E-Book, Deutsch, Band 3, 300 Seiten
Reihe: Pittsburgh Titans
Bennett Gage (Pittsburgh Titans Team Teil 3)
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-86495-619-5
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, Band 3, 300 Seiten
Reihe: Pittsburgh Titans
ISBN: 978-3-86495-619-5
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Der erfahrene Spieler Gage Heyward zog sich nach einer erfolgreichen Karriere aus der Liga zurück. Jetzt brauchen die Titans ihn, aber hat er das Zeug dazu, aufs Eis zurückzukehren und dieses traumatisierte Team zu vereinen?
Nachdem ich alle Ziele erreichte, die ich mir gesetzt hatte, beendete ich meine Eishockeykarriere. Es war eine schwere Entscheidung, aber damals die richtige. Als die Titans nach dem verheerenden Flugzeugabsturz meine Hilfe brauchen, empfinde ich eine Leidenschaft und einen Wettkampfgeist, den ich seit Jahren nicht mehr gespürt habe. Ohne weiteres Nachdenken mache ich mich auf den Weg nach Pittsburgh.
Auch Jenna Holland ist eine neue Mitarbeiterin der Titans. Ihre Vergangenheit hat Narben hinterlassen – sowohl körperlich als auch emotional – und sie vertraut anderen nur langsam. Aber je mehr ich über Jenna erfahre, desto mehr will ich wissen. Denn die Blondine mit den honiggoldenen Augen und einer Mauer um ihr Herz fasziniert mich.
Mein Spiel auf dem Eis ist so gut wie nie zuvor, aber momentan konzentriere ich mich auf mein Spiel außerhalb des Eises. Denn während Jenna vielleicht noch nicht bereit ist, ein Risiko einzugehen, weiß ich, dass das Potenzial für etwas Großes zwischen uns vorhanden ist. Etwas Lebensveränderndes.
Jetzt muss ich sie nur noch davon überzeugen, es gemeinsam zu wagen.
Teil 3 der Reihe rund um das Eishockey-Team der Pittsburgh Titans von New York Times-Bestsellerautorin Sawyer Bennett.
Weitere Infos & Material
Kapitel 1
Gage Langsam kenne ich mich in Pittsburgh aus, insbesondere in der North Side, wo die Arena ist. Die Stadt besteht aus mehreren benachbarten Vierteln, in denen viele der Titans-Spieler wohnen. Ich habe unserem Torwarttrainer, Baden, versprochen, ihm heute Nachmittag beim Einzug seiner Freundin Jenna in eine neue Wohnung zu helfen, und mein Navigationssystem sagt mir, dass diese nur rund anderthalb Kilometer von der Arena entfernt liegt. Nach einem Training mit Stone habe ich mir noch ein paar Mitschnitte von Spielen angesehen, bevor ich mich auf den Weg gemacht habe. Da ich gerade aus dem Ruhestand zurückgekommen und mit 35 Jahren der älteste Titan im Team bin, muss ich immer alles geben, um meine Position in der ersten Reihe zu behalten. Das bedeutet nicht nur hervorragende Leistungen auf dem Eis und eine optimale körperliche Verfassung, sondern auch eine genaue Analyse meiner Gegner. Ich war seit fast einem Jahr nicht mehr in der Liga, nachdem ich bei den Seattle Storms aufgehört habe, wo ich die letzten sieben Jahre meiner Karriere verbracht habe. Ich dachte, ich hätte mit dem Eishockey abgeschlossen, aber anscheinend war der Sport noch nicht fertig mit mir. Als Callum Derringer anrief und mir anbot, bei den Titans einzusteigen, nachdem ein verheerender Flugzeugabsturz den Kader ausgelöscht hatte, überlegte ich, ob ich noch das Zeug dazu habe, Profisportler zu sein. Ich wusste, körperlich würde es kein Problem sein. Ich bin immer noch gut in Form – manche würden sagen, in der Form meines Lebens –, aber es blieb abzuwarten, ob ich den Mut dazu haben würde. Letztes Jahr habe ich beschlossen, meine aktive Karriere zu beenden, weil ich ehrlich gesagt nicht mehr den Nervenkitzel aus dem Wettkampf ziehen konnte, der mich einst antrieb. