Behr | Kommissar Wischkamp: Cristal Blue | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 172 Seiten

Behr Kommissar Wischkamp: Cristal Blue

Werne Krimireihe 2
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-95876-043-1
Verlag: Brighton Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Werne Krimireihe 2

E-Book, Deutsch, 172 Seiten

ISBN: 978-3-95876-043-1
Verlag: Brighton Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Werne an der Lippe ist eine beschauliche Kleinstadt am südlichen Rand des Münsterlandes. Für Kapitalverbrechen ist die Kriminalpolizei in Unna zuständig. Einer der Kommissare der Kripo Unna, Kriminalhauptkommissar Jens Wischkamp, wohnt mit seiner Freundin, der Fotografin Silvia Markbohm, in einer kleinen Wohnung am Roggenmarkt in Werne. Eines Nachts wird er zu einem Leichenfund gerufen. In der Nähe von Schloss Nordkirchen liegt ein Toter, vermutlich Osteuropäer. Nun ist es mit der Ruhe und Beschaulichkeit in und um Werne herum vorbei. Die organisierte Bandenkriminalität aus Russland macht sich breit und stellt Kommissar Wischkamp vor schier unlösbare Probleme. Drogenhandel, Prostitution, internationaler Waffenhandel, Entführung und Mord - Jens Wischkamp schaltet das LKA ein. Als dann auch noch zwei junge Mädchen aus Werne spurlos verschwinden, wird die Lage sehr, sehr ernst. Unerwartete Hilfe kommt aus Moskau. Ein Oberst der russischen Miliz beteiligt sich mit wertvollen Informationen an den Ermittlungen. Wird es Jens Wischkamp gelingen, die beiden Mädchen aus den Fängen der Verbrecher zu retten? Die Zeit läuft ab und eigentlich kann nur noch ein Wunder helfen ... Ein weiterer spannender Fall aus der Werne-Krimireihe um den jungen Kriminalhauptkommissar Jens Wischkamp.

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Prolog


Jens Wischkamp arbeitet als Kriminalkommissar bei der Kreispolizeibehörde in Unna. Er ist in der Abteilung für Kapitalverbrechen und Tötungsdelikte auch für Verbrechen zuständig, die in Werne an der Lippe begangen werden.

Jens Wischkamp ist 1978 geboren, ledig und lebt in Unna in einer kleinen Wohnung ganz in der Nähe des Kriminalkommissariats.

In seinem ersten großen Fall („Silvias Flucht) häufen sich die Verbrechen in der beschaulichen Kleinstadt Werne und Jens Wischkamp hat alle Hände voll zu tun, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen.

Im Zuge seiner Ermittlungen lernt er Silvia Markbohm kennen. Die junge Frau mit den rotblonden Locken hat in Werne die Leitung eines alteingesessenen Fotostudios übernommen. Durch eine zufällige Bekanntschaft gerät sie in einen Strudel aus Verbrechen, der letztlich in ihrer Entführung mündet.

Kommissar Wischkamp gerät unter Druck. Sein Interesse an der bildhübschen Fotografin geht weit über das Berufliche hinaus.

Als Silvia Markbohm von Hamburg nach Werne kommt, lernt sie Walter Grossenberg kennen. Walter Grossenberg ist Rentner und wohnt am Ortseingang von Lünen. In seiner Freizeit beschäftigt er sich sowohl mit der Historie seiner Heimat als auch mit ungelösten Verbrechen. Gemeinsam mit Silvia Markbohm findet er wichtige Details heraus und ist Kommissar Wischkamp bei seinen Ermittlungen eine große Hilfe. Zwischen Silvia und Walter Grossenberg entwickelt sich eine enge Freundschaft.

In „Silvias Flucht“ trifft Silvie auch auf die Familie Schreiber. Zu der Tochter, einer Abiturientin, die nur wenige Jahre jünger ist als Silvie, entwickelt sie eine Art schwesterlicher Zuneigung. Als Martina in dem hier vorliegenden zweiten Teil der Werne-Krimi-Reihe in Schwierigkeiten gerät, setzt Silvie alles daran, der jungen Freundin zu helfen.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten, wie sich die Protagonisten von „Silvias Flucht“ weiterentwickeln. Begleiten Sie Kommissar Wischkamp bei seinen Ermittlungen in diesem undurchsichtigen Fall, der weit über die Grenzen der zuständigen Kreispolizeibehörde hinausführt.

