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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2717, 64 Seiten

Reihe: Fürsten-Roman

Blum Fürsten-Roman 2717

Hätte ich dich doch nie geheiratet!
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7517-6996-9
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Hätte ich dich doch nie geheiratet!

E-Book, Deutsch, Band 2717, 64 Seiten

Reihe: Fürsten-Roman

ISBN: 978-3-7517-6996-9
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Seraphina Prinzessin von Buchheim hat den Höhepunkt ihrer Künstlerkarriere erreicht. Ihre Werke werden in einer renommierten Galerie ausgestellt, und ein Käufer aus Frankreich ist bereit, ihre gesamte Kollektion zu erwerben. Bei der Vernissage trifft Seraphina persönlich auf den charmanten Fremden, der ihr Herz im Sturm erobert: Phillipe Prinz de Lorraine. Es knistert gewaltig zwischen den beiden, und die Prinzessin lässt sich nur zu gerne in eine Welt voller Luxus und Romantik entführen. Der Spross einer altehrwürdigen Adelsfamilie scheint tatsächlich der Mann ihrer Träume zu sein, sehr zum Leidwesen von Frederick von Preusbach. Der Baron liebt Seraphina schon lange heimlich, und als sie dem Prinzen tatsächlich auf sein Schloss nach Frankreich folgt, sieht Frederick seine Chance endgültig verpasst. Schon bald folgt eine Blitzhochzeit ohne Familie und Freunde. Frederick wird misstrauisch, denn das entspricht nicht Seraphinas Wesen. Doch niemand ahnt, dass aus dem Prinzessinnentraum ein wahrer Albtraum geworden ist ...

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Hätte ich dich doch nie geheiratet!

Niemand ahnt das Unglück der Prinzessin

Von Felicia Blum

Seraphina Prinzessin von Buchheim hat den Höhepunkt ihrer Künstlerkarriere erreicht. Ihre Werke werden in einer renommierten Galerie ausgestellt, und ein Käufer aus Frankreich ist bereit, ihre gesamte Kollektion zu erwerben. Bei der Vernissage trifft Seraphina persönlich auf den charmanten Fremden, der ihr Herz im Sturm erobert: Phillipe Prinz de Lorraine. Es knistert gewaltig zwischen den beiden, und die Prinzessin lässt sich nur zu gerne in eine Welt voller Luxus und Romantik entführen. Der Spross einer altehrwürdigen Adelsfamilie scheint tatsächlich der Mann ihrer Träume zu sein, sehr zum Leidwesen von Frederick von Preusbach. Der Baron liebt Seraphina schon lange heimlich, und als sie dem Prinzen tatsächlich auf sein Schloss nach Frankreich folgt, sieht Frederick seine Chance endgültig verpasst. Schon bald folgt eine Blitzhochzeit ohne Familie und Freunde. Frederick wird misstrauisch, denn das entspricht nicht Seraphinas Wesen. Doch niemand ahnt, dass aus dem Prinzessinnentraum ein wahrer Albtraum geworden ist ...

Gleich in der Kastanienallee, gegenüber der kleinen Galerie, kam die schwarze Limousine zum Stehen. Frederick Baron von Preusbach stieg als Erster aus. Feiner Nieselregen legte sich auf sein blondes, zurückgekämmtes Haar. Er zog den Mantelkragen enger um den Hals und sah entschlossen auf die andere Straßenseite. Zwischen all den stuckverzierten Gründerhäusern tanzte dieser schlichte, modernisierte Bau aus der Reihe.

Kunstsalon SVB stand in eleganter Schrift auf dem Schild über der Eingangstür. Große, bodentiefe Fenster gaben den Blick frei in das Innere des Gebäudes. Der Ausstellungsraum erinnerte an ein Loft: Backsteinwände, freiliegende Stahlträger und eine halbgewendete Treppe, die auf ein Podest hinaufführte. Frederick sah Seraphina vor den Treppenstufen, gleich neben einer ihrer Kupfersticharbeiten.

