Bildhauer / Nicolai | Drehbuch reloaded | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 112 Seiten

Bildhauer / Nicolai Drehbuch reloaded

Erzählen im Kino des 21. Jahrhunderts
3. überarbeitete Auflage 2016
ISBN: 978-3-7398-0030-1
Verlag: UVK
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Erzählen im Kino des 21. Jahrhunderts

E-Book, Deutsch, 112 Seiten

ISBN: 978-3-7398-0030-1
Verlag: UVK
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die Organisation eines Unternehmens hat Einfluss auf seine Wettbewerbsfähigkeit und Auswirkungen auf Kosten, Produktivität, Qualität sowie auf das Verhalten und die Motivation der Mitarbeiter. Organisatorische Aufgaben stellen sich nicht nur bei der Gründung, auch die Prozesse und Strukturen bestehender Unternehmen müssen immer wieder neu gestalten werden, sollen sie erfolgreich bleiben. So müssen Unternehmen ihre Aufbauorganisation immerzu überdenken und den neuen Gegebenheiten anpassen. Die Autorin stellt in ihrem Buch die Grundlagen der Aufbauorganisation dar, wobei sie zwischen Primär- und Sekundärorganisation unterscheidet.

Prof. Dr. Christiana Nicolai ist Professorin für Personalmanagement und Organisation an der Frankfurt University of Applied Sciences.
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Weitere Infos & Material


