E-Book, Deutsch, Band 1, 350 Seiten
Reihe: Arizona Vengeance Team
Bennett Bishop (Arizona Vengeance Team Teil 1)
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-86495-525-9
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, Band 1, 350 Seiten
Reihe: Arizona Vengeance Team
ISBN: 978-3-86495-525-9
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Bishop Scott, Co-Kapitän des Arizona Vengeance-Eishockeyteams. Gar nicht so übel, oder? Dies gehört zu meinem Neuanfang mit dem frisch gegründeten Team der NHL, und das bedeutet: Neue Teamkollegen, neuer Trainer, neue Stadt und einen großen neuen Vertrag. Im Grunde kann ich es kaum erwarten, meiner alten Truppe zu demonstrieren, was ihnen künftig entgeht.
Aber zuerst beschließe ich, die Stadt zu erkunden. Es stellte sich heraus, dass die Mädels in Arizona verdammt heiß sind, und ich habe das Glück, jemanden zu treffen, der das Gleiche sucht wie ich, und zwar eine Nacht voller anonymem, unvergesslichem und unverbindlichem Sex.
Unsere Nacht hat jedoch ein Nachspiel, denn mein One-Night-Stand hat ein eigenes Büro im Arizona Vengeance Stadion. Und nun wird mir klar, wer das Mädchen ist: Brooke Perron. Die Tochter meines neuen Trainers. Plötzlich machen wir genau da weiter, wo wir aufgehört haben, und fallen leidenschaftlich übereinander her. Doch dann kommt ihr Vater – mein Boss – herein. Und bevor ich etwas sagen kann, stellt Brooke mich als ihren Verlobten vor!
Klar, sie hat mir gerade den Arsch gerettet. Aber warum habe ich das Gefühl, dass Brooke meine ganze Welt auf den Kopf stellen wird? Vielleicht liegt es daran, dass sich diese falsche Beziehung viel zu echt anfühlt ...
Teil 1 der Reihe rund um das Arizona Vengeance Eishockey-Team.
Weitere Infos & Material
Kapitel 1
Bishop Ich sehe sie, und das war’s dann für mich. Zumindest für heute Abend. „Bis später“, murmele ich Dax zu, stoße mich von der Bar ab und schnappe mir dabei noch schnell mein Bier. Unter Schultereinsatz schlängele ich mich durch die Menge der über zwanzigjährigen Yuppies, die so viel wie möglich von den letzten Minuten der Happy Hour ausnutzen wollen. Mein Blick liegt auf ihr. Wie auch nicht, wenn sich diese vollen, feuchten Lippen so um den Strohhalm schmiegen, der aus ihrem Fruchtcocktail ragt, dass der Anblick wilde Vorstellungen von diesen Lippen um meinen Schwanz heraufbeschwört. Bevor ich bei ihr sein kann, stellt sich ein anderer Kerl – der mit Sicherheit dieselben lüsternen Gedanken hat wie ich – vor sie und blockiert meine Sicht. Ein unfreiwilliges Knurren steigt in mir hoch und ich umfasse die Bierflasche fester als nötig. Innere Bilder zeigen mir, wie ich dem Kerl die Flasche über den Schädel ziehe. Und danach schleife ich die Frau einfach an den Haaren in meine Höhle, ganz der Neandertaler. Ich trete hinter sie. „Nein danke“, sagt sie zu dem Kerl. „Du schlägst wirklich einen spendierten Drink aus?“, fragt der Mann skeptisch. „Ich kann meine Drinks selbst bezahlen“, schnurrt sie und saugt erneut an ihrem Strohhalm. Dabei dellen sich ihre Wangen leicht ein, was meinen Schwanz zum Zucken bringt. Ich stelle mich neben sie, mein Bier auf die Theke und lege meinen Ellbogen daneben. Sie dreht den Kopf und sieht mich an. Verdammt, ihre Augen sind umwerfend. Goldfarben, was mir schon aus der Entfernung aufgefallen ist. Sogar in dem gedämpften Licht, das hauptsächlich von der Neon-Bier-Reklame kommt, glühen sie irgendwie. Außerdem stechen mir noch ihre schönen, langen, schokoladenfarbigen Haare ins Auge, die über ihren nackten Rücken fließen, den ihr sexy Neckholder-Bustier sehen lässt. Sie hat ewig lange Beine und Kurven an den richtigen Stellen. Titten, Hüften, Hintern – alles atemberaubend. Eigentlich war es auch mein Plan, ihr einen Drink zu spendieren, doch das ist ganz klar nicht der richtige Weg zum Herzen dieser Frau. „Was, außer einem Drink, kann ich dir anbieten, dass du dich mit mir unterhältst?