E-Book, Deutsch, Band 25, 266 Seiten
Bender / Dietrich / Silkenbeumer Schule als Fall
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-658-27459-7
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Institutionelle und organisationale Ausformungen
E-Book, Deutsch, Band 25, 266 Seiten
Reihe: Rekonstruktive Bildungsforschung
ISBN: 978-3-658-27459-7
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Komplementär zu der sich in den letzten Jahren etablierenden und methodisch bzw. methodologisch ausdifferenzierenden Kasuistik mit dem Fokus auf unterrichtliche Interaktion widmen sich die Beiträge des vorliegenden Bandes der institutionellen, organisationalen Verfasstheit und diskursiver Rahmungen pädagogischer Praxis. Indem innerschulische Bearbeitungen und Ausdeutungen (neuer) bildungspolitischer Erwartungen und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse das Zusammenhandeln und die Relationierung schulischer Akteure zueinander - nicht zuletzt im Umgang mit jenen Erwartungen sowie Ausformungen des Schulischen in Relation zu aktuell dominanten Professionalisierungserwartungen - untersucht werden, wird Schule zum Fall gemacht. In der Gesamtschau der Beiträge zeigt sich eine Bandbreite methodischer und methodologischer Perspektivierungen, vielfältiger empirischer Gegenstände und untersuchter Protokolle schulischer Wirklichkeit, welche das Feld schulbezogener qualitativ/rekonstruktiver Forschung prägt und für das Feld kasuistischer Lehrer*innenbildung fruchtbar gemacht werden kann.
Dr. Saskia Bender ist Professorin für Erziehungswissenschaft an der Fakultät für Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld. Dr. Fabian Dietrich ist Professor für Schulpädagogik an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Bayreuth. Dr. Mirja Silkenbeumer ist Professorin für Erziehungswissenschaft am Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Autorenverzeichnis;9
3;1 Schule als Fall – Zur Einführung;13
3.1;1 Institutionelle und organisationale Ausformungen des Schulischen;13
3.2;2 Umgangsweisen mit Normativitätsfragen;22
3.3;3 Perspektiven der Generalisierung;26
3.4;Literatur;29
4;Teil I Ausformungen des Schulischen im Kontext bildungspolitischer Reformen und schulpädagogischer Reformdiskurse;33
5;2 Schule als (Un-)Fall? Eine schulpädagogische Perspektive zur Frage der Rekonstruierbarkeit des institutionellen Charakters von Schule am Beispiel von zwei Schulgesetzen;34
5.1;1 Einleitung – methodologische und objekttheoretische Reflexion der Fallbestimmung;34
5.2;2 Rekonstruktionen der Deutungsmuster von „Bildung“ in Schulgesetzen der Länder Baden-Württemberg und Hessen;36
5.2.1;2.1 Der „Bildungsauftrag der Schule“ als nach „verschiedenartigen Begabungsrichtungen“ zu gewährleistende Vorbereitung der „Wahrnehmung von Verantwortung“ innerhalb der „gesetzten Ordnung“;37
5.2.2;2.2 „Recht auf schulische Bildung“ zwischen „christlicher und humanistischer Tradition“ und der „Aufgabe der Schule, drohendem Leistungsversagen“ „entgegen zu wirken“;46
5.2.3;2.3 Resümee der Rekonstruktionsbefunde;52
5.3;3 Objekttheoretische und methodologische Reflexion der Rekonstruktionsbefunde als solche des institutionellen Charakters von Schule;53
