Blattmann | Sie verlassen nun die Komfortzone | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 224 Seiten

Blattmann Sie verlassen nun die Komfortzone

Schritte zum Erfolg
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-451-82733-4
Verlag: Verlag Herder
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Schritte zum Erfolg

E-Book, Deutsch, 224 Seiten

ISBN: 978-3-451-82733-4
Verlag: Verlag Herder
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Unternehmer Matthias Blattmann muss es wissen. Ihm ist es gelungen, die Freiburger Tanzschule Gutmann in ein florierendes Event- und Medienunternehmen zu verwandeln. Wie man es schafft, beruflich und im Leben erfolgreich zu sein, wie es gelingt, die eigenen Grenzen zu überschreiten und sich dabei selbst vielleicht ein bisschen besser kennenzulernen, dazu hat Matthias Blattmann passende Tipps und Methoden zusammengetragen . Er kennt und benennt die Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg, zeigt den Weg zum eigenen Rhythmus, weiß, wie wir innere Blockaden und Routinen überwinden und unsere Gehirnstrukturen besser nutzen können.

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Was treibt mich an?


Auch wenn viele Ratgeber uns einreden wollen, dass wir nur ein paar einfache Regeln befolgen müssen, um ans Ziel zu gelangen, bleibt jeder Mensch trotzdem ein Individuum. Wir denken unterschiedlich, schmecken unterschiedlich und fühlen unterschiedlich. Wir sind auch nicht alle im gleichen Alter, leben nicht im gleichen Umfeld und sind auch nicht mit den gleichen Fähigkeiten ausgestattet. Weder hilft jedem Menschen die gleiche Diät oder die gleichen Medikamente noch die eine spezielle Art und Weise zu lernen.

Um nur ein Beispiel aus dem vorherigen Kapitel zu nennen: Unser sogenanntes Mikrobiom, also die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die unseren Körper besiedeln, besteht je nach Mensch aus 30 bis 40 Billionen dieser Kleinstlebewesen. Nicht jeder Mensch besitzt die gleiche Zusammensetzung. Bakterien und Pilze können sehr verschiedene Eigenschaften haben. Sie helfen uns beispielsweise bei der Verdauung oder wehren Krankheitserreger ab. Wenn bestimmte Bakterienkulturen in unserem Darm gar nicht angesiedelt sind, dann kann es sein, dass wir gewisse Lebensmittel nur sehr schwer verwerten können. Oder noch schlimmer, die Bakterien verwandeln die Nahrung in giftige Abfallprodukte, die bei uns Schmerzen oder Durchfall verursachen. Die Forschung wird noch sehr lange brauchen, bis die Rätsel um die Erforschung des Mikrobioms gelöst sind und wir wirklich verstehen, was im Detail passiert. Gehen Sie aber in jedem Fall davon aus, dass unser gesamtes Handeln stark durch dessen Zusammensetzung beeinflusst wird. Darum kann kein Ratgeber pauschal empfehlen, dass dieses oder jenes gesund für Sie sei. 

Und das ist nur ein Grund, warum es für jede Person eine eigene personalisierte Strategie braucht, sei es bei der Ernährung, beim Lernen oder beim Überwinden der Komfortzone. Es ist unmöglich, mit der Gießkanne gute Ratschläge zu verteilen und damit individuelle Erfolge zu erzielen. Und noch weniger können Sie erwarten, dass das Kopieren von Vorgehensweisen Ihres Nachbars bei Ihnen zum selben Ergebnis führt.

Darum habe ich hier Lösungswege und Werkzeuge aufgeführt, die Ihnen helfen können, Ihre Motivation zu stärken und Schranken im Kopf zu überwinden. Vielleicht sind auch Ihre individuellen Trigger dabei. 

Zuallererst widmen wir uns jedoch dem Thema Zusammenhänge. Denn nur der, der verstanden hat, wie es zu Blockaden kommt, kann beginnen, sie Stück für Stück zu lösen. 

Zusammenhänge erkennen


Komplexere Zusammenhänge zu erkennen ist eine der herausragenden menschlichen Eigenschaften. Dabei geht es nicht um genetisch verankerte Automatismen wie: Ich habe Hunger, also esse ich. Es geht um abstrakte Handlungsstränge. 