“ Der Mann auf der anderen Seite von ihr schnaubt, aber anscheinend hat meine aufrichtige Frage etwas für sich. Sie neigt den Kopf zur Seite und betrachtet mich. „Hast du in letzter Zeit mal ein gutes Buch gelesen?“ Tja, verdammt. Ich bin kein großer Leser. Bedauernd schüttele ich den Kopf und lächele. „Sorry, das ist nicht mein Ding.“ „Ich habe gerade Der Graf von Monte Crisco zum zweiten Mal gelesen“, sagt der andere Typ und tritt näher an sie heran. Erfreut sehe ich, dass sie amüsiert lächelt, bevor sie den Mann ansieht. Ich erkenne meine Chance und nutze sie. Über ihren Kopf hinweg korrigiere ich ihn. „Das heißt, Der Graf von Monte Christo.“ Die schöne Frau, die ich unbedingt heute mit nach Hause nehmen möchte, dreht sich zu mir um. Ich grinse. „Habe ich in der Highschool gelesen. Ich habe ein gutes Erinnerungsvermögen. Wenn du magst, können wir uns darüber unterhalten.“ „Ich meinte natürlich Monte Christo“, wirft der Kerl eilig ein. Doch sie sieht ihn nicht noch einmal an. Stattdessen reicht sie mir ihre perfekt manikürte Hand. „Ich heiße Brooke.“ „Bishop.“ Ich schüttele ihre Hand und habe das Gefühl, dass Brooke nicht beeindruckt wäre, wenn ich ihr einen Handkuss geben würde. Dem anderen Kerl muss man zugutehalten, dass er weiß, wann er ausgebootet wurde, denn er verschwindet unauffällig in der Menge. Ich deute auf den Barhocker neben ihr. „Darf ich mich zu dir setzen?“ „Gern“, antwortet sie zuckersüß und wendet sich mir halb zu. Sie faltet die Beine auseinander und kreuzt sie wieder, ohne darauf zu achten, ihren geradezu skandalös kurzen Rock runterzuziehen. Er ist schwarz und von Silberfäden durchzogen, und ihr silbriges Top präsentiert fantastische Möpse. Die sind mir sofort aufgefallen, und seit ich neben ihr stehe, passe ich auf, lediglich in ihre Augen zu sehen. Sie weiß sowieso, dass sie verdammt gut aussehen und es mir längst aufgefallen ist. „Bist du ganz allein hier?“, frage ich, denn auch wenn es nicht ungewöhnlich ist, kommen doch die meisten Frauen in einem solchen Outfit mit einer Gruppe Freunden in die Stadt, um sich zu amüsieren. „Eigentlich war ich mit einer Arbeitskollegin verabredet. Aber sie hat mir vorhin eine Absage geschickt. Ihr ist etwas dazwischengekommen.“ Das passt mir gut. „Okay.“ Ich halte mein Bier zum Zuprosten hoch. „Dann hoffe ich, dass ich dich stattdessen unterhalten kann. Also, wie hat dir Der Graf von Monte Christo gefallen?“ Brooke lacht, hebt ihr Glas und stößt mit meiner Bierflasche an. „Ich stehe eigentlich nicht so auf Klassiker. Ich lese lieber Modemagazine.“ Das Modeding verstehe ich sofort. Ich habe schon genug Frauen gedatet und genug Designerhandtaschen und Schuhe bezahlt, um zu erkennen, dass Brooke einen teuren Geschmack hat. Doch dass sie sich nicht von jedem zu einem Drink einladen lässt, verrät auch, dass sie eine unabhängige Frau ist, die vielleicht nicht darauf steht, sich von einem Mann teure Sachen kaufen zu lassen. Ehrlich gesagt gefällt mir das auch nicht. Einem Date teure Dinge zu kaufen. Ich tue es wohl nur als eine Art Dankeschön, wenn sie es unbedingt haben wollen. Dabei ist mir bewusst, was es ihnen bedeutet. Die Frauen, die ich als Profisportler date, lieben den luxuriösen Lebensstil, den ich ihnen bieten kann, und hegen die Hoffnung, mich dauerhaft angeln zu können. Das ist einfach eine Tatsache. „Nun, was arbeitet denn dieses Modemagazin-Girl so?