5.4;4 Fazit: Naturalisierende Verklärung als bildungshistorisch spezifische Harmonisierungsfigur der für Schule konstitutiven „widersprüchlichen Einheit“;55
5.5;Literatur;56
6;3 weil in der schule sind sie ALLE. Bezugnahmen auf „Schule“ im Feld der Kulturellen Bildung;59
6.1;1 Der Fall: Schulisch-außerschulische Kooperation am Beispiel der Kulturellen Bildung;59
6.2;2 Zwischen Entschulung und Verschulung: Zur (Schul-)Programmatik der Kulturellen Bildung;61
6.3;3 Material und Methode;63
6.4;4 weil in der Schule sind sie ALLE: Latente Bezugnahmen auf das Schulische im Kontext kultureller Bildung;64
6.5;5 Die Funktionalisierung des Schulischen im Kontext schulisch-außerschulischer Kooperation;73
6.6;Literatur;75
7;4 Schüler*innenseitige Hilfe – Eine Frage der Ehre? Objektiv-hermeneutische Fallrekonstruktion zur schüler*innenseitigen Positionierung zur inklusiven Unterrichtspraxis;78
7.1;1 Schulische Inklusion – Transformationserwartungen an die unterrichtliche Ordnung;78
7.2;2 Ehre als historisches Konstrukt der Generierung sozialen Status;82
7.3;3 Zwischenfazit – (schul-)theoretische Überlegungen zur Konkretisierung der Fallbestimmung;84
7.4;4 Fallrekonstruktion zur Deutung der Hilfepraxis im inklusiven Unterricht;87
7.5;5 Schüler*innenseitige Hilfe als Ehrerweisung im unterrichtlichen Setting;90
7.6;Literatur;92
8;5 „den Deutschen Schulpreis, den ham meiner Meinung nach Schulen verdient, die völlig unübliche Dinge machen“ – Wie zwei Schulleiter ihre Schule ins Verhältnis zu einem Schulwettbewerb setzen;95
8.1;1 Einleitung;95
8.2;2 Theoretische und methodische Rahmung;96
8.3;3 Interpretation zweier Schulleiterinterviews;97
8.3.1;3.1 Der Deutsche Schulpreis als Mittel im Streben nach Schulautonomie (Herr Bohr);98
8.3.2;3.2 Der Deutsche Schulpreis als Mittel im schulischen Konkurrenzkampf (Herr Cook);101
8.3.3;3.3 Wie setzen die Schulleiter ihre Schulen ins Verhältnis zum Deutschen Schulpreis?;104
8.4;4 Diskussion: Schule gestalten in einer Wettbewerbslogik;105
8.5;Literatur;107
9;6 Schule als kollektiver Akteur? – Diskursive Bearbeitungen der Adressierung als Organisation im Rahmen von Schulinspektion;108
9.1;1 Einleitung;108
9.2;2 Einblicke in die eigene Forschung;110
9.3;3 Wie bearbeiten Schulen das Ergebnis einer Inspektion?;112
9.3.1;3.1 Der disziplinierte Diskurs – Die erfolgreiche Schulentwicklung;112
9.3.2;3.2 Der ergänzende Diskurs – Die Kritik einer ‚Professionsgemeinschaft‘ an Schulinspektionen;117
9.3.3;3.3 Organisationstheoretische Perspektivierung – Bearbeitung der Anforderungen bzw. Erwartung von Schulinspektionen;120
9.4;4 Fazit;124
9.5;Literatur;125
10;7 Kurz vor dem ‚Fall‘ ? Zur sprechpraktischen Konstitution schulischer Ordnungen und diskursanalytischer Fallarbeit;128
10.1;1 Einleitung;128
10.2;2 Pädagogische Wirklichkeit – vom Fall ausgehend;130
10.3;3 Die diskursanalytische Frage nach dem Fall;133
10.4;4 Zum Fall: Schulpraktische Verwendungen von Schulinspektionsbefunden;135
10.5;5 Resümee und Ausblick;142
10.6;Literatur;145
11;Teil I Ausformungen des Schulischen in der Relationierung pädagogischer Akteure;148
12;8 „Das liegt nicht an mir, das liegt an ihm“ – Zeugniskonferenzen und ihre immanente Objektivierungslogik;149
12.1;1 Einleitung;149
12.2;2 Die Objektivierungslogik und ihre Implikationen für die Leistungsbewertung;151
