Bittmann | Geschichte und Lehre des Karatedo | Buch | 978-3-9807316-5-2 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 264 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 210 mm, Gewicht: 370 g

Bittmann

Geschichte und Lehre des Karatedo


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-9807316-5-2
Verlag: Bittmann, H

Buch, Deutsch, 264 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 210 mm, Gewicht: 370 g

ISBN: 978-3-9807316-5-2
Verlag: Bittmann, H


Dieses Buch beschäftigt sich in erster Linie mit der Geschichte und Lehre des 'Weges der Leeren Hand' (karatedo). Darüber hinaus gewährt es Einblick in verschiedene Facetten der japanischen Geschichte und Kultur.
Auf der Grundlage eigener Recherche und neuerer Forschungsergebnisse wurde dafür die auf einer Dissertation basierende Monographie “Die Lehre des Karatedo” aus dem Jahre 2000 überarbeitet und mit einer ausführlichen Darstellung der Geschichte des Karatedo erweitert.
Nach der Einleitung beschreibt ein Kapitel die historische Entwicklung der japanischen 'Wege der Kampfkünste' (budo). Anschließend wird die Geschichte des Karatedo ausführlich dargestellt und erörtert. Dabei werden auch bislang verbreitete Thesen kritisch hinterfragt.
Die folgenden Kapitel wenden sich der Lehre in den traditionellen japanischen Kampfkünsten sowie des Karatedo im Besonderen zu. Werden diese Kampfkünste vornehmlich unmittelbar vom Lehrer zum Schüler vermittelt, findet sich zur Ergänzung der Überlieferung, bzw. als ergänzendes Mittel der Schulung, auch die Tradition der in Prosa oder Lyrik verfassten sogenannten Lehrschriften. Diese enthalten verschiedenartige Lehrauffassungen in Bezug auf die von ihren Meistern immer wieder besonders betonte Einheit der Komponenten 'Herz' (shin), 'Technik' (gi) und 'Körper' (tai) zum Studium der Wege der Kampfkünste oder im engeren Sinne einer jeweiligen 'Schule' (ryu). Vor allem diese Lehrschriften bieten Einblick in eine tiefergehende Zielsetzung: So kann ein Interessierter zum Beispiel aus der Sicht eines Begründers einer Schule, über ein bloßes Kräftemessen bzw. über Sieg oder Niederlage im Wettkampf, d. h. über ein messbares Ergebnis, hinaus, von einem Weg der ganzheitlichen Vervollkommnung des Menschen erfahren.
Als Beispiele für Lehrschriften des Karatedo wurden Abhandlungen von den Begründern bzw. wichtigen Meistern der 'vier großen Schulrichtungen' – Shotokan, Gojuryu, Shitoryu und Wadoryu – Funakoshi Gichin, Miyagi Chojun, Mabuni Kenwa und Otsuka Hironori ausgewählt. Die Darlegungen in diesen Schriften sind aber nicht nur auf das Karatedo begrenzt zu sehen: Sie bieten im übertragenen Sinne auch Einblick in grundsätzliche Gedanken zu den japanischen Kampfkünsten. Zum besseren Verständnis wurde diesen Lehrschriften eine Einführung in die geistesgeschichtlichen Hintergründe bzw. wichtigen Grundbegriffe der japanischen Kampfkünste sowie ihrer schriftlichen Überlieferung vorangestellt.
Ebenfalls vor den Lehrschriften zum Karatedo finden sich Biographien ihrer Verfasser, die nicht nur die Lebensgeschichte der Meister bzw. Kommentatoren vorstellen, sondern auch eine entscheidende Phase der Verbreitung der Kampfkunst auf die japanischen Hauptinseln und ihrer Weiterentwicklung widerspiegeln.
Es folgen die zum ersten Mal direkt aus dem Japanischen ins Deutsche übersetzten Lehrschriften des Karatedo mit anschließenden Erläuterungen. Die Gründe hierfür liegen zum einen im teilweisen Fehlen westlicher Übersetzungen, zum anderen in der semantischen Präzision gegenüber Sekundärübersetzungen. Dies betrifft auch andere Quellen und ihre jeweiligen Titel.
Die Inhalte bzw. Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln sind in der Schlussbetrachtung noch einmal kurz zusammengefasst und erörtert. Außerdem sind zahlreiche weiterführende Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis sowie ein Index mit Schriftzeichen enthalten.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Vorwort S. 7
I. Einleitung S. 9
II. Zur historischen Entwicklung der japanischen Kampfkünste S. 11
III. Zur Geschichte des Weges der Leeren Hand S. 27
1. Ursprünge und Einflüsse S. 27
2. Waffenverbote S. 30
2.1 Die Zeit unter Sho Shin bis zur Satsuma Invasion 1609 S. 30
2.2 Die Zeit von der Satsuma Okkupation bis zum Ende des Königreiches S. 35
3. Bezeichnungen S. 58
4. Zusammenfassende Betrachtung S. 63
IV. Zu geistesgeschichtlichen Hintergründen und wichtigen Grundbegriffen der Lehre auf den
Wegen der Kampfkünste S. 71
1. Weg – do S. 71
2. Leere – ku S. 76
3. Form – kata S. 79
V. Zur schriftlichen Überlieferung der Lehre auf den Wegen der Kampfkünste S. 83
1. Allgemeine Übersicht zur Entwicklung und zum Inhalt von Lehrschriften S. 83
2. Über bedeutende Lehrschriften der Tokugawa-Zeit S. 88
2.1 Takuan Soho — “Wundersame Aufzeichnungen der bewegungslosen Weisheit” S. 88
2.2 Yagyu Munenori — “Familienüberlieferungen zu den Methoden des Gefechts” S. 92
2.3 Miyamoto Musashi — “Buch der Fünf Ringe” S. 97
3. Bemerkungen zu Lehrschriften bzw. zur Lehre des Weges der Leeren Hand S. 104
VI. Meister des Weges der Leeren Hand S. 107
1. Funakoshi Gichin S. 107
2. Miyagi Chojun S. 114
3. Mabuni Kenwa S. 119
4. Otsuka Hironori S. 123
5. Kommentatoren der Lehrschriften S. 127
5.1 Takagi Masatomo S. 127
5.2 Nakasone Genwa S. 129
VII. Lehrschriften von Meistern des Weges der Leeren Hand S. 131
1. Funakoshi Gichin:
“Zwanzig Paragraphen der Leeren Hand” um 1930
Kommentiert von Takagi Masatomo 1988 und 1993 S. 131
2. Miyagi Chojun:
“Allgemeine Darlegungen zum Weg der Chinesischen Hand” 1934 S. 145
3. Mabuni Kenwa:
“Haltung des Herzens des Übenden auf dem Wege der Leeren Hand” 1938
Nach Darlegungen Mabuni Kenwas verfasst und kommentiert von Nakasone Genwa
S. 158
4. Otsuka Hironori: Aus den “Analekten des Lehrmeisters” 1970 S. 171
5. Erläuterungen zu den Lehrschriften S. 195
5.1 Über die “Zwanzig Paragraphen der Leeren Hand” S. 195
5.2 Über die “Allgemeinen Darlegungen zum Weg der Chinesischen Hand” S. 200
5.3 Über die “Haltung des Herzens des Übenden auf dem Wege der Leeren Hand” S. 204
5.4 Über die “Analekten des Lehrmeisters” S. 208
VIII. Schlussbetrachtung S. 213
Zeittafeln S. 221
Abkürzungen S. 222
Bibliographie S. 223
Index S. 243


