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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 424 Seiten

Reihe: Die Zeitschleife

Bay Die Zeitschleife

Der Sprung an den Anfang
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-6957-5357-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Sprung an den Anfang

E-Book, Deutsch, Band 4, 424 Seiten

Reihe: Die Zeitschleife

ISBN: 978-3-6957-5357-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das Buch des Wissens. Mythos? Wirklichkeit? Drei 8000 Jahre alte Skelette bergen das grosse Geheimnis um dieses Buch, welches in einer riesigen Pyramide in der Antarktis versteckt ist. Tom der sich inzwischen auf Amun befindet, erfährt wer er wirklich ist. Vier grundverschiedene Personen versuchen im Jahr 2150 dieses Rätsel zu lösen und werden immer wieder durch Anschläge einer unbekannten Organisation daran gehindert, ihr Ziel zu erreichen. Schaffen Sie es, das Buch in ihre Hände zu bekommen und erreichen sie mit dem Raumschiff Galaxy One ihren Schöpfer? Ein Science-Fiction Krimi mit einem überraschenden Ende und einem Sprung an den Anfang unserer Kultur.

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Eine vergessene Geschichte


6.250 v. Chr.

39.000 Jahre später war das „Buch des Wissens“, wie es heute genannt wird, schon lange vergessen und existierte nur noch als alte Sage in den Köpfen einiger Hohepriester. Zu viel Zeit war in den Jahrtausenden verstrichen, als dass man sich noch daran erinnern würde. Die erste Hochkultur war in einer großen Flut untergegangen, eine neue Hochkultur war entstanden: die der Sumerer.

Es begann in Eridu, wo der dort lebende Herrscher eine Bestandsaufnahme seines Reichtums machen ließ. Das Zweistromland von Euphrat und Tigris befand sich am Anfang seiner zukünftigen Blütezeit. Man hatte die Schrift wiederentdeckt und beherrschte Mathematik und Astronomie wieder. Die Tempel wuchsen in die Höhe, die Straßen waren breit angelegt und die Menschen lebten sicher in ihren Häusern.

In einem der großen Tempel, tief unten in den Katakomben, ging ein Schreiber konzentriert mit seinem Gehilfen durch alle Räume und notierte jede Kiste, jeden Gegenstand und jedes Schmuckstück auf seiner weichen Tontafel. Die dunklen Gänge und die Räume waren vorsorglich mit Öllampen ausgestattet. Diese gaben genügend Licht und Wärme für die zum Teil langwierigen Arbeiten. Mehrere Stunden waren sie an diesem Tag bereits auf den Füßen, und viele Tafeln waren bereits beschrieben worden, als der Gehilfe dem Schreiber eine Rolle zeigte. Darin befand sich ein etwa 40 cm langes, mit Schnitzereien verziertes Holzstück, um welches ein seltsames Pergament gerollt war. Der Schreiber legte die Tontafel auf einen Holztisch und begutachtete die Pergamentrolle.

„Was ist das?“, fragte der Gehilfe.

„Ich weiß es nicht. Ein solches Material habe ich noch nie gesehen. Es scheint aus einer Art Holz zu bestehen“, antwortete der Schreiber.

„Kannst du die Zeichen, die darauf gemalt wurden, lesen?“

Der Schreiber antwortete nicht sofort. Er rollte das Pergament vorsichtig auf und begutachtete die seltsame Schrift. „Nein, aber ich werde diese Rolle unserem Herrscher zeigen. Vielleicht hat er so etwas schon einmal gesehen.“

Die beschriebenen Schrifttafeln wurden verstaut und der Raum wurde verschlossen Der Schreiber betrat den Palast mit der Pergamentrolle unter dem Arm und ersuchte die Palastwache höflich um eine unmittelbare Zusammenkunft mit dem Herrscher. Das, was er gefunden hatte, war zu wichtig, um es aufzuschieben. Der Herrscher war etwas überrascht, seinen Schreiber so schnell wiederzusehen. Er glaubte, dieser wäre mit seiner Inventur bereits fertig.

„Du hast die Bestandsaufnahme bereits abgeschlossen?“, fragte er seinen Schreiber.

„Nein, mein Gebieter. Mein Kommen hat einen anderen Grund“, antwortete der Schreiber und verneigte sich. Er hob den Kopf und zeigte dem Herrscher die gefundene Pergamentrolle.

Der Herrscher nahm die Rolle in eine Hand und zog das Pergament vorsichtig auseinander. Still und mit einem sonderbaren Leuchten in seinen Augen begutachtete er das unbekannte Material. Sein Blick glitt über die Schrift, als versuchte er, sie zu übersetzen. Er hob die Hand und rief einen der Leibwächter zu sich. „Gehe sofort zu unserem Übersetzer und sage ihm, er habe sich unverzüglich im Palast einzufinden.“

Der Soldat nickte kurz und rannte wie von einer Tarantel gestochen aus dem Saal. Nur eine halbe Stunde später verneigte sich der Übersetzer vor dem Herrscher und schaute ihn erwartungsvoll an.

„Ihr habt nach mir rufen lassen?“, fragte der Übersetzer.

„Ja! Ich benötige deine Weisheit und deine Kenntnisse alter Schriften“, antwortete der Herrscher. Er reichte ihm die Pergamentrolle hinüber. Der in Weiß gekleidete Mann nahm sie ehrfürchtig in die Hand. Behutsam zog er das Pergament von der Rolle und sein Gesicht erhellte sich. Die Augen bekamen einen glasigen Ausdruck, und der Blick ruhte regungslos auf den Zeilen, die er mit langsamer, fast flüsternder Stimme las. Die wenigen Minuten, die der Hohepriester zum Lesen benötigte, zogen sich für den Herrscher wie Stunden hin, und seine Ungeduld wuchs zunehmend.

