit bloßem Auge Pflanzen erkennen kann, lohnt das Fischen immer. Allerdings muss man darauf achten, so zu angeln, dass man die gehakten Fische sicher von den Pflanzen fernhalten kann. Denn allzu oft endet ein Drill mit einer abgerissenen Schnur im Krautfeld.

Unterwasserberge und andere Hindernisse im Gewässer ziehen Fische magisch an. Ein bekannter Angler sagte einmal: „Wenn Sie einen See finden, der überall gleich tief ist und der auch sonst keine Hindernisse hat, dann werfen Sie einen Kühlschrank ins Wasser und innerhalb einer Stunde haben sich alle Fische des Sees dort versammelt.“

Natürlich wissen die Fische nicht, was wir Menschen so alles im Kühlschrank haben. Aber diese Hindernisse bieten Schutz und Nahrung und so ist das auch bei Unterwasserbergen, die auch Barschberge genannt werden. Vor allem in tiefen Seen halten sich alle Sorten von Friedfischen an den Hängen solcher Berge zur Futtersuche auf. Und wie schon erwähnt, findet man überall dort, wo kleine Friedfische zu finden sind, auch große Räuber.

Barschberge gehen meist nicht bis zur Oberfläche, sonst wären sie ja Inseln. Deshalb fällt die Suche schwer. Aber wenn Sie sich die Mühe gemacht haben, mit Echolot oder Lotrute einen Barschberg zu suchen, dann können Sie Sternstunden der Angelei erleben.

Echolot, H-Boje und Lotrute dienen zur perfekten Lokalisierung von Angelstellen.
© Ben Boden

Für Fische sind auch Inseln nichts anderes als große Barschberge, deren Spitze über das Wasser ragt. Darum gilt für Inseln genau das Gleiche wie für Barschberge. Außerdem haben Inseln meist eine flache Uferzone sowie eine Scharkante. Damit vereinen Inseln alle Eigenschaften einer absoluten Topstelle. Sollten Sie also an einem See mit einer Insel angeln, dann ist diese Insel mit größter Sicherheit ein hervorragender Angelplatz. Natürlich gilt es zu bedenken, wie man eine Insel am besten beangelt – die meisten Inseln liegen nun einmal nicht in Wurfweite. Hier wäre dann ein Boot hilfreich, doch ist das Angeln vom Boot aus nicht überall erlaubt. Also sage ich abschließend: Wenn sich irgendwie die Chance bietet, eine Insel zu beangeln, sollten Sie das unbedingt auch tun.

LOTRUTE

Eine Lotrute dient nur dem Ausloten der Tiefe. Daher kann man sie verschieden aufbauen. Entweder macht man einfach nach jedem Meter ein Zeichen auf die Schnur und lotet dann mit Blei und Schnur vom Boot aus oder man verwendet Feststellposen und kommt so durch mehrmaliges Ausprobieren auch vom Ufer aus auf die Tiefe. Schneller und leichter geht das alles mit dem Echolot. Allerdings sind diese Geräte nicht gerade billig.

Auch Brücken zählen immer zu den Top-Fangplätzen eines Gewässers.
© Ben Boden

AUM UFER

Insbesondere der Bereich der Uferzone ist äußerst facettenreich. Hier gibt es die normalen Flachwassergebiete, aber ebenso auch schnell abfallende, tiefe Strecken, die sogar unterspült sein können. Wir finden hier ins Gewässer gestürzte Bäume oder Äste, die weit ins Wasser ragen. Alle vorstehend genannten Bereiche sind optimale Aufenthaltsplätze für Fische. Aber auch künstlich vom Menschen angelegte Stellen sind nicht weniger interessant.

Krautfelder sind schwierig zu beangeln, aber immer lohnend.
© Ben Boden

Hierzu zählen beispielsweise Badestellen. Angeln Sie ruhig einmal ganz...



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