12.2.1;2.1 „Er holt sich die besseren Zensuren nicht“ – Verantwortungsabgabe zwecks Objektivierung;151
12.2.2;2.2 Individualisierung in Entscheidungsbegründungen;153
12.2.3;2.3 Individualisierung in begründenden Kommentierungen;157
12.3;3 Fazit: Die Logik der Zeugniskonferenzen;160
12.4;Literatur;162
13;9 „na der alte Petersen hat sich bestimmt was dabei gedacht“ – Gelingende Schulentwicklung im Modus der Kollegialität;165
13.1;1 Einleitung;165
13.2;2 Methodologie und Methode;167
13.3;3 Das Phänomen der Konfliktvermeidung;168
13.4;4 Der Fall: Schulentwicklung trotz Konfliktvermeidung;169
13.5;5 Zusammenfassung und Diskussion;175
13.6;Literatur;178
14;10 Grenzverhandlungen im Hinterzimmer. Hinweis auf eine vernachlässigte Dimension in der Diskussion um das Verhältnis von Organisation und pädagogischer Interaktion;180
14.1;1 Einleitung;180
14.2;2 Die mikropolitische Perspektive;182
14.3;3 Der Fall;183
14.4;4 Abschließende Bemerkung;191
14.5;Literatur;192
15;11 Sprechen über (Nicht-)Verantwortlichkeiten ? Relationierungen von Professionalität und organisationaler Praxis;194
15.1;1 Einleitung;194
15.2;2 Verhältnis von Organisation und Profession(alität);195
15.3;3 Datengrundlage und methodisches Vorgehen;197
15.4;4 Rekonstruktion;198
15.5;5 Schlussfolgerungen;207
15.6;Literatur;208
16;Teil I Ausformungen des Schulischen in der Relationierung zu Professionalisierungserwartungen;210
17;12 „[D]ie Schülerakte kam eineinhalb Monate nach Alexander an die übernehmende Grundschule“ ? Zum Zusammenhang von Fallakten und Fallkonstitutionsprozessen in der Zusammenarbeit sonder- und sozialpädagogischer Fachkräfte im Kontext ambulanter schulischer Erziehungshilfe;211
17.1;1 Einleitung;211
17.2;2 Zum Zusammenhang von Fallakten und Fallkonstitutionsprozessen in der Zusammenarbeit sonder- und sozialpädagogischer Fachkräfte im Kontext ambulanter schulischer Erziehungshilfe;213
17.3;3 „[D]ie Schülerakte kam eineinhalb Monate nach Alexander an die übernehmende Grundschule“ – eine sozialwissenschaftlich-hermeneutische Rekonstruktion zur Bedeutsamkeit der Fallakte im Prozess der berufsgruppenübergreifenden Fallkonstitution;215
17.3.1;3.1 Zum methodischen Vorgehen einer sozialwissenschaftlichen Hermeneutik;216
17.3.2;3.2 Rekonstruktive Vergewisserungen zur Bedeutsamkeit der Fallakte im Prozess der berufsgruppenübergreifenden Fallkonstitution;216
17.4;4 Zu den möglichen Folgen einer in ihrer Bedeutsamkeit qua Zuschreibung übersteigerten Fallakte für die Fallkonstitution – abschließende Reflexionen;220
17.5;Literatur;222
18;13 „Ich würde gleich tatsächlich gerne nochmal so’ne Situation besprechen“ ? Zur Fraglichkeit von Vermittlung und Reflexion durch Supervision in ersten Praxisphasen der universitären Lehrer*innenbildung;226
18.1;1 Einleitung;226
18.2;2 Transkriptauszug;229
18.3;3 Fallrekonstruktion;231
18.4;4 Fazit;239
18.5;Literatur;242
19;14 Supervision an Schulen als doppelte Krisenbewältigung;245
19.1;1 Einleitung;245
19.2;2 Was der Fall ist ? Fallarbeit und Fallverstehen in pädagogischer Praxis;246
19.3;3 Supervision als doppelte Krisenbewältigung oder Fallverstehen zweiter Ordnung;249
19.4;4 Pädagogisches Handeln zwischen Entgrenzung und Abgrenzung;253
19.5;5 Schule als Fall in der Supervision;262
19.6;Literatur;263