Die Prinzessin trug ein schlichtes, olivgrünes Kleid und hatte ihr dunkles Haar zu einem strengen Dutt zusammengebunden. Konzentriert blickte sie beim Telefonieren auf den Boden, eine Hand dabei um ihre schlanke Taille geschlungen. Sein Herz pochte aufgeregt.

Heute. Heute sage ich ihr endlich, wie ich fühle, dachte er.

Eilig wandte er sich wieder der Limousine zu und reichte der darin noch sitzenden Dame seine Hand. Mit gewohnter Eleganz stieg nun Theresia Fürstin von Buchheim aus und strich mit einer schnellen Bewegung über ihren Rock, der farblich perfekt auf ihren blauen Glockenhut abgestimmt war. Dann betrachtete auch sie die Galerie.

»Ah, sieh nur. Meine Tochter war wieder fleißig. Zwei neue Bilder.« Zufrieden blickte sie zu dem Baron auf und hakte sich bei ihm unter. »Nun denn. Wollen wir ihr die freudige Nachricht überbringen?«

Frederick nickte lächelnd. Gemeinsam überquerten sie die Straßenseite und wichen dabei mehreren Pfützen aus. Seraphina bemerkte sie, noch bevor sie die Galerie betraten. Sofort beendete sie ihr Telefonat und öffnete ihnen beschwingt die Tür.

»Mama! Frederick! Was macht ihr denn hier?«

Glücklich begrüßte sie die beiden mit einem Wangenkuss, ihre grünen Augen leuchteten dabei. Wieder einmal kam der Baron nicht umhin zu denken, wie schön diese Frau doch war.

Seraphinas Mutter griff nach ihrer Hand.

»Wir wollen dir etwas Wichtiges mitteilen«, erklärte die Fürstin. »Um genauer zu sein, hat Frederick dir etwas zu sagen.«

Sie nickte ihm aufmunternd zu. Ihre Tochter betrachtete ihn nun so eindringlich, dass in Fredericks Wangen eine leichte Hitze aufstieg.

Er räusperte sich. »Wir kommen gerade von Tabeas Galerie.«

Seraphina blinzelte. »Tabea? Tabea Hirscher? Die Galeristin in der Potsdamer Straße?«

Frederick nickte.

Seraphina wandte sich an die Fürstin.

»Sag nicht, du hast eine Kooperation mit dieser Frau auf die Beine stellen können. Soweit ich weiß, vertritt sie mittlerweile über vierzig internationale Künstlerinnen. Und sie ist auf allen wichtigen Kunstmessen tätig. Wer seine Werke in ihren Programmen ausstellen darf, gilt entweder als extrem etabliert oder verdammt talentiert.«

»Ja, ihr Geschmack ist fantastisch«, bestätigte Theresia und rückte ihrer Tochter den Spitzenkragen ihres Kleides zurecht, obwohl alles perfekt saß. »Vor allem in Dessertangelegenheiten. Seit sie unserem Wohltätigkeitsverein beigetreten ist, bringt sie die leckersten Kuchen mit. Ich kann mir ein Komiteetreffen ohne Tarte Tatin nicht mehr vorstellen.«

Frederick übernahm schnell das Wort, bevor sich die Fürstin in der Beschreibung weiterer vorzüglicher Kuchensorten verlor.

»Ihre aktuelle Gruppenausstellung endet diesen Monat«, fuhr er also fort. »Ich stand Tabea für die Konzeptionalisierung der nächsten Ausstellung zur Seite. Es soll um die Verbindung verschiedener Welten gehen, sowohl persönlich als auch gesellschaftlich. Sie wollte Werke mit Vielschichtigkeit in ihrer Ausdruckskraft. Die eine Neubewertung traditioneller Techniken und Motive ermöglichen. Ich habe ihr klargemacht, dass sie Bilder wie deine will.«

Seraphina blinzelte mehrmals. »Du machst Witze.«

»Keineswegs.« Er grinste. Es gelang selten, diese Frau aus der Fassung zu bringen. »Drei Kunstschaffende sollen präsentiert werden. Eine davon bist du. Tabea und ich haben uns auf sieben Bilder von dir geeinigt. Welche genau wir nehmen, müssen wir natürlich auch noch mit dir besprechen, aber es gibt ein, zwei Werke, auf die ich schon jetzt bestehen muss.« Er lächelte sanft.

