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E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Beck Bio-identische Hormone

Besser leben mit der Rimkus®-Methode. Mit einem Vorwort von Dr. Volker Rimkus
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-95803-277-4
Verlag: Scorpio Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Besser leben mit der Rimkus®-Methode. Mit einem Vorwort von Dr. Volker Rimkus

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

ISBN: 978-3-95803-277-4
Verlag: Scorpio Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das Thema »bio-identische Hormone« hat einen enormen Aufschwung genommen, denn durch große Studien wurden die Risiken der sonst üblichen Hormonersatztherapie deutlich dokumentiert. Daher suchen viele heute nach Alternativen - sei es wegen Beschwerden in den Wechsel jahren, bei Menstruationsproblemen, Libidoverlust, Stimmungsschwankungen, Potenzproblemen, Erektionsstörungen, Erkrankungen der Schilddrüse oder auch zur Vorbeugung. Hier bietet die Behandlung mit natürlichen human-identischen Hormonen eine gesunde Alternative. Dabei werden die Risiken der herkömmlichen synthetisch modifizierten Hormonersatztherapie vermieden. Individuelle persönliche Hormontherapie ist möglich - ganz ohne Nebenwirkungen. Ein Ratgeber für alle Betroffenen und Interessierten, aus der Praxis für die Praxis.

Dr. Dr. med. Thomas Beck ist Vorsitzender des Hormon-Netzwerks, das er mit Dr. Rimkus gründete. Er steht der Arbeitsgemeinschaft für biologische Medizin (AG-BioMed) vor und leitet regelmäßig Hormon-Intensiv seminare. Er führt eine naturheilkundliche Praxis in München und Karlsruhe.
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HORMONE UND HORMONTHERAPIE


Was sind Hormone und wie wirken sie?


Hormone (von griech. »Beweger«, »Antreiber«) sind Botenstoffe, die in allerkleinsten Konzentrationen enorme Wirkungen haben können. Sie sind gewissermaßen die »Bremsen« und »Gaspedale«, mit denen einzelne Zellen und Gewebe in ihrer Aktivität gebremst oder angetrieben werden, und sie sind spezifisch für bestimmte Organe und damit auch spezifisch für bestimmte Leistungen/Wirkungen.

Gebildet werden Hormone in den Hormondrüsen, z. B. in den Eierstöcken, den Hoden oder in der Schilddrüse. Ihre Wirkung entfalten sie in ihrem jeweiligen Zielorgan, zu dem sie über die Blut- und Lymphbahn transportiert werden. Für die Sexualhormone stellen z. B. die Genitalien das Haupt-Zielorgan dar. Jedes Zielorgan besitzt Hormonrezeptoren (Schloss), die so beschaffen sind, dass sie in ihre Rezeptortasche jeweils nur ein ganz bestimmtes Hormon (Schlüssel) aufnehmen können. So soll dieser Rezeptor nur von diesem spezifischen Hormon stimuliert und gebremst werden. Diese Wirkungsweise wird als Schlüssel-Schloss-Prinzip bezeichnet.

Fast alle Organe besitzen aber nicht nur eine Art von Hormonrezeptor, sondern viele verschiedene, in ganz unterschiedlicher Anzahl: Je mehr Rezeptoren von einer Art vorhanden sind, desto intensiver erfolgt die Reaktion auf das jeweilige Hormon. Die Intensität der Reaktion wird über die Menge der Hormone gesteuert. So hat z. B. jeder Mensch unterschiedlich viele Östrogenrezeptoren in der Brust, ihre Anzahl ist genetisch festgelegt. Ein Kind, das in der Brust zwar viele Rezeptoren hat, aber noch kaum Hormone bildet, zeigt deshalb zunächst noch kein Brustwachstum. Sobald in der Pubertät aber viele Hormone gebildet werden, führt das allmählich zur Ausbildung der Brust. Da aber die Anzahl der Rezeptoren genetisch programmiert ist, kann bei einer erwachsenen Frau auch durch eine übermäßige Hormongabe keine gewollte echte Brustvergrößerung (Brustgewebsvermehrung) erreicht werden.

