Blumenau | Die eigenwillige Komtess | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 6, 100 Seiten

Reihe: Lovestory Edition

Blumenau Die eigenwillige Komtess

Lovestory Edition 6 - Liebesroman
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7409-3767-6
Verlag: Blattwerk Handel GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Lovestory Edition 6 - Liebesroman

E-Book, Deutsch, Band 6, 100 Seiten

Reihe: Lovestory Edition

ISBN: 978-3-7409-3767-6
Verlag: Blattwerk Handel GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Romantische Liebesgeschichten voller Herz, Schmerz und Dramatik werden von den besten Schriftstellerinnen erzählt. Wie aufregend und spannend die Liebe sein kann, wird von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd geschildert. Man möchte diese süchtig machenden Romane in einem Atemzug regelrecht verschlingen... Eingebettet lag der kleine See zwischen den dunklen Tannen und dem frischen zarten Grün der Sträucher und Laubbäume. Am Ufer blühten bereits die ersten gelben, satten Dotterblumen. Die schlanken Halme des Schilfes neigten sich leicht im Wind. Kleine Schaumwellen spritzten auf und gaben dem hellen grünlichen Wasser Leben. Das sanfte Plätschern der auslaufenden Wellen ans Ufer, klang wie eine eigenartige, einschläfernde Melodie in dieser abgeschiedenen Stille. Es war früh am Morgen. Noch hing ein leichter Nebelschwaden über allem. Die Sonne hatte mit ihren wärmenden Strahlen noch kein Licht über die hohen finsteren Tannen werfen können. Nur am gegenüberliegenden Ufer glitzerte der Morgentau an den Gräsern. Dort zauberte die Sonne schon ein Spiel von Licht und Schatten hervor. Dort erwachte der Tag schon zu neuem Leben und langsam nahm die immer höher steigende Sonne Besitz vom ganzen See, ließ ihn aus dem dunklen Dämmerschlaf erwachen und schenkte ihm Farben und Schönheit durch ihre Leuchtkraft. Lautstark zwitscherten die Vögel aus Lust und froher Laune heraus ihre Lieder und wetteiferten mit dem tiefen Gequake der Frösche. Nun dauerte es nicht mehr lange, bis Komtess Friederike ihren Lieblingsplatz auf dem hölzernen Landungssteg einnahm, um sich verträumt dem Zauber der Natur hinzugeben. Sie liebte diese einsame Morgenstunde. Und nur einer durfte teilhaben an diesen Stimmungen der Natur und den Stimmungen, die in ihr erwachten und frohe Erwartungen an die Zukunft wachriefen. Und dieser eine, das war Harald, der junge Baron von Hamersbach, den sie von Kind an als Spielgefährten kannte, dem sie immer ihr ganzes Vertrauen geschenkt hatte, in all den Jahren des Heranwachsens und um den heute noch ihr ganzes Denken und Sein kreiste. Sehnsüchtig und gedankenverloren saß sie in ihren Jeans und dem warmen blauen Sportpullover auf dem Landungssteg, die Beine hochgestellt und von ihren braunen Armen umfangen. Ihre blonden Haare, die glatt aus dem Gesicht heraus zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden waren, gaben ihr eine gewisse Strenge, die aber durch ihren weichen, fast sinnlichen Mund gemildert wurde. Alles an ihr war froher Erwartung. Harald hatte endlich Semesterferien und deshalb fieberte sie dem Wiedersehen entgegen.

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Eingebettet lag der kleine See zwischen den dunklen Tannen und dem frischen zarten Grün der Sträucher und Laubbäume. Am Ufer blühten bereits die ersten gelben, satten Dotterblumen. Die schlanken Halme des Schilfes neigten sich leicht im Wind.

Kleine Schaumwellen spritzten auf und gaben dem hellen grünlichen Wasser Leben. Das sanfte Plätschern der auslaufenden Wellen ans Ufer, klang wie eine eigenartige, einschläfernde Melodie in dieser abgeschiedenen Stille.

Es war früh am Morgen. Noch hing ein leichter Nebelschwaden über allem. Die Sonne hatte mit ihren wärmenden Strahlen noch kein Licht über die hohen finsteren Tannen werfen können.

Nur am gegenüberliegenden Ufer glitzerte der Morgentau an den Gräsern. Dort zauberte die Sonne schon ein Spiel von Licht und Schatten hervor. Dort erwachte der Tag schon zu neuem Leben und langsam nahm die immer höher steigende Sonne Besitz vom ganzen See, ließ ihn aus dem dunklen Dämmerschlaf erwachen und schenkte ihm Farben und Schönheit durch ihre Leuchtkraft.

Lautstark zwitscherten die Vögel aus Lust und froher Laune heraus ihre Lieder und wetteiferten mit dem tiefen Gequake der Frösche.

Nun dauerte es nicht mehr lange, bis Komtess Friederike ihren Lieblingsplatz auf dem hölzernen Landungssteg einnahm, um sich verträumt dem Zauber der Natur hinzugeben.