Ihr fehlten immer noch die Worte.

»Ich kann nicht fassen, dass ihr das für mich getan habt«, stammelte Seraphina.

Die Fürstin hob sogleich die Hände.

»Ich habe nur den Kontakt hergestellt, Liebes«, erwiderte sie, »es war vor allem der ehrgeizige Kurator neben mir, der das ermöglicht hat.«

Frederick freute sich über den anerkennenden Blick, den sie ihm schenkte. Dann sah sie auf die Uhr, nickte kurz und legte Seraphina beide Hände um ihr Gesicht.

»Also gut. Ich muss los, dein Vater erwartet mich schon. Ich wollte mir bloß nicht deinen Gesichtsausdruck bei den Neuigkeiten entgehen lassen.« Sie gab ihr einen Kuss auf die Stirn. »Ich bin stolz auf dich, mein Schatz. Dein Vater auch. Und denk dran: Wir sehen uns morgen zum Abendessen.« Die Fürstin wandte sich an Frederick. »Du bist natürlich auch herzlich eingeladen, sofern du Zeit hast. Annabelle macht wieder ihr fantastisches Chateaubriand in Portweinjus.«

»Wie könnte ich da ablehnen«, sagte Frederick augenzwinkernd, während er ihr die Tür aufhielt.

Sie drehte sich noch einmal zu ihrer Tochter um.

»Und überleg dir das noch einmal mit deinem Stillleben. Der Immobilienfreund deines Vaters ist nach wie vor interessiert.« Dann war sie auch schon weg.

Sogleich drehte Seraphina ihren Kopf zu dem Baron. Ihre Augenbrauen waren zusammengezogen.

»Frederick, ich ... ich bin dir sehr dankbar. Aber genau wegen solcher Dinge gehöre ich nicht in die Ausstellung.«

Er runzelte die Stirn. »Was meinst du damit?«

»Ich will nicht, dass mein Stillleben wegen guten Zuredens meines Vaters gekauft wird. Und ich will mir auch keinen Platz in Tabeas Galerie erschleichen, weil ihr Kurator mein bester Freund ist. Ich will durch meine Bilder überzeugen, nicht durch meine Beziehungen.«

»Aber Seraphina, Tabea ist von deinen Bildern überzeugt«, widersprach der Baron. »Ich habe sie ihr doch gezeigt. Denkst du, sie hätte sonst zugestimmt? Sie ist derselben Meinung wie ich: Deine Kunst gehört gesehen. Sie und viele andere hätten dich schon längst ausgestellt, wenn du mehr auf deine Arbeit aufmerksam machen würdest. Aber du bist da zu bescheiden und zurückhaltend. Also muss jemand für dich sprechen, wenn du es nicht tust.

Du musst endlich einsehen, dass der Erfolg deiner Arbeit nichts mit deiner Herkunft zu tun hast. Deine Arbeit wird überwiegend von unseren Kreisen gekauft, weil du dich nicht aus unseren Kreisen heraustraust. Aber sie muss von noch viel mehr Menschen gesehen werden. Sie ist fantastisch, Seraphina. Und das sage ich nicht nur aus persönlicher Überzeugung. Ich weiß, wovon ich rede. Das ist schließlich auch mein Job.«

»O Frederick.« Er gab bei ihrer Umarmung einen überraschten Laut von sich. Sie wirkte gerührt, als sie zu ihm aufblickte. »Was würde ich nur ohne dich tun«, gestand sie dankbar und lächelte ihn dabei warm und unschuldig an.

Jetzt, dachte er, jetzt ist der Moment. Nutze ihn!

Er errötete, räusperte sich. »Seraphina, ich liebe deine Arbeit. Sie ist etwas ganz Besonders. Genau wie du.«

Ihr Lächeln wurde breiter. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals.

Jetzt, ertönte es wieder in seinem Kopf, sag es ihr. Sag es ihr endlich!

»Ich ...«

Er zuckte zusammen, als das Glöckchen über der Eingangstür klingelte. Sofort löste er sich von der Umarmung, als hätte man ihm bei etwas Verbotenem...



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