“ Damit begebe ich mich auf eine Ebene der Konversation, die mich hoffentlich am Ende in Brookes Bett bringen wird. Ihr Lächeln ist weder schüchtern noch flirtend, sondern so direkt wie ihr Blick. „Ich bin Eventplanerin. Und was machst du so?“ „Klingt spannend.“ Ich habe nicht den geringsten Schimmer, was das genau bedeutet. Sie zuckt mit den Schultern. „Das wird sich noch zeigen. Ich bin eben erst hergezogen.“ Witzig. Ich auch. Jetzt wäre der richtige Moment, die Frau damit zu beeindrucken, dass ich ein Profi-Eishockeyspieler bin, der soeben in ein neues Team gewechselt ist, nämlich zu den Arizona Vengeance. Und wenn sie das schneller in mein Bett befördert, dann bin ich voll dafür. Ich werfe einen Blick über die Bar zu Dax, meinem Teamkameraden, mit dem ich hierher nach Phoenix gekommen bin. Wir waren vorher bei den New York Vipers. Die Vengeance sind das erste Team, das es seit achtzehn Jahren in die Liga geschafft hat, und ich bin nicht sehr begeistert, hier zu sein. Dieses Jahr werden die Vipers den Carolina Cold Fury einen harten Kampf um den Titel liefern, und gerade jetzt in den Westen versetzt zu werden, zu einem aufsteigenden Team, macht mich nicht gerade glücklich. Deshalb wäre eine Nacht mit dieser schönen Frau genau das Richtige, um die Sommerpause zu beenden, bevor morgen das Trainingslager startet. Dax redet mit einer Frau, der er sich auf zutrauliche Weise nähert, und ich nehme an, dass er für heute eine Eroberung gemacht hat. Ich sehe Brooke an und beschließe, meinen Star-Status nutzbringend einzusetzen, um die Sache zu beschleunigen. Wenn mich meine Instinkte nicht täuschen, kann es mit dieser sexy Lady eine lange Nacht werden. Doch ehe ich ihr erzählen kann, dass ich ein verdammt heißer Right Wing bin, beugt sie sich vor und legte eine Hand auf meinen Schenkel. „Bishop?“ Ich schlucke schwer. Bin wie erstarrt von ihrem Unterton und den jetzt noch goldener glühenden Augen. „Ja?“ Mit tiefer Stimme spricht sie leise. „Ich will ganz ehrlich sein. Ich bin heute hergekommen, um mich zu amüsieren. Ich habe Heimweh und bin schlecht drauf und kenne hier niemanden außer meiner Kollegin, die mich versetzt hat. Ich hatte drei Daiquiri und habe irgendwie Lust auf Spaß. Hast du vielleicht Interesse daran, von hier zu verschwinden?“ Jesus fucking Christ! Ich habe soeben den Jackpot aller Jackpots geknackt. Die schönste und heißeste Frau in diesem Schuppen. Und dabei habe ich mich nicht einmal bemühen müssen, außer mich an den Grafen von Monte Christo zu erinnern. Ich blicke auf ihr Glas. „Drei von denen?“ Sie will ihre Hand fortziehen. „Aber ich bin nicht betrunken.“ Ich lege meine Hand auf ihre und halte sie auf meinem Bein fest. Meine Muskeln zucken unter ihrer Berührung. „Das habe ich auch nicht gesagt, und wir werden es gleich sehen, wenn du vom Hocker steigst und gehen willst. Mir geht es nur darum, dass du morgen früh nicht alles bereust.“ Eigentlich wirkt sie ganz okay. Sie lallt nicht und das Gespräch war schnell und natürlich. Manche Frauen sind nach drei Drinks hoffnungslos dicht. Und anderen wiederum macht das nichts aus. Sie hebt das Kinn. „Ich bereue nie etwas.“ Ich sehe sie eine Weile an, schätze den Wahrheitsgehalt ihrer Bemerkung ein, und wie sie ohne mit der Wimper zu zucken meinen Blick hält. In diesem Moment wünsche ich mir nichts mehr, als mit dieser Frau nach Hause zu gehen und sie wieder und wieder zum Kommen zu...