1;Titelseite;5
2;Impressum;6
3;Inhaltsverzeichnis;7
4;Danksagung;10
5;Zum Geleit: Thomas Schäffer (Geschäftsführer nordmedia Fonds GmbH);11
6;1. Einführung: Das Drehbuch, die unbekannte Spezies?;13
6.1;1.1 Vorhaben und Vorgehensweise – Der Plan;13
6.2;1.2 Auswahl der Drehbuchratgeber – Die unvermeidlichen Klassiker;17
6.3;1.3 Auswahl der Drehbücher – Die Regelbrecher;18
6.4;1.4 Das Drehbuch als Interessengegenstand oder »Weißt du, wo die Geschichten sind?«;20
7;2. Was war: Die gängigen Drehbuchmodelle;23
7.1;2.1 Der dramaturgische Aufbau;23
7.1.1;2.1.1 Die Dreiteilung;23
7.1.2;2.1.2 Die dramatischen Handlungspunkte;24
7.1.3;2.1.3 Figur, Konflikt und Ziel;26
7.1.4;2.1.4 Die dramaturgischen Mittel;29
7.1.5;2.1.5 Zwischenergebnis;31
7.2;2.2 Aller Anfang ist schwer – und das Ende umso mehr Darstellung zweier Problemfelder (unter Berücksichtigung dramentheoretischer Ansätze);33
7.2.1;2.2.1 Das Problem des Anfangs;33
7.2.2;2.2.2 Das Problem des Endes;35
7.2.3;2.2.3 Zwischenergebnis;37
8;3. Die Ursprünge der Drehbuchmodelle: Das alte Drama mit dem neuen Drehbuch oder Aristoteles für alle(s)?;39
8.1;3.1 Antike vs. Hollywood: Zwei traditionelle Regelwerke im Vergleich mit den Drehbuchratgebern;39
8.2;3.2 Beurteilung der Ergebnisse;45
9;4. Lücken füllen: Das Drehbuch und der Rezeptionsprozess;47
9.1;4.1 Der kognitive Teil des Rezeptionsprozesses – Mitdenken hilft;48
9.2;4.2 Die Informationsvergabe – Was, wann, wo;51
9.3;4.3 Die Spannung – Ich sehe was, was du nicht siehst;53
9.4;4.4 Der emotionale Teil des Rezeptionsprozesses – Empathie erwünscht;56
9.5;4.5 Zwischenergebnis;58
10;5. Über dem Tellerrand: Erweiterungen der Drehbuchmodelle (unter Berücksichtigung erzähltheoretischer Ansätze);59
10.1;5.1 Die Drehbucherzählung als Transformationsprozess;59
10.2;5.2 Die Trennung von Fabula und Plot;61
10.3;5.3 Die Behandlung der Zeit;64
11;6. Schwer vermittelbar: Erzählmöglichkeiten im Drehbuch;69
12;Exemplarische Analysen und Drehbuchlektüren;79
12.1;7. Was ist: Merkmale alternativer Erzählkonzepte anhand von zeitgenössischen Drehbuchbeispielen;81
12.1.1;7.1 Fiktive Fakten – Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt;83
12.1.1.1;7.1.1 Achronologisches Erzählen – Be Kind, Rewind;84
12.1.1.1.1;MEMENTO;84
12.1.1.1.2;IRRÉVERSIBLE und 5x2;104
12.1.1.2;7.1.2 Verdeckt-Unzuverlässiges Erzählen – Der nichtsahnende Protagonist;107
12.1.1.2.1;FIGHT CLUB;108
12.1.1.2.2;THE SIXTH SENSE, THE OTHERS, A BEAUTIFUL MIND, THE I INSIDE und THE GAME;118
12.1.1.3;7.1.3 Vorsätzlich-Unzuverlässiges Erzählen – Die bewusste Täuschung (THE USUAL SUSPECTS, WHERE THE TRUTH LIES, HERO);126
12.1.1.4;7.1.4 Unentscheidbares Erzählen – Inkonsistenz, Traum und virtuelle Realität (DONNIE DARKO, ABRE LOS OJOS, TOTAL RECALL);134
12.1.1.5;7.1.5 Meta-Erzählen – Die Fiktion in der Fiktion (SWIMMING POOL, RECONSTRUCTION);138
12.1.2;7.2 Der Gebrauch von Wiederholungen – Play It Again;141
12.1.2.1;7.2.1 Parallelentwürfe – Inhaltliche Variation/Alternativen (LOLA RENNT, SLIDING DOORS, MELINDA & MELINDA);142
12.1.2.2;7.2.2 Multiperspektivität – Perspektivische Variation/Puzzle (11:14, GO);144
12.1.3;7.3 Multiprotagonistisch-Mehrsträngiges Erzählen – Die Vielfalt des Themas;150
12.1.3.1;MAGNOLIA;151
12.1.3.2;CRASH, PLAYING BY HEART, TRAFFIC und SYRIANA;168
12.2;8. Die Handschrift des Autors;175
12.2.1;8.1 Guillermo Arriaga – Das Schicksal, die Liebe und der Verlu.s.t;176
12.2.1.1;8.1.1 AMORES PERROS;176
12.2.1.2;8.1.2 21 GRAMS;180
12.2.1.3;8.1.3 BABEL;184
12.2.2;8.2 Charlie Kaufman – Inside the Mind;187
12.2.2.1;8.2.1 BEING JOHN MALKOVICH;188
12.2.2.2;8.2.2 ADAPTATION;191
12.2.2.3;8.2.3 ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND;199
12.3;9. Schlussbetrachtung oder Wir können auch anders;205
12.3.1;9.1 Auswertung der Analysen;205
12.3.2;9.2 Ein Erklärungsversuch – Drehbücher im Kontext ihrer Zeit;207
12.3.3;9.3 Schlussbetrachtung und Ausblick;211
13;Anmerkungen;215
14;Anhang;260
14.1;Strukturschemata aus den Drehbuchratgebern;260
14.2;Übersicht 11:14;264
14.3;Szenenabfolge MAGNOLIA;265
14.4;Strukturschema ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND;273
14.5;Schaubild: Erzählerische Merkmale in den analysierten Drehbüchern;274
15;Literatur- und Quellenverzeichnis;275
15.1;Drehbücher (nach Titel);275
15.2;Weitere genannte Drehbücher (nach Titel);276
15.3;Drehbuchratgeber;277
15.4;Literatur;278
15.5;Filmkritiken, Interviews und weitere Texte Zu den ausgewählten Drehbüchern;285
16;Register;288


2.1 Vorbemerkung


Die Primärorganisation ist die Grundstruktur des Unternehmens. Es geht dabei um

die Bearbeitung der üblichen, regelmäßigen Daueraufgaben und

die Erreichung der kurz- bis mittelfristigen Unternehmensziele.

Die Primärorganisation wird durch Sekundärorganisationen ergänzt. Sie dienen der Erfüllung besonderer, bedeutsamer Aufgaben, die keine Routineaufgaben sind.