Ein einfaches Beispiel wäre: Sie arbeiten in einem Autohaus. Wenn Kunden Ihr Geschäft betreten, bieten Sie ihnen eine Tasse Kaffee an, den Sie von Zeit zu Zeit bei einem Feinkosthandel besorgen. Ihr Ziel ist, dass diese potenziellen Käufer letztendlich Geld für ein Produkt oder eine Dienstleistung bezahlen. Von diesem erwirtschafteten Geld gibt Ihnen Ihre Firma etwas ab. Davon bezahlen Sie unter anderem Ihre Miete. Die Investition in den Kaffee steht also, abstrakt gesehen, im Zusammenhang mit Ihrer Behausung. 

Wir alle erlernen diese abstrakten Handlungsmuster wie die Wörter unserer Muttersprache. Aber an Wörtern, die wir nicht kennen, scheitern wir. In diesem Kapitel zeige ich deshalb anhand verschiedener Beispiele auf, wie unterschiedlichste Dinge, Verhaltensweisen und Emotionen in einem Verhältnis zueinander stehen können. Vielleicht erkennen Sie nach der Lektüre ja plötzlich ganz klar, wie auch in Ihrem Leben das eine mit dem anderen zusammenhängt. 

Welcher Typ Mensch sind Sie?


Wissen Sie, welcher Typ Mensch Sie sind? Was treibt Sie an? Was hält Sie auf? Wovor schrecken Sie zurück? 

Für mich ist die Einteilung der Charaktere im sogenannten Vierfarbenmodell eine anschauliche Möglichkeit herauszufinden, nach welchen Regeln und Mustern Menschen denken und handeln. Es ordnet die verschiedenen Charaktereigenschaften der Menschen unterschiedlichen Farben zu. Wer dieses Modell verinnerlicht und versteht, kann sich sehr viel Frust und Streit ersparen. Ganz besonders wichtig ist, dass wir selbst wissen, welche Farben in uns schlummern. Damit können wir unser Verhalten reflektieren und noch viel wichtiger: Wir werden uns der Wirkung unseres Verhaltens bewusst. 

Um sich das Modell bildlich vor Augen zu führen, können Sie sich ein Koordinatenkreuz vorstellen. Oben befindet sich der Begriff »rational«, unten der Begriff »emotional«. Die Achse von links nach rechts wird mit den Begriffen »introvertiert« und »extrovertiert« belegt. Jedes Feld zwischen zwei Achsen wird nun mit einer Farbe belegt. Hierzu auch folgende Abbildung:

Rote Charaktere sind sehr zielstrebig, selbstbewusst, ungeduldig und bestimmend. Sie sind an Ergebnissen interessiert. Blaue Typen sind distanziert, vorsichtig, sorgfältig, diszipliniert, emotionslos und streben nach Perfektion. Grüne Persönlichkeiten sind ruhig, geduldig, kooperativ, empfindlich und freundlich. Sie wollen ein stabiles Umfeld und Harmonie. Die Gelben sind Optimisten und lebhaft, emotional, gesprächig, sprunghaft und sehnen sich nach Anerkennung. 

Die meisten Menschen sind eine Mischung aus allen Farben und tendieren letztendlich mehr in die eine Richtung und weniger in die anderen. Wenn Sie sich nun selber beschreiben müssten: Welchem Typ entsprechen Sie? Wenn Sie eine objektivere Meinung erhalten wollen, dann fragen Sie ein paar Menschen aus Ihrem Umfeld. Am besten anonym über eine dritte Person.

Die Typisierung ist von großer Bedeutung. Es geht nämlich darum, mit welchen Mitteln Sie am besten arbeiten, um Ihre Komfortzone zu verlassen. Und es macht einen erheblichen Unterschied, ob Sie eher rational oder emotional denken oder ob Sie sich Stabilität oder Anerkennung wünschen.

Wenn Sie sich näher und intensiver mit dem Thema auseinandersetzen möchten, dann lege ich Ihnen die Vorträge und Bücher von Gereon Jörn, der sich »der Menschler« nennt, ans Herz. 

Schluss mit der Gehirnwäsche 


Negative Erfahrungen prägen die Wahrnehmung, oftmals sehr nachhaltig. Ein einfaches Beispiel: Sie betreten eine Behörde und stellen dem ersten Mitarbeiter, an den Sie geraten, eine Frage. Der Mitarbeiter reagiert pampig und gereizt. Sie verlassen frustriert das Gebäude, und Ihr Gehirn merkt sich Folgendes: Die Menschen in dieser Behörde sind unfreundlich. 