»Aua!«

Mühsam unterdrückte Jens Wischkamp einen lauten Aufschrei. Stattdessen fluchte er nur leise vor sich hin, um seine Freundin Silvie nicht zu wecken und rieb sich sein schmerzendes Schienbein. Dann tastete er sich weiter zum Badezimmer, öffnete die Tür und machte das Licht an. Er hatte sich wieder einmal im dunklen Flur von Silvies kleiner Wohnung an irgendeiner Kommode gestoßen. Diese Wohnung war einfach zu klein für zwei Personen. Er wohnte jetzt seit ein paar Wochen hier, aber noch immer hatte er nicht alle seine Sachen aus Unna herüber holen können. Es gab einfach nicht genug Platz. Er wusste, wie sehr Silvie diese kleine Mansardenwohnung in dem windschiefen Fachwerkhaus am Werner Roggenmarkt liebte, aber so ging es nicht weiter. Er würde heute Abend mit ihr reden müssen.

Nachdem er geduscht hatte, rasiert und gekämmt war, ging er in die kleine Küche, um sich einen Kaffee aufzubrühen. Als Kriminalkommissar bei der Kreispolizeibehörde in Unna konnte man sich seine Dienstzeiten nicht immer aussuchen. Er war von seinen Kollegen angepiept worden. Jetzt griff er zum Telefon und rief im Kommissariat an. Seine Kollegin Verena Schneider meldete sich.

»Hallo, Jens. Gut, dass du anrufst, dann kannst du dir einen Weg sparen und gleich von Werne aus zum Tatort fahren. Die Kollegen von der Spurensicherung sind schon unterwegs, der Gerichtsmediziner auch.«

»Hört sich nicht gut an, was ist denn überhaupt passiert und wo?«

»Also, vor ungefähr einer Stunde hat die Notrufzentrale einen anonymen Anruf bekommen, dass es in der Nähe vom Schloss Nordkirchen eine Schießerei gegeben haben soll. Wir haben eine Streife hingeschickt, aber die Kollegen konnten nichts Auffälliges feststellen. Kurz darauf rief uns dann ein Landwirt aus Capelle an, dass am Rand seines Feldes ein Toter liegt. Mehr weiß ich bisher auch noch nicht. Am Besten fährst du rüber und machst dir vor Ort selbst ein Bild. Eine Mordkommission haben wir vorsorglich eingerichtet.«

»Okay, danke Verena. Ich mache mich gleich auf den Weg. Du kannst die Kollegen informieren, dass ich in etwa zwanzig Minuten da sein werde.«

Schnell schrieb Kommissar Wischkamp noch eine Notiz für seine Freundin, dann verließ er so leise wie möglich die Wohnung. Sein Wagen stand etwa fünf Gehminuten weg an der B54, und wie versprochen dauerte es kaum zwanzig Minuten, bis er das Feld zwischen Capelle und Nordkirchen erreichte.

Das Areal war weiträumig abgesperrt, die Kollegen hatten Scheinwerfer aufgestellt, sodass der gesamte Feldweg hell erleuchtet war. Jens zückte seine Marke, um sich auszuweisen, dann duckte er sich unter dem Absperrband durch und ging auf den Gerichtsmediziner zu.

»Morgen, Doc. Hast du schon was?«

Dr. Gerd Leinemann, der zuständige Gerichtsmediziner, hob den Kopf.

»Nicht viel. Der Mann ist erschossen worden, aber ganz sicher nicht hier.«

Dr. Leinemann deutete auf die Lage des Leichnams und die Schleifspuren.

»Ich bin sicher, dass er hierher geschleift und dann hier abgelegt wurde. Hier ist viel zu wenig Blut. Um den Tatort näher bestimmen zu können, müssen die Kollegen das Gebiet bei Tagesanbruch absuchen. Vielleicht solltet ihr eine Hundestaffel anfordern.«

Jens Wischkamp nickte.

»Todeszeitpunkt?«, fragte er.

Der Arzt zuckte mit den Schultern.