Primär- und Sekundärorganisation bestehen nebeneinander und gleichzeitig, da sie unterschiedliche Teile des betrieblichen Geschehens abbilden.

Bei der Primärorganisation werden drei idealtypische, klassische Formen unterschieden:

Funktionale Organisation

Divisionale Organisation

Matrixorganisation

Ihre Systematisierung richtet sich nach der Art der Spezialisierung auf der zweiten Hierarchieebene. Ob auf darunterliegenden Hierarchieebenen die gleiche oder eine andere Spezialisierung gewählt wird, ist für die Bezeichnung der Organisationsform nicht relevant.

Wird auf der zweiten Hierarchieebene nur ein einziges Gliederungskriterium verwendet, spricht man von eindimensionalen Formen der Aufbauorganisation. Werden gleichzeitig zwei oder mehrere Dimensionen auf der zweiten Ebene eingesetzt, handelt es sich um zwei- bzw. mehrdimensionale Formen.

Die funktionale und die divisionale Organisation sind eindimensionale Formen, die Matrixorganisation ist eine zweidimensionale Struktur. Die Tensororganisation ist eine drei- oder mehrdimensionale Primärorganisation. Sie ist ebenso wie die Holding-Organisation eine Erweiterung der klassischen Formen.

Die Abb. 10 gibt einen Überblick über die Formen der Primärorganisation. In der Praxis treten sie nicht immer in Reinform auf, stattdessen finden sich viele Kombinationen.

Primärorganisation

Spezialisierung auf der zweiten Hierarchieebene Form der Primärorganisation
nach Verrichtungen Funktionale Organisation
nach Objekten Divisionale Organisation
nach Verrichtungen und Objekten gleichzeitig und gleichberechtigt Matrixorganisation
nach Verrichtungen, Objekten und mindestens einer weiteren Dimension gleichzeitig und gleichberechtigt Tensororganisation
nach selbständigen Einheiten Holding-Organisation

Abb. 10: Grundformen der Primärorganisation

2.2 Funktionale Organisation


Wenn ein Unternehmen auf der zweiten Hierarchieebene ausschließlich nach Verrichtungen gegliedert ist, spricht man von funktionaler oder funktionsorientierter Organisation15. Das Grundmodell zeigt die Abb. 11.

Abb. 11: Grundmodell der funktionalen Organisation

Die funktionale Organisation ist die ursprüngliche Form eines Industrieunternehmens. Sie war insbesondere zu Zeiten der Verkäufermärkte anzutreffen und ist noch immer in Unternehmen mit relativ geringer Produktdiversifikation weit verbreitet. Sie wird dann gebildet, wenn eine einzige Leitungsebene wegen des Wachstums nicht mehr ausreicht und deshalb eine weitere verrichtungsorientierte Ebene sinnvoll erscheint.

Bei kleineren Unternehmen entstehen meist auf der Ebene unterhalb der Unternehmensleitung ein kaufmännischer und ein technischer Funktionsbereich, wobei die Aufgabenbereiche klar abzugrenzen und somit leicht kontrollierbar sind. Wächst das Unternehmen, werden weitere Hierarchieebenen eingeschoben und die funktionale Gliederung wird i.d.R. zunächst auch auf der dritten und den darunterliegenden Ebenen beibehalten (Abb. 12).

Abb. 12: Mehrstufige funktionale Organisation

Auf der dritten oder einer tieferen Hierarchieebenen kann allerdings auch von der Verrichtungs- auf die Objektzentralisation umgestellt werden. Trotzdem handelt es sich um eine funktionale Organisation, denn die Bezeichnung der Organisationsform richtet sich nur nach der zweiten Hierarchieebene. Die Abb. 13 zeigt, dass zudem Leitungshilfsstellen einbezogen werden können.

Unter diesen Voraussetzungen hat sich die funktionale Organisation bewährt:16

Funktionen sind gleichzeitig die Kernkompetenzen des Unternehmens17

Kundengruppen unterscheiden sich nicht gravierend

Unterschiede auf den Absatzmärkten, z.B. Länder, Sprachen, Kulturaspekte etc., sind gering

Produkte sind weitgehend homogen

Entsprechend findet sich die funktionale Organisation heute in vielen mittelständischen und kleineren Unternehmen mit relativ homogenem Produktionsprogramm.