Diese Prägung geschieht in vielen Fällen unbewusst. Ich behaupte sogar, wir sind einer permanenten Gehirnwäsche ausgesetzt. Wir werden, statistisch gesehen, in vielen Fällen etwas lernen, was gar nicht der Norm entspricht oder die Realität abbildet. Als ausgebildeter Tanzlehrer kann ich unzählige Geschichten darüber erzählen, wie Menschen zwei bis drei Mal in negativer Form mit Tanzen in Berührung kamen und deswegen einem Tanzkurs sehr kritisch gegenüberstanden. Nach einer verlorenen Wette oder gelockt mit dem Versprechen auf andere Annehmlichkeiten wurden diese Menschen (meist Männer) dann ein weiteres Mal in unsere Tanzschule gezerrt – und sind immer wieder total verwundert, wie viel Spaß sie dann dort haben. Warum? Weil wir unter anderem ihre Lieblingslieder spielen, weil wir mit Bewegungen beginnen, die nicht überfordern, weil viel gelacht und an der Bar auch etwas Leckeres getrunken wird. 

Was ich damit sagen möchte: Geben Sie sich und anderen eine zweite oder vielleicht dritte Chance, sonst manifestieren Sie in Ihrem Gehirn womöglich falsche Strukturen. Und noch schlimmer: Sie trainieren den Effekt, selbst zu glauben, dass ein einziger kurzer Moment Ihnen die Wahrheit widerspiegelt. 

Musik beeinflusst unseren Hormonhaushalt


Eines meiner liebsten Hobbys ist das Klavierspielen. Meine Eltern hatten beide in ihrer Jugend Unterricht genommen und waren sehr musikalisch. Mein Vater lernte sogar noch Geige, und um ein Haar wäre er Musiker geworden. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und der damit verbundene Einzug in die Armee haben diese Karriere jedoch verhindert.

Die Liebe zur Musik verschwand aber nie ganz, und so kam es, dass in unserer Wohnung ein Bechstein-Klavier, Baujahr 1924, stand. Es war das Jugendklavier meines Vaters. Ab und an setzten sich meine Eltern an das gute Stück und fingen an, Lieder aus ihrer Jugend wiederzugeben. Insbesondere zu Weihnachten erklangen aus unserer Wohnung dann Stücke wie »Für Elise« oder »Ode an die Freude« aus Beethovens 9. Symphonie. Als Kind konnte ich mich nicht für diese Art der Musik begeistern. Das Instrument als solches fand ich dennoch spannend und ich verspürte eine gewisse Anziehungskraft. Zum Leidwesen unserer Nachbarn, so vermute ich jedenfalls, habe ich mit drei Jahren damit begonnen, das Klavier zu malträtieren. 

Musik hatte man es vermutlich nicht nennen können. Meine Eltern ließen mich trotzdem unbeirrt spielen, auch wenn meine »Konzerte« oftmals eine Ewigkeit dauerten. Nach und nach wurde ich besser und erkannte, dass es gewisse Harmonien gab. Wenn ich etwas wissen wollte, haben mir meine Eltern geduldig alle Fragen beantwortet. Was mich im Nachhinein wunderte: Nie haben sie gefragt, ob ich Unterricht haben wolle. Erst später begriff ich ihren Erziehungsansatz. Ich sollte mich frei entwickeln, ohne Zwänge. Ob ihnen das gelungen ist, sei dahingestellt – dazu fragen Sie am besten meine Frau (oder besser auch nicht.)

Als ich von zu Hause ausgezogen war, legte ich mir ein E-Piano zu. Seither habe ich es oft jahrelang nicht angerührt. Doch immer, wenn...


Blattmann, Matthias
Matthias Blattmann, geb. 1972, ist Gründer und Unternehmer mit Schwerpunkt Tanzen und Events. Blattmann ist Geschäftsführer der Tanzschule Gutmann, von Gutmann Events, Tanzloft, Gutmann Media und der Black Forest Bar Academy. 2017 war er Gewinner des Freiburger Entrepreneurpreises.

Matthias Blattmann, geb. 1972, ist Gründer und Unternehmer mit Schwerpunkt Tanzen und Events. Blattmann ist Geschäftsführer der Tanzschule Gutmann, von Gutmann Events, Tanzloft, Gutmann Media und der Black Forest Bar Academy. 2017 war er Gewinner des Freiburger Entrepreneurpreises.



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