Bloom | BIG FOUR: Ein Anwalt fürs Leben | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 133 Seiten

Reihe: BIG FOUR

Bloom BIG FOUR: Ein Anwalt fürs Leben

Liebesroman
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7554-2388-1
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Liebesroman

E-Book, Deutsch, Band 4, 133 Seiten

Reihe: BIG FOUR

ISBN: 978-3-7554-2388-1
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Seattle ... kurz vor Weihnachten. Vier Anwälte - ein Apartment - eine verhängnisvolle Wette. Andie Als mein Chef mich aufgrund eines einzigen Posts auf Instagram wegen Rufmord verklagen will, halte ich dagegen. Denn all den chauvinistischen Männern da draußen muss endlich das Handwerk gelegt werden! Auch wenn ich in Wirklichkeit keine Ahnung habe, wie ich tatsächlich gegen seine Macht gewinnen kann. Und auch wenn sein Anwalt mehr in mir auslöst als Rachegefühle. Doch ich darf mich nicht um den Finger wickeln lassen. Nicht von diesen sanften grünen Augen und nicht von den süßen Versprechen, die mir seine Lippen zuflüstern. Reese Gefühle und Emotionen sind nichts für mich. Ich brauche Fakten, um etwas entscheiden zu können, und bin aus diesem Grund mit meinen besten Freunden einer der erfolgreichsten Anwälte Seattles geworden. Doch als Miss Andrea Price die Kanzlei betritt und behauptet, mein Mandant hätte sie sexuell belästigt, frage ich mich zum ersten Mal, ob ich auf der richtigen Seite stehe. Und ob ich dem Gefühl, das sie in mir auslöst, wirklich vertrauen kann. Doch egal, was es ist, was ich in ihrer Nähe spüre, wenn herauskommt, dass ich mich mit der Gegenseite einlasse, verliere ich nicht nur meine Zulassung. Ich verliere mein Leben. Dies ist der 4. Band der 'Big Four'-Reihe. Die vier Bände spielen zeitgleich in Seattle während der Weihnachtszeit. In jedem Band geht es um ein anderes Pärchen.

