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E-Book, Deutsch, 136 Seiten, eBook

Becker / Ogon Ballonkyphoplastie

E-Book, Deutsch, 136 Seiten, eBook

ISBN: 978-3-211-32315-1
Verlag: Springer Wien
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Erstmals wird in diesem Buch ein neues, minimal-invasives Behandlungsverfahren beschrieben, das bei osteoporotischen, traumatischen oder tumorösen Veränderungen der Wirbelsäule indiziert ist. Die Technik wird in einfachen Schritten erklärt, um einen breiten, interdisziplinären Interessentenkreis zu erreichen. Da der Schwerpunkt der Technik die Osteoporose betrifft, ist auch ein spezielles Kapitel der unbedingt notwendigen Begleitmedikation gewidmet. Die neue Operationstechnik wird auch mit Alternativen zur Kyphoplastie verglichen. Ferner wird ein neuartiges Nachbehandlungskonzept speziell für die dargestellte Technik eingeführt und erklärt. Abschließend werden Listen über Referenzzentren und Abrechnungsziffern für die Krankenkassen für die deutschsprachigen Länder angeführt.
Die Autoren sind seit Jahren Instruktoren für die beschriebene Operationstechnik und haben in den letzten Jahren diese neuen Methoden an verschiedenen Krankenhäusern und Universitäten in Europa gelehrt und durchgeführt.
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Zielgruppe


Professional/practitioner

Weitere Infos & Material


Epidemiologie der Osteoporose.- Medikamentöse Therapie der Osteoporose.- Klinik und Mortalitätsrisiko der osteoporotischen Wirbelfraktur.- Biomechanik.- Indikationen, Kontraindikationen und bildtechnische Untersuchungen.- Spezielle Anatomie und Frakturklassifikation.- Technik der Kyphoplastie.- Ergebnisse der Kyphoplastie, Risiken und Komplikationen.- Spezielle Indikationen und Techniken der Kyphoplastie.- Alternative Verfahren zur Kyphoplastie: Vertebroplastik — Lordoplastik.- Übersicht über einspritzbare Zemente für die Vertebroplastie und die Kyphoplastie.- Die physiotherapeutische Nachbehandlung nach Kyphoplastie — Aspekte und Konzepte.


Kapitel 8 Ergebnisse der Kyphoplastie, Risiken (S. 73-74)

U. Berlemann, P. Hulme und O. Schwarzenbach

Die Kyphoplastik zur Behandlung osteoporotischer Wirbelkörperfrakturen hat in den letzten Jahren zunehmend Verbreitung gefunden. Neben dem schmerzlindernden Effekt der Zementierung erscheint die Möglichkeit der Reposition der Fraktur und damit auch der Erhaltung des Alignements der Wirbelsäule sehr vorteilhaft. Patienten mit osteoporosebedingten Wirbelkörperfrakturen beklagen neben akuten Schmerzen häufig auch chronische Schmerzzustände infolge zunehmender Kyphosierung des betroffenen Wirbelkörpers und der daraus resultierenden Fehlhaltung der Wirbelsäule.

Die Veränderung der statischen Eigenschaften der Wirbelsäule korreliert wiederum mit einer eingeschränkten Mobilität und Lebensqualität der Patienten bis hin zur statistisch erhöhten Mortalität nach Wirbelkörperfrakturen [Lyles 1993]. Zudem verschlechtern sich die genannten Parameter progressiv mit der Anzahl der betroffenen Wirbel und dem Ausmaß der entsprechenden Fehlhaltung [Ross 1997]. Diese Entwicklung mit einer minimal-invasiven, den Patienten wenig belastenden Technik nicht nur aufhalten, sondern sogar umkehren zu können, wäre für die betroffenen Menschen ein kaum zu messender Gewinn. Die Kyphoplastik erhebt den Anspruch, viele der Merkmale einer solchen Technik bereits zu erfüllen. Betrachtet man einzelne publizierte Artikel zu klinischen Resultaten der Kyphoplastik, die in der Regel Fallzusammenstellungen entsprechen, so entsteht ein überaus positiver Eindruck. Bei der Fülle der in letzter Zeit veröffentlichten Arbeiten geht der Überblick jedoch leicht verloren. Es stellen sich folgende Fragen:

– Wie erscheinen die bisherigen Ergebnisse, wenn man sie systematisch zusammenfasst?
– Wie sind die Ergebnisse der Kyphoplastik gerade im Vergleich mit der Vertebroplastik zu bewerten?
– Erfüllt die Kyphoplastik tatsächlich den Anspruch, dauerhaft die Stellung des gesinterten Wirbelkörpers zu verbessern?
– Und wenn ja, entspricht dies einem messbaren Profit für die Patienten?
– Welche Probleme und Komplikationen sind für die Zeit nach einer zunächst erfolgreichen Kyphoplastik beschrieben?
– Wie ist insbesondere die Reaktion der Nachbaretagen und weiterer Wirbelkörper?

Dieses Kapitel versucht anhand der bisher publizierten Daten Antworten auf diese Fragen zu finden und somit den aktuellen klinischen Stellenwert der Kyphoplastik darzustellen.

Material und Methode

Die bisher publizierten klinischen Daten zur Kyphoplastik wurden in systematischer Art analysiert und in den relevanten Parametern mit denen der Vertebroplastik verglichen. Als Quellen wurden „Medline", „Cochrane Library" und „Current Contents" per Stichtag 1. November 2004 nach den Stichwörtern „Vertebroplasty" und „Kyphoplasty" durchsucht. Somit wurden 530 Artikel identifiziert. Nach Ausschluss biomechanischer Studien, Review Artikeln, Editorials und Artikeln in anderen Sprachen als Englisch, Französisch, Deutsch oder Spanisch verblieben 44 „Vertebroplasty" und 19 „Kyphoplasty" Artikel [Berlemann 2004, Coumans 2003, Crandall 2004, Darius 2003, Dudeney 2002, Fourney 2003, Fribourg 2004, Harrop 2004, Hillmeier 2004a, b, Kornp 2004, Lane 2004, Ledlie 2003, Lieberman 2001, Phillips 2003, Rhyne 2004, Theodorou 2002, Weisskopf 2003, Wilhelm 2003] zur weiteren Evaluation. Diese wurden von mindestens zwei Reviewer nach einer modifizierten Version der Qualitätsbewertung nach Downs and Black bewertet [Downs 1998].

Darin sind alle Bewertungselemente wissenschaftlicher Arbeiten der führenden Institutionen und Agenturen auf diesem Gebiet enthalten, wie z.B. Agency for Healthcare Research and Quality (AHRQ), Cochrane Collabo ration Back Review Group und NHS R&,D Health Technology Assessment Program. Verschiedene Einzelkriterien wurden mit Punkten bewertet, so dass eine maximale Punktzahl von 29 möglich wurde. Die in den Artikeln beschriebenen morphologischen Daten wurden zusammengefasst ebenso wie die Resultate, die nach folgenden Unterpunkten ausgewertet wurden:

– Schmerzlinderung,
– allgemeine Gesundheit,
– funktionale Verbesserungen,
– Behandlungszufriedenheit,
– Reposition der Kyphose,
– Komplikationen (insbesondere Zementextrusionen),
– neue Frakturen.

Nicht alle Artikel gehen explizit auf all diese Unterpunkte ein, so dass sich bei manchen die Anzahl der ausgewerteten Fälle entsprechend reduzierte.


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