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Biniok / Lettkemann Assistive Gesellschaft

Multidisziplinäre Erkundungen zur Sozialform "Assistenz"
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-658-13720-5
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Multidisziplinäre Erkundungen zur Sozialform "Assistenz"

E-Book, Deutsch, 269 Seiten

Reihe: Öffentliche Wissenschaft und gesellschaftlicher Wandel

ISBN: 978-3-658-13720-5
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Die Beiträge des Buches befassen sich mit der Frage, was 'Gesellschaft' bedeutet, wenn nahezu alle Lebensbereiche assistiert werden. Ob Blindenhund, Butler oder Assistent der Geschäftsführung, Herzschrittmacher oder Navigationssystem, Pflegeroboter oder Ambient Assisted Living - wir werden assistiert von anderen Personen und Lebewesen, und immer häufiger auch von Technologien und Artefakten. Diesen Assistenten kommt eine spezifische und neue Rolle zu: sie beschützen, sie helfen, sie steuern uns. Prozesse der Assistierung in Lebens- und Arbeitswelt werden oft im Einklang mit sich steigernden Kompensations- und Effizienzversprechen vorangetrieben. Aber wie gestaltet sich Assistenz konkret? Welche Wechselwirkungen entstehen zwischen den beteiligten Instanzen? Und welche gesellschaftlichen Dynamiken und unbeabsichtigten Folgen sind damit verbunden? Darauf versucht der Sammelband Antworten zu geben.


Dr. Peter Biniok war zuletzt wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Furtwangen University.
Dr. Eric Lettkemann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der TU Berlin.