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Kapitel 1
Reese – vor sechs monaten Keanu: Was soll das heißen, Mann? Jay: Dass du Psychos wie magisch anziehst! Zayn: :-D Wer sagt, dass er nicht drauf steht? Jay: Stimmt auch wieder …
Zayn: Als Gott die Psychos verteilt hat, hat Keanu definitiv hier gerufen! Keanu: Hey! Auch verrückte Frauen wollen Liebe ;-) Zayn: :-D Jay: :-D Keanu: Apropos, kann ich heute Abend das Apartment haben?   Ich suchte auf meinem Smartphone das Smiley mit der Sonnenbrille und schickte es ab. »Reese!«, erklang mein Name laut durch den Innenraum des Starbucks Cafés am Pike Place und ich sah auf. Einer meiner besten Freunde und Mitanwalt Jay unserer Gemeinschaftskanzlei sagte zwar, Kaffee dieser Kette, wäre kein richtiger Kaffee, doch hier in Seattle, der Geburtsstadt des Starbucks kam man kaum an einem der Läden vorbei. Außerdem wollte er nur nicht zugeben, dass er genauso wie ich auf Java Chip Chocolate Cream Frappuccino mit extra Sahne stand. Meiner Meinung nach tat meine Vorliebe für zuckerhaltige Getränke meiner Männlichkeit absolut keinen Abbruch. Ich steckte mein Handy in die Innentasche meines Jacketts und schlängelte mich durch haufenweise Menschen in Richtung Ausgabe. »Reese?«, fragte eine hübsche Schwarzhaarige hinter der Theke und hielt mir einen extra großen Kaffeebecher entgegen. Sie blinzelte mit ihren langen Wimpern und unverkennbar konnte ich eine leichte Röte auf ihren Wangen erkennen. »Das bin ich«, antwortete ich ihr und griff nach dem Becher, aber nicht ohne, ihre Finger kurz mit meinen zu streifen. »Vielen Dank.« »Jederzeit gerne.« Es wäre leicht gewesen, auf den Flirt einzusteigen, aber es war mitten am Tag, hinter mir lag eine nervenaufreibende Verhandlung vor Gericht, die ich glücklicherweise für meinen Klienten gewinnen konnte, obwohl die Karten mehr als schlecht standen, und in fünfzehn Minuten hatte ich einen Termin in unserer Kanzlei. An einem üblichen Tag blieben kaum diese zehn Minuten, um auf ein Getränk bei einem Café vorbeizuschauen, geschweige denn ein heißer One-Night-Stand mit einer Barista in einem Starbuckslager. Nein, der musste definitiv warten. Ich schenkte ihr noch ein charmantes Lächeln und wandte mich um, während mein Handy schon wieder in meiner Jackentasche zu vibrieren begann. Eine Mutter mit einem Baby auf dem Arm zog ein Kleinkind hinter sich her, das laut schreiend nach Kuchen verlangte, und ich drückte mich gegen einen der Tische, um ihr aus dem Weg zu gehen. Weitere Namen wurden im Hintergrund gerufen, das Stimmengewirr der anwesenden Menschen nahm zu und mein Handy wollte nicht aufhören, mich penetrant zu nerven. Das Kleinkind streckte mir die Zunge raus, während seine Mom es an mir vorbeizog, und als ich gerade weiterlaufen wollte, stand jemand hinter mir auf und traf meinen Ellenbogen so unglücklich, dass sich der Frappuccino über meiner Hose ergoss. Ich unterdrückte ein Fluchen und vernahm nur noch ein gemurmeltes »Sorry« hinter mir und ein aufgeregtes »Hey!«, vor mir. Genervt wandte ich die Aufmerksamkeit von meinen durchnässten Klamotten nach vorn. Über einen Tisch waren Blätter verteilt, die augenscheinlich die andere Hälfte meines Kaffees abbekommen hatten. Eine Blondine in einem smaragdgrünen Kleid schob ihre Unterlagen hektisch zusammen, und endlich konnte ich reagieren. Ich eilte zurück zur Station, schmiss meinen halbleeren Becher weg, nahm einen Stapel Servietten und lief zu der Frau, um den Schaden zu beheben. »Es tut mir ausgesprochen leid«, sagte ich und tupfte die vollgesogenen Blätter ab. Die junge Frau sah auf und ein Blick aus großen, blauen Augen traf mich völlig unvorbereitet. Auch sie schien für einen Moment ins Stocken zu geraten, bevor sie eine honigblonde, kinnlange Strähne hinter das Ohr schob und sich wieder dem Desaster widmete. »Ist schon okay, ich nehme nicht an, dass es extra war.« Sie scherzte und war irgendwie süß. Ich unterdrückte ein Schmunzeln. »Darf ich Sie dafür auf ein Getränk einladen?