Die vorhandenen Brustzellen können jedoch vorübergehend »anschwellen«, das kennen viele Frauen vom völlig natürlichen »Brustspannen« um ihren Eisprung herum. Das gilt auch umgekehrt: Eine Reduzierung der Hormone führt nicht zu einer Reduzierung des Brustgewebes und damit auch nicht zu einer Verkleinerung der Brust, sondern die vorhandenen Zellen geben nach: Erschlaffung der Brust.

Unter »human-identischen« oder »bio-identischen« Hormonen versteht man Hormone, die in ihrer Molekülstruktur mit den humanen (lat. »menschlich«) biologischen Hormonen vollkommen identisch sind. Diese Definition ist wichtig, weil es sehr viele ähnliche Hormone gibt und man vorher genau klären muss, wovon man spricht. Oft wird das vergessen oder die Begriffe werden vermischt, und dann kommt es zu enormen Missverständnissen und falschen Schlussfolgerungen. Wir reden hier also von »human-identischen« Hormonen, nämlich von solchen Hormonen, die genauso beschaffen sind wie die Hormone, die wir Menschen selbst bilden.

Wenn wir jetzt jemandem Hormone geben wollen, dann können wir diese schlecht anderen Menschen entnehmen. Wir brauchen also eine Quelle, aus der wir die Hormone gewinnen können.

Im Jahr 1938 machte Professor Russell Marker eine bahnbrechende Entdeckung: Es gelang ihm, aus einer Pflanze (Yamswurzel) einen Extrakt zu gewinnen (Diosgenin), aus dem er Progesteron herstellte. Dieses so gewonnene Progesteron war in seiner Struktur vollkommen identisch mit dem menschlichen Progesteron. Das Ergebnis war also kein pflanzliches, sondern ein humanidentisches Hormon, das aus einer Pflanze hergestellt wurde.

Warum kein pflanzliches Hormon? Weil:

a)zum einen das Hormon erst (aus einer Pflanze) hergestellt werden musste. Das Hormon war also nicht schon in der Pflanze enthalten. Genauso wenig wie z. B. Milch im Gras »drin« ist, sondern erst (durch die Kuh) aus dem Gras hergestellt werden muss. Das Hormon muss also erst aus Diosgenin hergestellt werden und ist deswegen kein Pflanzenhormon, weil es nicht in der Pflanze enthalten ist;

b)und zum anderen, weil das so hergestellte Hormon eben »human-identisch« ist – und damit die Molekülstruktur von einem menschlichen Hormon hat.

Wenn man diesen Punkt auf die Spitze treiben will, dann kann man sagen, dass human-identische Hormone solche Hormone sind, die in ihrer Struktur zwar den im Menschen vorkommenden Hormonen vollkommen gleich – also »identisch« – sind, aber selber nicht im Menschen vorkommen, weil sie ja erst – außerhalb des Menschen – hergestellt werden müssen. Natürlicherweise gibt es »Menschen-eigene Hormone« = »humane Hormone«, weil diese ja in allen Menschen gebildet werden.

Jedes Lebewesen bildet seine eigenen (»physiologischen« = bio) Hormone.

Die Hormone von verschiedenen Tierarten unterscheiden sich untereinander, und auch die Hormone von verschiedenen Pflanzen unterscheiden sich.

Deshalb unterscheiden sich tierische und pflanzliche Hormone auch von den Hormonen des Menschen:

Sie haben einen anderen Aufbau als menschliche Hormone. Pflanzenhormone (Phytohormone) sind also nicht humanidentisch.

Tierische Hormone (wie z. B. konjugierte Estrogene aus Stutenurin) sind ebenfalls nicht human-identisch.