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Weitere Infos & Material


1;Inhaltsverzeichnis;6
2;In Gesellschaft – Assistenzformen, Assistenzweisen und Assistenzensembles;8
2.1;Zusammenfassung;8
2.2;1Ein assistiver Einstieg;9
2.3;2Übersicht über die Beiträge: Assistenzformen und Assistenzweisen;12
2.3.1;2.1Assistenz, Behinderung und soziale Unterstützung;12
2.3.2;2.2Assistive Technologien;14
2.3.3;2.3Assistenz im Kontext;18
2.4;3Assistenzensembles als Analysekategorie – ein Systematisierungsvorschlag;20
2.4.1;3.1Assistenzensemble – eine Idealtypik;20
2.4.2;3.2Assistenzensembles – eine Annäherung;24
2.5;4Resümee;25
2.6;Literatur;26
3;Teil I Assistenz und Gesellschaft;31
4;Synchronisierung, Kopplung und Kontrolle in Netzwerken. Zur sozialen Form von Unterstützung und Assistenz;32
4.1;Zusammenfassung;32
4.2;1Unterstützungsprobleme;33
4.3;2Vom social support zur Unterstützung in soziotechnischen Arrangements;36
4.3.1;2.1Social Support und seine Normativität;37
4.3.2;2.2Unterstützung in soziotechnischen Arrangements;42
4.4;3Die Aktivität der Unterstützung;46
4.4.1;3.1Das Grundmuster der Beobachtung von Unterstützung;46
4.4.2;3.2Das Netzwerk der Unterstützung;48
4.4.3;3.3Wie entsteht Unterstützung?;50
4.5;4Kontrolle der Relationen zwischen Unterstützung und Aktivität;52
4.5.1;4.1Die Kontrolle der zeitlichen Relationen – Synchronisierung;52
4.5.2;4.2Die Kontrolle der Kopplungsrelationen – Assistenz;54
4.5.3;4.3Die Kontrolle der Kontrollrelationen – Zuschreibung und Hilfe;55
4.6;5Praktische Unterstützungstheorie;58
4.7;Literatur;60
5;Von der Existenz zur Assistenz. Akteure und Techniken des Beiseins;64
5.1;Zusammenfassung;64
5.2;1Von der Existenz zur Assistenz?;65
5.3;2Assistenten und Akzidenzien;67
5.4;3Existenzielle Anaphorik;72
5.5;4In assistiver Gesellschaft;77
5.6;Literatur;80
6;Wir assistieren uns zu Tode;82
6.1;Zusammenfassung;82
6.2;1Einleitung;83
6.3;2Assistenz zwischen Kompetenz und Komfort;83
6.3.1;2.1Assistenz;83
6.3.2;2.2Realisierte Kompetenz und stärkender Komfort;85
6.3.3;2.3Assistenzgesellschaft und technische Assistenz;89
6.4;3Wir assistieren uns zu Tode;90
6.4.1;3.1Zeitgemäße Kompetenzprofile;90
6.4.2;3.2Assistenz als neues Soma?;94
6.5;4Aufmüpfige rebellische Assistenz;96
6.5.1;4.1Erste Schritte;96
6.5.2;4.2Kompetenzorientierte Assistenz;98
6.6;Literatur;100
7;Assistive Kolonialisierung. Von der „Vita activa“ zur „Vita assistiva“;103
7.1;Zusammenfassung;103
7.2;1Von der erschöpften zur assistierten Gesellschaft;103
7.2.1;1.1Assistenz als Signatur der Gegenwartsgesellschaft;104
7.2.2;1.2Gesellschaftsdiagnostische Einbettung – Assistenz als Vermittlungsform;106
7.3;2Die Assistenzmatrix;107
7.3.1;2.1Outsourcing von Menschlichkeit: Mensch assistiert Mensch;108
7.3.2;2.2„Wir brauchen die Hilfe von Maschinen“: Algorithmus assistiert Mensch;110
7.3.3;2.3Entscheidungsmaschinen: Algorithmus assistiert Algorithmus;112
7.3.4;2.4„Gelernte Diener der Maschine“: Mensch assistiert Algorithmus;114
7.4;3Assistive Kolonialisierung: Potenziale und Pathologien;115
7.5;4Fazit: Von der „Vita Activa“ zur „Vita Assistiva“?;117
7.5.1;4.1Unterscheidung von Vita Activa und Vita Assistiva;118
7.5.2;4.2Was vom Menschen bleibt?;119
7.6;Literatur;121
8;Teil II Personale Assistenz;124
9;Stille Post: Vertrauen und Aktionsmacht in der personellen Assistenzdyade;125
9.1;Zusammenfassung;125
9.2;1Einleitung;126
9.2.1;1.1Die Besonderheiten von Hören und die sich daraus ergebenden Folgen von Schwerhörigkeit;127
9.2.2;1.2Die Bedeutung von Kommunikation in der modernen Arbeitswelt;129
9.2.3;1.3Berufliche Teilhabe durch personelle Assistenz;130
9.3;2Vertrauen und Aktionsmacht als Kategorien der ergänzenden Re-Analyse;132
9.3.1;2.1Analysekategorie Vertrauen;133
9.3.2;2.2Analysekategorie (Aktions-)Macht;134
9.3.3;2.3Ergänzende Re-Analyse von Projektbefunden;135
9.4;3Positive und negative Aktionsmacht in der Assistenzdyade;136
9.4.1;3.1Ausgestaltung des Instruments personelle Assistenz;137
9.4.2;3.2Die Bedeutung von Vertrauen in der Assistenzdyade;138
9.4.3;3.3Positive Aktionsmacht, Vertrauen und gelingende Assistenzkooperationen;140
9.4.4;3.4Negative Aktionsmacht: Konfliktpotenzial in der Assistenz;141
9.5;4Weiterführende Diskussion: Ist personelle Assistenz vor dem skizzierten Hintergrund von Vertrauen und Aktionsmacht zu riskant?;141