Bittmann, Heiko
1987-1993: Studium der Japanologie und Sportwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Kanazawa, Japan. 1993-1998: Stipendiat an der Universität Kanazawa. 1999: Abschluß der Promotion zur Lehre im Karatedo. Seit 2001 Assistenz-Professor und seit 2009 Professor an der Universität Kanazawa; u.a. Seminare über Budo. Forschungsschwerpunkte: Japanische Kultur und Sport, insbesondere Kampfkünste; Autor mehrerer Aufsätze und Monographien zu den japanischen Kampfkünsten. Neben Iaido (Kyoshi 7. Dan, Zen Nihon Kendo Renmei) betreibt er Jodo (Kyoshi 7. Dan, Zen Nihon Kendo Renmei) und Karatedo (4. Dan).

Heiko Bittmann:
1987-1993: Studium der Japanologie und Sportwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Kanazawa, Japan. 1993-1998: Stipendiat an der Universität Kanazawa. 1999: Abschluß der Promotion zur Lehre im Karatedo. Seit 2001 Assistenz-Professor und seit 2009 Professor an der Universität Kanazawa; u.a. Seminare über Budo. Forschungsschwerpunkte: Japanische Kultur und Sport, insbesondere Kampfkünste; Autor mehrerer Aufsätze und Monographien zu den japanischen Kampfkünsten. Neben Iaido (Kyoshi 7. Dan, Zen Nihon Kendo Renmei) betreibt er Jodo (Kyoshi 7. Dan, Zen Nihon Kendo Renmei) und Karatedo (4. Dan).



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