Abb. 13: Funktionale Organisation mit Stäben und mit Objektgliederung auf der dritten Ebene

Die Vorteile:

es lassen sich Spezialisierungs- und Größenvorteile realisieren

auf quantitative Umweltbedingungen kann flexibel reagiert werden

relativ leichte Personalbeschaffung, da viele Ausbildungsberufe funktionsorientiert ausgerichtet sind, z.B. Maler, Schreiner, Schweißer, Maurer, Bäcker etc.

klare funktionale Zuständigkeiten

leichte Kontrolle aufgrund der geschlossenen Funktionsbereiche

es lassen sich funktionsorientierte Spezialmaschinen und -werkzeuge einsetzen

Nachteile der funktionalen Organisation:

funktionsorientierte Instanzen haben oft keine Gesamtübersicht über das Betriebsgeschehen

es kommt häufig zu Ressortegoismus

zu geringe Orientierung am Markt und an den Kunden, da die Optimierung der Funktionen im Mittelpunkt steht

Funktionen lassen sich oft nicht genau abgrenzen, daraus resultieren Machtkonflikte

hoher Kommunikations- und Koordinationsbedarf zwischen den Instanzen, da die Produkte und Dienstleistungen mehrere Abteilungen durchlaufen müssen

keine Gewinnausrichtung der einzelnen Organisationseinheiten möglich, da die Produktverantwortlichkeit fehlt

Schnittstellenprobleme erschweren eine funktionsübergreifende Prozessorientierung

eingeschränkte Karrierechancen, da die Mitarbeiter auf bestimmte Funktionen festgelegt sind

Die funktionale Organisation kann als klassisches Einliniensystem oder in der erweiterten Form des Stab-Liniensystems konzipiert werden. Damit treffen auf sie auch die Vor- und Nachteile der jeweiligen Konfigurationsform zu.

Um die Nachteile zu verringern und die Vorteile beizubehalten, können in der Sekundärorganisation zusätzliche Organisationseinheiten mit nichtfunktionaler Entscheidungs- und Weisungsbefugnis in die funktionale Primärorganisation integriert werden, z.B. in Form von Strategischen Geschäftseinheiten oder Projektorganisationen.

2.3 Divisionale Organisation


Mit zunehmender Unternehmensgröße und Diversifikation verringern sich die Vorteile der Funktionalorganisation. Der Koordinationsaufwand zwischen den Funktionsbereichen wird immer größer, was einen Wechsel zur Objektgliederung sinnvoll erscheinen lässt. Die Organisation wird dann auf der zweiten Hierarchieebene nach Objekten (i.d.R. Produktgruppen) zentralisiert.

Im Mittelpunkt der divisionalen Organisation steht die Objektspezialisierung. Man spricht auch von Spartenorganisation und Geschäftsbereichsorganisation. Die Organisationseinheiten, die dabei entstehen, nennt man Divisionen, Sparten, Geschäftsbereiche oder auch Center.

Da auf der zweiten Hierarchieebene nur ein einziges Spezialisierungsmerkmal eingesetzt wird, handelt es sich bei der divisionalen Organisation – wie bei der funktionalen Organisation – um eine eindimensionale Organisationsstruktur. Die Spartenorganisation kann ebenso wie die Funktionalorganisation als Einlinien- oder Stab-Liniensystem gestaltet werden.

Typisch für die divisionale Organisation – aber nicht zwingend – ist die Gliederung...


Katharina Bildhauer hat Germanistik, Anglistik und Psychologie studiert und verfasste ihre Promotion zum Thema Drehbücher. Nach diversen Etappen in der Film- und Fernsehbranche ist sie bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin im Bereich des Berlinale Co-Production Market beschäftigt. Sie leitet Drehbuchseminare an den Universitäten Köln und Düsseldorf.

Dennis Eick ist Redakteur bei RTL. Er promovierte mit dieser Arbeit 2005 an der Universität Mainz und lehrt Drehbuchschreiben an den Universitäten Köln und Düsseldorf. Von ihm bereits erschienen ist das Buch "Exposee, Treatment und Konzept".



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