Black Studium | Medienkombination | 978-3-69165-000-6 | www2.sack.de

Medienkombination, Englisch, Deutsch, 100 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 105 mm

Black Studium

A Tribute to Fasia Jansen, Hilarius Gilges & Joseph Ekwe Bilé
Erscheinungsjahr 2025
ISBN: 978-3-69165-000-6
Verlag: EECLECTIC

A Tribute to Fasia Jansen, Hilarius Gilges & Joseph Ekwe Bilé

Medienkombination, Englisch, Deutsch, 100 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 105 mm

ISBN: 978-3-69165-000-6
Verlag: EECLECTIC


Die Publikation Black Studium dokumentiert die Installation Black Lives Audio Triptych von Ina Wudtke. Sie legt Spuren der Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland frei und erinnert multidirektional an vergangene und gegenwärtige antirassistische Kämpfe.

Die Arbeit aktiviert Archivmaterial, insbesondere Songs, Texte und Fotos zu Fasia Jansen (1929 – 1997), Hilarius Gilges (1909 – 1933) und Joseph Ekwe Bile´ (1892 – 1959) – alle drei waren im Kontext der Arbeiter:innenbewegung aktiv.

Die Audioarbeit besteht aus drei inszenierten Audioselbstportraits. Die Inszenierung geht auf Techniken der Agitpropspielgruppen der Weimarer Republik zurück. Lokale Dialekte wurden häufig verwendet um Arbeiter:innen zu erreichen, dabei sollten die Agierenden nicht mit den Rollen verschmelzen wie im bürgerlichen Theater.

Wichtig für die Wahl der Sprecher:innen waren ihr aktuelles gesellschaftliches Engagement, das als Fortführung der politischen Arbeit der Protagonist:innen angesehen werden könnte: So gehört Jasmin Eding (Sprecherin von Fasia) zu ADEFRA (Schwarze Frauen in Deutschland), die sich ab den 1980er Jahren für die Rechte und die Sichtbarkeit von Schwarzen Menschen in Deutschland organisiert haben. Der Krump-Tänzer Kofie Boachie (Sprecher von Hilarius Gilges) war maßgeblich an der Organisation der Black Lives Matter Demos in Düsseldorf beteiligt. Jeanne-Ange Wagne (Sprecherin von Joseph Ekwe Bilé) setzt sich mit den kolonialen Verstrickungen von Kulturinstitutionen auseinander.

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Weitere Infos & Material


Aitken, Robbie
Professor Robbie Aitken ist Historiker und lehrt Geschichte des Schwarzen Europa und Empire an der Sheffield Hallam University. Er hat ausführlich über die Entstehung einer Schwarzen Community in Deutschland von den 1880er Jahren bis 1945 geschrieben. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Black Germany, the Making and Unmaking of a Diaspora Community, 1884-1960 (mit Eve Rosenhaft). Gegenwärtig forscht er über die Schwarzen Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus in Deutschland sowie über die Entschädigungsansprüche Schwarzer Holocaustopfer in der Nachkriegszeit. In Berlin war er an zahlreichen öffentlichen Ausstellungs- und Erinnerungsprojekten beteiligt. Die von ihm konzipierte und realisierte Wanderausstellung Black Germany wurde in Großbritannien, Deutschland und Kamerun gezeigt.

Eding, Jasmin
Jasmin Eding ist seit über 30 Jahren aktiv in der Schwarzen Bewegung und Mitbegründerin von ADEFRA e.V. (Schwarze Frauen in Deutschland). Als Mitautorin des Buches Kinder der Befreiung (Hg. Marion Kraft, Münster, Unrast Verlag, 2016) schrieb sie über transatlantische Erfahrungen und Perspektiven Schwarzer Deutscher der Nachkriegsgeneration und trug damit zur Literatur über die vielfältige Geschichte Schwarzer Deutscher bei. ADEFRAroots ist ein Forum von und für Schwarze Frauen, das gegen Rassismus und andere Diskriminierungsformen kämpft. Sie bezeichnet sich selbst als antirassistisch feministisch lesbische grassroots Aktivistin. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Ausgewogenheit von grassroots- und akademischer Arbeit in der Schwarzen Community, im Sinne der Inklusion.

Fernando, Anujah
Anujah Fernando arbeitet als Kulturwissenschaftlerin, Filmemacherin und Kuratorin. In recherchebasierten Ausstellungen und Texten sowie in dokumentarischen Filmprojekten beschäftigt sie sich mit erinnerungspolitischen Themen rund um Migration und Kolonialismus. Ihr besonderes Interesse gilt den sprachlichen und kulturellen Aushandlungsprozessen zwischen erster und zweiter Migrationsgeneration im Spannungsfeld mit dem gesellschaftlichen Diskurs. Am Friedrichshain-Kreuzberg (FHXB) Museum ko-kuratierte sie die Ausstellung Trotz Allem: Migration in die Kolonialmetropole Berlin (2022/2023). Am Haus der Kulturen der Welt (HKW) war sie in der Koordination von rassismus- und technologiekritischen Projekten beschäftigt (2018, 2019, 2021).

Wudtke, Ina
Ina Wudtke ist eine Berliner Künstlerin, deren forschungsbasierte Arbeit die vorherrschenden Narrative über Arbeit, Geschlecht, Wohnen und koloniales Erbe in Frage stellt. Sie hat international ausgestellt und war Gründungsmitglied des queer-feministischen Künstler:innenkollektivs NEID. Mit Dieter Lesage schrieb sie Black Sound White Cube (Löcker Verlag, Wien, 2010). 2018 erschien ihr Katalog The Fine Art of Living (Archive Books, Berlin, 2018) zu Wohnungsfragen. 2018-2021 war sie künstlerische Mitarbeiterin der documenta-Professur in Kassel. Der Katalog Arbeiterschriftsteller:innen. Von MASCH bis Greif zur Feder (Berlin, Motto Books, 2022) versammelt ihre Werke zur Arbeiter:innenbewegung. 2024 wurde sie mit dem Max Kade/Charlotte M. Craig Fellowship der Rutgers University, New Jersey ausgezeichnet.



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