9.6;Literatur;143
10;Leihmutterschaft – Assistenzbusiness in der globalisierten Welt;146
10.1;Zusammenfassung;146
10.2;1Problematik;147
10.3;2Formen von Leihmutterschaft und rechtliche Situation;148
10.4;3Die Akteure;150
10.4.1;3.1Beauftragende Eltern;150
10.4.2;3.2Die Klinik;152
10.4.3;3.3Die Leihmütter;155
10.5;4Leihmutterschaft: Ausbeutung oder Empowerment?;157
10.6;5Indien: Reiche Ärzte – arme Frauen;158
10.7;6Elterlicher Erfolgsdruck produziert Risikoschwangerschaften;159
10.8;7Ist Leihmutterschaft grundsätzlich verwerflich?;162
10.9;Literatur;163
11;Teil III Technische Assistenz;165
12;Assistiert altern. Die Entwicklung eines Sturzsensors im Kontext von Ambient Assisted Living;166
12.1;Zusammenfassung;166
12.2;1Einleitung;166
12.3;2Drei Lesarten von AAL;168
12.4;3Im Labor mit Michael Behrend;170
12.5;4Zur Konstitution von Stürzen im Labor;172
12.6;5Disziplinäre Gewohnheiten und interdisziplinäre Hürden;175
12.7;6Schluss;177
12.8;Literatur;178
13;Kann es technische Assistenten in der Pflege geben? Überlegungen zum Begriff der Assistenz in Pflegekontexten;181
13.1;Zusammenfassung;181
13.2;1Einführung und Fragestellung;182
13.3;2Konzeptionelle Überlegungen zur Idee von „Assistenz“ in technischen Feldern;184
13.4;3Erwartungen an technische „Assistenz“ in der stationären Pflege von Menschen mit Demenz – ein Fallbeispiel;188
13.4.1;3.1Methodik;189
13.4.2;3.2Empirische Ergebnisse;190
13.5;4Plädoyer für eine analytische Bestimmung der technischen „Assistenz“ in der Pflege;195
13.6;Literatur;197
14;Assistive Sicherheitstechniken in der Pflege von an Demenz erkrankten Menschen;200
14.1;Zusammenfassung;200
14.2;1Zu den sozialen Dimensionen assistierter Pflege;201
14.2.1;1.1Assistenztechniken als Lösungsstrategien;201
14.2.2;1.2Fragestellung;203
14.2.3;1.3Assistive Sicherheitstechniken und demenzielle Erkrankungen;204
14.3;2Assistierte Pflege als Figuration;205
14.3.1;2.1Datenbasis und Methode;206
14.3.2;2.2Untersuchte Akteursgruppierungen und Assistenzen;207
14.4;3Ursachen und Folgen der Nutzung von assistiver Sicherheitstechnik;209
14.4.1;3.1Pflegeleitbilder und Problemwahrnehmungen;209
14.4.2;3.2Begründungen und Ziele der Nutzung von assistiven Techniken;211
14.4.3;3.3Auswirkungen auf die Interdependenzen;212
14.4.4;3.4Spannungen zwischen Fürsorge und Selbstbestimmung;214
14.5;4Diskussion und Fazit;216
14.6;Literatur;218
15;Generations- und geschlechtsspezifische Technikaneignung im technikunterstützen Wohnen;221
15.1;Zusammenfassung;221
15.2;1Ausgangslage;222
15.2.1;1.1Technik und Alter(n);223
15.2.2;1.2Technik und Geschlecht;224
15.3;2Methodische Vorgehensweise;227
15.4;3Anwendungskompetenz und Technikverständnis als Aushandlungskategorien;229
15.4.1;3.1Tablet-Aneignung als sozialer Prozess;230
15.4.2;3.2Die Bewertung des Tablets;232
15.4.3;3.3Anfänger und Fortgeschrittene: Der Kurs;235
15.4.4;3.4Festlegung des Vergleichsmaßstabs: Die Technikkompetenz der Jüngeren;236
15.4.5;3.5Technikkompetenz im Geschlechterverhältnis;237
15.4.5.1;3.5.1 Zwischen Nutzungsroutine und Neuaneignung (Ehepaar Walter);237
15.4.5.2;3.5.2 Nutzungsabstinenz und Computerkompetenz als Geduldsaufgabe (Ehepaar Immsen);238
15.5;4Schlussfolgerungen;241
15.6;Literatur;242
16;Humanoide Roboter als zukünftige assistive Akteure in der Küche? Einblicke in die Herstellung eines Robot Companions;246
16.1;Zusammenfassung;246
16.2;1Einleitung: Roboter als Akteure der Assistenz;247
16.3;2Robot Companions – Merkmale eines ubiquitären Artefakts;249
16.3.1;2.1Robot Companions – ein Leitbild-Beispiel für die aktuelle Künstliche Intelligenz?;251
16.3.2;2.2Im Labor mit Robot Companions;252
16.4;3Robot Companions in ihren soziokulturellen Bezugsrahmen setzen: Warum diese Maschine nicht aus dem ‚Nichts‘ kommt;254
16.4.1;3.1Situierung des Roboters innerhalb der Künstlichen Intelligenz;254
16.4.2;3.2Situierung der Robotikküche;256
16.5;4Einblicke in Herstellungspraktiken von Assistenz an der Schnittstelle ‚IngenieurArmar‘;259
16.5.1;4.1‚Performing the Kitchen’ im Robotikküchenlabor;261
16.5.2;4.2„… wie wir sehen …“;262
16.5.3;4.3„Bring me the green cup!“;264
16.6;5Fazit: Assistive Robot Companions in der Küche;267
16.7;Literatur;268



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