Sie liebte diese einsame Morgenstunde. Und nur einer durfte teilhaben an diesen Stimmungen der Natur und den Stimmungen, die in ihr erwachten und frohe Erwartungen an die Zukunft wachriefen. Und dieser eine, das war Harald, der junge Baron von Hamersbach, den sie von Kind an als Spielgefährten kannte, dem sie immer ihr ganzes Vertrauen geschenkt hatte, in all den Jahren des Heranwachsens und um den heute noch ihr ganzes Denken und Sein kreiste.

Sehnsüchtig und gedankenverloren saß sie in ihren Jeans und dem warmen blauen Sportpullover auf dem Landungssteg, die Beine hochgestellt und von ihren braunen Armen umfangen. Ihre blonden Haare, die glatt aus dem Gesicht heraus zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden waren, gaben ihr eine gewisse Strenge, die aber durch ihren weichen, fast sinnlichen Mund gemildert wurde.

Alles an ihr war froher Erwartung. Harald hatte endlich Semesterferien und deshalb fieberte sie dem Wiedersehen entgegen.

Da! Von Weitem drangen die Hufschläge von Haralds Pferd durch die Stille. Ehe sich ihr Herz vor Aufregung wieder beruhigen konnte, sprang Harald bereits nicht weit von ihr vom Pferd.

»Rikelein! Endlich sehe ich dich wieder!«

Seine große stattliche Gestalt schien die zarte Komtess fast zu erdrücken bei der stürmischen Umarmung.

»Oh, Harald, dass du nur wieder da bist und gleich hergekommen bist, zu unserem verwunschenen Plätzchen!«

Sie schmiegte sich an ihn. »Ich habe ja so lange auf dich gewartet. Und wenn deine Briefe nicht gewesen wären …, ich hätte es ohne dich nicht ausgehalten.«

»Ja, Rikelein, aber nun haben wir wieder Zeit füreinander. Lass dich anschauen, ob du noch hübscher geworden bist in der Zwischenzeit.« Er hielt sie von sich ab und sah sie mit seinen schalkhaften dunklen Augen an. »Oje, bis ich dich heiraten kann, bist du längst ›Miss Welt‹, und dann kannst du dich vor lauter Verehrern nicht mehr retten und ich bin dann längst vergessen.«

»Ach, Harald«, lachte sie auf. »Für mich gibt es doch keinen Anderen als dich! Ich werde dich immer lieben, das weißt du doch. Denke an unseren Schwur, den wir gegenseitig geleistet haben.«

»Ja, ja, ich weiß: Wir wollen immer füreinander da sein, uns immer beistehen in allen Lebenslagen und uns immer lieben! Wie könnte ich das vergessen, mein Schätzchen?«

»Sage das nicht so spöttisch. Es ist mir bitterernst«, ermahnte sie ihn streng.

»Aber natürlich, Rikelein. Warum auf einmal so misstrauisch. Ich liebe dich doch von ganzem Herzen!«

Sie umarmten sich wie selbstverständlich, und dennoch hatte in ihrem jungen Leben sich die Liebe noch nicht entfaltet, noch keine Sehnsüchte innerer Ergriffenheit hervorgerufen und kein Herzbeben und Pulsieren des Blutes ausgelöst.

Es war eine kindliche Liebe, die aus den Jahren des Zusammenseins erwachsen war.

So war auch seine Aufforderung aufzufassen. »Sollen wir eine Runde schwimmen, so wie früher? Oder ist es dir zu kalt?«

»Ja, los, Harald! Mal sehen, wer zuerst im Wasser ist.« In Windeseile entkleideten sie sich, sprangen voller Übermut ins kalte Wasser, spritzten sich ausgelassen gegenseitig mit dem kalten Nass an und jauchzten vor Vergnügen.

Er kannte ihren jungen Körper, die biegsame schlanke Gestalt, die zarten Rundungen, die langen Beine, gebräunt, im Gegensatz zu ihrer hellen Haut. Es lockte kein Begehren hervor. Sie war einfach seine Rike! Sie kannten sich, sie mochten sich und hatten, fast noch im Spiel der Kindheit, den Schwur getan. Auch sein kraftvoller Körper war ihr von klein auf vertraut. Er war ihr Freund, er war ihr Wegbegleiter.

»Brrr, ist das kalt! Ich gehe an Land und trockne mich schnell ab, ehe ich einen Schnupfen bekomme. Hilfst du mir?«

»Aber ja, du verwöhnte kleine Komtess. Ich bin wohl wieder mal deine Zofe, was? Da sehe ich mich schon als armen Mann nach der Hochzeit mit dir.«

»Wieso arm? Ich bin doch reich und du bist reich, wieso dann arm?«

»Weil ich dann nur noch für dich springen muss: Harald, trockne mich ab, Harald, bringe mir das Frühstück usw. usw.«

Sie stimmten beide in übermütiges Lachen ein. Das Leben war so unbeschwert und voller Hoffnungen auf eine glückliche Zukunft.