»Vor circa ein bis zwei Stunden, würde ich sagen. Er wurde von drei Kugeln getroffen. Die erste durchschlug seinen Oberschenkel, die zweite trat unter der zweiten Rippe ein und am Rücken wieder aus. Beide waren aber nicht tödlich, obwohl er ohne rechtzeitige Hilfe sicher daran verblutet wäre. Aber der Täter hat ihn anschließend mit einem Genickschuss sozusagen hingerichtet. Alles Weitere dann nach der Obduktion. Die Fotos sind gemacht. Kann ich ihn wegbringen lassen?«

Jens Wischkamp hatte sich hingehockt und sah dem Toten ins Gesicht. Der Mann war Anfang dreißig.

»Hatte er Papiere bei sich?«, fragte er.

Dr. Leinemann schüttelte den Kopf.

»Keine Brieftasche, keine Ausweispapiere, kein Geld. Könnte ein Raubmord gewesen sein. Und wenn du mich fragst, der ist nicht von hier. Sieh dir sein Gesicht an. Die hohen Wangenknochen, die dunkle Hautfarbe, die schwarzen Haare. Ich würde meinen, der Mann hat zumindest slawische Vorfahren. Vielleicht findet ihr ja was in eurer Datenbank, Fingerabdrücke haben die Kollegen bereits abgenommen. Ich werde auch noch ein DNA-Profil erstellen lassen, sobald ich ihn in der Pathologie habe.«

Jens Wischmann erhob sich und gab die Leiche zum Abtransport frei. Dann wandte er sich an einen Kollegen vom Team der Spurensicherung.

»Habt ihr schon irgendetwas gefunden, was uns weiterhelfen kann?« Der Beamte deutete nickend auf den Feldweg.

»Da sind Reifenspuren, von einem großen Geländewagen, würde ich mal tippen. Wir haben Gipsabdrücke genommen, damit müsste sich zumindest der Reifentyp feststellen lassen. Außerdem haben wir auf dem Feldweg etwa 150 Meter von hier an einem Gebüsch jede Menge Zigarettenkippen gefunden. Für mich sieht das so aus, als hätte da jemand gewartet. Kann natürlich auch Zufall sein, aber wir haben sie mitgenommen. Da ist bestimmt DNA-fähiges Material dran.« Kommissar Wischkamp nahm sein Handy und rief die Kripo in Unna an. Wieder meldete sich Verena Schneider.

»Hallo, Schneiderlein. Schick bitte Suchtrupps und eine Hundestaffel. Wir haben eine männliche Leiche gefunden, Fotos und Fingerabdrücke sind schon zu euch unterwegs. Der Leichenfundort ist nicht identisch mit dem Tatort, wir müssen das ganze Gelände hier zwischen Capelle und Nordkirchen absuchen. Vielleicht finden wir irgendwo Patronenhülsen. Und lass dir bitte schon mal die Bandaufzeichnung von dem anonymen Anruf kommen, den möchte ich mir nachher noch anhören. Sobald du die Fotos und die Fingerabdrücke hast, jag sie bitte durch den Computer. Du solltest in Betracht ziehen, dass unser Toter vielleicht aus dem östlichen Ausland stammt, also auch die Kollegen in Russland, Polen, Tschechien und so weiter bitte mit einbeziehen. Ich rede jetzt noch mit dem Zeugen, der die Leiche gefunden hat und komme dann rüber zu euch.«

Die Vernehmung des Landwirtes ergab nichts Neues. Er war wie jeden Morgen um kurz vor fünf mit seinem Hund ins Feld gegangen.

Dabei war er fast über die Leiche des Mannes gestolpert. Er hatte dann sofort die Polizei angerufen und auch hier auf das Eintreffen der Beamten gewartet.

»Sie haben den Toten ja gesehen. Kam der Ihnen irgendwie bekannt vor?«

Der Landwirt schüttelte den Kopf.

»Den habe ich in der Gegend noch nie gesehen. Von hier ist der bestimmt nicht. Aber auf den Spargelhöfen hier in der Umgebung arbeiten ja jetzt sehr viele Auswärtige, meistens Polen. Vielleicht gehört er ja zu denen.«

»Sind auf...



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