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlen würde, wenn ich aufhöre. Die Aussicht, in einem aus dem Nichts aufgebauten Team zu spielen, hat mich gereizt, nicht nur wegen der Herausforderung, sondern auch wegen der Chance, Teil der Geschichte dieser Liga zu sein. Mitzuhelfen, das zu formen, was sich hoffentlich als eine neue Dynastie erweisen würde. Diese Idee appellierte vor allem an mein Gewissen. Die Möglichkeit, junge Spieler zu betreuen, die aus den Minor Leagues kamen und denen es an Orientierung fehlte. Einer Stadt zu helfen, die noch immer unter dem Verlust ihres geliebten Eishockeyteams leidet. Einfach gesagt ... ich wollte mit meinem Leben etwas Sinnvolles anfangen, und das schien mir der richtige Weg zu sein. Nichts hielt mich davon ab, das Angebot anzunehmen. Das gebotene Geld – obwohl es eine beträchtliche Summe war – war nicht wichtig. Mit meinem bisherigen Gehalt und den Werbeverträgen würde ich mir für den Rest meines Lebens keine Sorgen mehr um meine Finanzen machen müssen, zumal ich klug investiert habe. Letztlich ist mir die Zusage leichtgefallen, und ich bereue es nicht. Ich biege von der Allegheny Avenue nach rechts in die North Avenue ab und entdecke einen großen Umzugswagen vor den Loftwohnungen, bei denen ich Baden und Sophie treffen soll. Als ich näherkomme, sehe ich Sophie am hinteren Teil des Lastwagens stehen, das Rolltor ist offen und der Lkw ist mit Möbeln und Kisten gefüllt. Dieser Abschnitt der North Avenue ist eine Einbahnstraße mit parallelen Parkplätzen auf beiden Seiten, die alle besetzt sind. Ich halte an und lasse mein Fenster herunter. Sophie grinst, als sie mich sieht. „Stehst du Wache?“, frage ich sie und nicke in Richtung des Trucks. „Um uns vor einem Strafzettel zu schützen“, antwortet sie grinsend, während sie auf mein Auto zukommt und sich zu mir beugt. „Auf der anderen Seite ist ein Hydrant, deshalb muss ich jederzeit wegfahren können, falls ein Bulle kommt. Baden hat gerade den Bettrahmen hochgetragen – in der Seitengasse ist ein Parkplatz.“ „Verstanden“, antworte ich und hebe den Daumen. Nachdem ich geparkt und mein Auto abgeschlossen habe, gehe ich um den Block, und Sophie zeigt mir den Weg zur Tür. „Erstes Obergeschoss. Die zweite Wohnung.“ Ich trabe die Treppe hinauf und verziehe angesichts des engen, U-förmigen Treppenhauses das Gesicht. Es wird schwierig, die Couch hochzutragen, die ich im Umzugswagen gesehen habe. Ich finde die Wohnungstür mit der Nummer zwei, sie ist angelehnt und ich schiebe sie auf. Vor mir liegt ein Wohnzimmerchen mit schönem Licht und einem Balkon, hinter dem ich gerade noch die Spitzen der Gebäude in der Innenstadt ausmachen kann. Der Fußboden ist neu – hellgrau –, und die Küche ist ganz in Weiß gehalten, wodurch der kleine Raum hell und offen wirkt. Es gibt keinen nennenswerten Flur, nur einen weiteren Raum mit einer geschlossenen Tür, und von dort höre ich das Surren einer Bohrmaschine. In der Küche steht eine Frau mit langem blonden Haar, das ihr bis zur Mitte des Rückens fällt, auf einem Trittschemel. Etwas unsicher balancierend stapelt sie Teller aus einem offenen Karton auf der Arbeitsfläche in einen Schrank. Sie trägt schwarze Trainingsleggins, ein langärmeliges Shirt und Laufschuhe. Ich stehe immer noch auf der Schwelle und klopfe mit den Fingerknöcheln an die Tür, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. „Hallo.“ Sie wirft mir über die linke Schulter einen Blick zu, und ich grinse. „Ich hoffe, du bist Jenna, sonst wäre das jetzt sehr peinlich, weil ich dann die falsche Wohnung betreten habe.“ Die Frau lächelt zurück, einen kleinen Stapel Salatteller in der Hand. „Ich bin Jenna. Du musst Gage sein. Komm doch rein.