„Dir sind diese Texte bekannt?“, fragte er. Er hielt es nicht mehr aus und wollte endlich eine Antwort bekommen.

„Oh, Herr! Das ist unglaublich! Ich dachte, es handelte sich immer um eine alte Geschichte, aber das hier sind die verschollenen Texte aus dem Buch des Wissens“, sprach der Übersetzer mit zittriger Stimme.

„Das Buch des Wissens?“, fragte der Herrscher und erhob sich von seinem Thron.

„Ja, das sind Texte aus dem Buch, welches uns die Götter bei ihrem Besuch überbracht haben. Es enthält das vollständige Wissen über Mathematik, Architektur, die Seefahrt, den Ackerbau, die Viehzucht und vieles mehr. Dieses Buch haben sie angeblich nach ihrem letzten Besuch vor dem Untergang der sagenumwobenen Stadt „At-Lant-nis“ vor der großen Sintflut zurückgelassen. Es wird erzählt, dass die damals Herrschenden das Buch abschreiben ließen, und das Buch selbst wurde in einer der großen Pyramiden, welche die Götter über den ganzen Planeten verteilt hatten, versteckt.“

Der Herrscher schaute drein, als besäße er jetzt den größten Schatz, den es je gegeben hat Er schritt am Übersetzer vorbei, blickte auf die unter ihm liegende Stadt und fragte: „Woher weißt du davon?“

„Ich habe die Geschichte von meinen Vorfahren und die von den ihren übermittelt bekommen. Seit vielen Generationen, vielleicht schon seit der großen Flut, wird dieses Wissen von Generation zu Generation weitergegeben. Leider kann ich nicht alles lesen. Aber ich kenne jemanden, der im Land der großen Pyramiden lebt und der diese Schrift vielleicht entziffern könnte. Es handelt sich um eine komplexe Bilderschrift, wovon Teile sich in der einfachen Schrift der Kemer wiederfinden.“

Der König, der sich schon als den größten Herrscher der Welt sah, drehte sich um und schaute den Übersetzer streng an. „Nimm dir, was du brauchst, und reise in das Land der Pyramiden. Ich werde dir ein Siegel mitgeben, welches dir freies Geleit auf deiner langen Reise gewährt.“ Er machte eine Geste, welche das Ende der Audienz ausdrückte, und schritt davon.

Der Übersetzer, der mit zitternden Händen noch immer die Rolle festhielt, rollte das Pergament vorsichtig zusammen und ging zurück in seinen Tempel. Nur eine Woche später machte er sich in Begleitung zweier Gehilfen auf den langen Weg. Von Eridu aus segelte er auf dem Euphrat nach Norden, von dort anschließend mit Reittieren. Nach Westen über die Sinai-Halbinsel bis nach Gizeh sollte die fast 2000 Kilometer lange Reise gehen. In drei Monddurchläufen wollten sie die Strecke bewältigen und im Monat des Stieres mit dem Priester des Pharaos über das Pergament sprechen.

Die grüne Ebene Mesopotamiens lag vor ihnen, durchschnitten von den beiden Strömen, welche im Taurus-Gebirge hoch im Norden entsprangen. Die ersten 28 Tage, die sie entlang des Euphrats führten, verliefen ohne nennenswerte Zwischenfälle. Jeden Tag versuchte der Übersetzer, Zeichen aus den Texten zu übersetzen. Aber es gelang ihm nicht. Zu viele Zeichen dieser Schrift waren ihm nicht bekannt, und er hatte hoch gepokert, als er dem König von Eridu sagte, sein Freund im Land der Pyramiden könne alles übersetzen. Er hatte seinen Freund seit über 15 Jahren nicht gesehen, und was wäre, sollte dieser nicht mehr leben?

Am nächsten Tag erreichten sie auf ihren Pferden die Stadt Bilbat und folgten der Straße der Händler in einem Bogen nach Westen. Vor ihnen lag nun eine Strecke von 30 Tagen, die sie über Mari und Tadmor nach Damaskus bringen sollte. In Damaskus wollten sie sich einige Tage von den Strapazen erholen, bis es weiter nach Hebron und durch die Sinai-Wüste gehen sollte. Bis Bilbat waren, beeinflusst durch das kühle Wasser des Euphrats, die Temperaturen noch erträglich gewesen. Doch schon ab Mari wurde es unerträglich heiß. Sie sahen nur noch wenige Karawanen und an manchen Tagen begegneten sie keiner Menschenseele auf ihrem beschwerlichen Weg.

Müde und ausgezehrt von der anstrengenden Strecke erreichten sie nach eineinhalb Monaten endlich Hebron. Vor der Stadt errichteten sie ihr Lager, wie es zahlreiche Reisende tun, und stockten ihre Vorräte auf. Sie hatten abgesprochen, dass stets eine Person mit der Aufgabe betraut sein sollte, das Zelt zu bewachen. Die Angst, dass Räuber sie überfallen könnten, war ständig präsent. Die Pergamentrolle trug der Hohepriester daher immer bei sich. Drei Tage wollten sie ausruhen, bevor sie den letzten Abschnitt ihrer Reise antreten würden. Sie nutzten die Zeit zum Austausch von Neuigkeiten mit den Reisenden aus den verschiedensten Ländern und Regionen. Auf den Märkten und in den vielen Tavernen war man an allem interessiert, was in der Welt passierte.

Drei Tage später hatten sie neue Kraft geschöpft und begaben sich mit ihrem Lastenkamel auf den Weg nach Süden, nach Gaza. Von dort aus wollten sie nach Memphis und schließlich nach Gizeh. Die Nachricht, dass der Süden von mehreren schlimmen Stürmen heimgesucht...



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