«, fragte ich und nahm ein besonders durchnässtes Blatt in die Hand. Brauner Kaffee hatte es halb verfärbt und tropfte von einer Ecke, doch die Zeichnung darauf konnte man immer noch sehr gut erkennen. Sie zeigte einen Mann mit breiten Schultern und erhobenen Augenbrauen. Er war im Stil einer Karikatur gezeichnet, aber jedes Detail an seinem massigen Körper und in seinem anzüglichen Blick war perfekt getroffen. Irgendwie kam er mir bekannt vor, aber ich kam nicht auf seinen Namen. »Nein, danke«, beantwortete sie meine Frage, während ich nun versuchte, auch noch einen Blick auf ihre anderen Zeichnungen zu werfen. Sie waren gut. Richtig gut. Manche zeigten Menschen in einem Park, andere wiederum Leute hinter Schreibtischen in einem Großraumbüro, die alles andere als frei und glücklich wirkten. Doch so unterschiedlich die Bilder auch waren, ihr ganz eigener Stil war unverkennbar. Als ich den Finger auf eine Zeichnung mit einer Frau legte, die ihr ziemlich ähnlich sah, räusperte sie sich und riss mir förmlich das Blatt aus der Hand, um es umgedreht auf den Stapel getrockneter Papiere zu legen. »Wow, hat Ihnen mal jemand gesagt, dass die richtig gut sind? Wenn Sie dem Urteil eines Menschen vertrauen, der noch nicht mal ein Strichmännchen richtig zeichnen kann.« Ihre Lippen zuckten. Sie waren voll und ihr Mund ein wenig zu groß für ihr schlankes Gesicht. Wenn sie lachte, riss sie sicherlich alle in ihrem Umkreis in ihren Bann. »Machen Sie das professionell?« »Nein, ich zeichne nur als Ablenkung in meiner Mittagspause. Um es beruflich zu machen, sind diese Kritzeleien nicht gut genug.« »Wieso denken Sie das?« »Weil mir Menschen das gesagt habe.« »Und eben hat Ihnen ein Mensch gesagt, dass sie es ziemlich draufhaben. Wem wollen Sie nun glauben?« Da war es! Ein kleines, vorsichtiges Lächeln und ich erwiderte es. »Aber abgesehen davon, ist völlig irrelevant, wer an sie glaubt. Sie müssen an sich selbst glauben, das ist das wirkliche Geheimnis«, wisperte ich gedämpft und kurz erkannte ich in ihrem Blick so etwas wie Zuneigung. »Kann ich Ihnen wirklich kein Getränk als Entschädigung ausgeben? Es würde meinem schlechten Gewissen ziemlich entgegenkommen.« Wieder vibrierte mein Handy, aber ich ignorierte es. Sie schüttelte den Kopf und steckte die Blätter in eine übergroße Handtasche. Dass Frauen in solchen Ungetümen irgendetwas wiederfanden, war mir ein Rätsel. »Leider nein, ich hätte schon längst losgemusst. Wahrscheinlich war Ihre unfreiwillige Dusche gar nicht so schlecht, sonst hätte ich meine Pause überzogen und mein Chef wäre ausgerastet.« »Lassen Sie mich raten, der Mann auf einer Ihrer Zeichnungen?« Sie senkte beschämt den Blick und schulterte ihre Tasche. »Ähm … schuldig.« »Sie zeichnen reale Personen.« »Meistens. Wenn sie mir im Gedächtnis bleiben.« »Also zeichnen Sie nun auch mich?« Ihre Augen begannen zu funkeln und ihr Schmunzeln wurde größer. Aus einem unerfindlichen Grund wollte ich noch nicht, dass diese Begegnung hier endete. Ich wollte mehr. Ein richtiges Lachen. Die Geräuschkulisse um uns herum war nun nur noch ein dumpfes Rauschen. »Ich denke nicht, dass das angebracht wäre.« »Wer tut schon gerne Dinge, die angebracht wären?« Für einen Moment hatte ich sie aus dem Takt gebracht. Sie räusperte sich und ging einen halben Schritt nach vorn, doch leider nicht, weil sie mir näherkommen wollte. Sie musste an mir vorbei, bevor sie abhauen konnte, aber ich hatte nicht vor, sie jetzt schon gehen zu lassen. Wir waren uns nun so nahe, dass ich ihren süßen Duft ausmachen konnte, der selbst den herben Kaffeegeruch übertraf, der hier in jedem Winkel steckte. Ich wusste noch nicht, was meine Faszination für sie ausmachte, aber ich hatte vor, es definitiv herauszufinden. Schon lange hatte mich keine Frau mehr wirklich interessiert. Zumindest nicht, wenn es um etwas anderes als körperliche Anziehung ging. Doch in diesem Moment, mit dem Blick auf diese kobaltblauen Augen gerichtet, wusste ich, dass es diesmal nicht mit einem One-Night-Stand getan war. Ich hatte in meinem Leben erst eine feste Beziehung gehabt, und das war auf der Highschool, bevor ich mit meinen Freunden ans andere Ende des Landes nach Harvard gegangen war, um zu studieren. Ich konnte behaupten, dass mich die Trennung alles andere als kalt gelassen hatte, und seitdem hatte ich meine Zeit eher meiner Tätigkeit als Anwalt gewidmet als dem Aufbau einer festen Beziehung. Kaum etwas war wichtiger für mich, als mein Job, doch in diesem Moment fiel es mir mehr als leicht, das penetrante Klingeln meines Handys zu ignorieren. »Sie brauchen wirklich kein schlechtes Gewissen wegen dieser Sache zu haben. Ich kann mir vorstellen, dass Sie ziemlich viel zu tun haben … genauso wie ich.« Sie drückte sich an mir vorbei und streifte mich mit ihrer Seite. Ich ging einen Schritt zurück und ließ sie durch, aber nicht ohne, ihr durch den Raum zu folgen und ihr die Tür aufzuhalten. Die heiße Augustluft drang sofort ins Innere, als...



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