“ „Schuldig im Sinne der Anklage“, entgegne ich, während ich eintrete und die Tür wieder in die gleiche Position bringe, in der ich sie vorgefunden habe. Jenna wendet sich wieder dem Schrank zu, als ich mich zum Händeschütteln in die Küche begebe. Sie stellt die Teller hinein und steigt vom Trittschemel. Als ich sie ansehe, die Sonne im Rücken, bemerke ich verblüfft ihre Augen. Ein so helles Braun, dass es fast wie Honiggold wirkt. In Sekundenschnelle fällt mir auch auf, dass sie in der rechten Gesichtshälfte in der Nähe ihres Kiefers eine Narbe hat. Sie ist nicht groß, aber sie ist rosa, hebt sich von der restlichen Haut ab und ist kaum zu übersehen. Sie verschwindet vorne in dem, wie ich jetzt sehe, Rollkragenshirt, das eng an ihrem Körper anliegt. Mein Blick wandert zurück zu ihren Augen, um noch mehr von dieser erstaunlichen Farbe aufzunehmen, aber sie sieht mich nicht mehr direkt an, sondern wendet den Blick ab. Ich bemerke auch, dass sie sich mit einer Hand über den Bauch fährt und mit der anderen am Kragen des Rollkragens herumfummelt und versucht, ihn höher über ihre Narbe zu ziehen. Mist. Habe ich sie verlegen gemacht, als ich die vernarbte Haut bemerkt habe? Das war keine Absicht, aber ich bin sicher, dass es sie trotzdem stört. Obwohl ihr Shirt ihren wunderschönen, kurvigen Körper umschmeichelt, vermute ich, dass sie es trägt, um ihre Narben zu verdecken. Die Haltung ihrer Arme und Hände ist abwehrend, und die Tatsache, dass sie mich nicht anschaut, deutet darauf hin, dass ich sie in die Defensive gedrängt habe. Ich schrecke jedoch nicht vor dieser unangenehmen Situation zurück, sondern eröffne ein Gespräch, damit sie mich ansehen muss. „Wie war die Reise von Arizona hierher? Du bist mit deiner Schwester gekommen, oder?“ Sie sieht mir wieder in die Augen und setzt ein mattes Lächeln auf. Dann nickt sie in Richtung der Tür, die ich vom Wohnbereich aus gesehen habe, und sagt: „Ja. Emory ist mit Baden im Schlafzimmer und versucht, das Bett zusammenzubauen, falls du reingehen willst.“ Ich entscheide mich, zu bleiben und mich zu unterhalten. „Wie war denn nun die Reise?“, frage ich, um sie daran zu erinnern, dass sie meine erste Frage nicht beantwortet hat. „Das ist eine ganz schön lange Strecke.“ „Wir haben sie auf drei Tage aufgeteilt“, entgegnet sie leise, lässt die Hände sinken und verrückt den Trittschemel. Sie steigt wieder darauf, greift in den Karton und holt einen weiteren Stapel Teller heraus, ohne weiter darauf einzugehen. Das wirkt reserviert, und ich möchte nicht, dass sie sich unwohl fühlt. „Ich werde mal sehen, was Baden von mir will. Wir werden die Sachen im Handumdrehen hier oben haben.“ „Danke“, flüstert sie und stellt mit dem Rücken zu mir weitere Teller in den Schrank. „Ich weiß das sehr zu schätzen.“ Mein Tonfall ist locker. „Gar kein Problem.“ Das ist es tatsächlich nicht. Ich helfe gerne, denn sie ist Badens Freundin, und eine Freundin Badens ist auch eine von mir. Im Schlafzimmer finde ich besagten Freund, der gerade mit einem Akkuschrauber ein Kopfteil am Metallrahmen anbringt. Er hebt den Kopf und grinst mich an. „Du hast es geschafft.“ „Ich habe es geschafft“, bestätige ich und wende mich an die Frau, die Jennas Schwester sein muss. Zum Gruß strecke ich der Schönheit mit dem pechschwarzen Haar und den blauen Augen die Hand entgegen – sie ist das genaue Gegenteil ihrer Schwester, vom Haar über die Haut bis zu den Augen. „Du musst Emory sein. Freut mich.“ Emory steht von ihrem Platz neben Baden auf, und wir schütteln einander die Hand. „Ich freue mich auch, dich kennenzulernen. Danke für deine Hilfe.“ Wir halten uns nicht weiter mit Smalltalk auf. Baden und ich machen uns daran, den Lkw auszuladen, und arbeiten uns, stark wie wir sind, Schritt für Schritt voran. Es sind nicht viele Möbel. Nur eine...