Problematisch wird das Ganze, wenn die Hormone anderer Gattungen (also von Tieren oder von Pflanzen) in die menschlichen Hormonrezeptoren hineinpassen und dort eine Hormonwirkung auslösen können, was tatsächlich oft der Fall ist. Dann gibt es also gewissermaßen einen gefälschten Schlüssel, der das Hormonschloss öffnet. Das kennen wir z. B. vom Hopfen, einer Pflanze, die Pflanzenöstrogene bildet. Und diese Hopfenöstrogene passen (leider) auch in den menschlichen Östrogenrezeptor und können deshalb bei Männern z. B. Brustwachstum verursachen: Das sehen wir bei manchen Biertrinkern.

Clevere Leute machen sich die Ähnlichkeit zunutze und empfehlen deshalb bei einem Hormonmangel, z. B. bestimmte Pflanzenhormone oder Hormone von Tieren (z. B. aus Pferdeurin wie u. a. Presomen® u. Ä.) zu verwenden, was im ersten Moment prima zu funktionieren scheint. Aber über längere Zeit können sich unerwünschte Wirkungen und Nebenwirkungen zeigen – und leider auch sehr ernste Erkrankungen.

Es kommt also sehr darauf an, wirklich human-identische Hormone einzusetzen und nicht nur etwas Ähnliches. Weder tierische noch pflanzliche Hormone sind für den Menschen geeignet und schon gar nicht Hormone, die z. B. in Kunststoffen stecken oder von der Industrie absichtlich abgewandelt wurden (mehr zu diesem Thema in den nächsten Kapiteln).

Um das Buch leichter lesbar zu machen, folgen wir dem allgemeinen Trend und unterscheiden nicht zwischen human-identischen Hormonen (was die richtige Bezeichnung wäre, siehe oben) und bio-identischen Hormonen (was etwas ungenau ist, weil man eigentlich immer dazusagen müsste: identisch zur menschlichen Biologie). Aber nachdem wir Menschen behandeln wollen (und nicht Pflanzen oder Tiere), können wir zur Vereinfachung von bio-identischen Hormonen sprechen.

In der Regel versteht man also unter »bio-identischen Hormonen« dasselbe wie unter »human-identischen Hormonen«.

Die Begriffe bio-identisch und human-identisch werden synonym gebraucht und sind austauschbar – auch wenn das vom Begriff her nicht ganz genau stimmt.

Wie wir gesehen haben, werden Hormone wirksam, indem sie sich wie ein Schlüssel in das jeweilige Schloss (Hormonrezeptor) einlegen. Der Rezeptor wird damit aktiviert und löst am Zellkern die jeweilige Hormonwirkung aus: Ziel erreicht. Der Haken daran: Es gibt wie bereits erwähnt eine unüberschaubare Zahl an hormonähnlichen Stoffen, die ebenfalls in den Rezeptor passen und so Hormonwirkungen auslösen können. Diese fremden Stoffe sind aber keine Originalhormone und nicht physiologisch (natürlich) für das jeweilige Lebewesen. Sie werden daher Xenohormone (Fremdhormone) genannt.

Anfang der Zweitausenderjahre gab es einen großen Skandal, als man entdeckte, dass ein bestimmter Kunststoff (Bisphenol-A = BPA) von Babys aufgenommen wurde und Hormonwirkungen auslöste. Dieser Kunststoff war/ist häufig Bestandteil von Babyflaschen und Schnullern. Er wirkt als Hormon, obwohl er kein Hormon ist. 2008 wurde die...


Beck, Thomas
Dr. Dr. med. Thomas Beck ist Vorsitzender des Hormon-Netzwerks, das er mit Dr. Rimkus gründete. Er steht der Arbeitsgemeinschaft für biologische Medizin (AG-BioMed) vor und leitet regelmäßig Hormon-Intensiv seminare. Er führt eine naturheilkundliche Praxis in München und Karlsruhe.



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