»Kommst du mit zum Frühstück zu uns? Meine Eltern und auch mein Bruder Carlo werden sich bestimmt freuen«, bettelte sie, um sich noch nicht von ihm trennen zu müssen.

»Wenn es recht ist, komme ich gerne. Reiche mir deine Hand, mit meiner anderen führe ich dann mein Pferd am Halfter.«

Wie eine Einheit schritten sie Hand in Hand auf Schloss Schönau zu. Worte der Verständigung brauchten sie keine mehr, auch im Miteinanderschweigen fühlten sie sich durch die gleichen Schwingungen verbunden. Strömungen, die von einem zum anderen gingen und dennoch unbeeinflussbar waren, die das Gefühl des Geborgenseins, der Vertrautheit, der Zueinandergehörigkeit aussagten, obwohl es mit Worten nicht zu deuten war.

Sie fühlten sich einfach zueinander hingezogen, von Kindheit an bekannt, wie Bruder und Schwester. Und dennoch war es mehr!

Caroline, Gräfin von Schönau, stand im Frühstückszimmer am Fenster und schaute in den frühlingshaften Park. Ihre Gedanken weilten jedoch in der Gegenwart, sie liefen zurück in die Vergangenheit. Sie sah wieder ihre Hochzeit mit Marius, dem Grafen von Schönau. Eine Liebesheirat war es nicht gewesen und leider hatte sich auch bis heute die Liebe nicht eingestellt.

Gewiss, es war eine ruhige, langweilige, ja, auch langweilige Ehe. Und auf keinen Fall würde sie Friederike zu so einer Ehe raten. Sie sollte jung und unbeschwert und vor allem aus Liebe heiraten. Nein, ihre eigene Ehe war ein schlechtes Vorbild. Aber hätte sie sich damals dagegen auflehnen sollen? Ihr Vater und der Graf von Schönau waren eng befreundet gewesen, und von Anfang an hatte es festgestanden, dass sein Sohn Marius und sie einmal heiraten würden.

Als noch die Verschuldung des Schlösschen Schönau und der hohe Ertragsverlust des Gutes hinzukamen, da wurden sie förmlich vermählt, ohne je gefragt zu werden. Durch diese Heirat brachte sie, Caroline, das nötige, fehlende Geld mit in die Ehe.

Damals hatte sie es noch nicht begriffen, aber mit der Zeit waren ihr die Augen aufgegangen, dass sie sich verkauft vorkam.

Kühl und unpersönlich war nach den Geburten der zwei Kinder, Carlo und Friederike, das Zusammenleben geworden. Höflich und rücksichtsvoll schon, aber was war das gegen die fehlende Liebe?

Mit der Zeit hatte sie sich darein gefunden, aber Friederikes Schicksal sollte einmal einen anderen Weg finden: geliebt und nochmals geliebt werden von ihrem treuen Gatten Wie schön müsste das Leben sein! Wie herrlich allein schon das Aufwachen, morgens an der Seite des vertrauten, liebenden Ehemannes. Wie wunderbar, immer die intimsten Gedanken mit ihm austauschen zu können. Alles gemeinsam planen und ausführen, alle kleinen und großen Sorgen zu teilen, seine Fürsorge zu fühlen und gemeinsam vor allem sich des Lebens zu erfreuen. Ein Blick, ein Lächeln, ein Händedruck, eine kurze, unvorhergesehene Umarmung, ein Kuss, wie viel Liebe war darin verborgen, die zu einer immer fester werdenden Verbundenheit führte.

All dieses musste sie entbehren. Oder gab es so etwas gar nicht? Bestand die Liebe nur im Traum? Nein, das konnte nicht sein: Liebe war etwas so Einmaliges, so Schönes, das musste es einfach geben!

Und Friederike wollte sie glücklich sehen!

Sie riss sich von der Vergangenheit los, denn ihre Augen sahen ihre Tochter mit Harald, Baron von Hamersbach kommen.

Hand in Hand, vertraut und im gleichen Schritt. Ja, diese Verbindung aus den kindlichen Jahren war gewiss schön und für Friederike eine kleine Abwechslung. Aber ihr passte es gar nicht. Das konnte keine himmelsstürmende Liebe sein, das konnte nicht das Glück des Lebens bedeuten, diese althergebrachte Freundschaft ließ kein Herz mehr stürmisch schlagen!

Caroline drehte sich vom Fenster weg und sah sich im Raum um. Dieses runde Frühstückszimmer hatte sie mit Mühe und Not nach ihrem Geschmack umgeändert.

Zarte Gardinen drapierten die hohen Rundbogenfenster und waren an den Seiten mit Schleifen zusammengehalten.

Zwischen den Fenstern leuchteten zarte Wandbilder auf, Szenen aus einem romantischen Schlossleben, was dem Raum etwas Leichtes und Verspieltes...



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