Bauer | Sören und ich | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

Bauer Sören und ich

Wie ich durch eine schwere Krise ein glücklicher Mensch wurde
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8338-9898-3
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Wie ich durch eine schwere Krise ein glücklicher Mensch wurde

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

ISBN: 978-3-8338-9898-3
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Manchmal ist eine Trennung das Schrecklichste und Beste zugleich, das einem passieren kann. Als Sören Bauer, einer der erfolgreichsten deutschen Medien-Unternehmer, nach 20 Jahren Ehe von seiner Frau völlig unerwartet verlassen wird, reißt ihm das den Boden unter den Füßen weg. Doch statt im Schmerz zu versinken, wählt er den Weg der Veränderung. Eine scheinbar banale Entscheidung - den Crosstrainer aus der Ecke zu holen - wird zum Startpunkt einer beeindruckenden Transformation. Er verliert nicht nur über 30 Kilo, sondern befreit sich auch vom Schmerz, vom Festhalten an der Vergangenheit und von Unabänderlichem. Eine inspirierende, sehr persönliche Geschichte des Neuanfangs, die Mut macht.

Sören Bauer führt seit fast drei Jahrzehnten eine erfolgreiche Agentur und organisierte 25 Jahre lang das renommierte Event 'Movie meets Media', eines der gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres. In seiner Arbeit vereint er starke Marken mit bekannten Gesichtern und verbindet Business mit Vergnügen. Sören Bauer ist Gründer von EuroMinds, einem bedeutenden Wirtschaftsgipfel, der jährlich in Hamburg veranstaltet wird, und stiftet zudem den deutschen Sportjournalistenpreis. Seit 2019 betreibt er das Netzwerk Face-Club.
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Zum Autor
Wichtiger Hinweis
I Will Survive
Vorwort
6. September 2022 um 10:37 Uhr
Vom Signale-Erkennen und auf-sein-Bauchgefühl-hören
Die Bedeutung klarer Kommunikation
Vom Umgang mit Schock und Trauma
Auf dem Weg zu klaren Entscheidungen
Fehler, die ein verlassener Mensch vermeiden sollte
Liebeskummer und Trennungsschmerz
Krisenintervention in einer psychiatrischen Klinik
Von Empathie und der Fähigkeit dazu
Das Thema Scheidung
Die ersten Schritte zu einem Neuanfang
Eine Reise weg aus dem Schmerz
Vom Glück, unterwegs neuen Menschen zu begegnen
20 Kilogramm weniger – und der Butterpos
Wie man seine Angehörigen und sich vor Streitigkeiten schützt
Unterwegs auf Datingportalen
Vom Sinn des Ballastabwerfens
Von Energieräubern und vom Grenzen-setzen
Eine Krise ist kein Scheitern!
Mein Neuanfang in Dankbarkeit
Danksagung
Sören Bauer


6. SEPTEMBER 2022 UM 10:37 UHR


Der September 2022 war ein wunderschöner, noch sehr sommerlicher Monat. Die Sonne schien fast jeden Tag. Die Stimmung im Lande war zunehmend gut. Alle erholten sich nach und nach von der zurückliegenden Zeit der Coronapandemie, die für die meisten sehr kräftezehrend und beängstigend gewesen war. Für mich als jemand, dessen Business es ist, Netzwerke und hochkarätige Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen, war die Pandemiezeit sehr anstrengend gewesen. Denn ich fühlte mich damals zwei Jahre lang in meiner beruflichen Existenz bedroht. Und wenn meine Existenz bedroht ist, dann ist es auch die meiner Familie.

Wir alle erinnern uns an diese beängstigende Zeit – an die Angst, an Corona zu erkranken und möglicherweise zu sterben und an die daraus resultierenden, staatlich verordneten Einschränkungen, die unseren Alltag prägten. Ich hatte die beiden Lockdowns als Berufsverbot empfunden, denn es war mir ja tatsächlich verboten worden, meinen Beruf auszuüben und Geld zu verdienen.

Ich bringe Menschen auf Events zusammen und gehe dabei stets finanziell in Vorleistung, um deren Organisation zu unterstützen. Während der Pandemie, von der damals niemand voraussagen konnte, wie lange sie unser Leben beherrschen würde, konnte ich keine neuen Veranstaltungen planen. Darüber hinaus musste ich auch jene, die bereits aufwendig vorbereitet gewesen waren, von einem Tag zum anderen absagen. Ein Albtraum, an den ich ungern zurückdenke. Ein Albtraum, in dem keiner wusste, wie viele Lockdowns es nach dem ersten noch geben würde.

Würden wir überhaupt jemals wieder unbeschwert und frei Hunderte Menschen in einer Eventlocation zusammenbringen können?

In den Jahren 2020 und 2021 hatten wir jeweils zwei Monate lang Lockdowns. Fast jeder befürchtete, es würde einen dritten geben. Deshalb plante niemand mehr Veranstaltungen, gleichgültig, ob so klein wie eine Vernissage in einer Galerie oder eine Lesung in einer Buchhandlung, für die der Eintritt frei ist, oder ein Konzert in einer Arena oder ein Event wie das von mir organisierte Movie meets Media, für das die Eintrittskarte einige Hundert Euro kostet.

Auch wenn es dann ab Anfang 2022 keinen Lockdown mehr gab, konnte ich im ersten Halbjahr keine Veranstaltungen durchführen, denn diese hätten einer langfristigen Planung und Vorbereitung bedurft. Außerdem herrschten vielerorts noch Maskenpflicht, die Verpflichtung, sich auf Covid testen zu lassen und die negativen Testergebnisse vorzuweisen. Zudem gab es häufig noch Beschränkungen hinsichtlich der maximalen Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen. Aber ich hatte diese in jeglicher Hinsicht beängstigende und kräftezehrende Zeit der Coronapandemie genutzt, um Teile meines Geschäfts umzustrukturieren. Ich war Herausgeber der Zeitschrift Secrets of Success geworden und anderes mehr.

In der zweiten Jahreshälfte 2022 war ich mit meiner Firma wieder mit den ersten aufwendig organisierten Veranstaltungen am Start. Ich stellte jedoch fest, dass die Menschen sehr unterschiedliche Einstellungen hatten, als es endlich wieder möglich war, auszugehen, Konzerte zu besuchen, Partyeinladungen anzunehmen oder öffentliche Veranstaltungen und Events, wie die, die ich organisiere, zu besuchen. Es gab viele Leute, die meinten: »Ich würde gern ausgehen, aber ich kann es mir nach den Jahren der Einschränkungen durch die Pandemie leider finanziell nicht leisten.« Andere hatten keine Zeit, sich amüsieren zu gehen, weil sie nach der Phase der beruflichen Untätigkeit, zu der sie verdammt worden waren, einiges aufzuholen hatten. Es gab außerdem eine Gruppe Menschen, die das Geld und die Zeit gehabt hätten, auf schöne Events zu gehen, die sich aber aus Sorge, sich mit Corona zu infizieren, nicht trauten, dies zu tun. Ich kenne Leute, die sogar in ihren eigenen vier Wänden Masken trugen. Öfter bekam ich zu hören: »Um Himmels willen, du planst Veranstaltungen? Willst du uns alle umbringen?«

Aber dann erlebten wir alle diesen wunderschönen Sommer 2022. Wir hielten uns viel draußen auf, waren inzwischen fast alle mehrmals geimpft worden und genossen zunehmend die Freiheit, wieder nach vorn zu schauen.

Auch ich erholte mich etwas von der existenzbedrohenden Zeit und startete hoch motiviert durch, um wieder meinem Kerngeschäft nachzugehen und Netzwerke durch hochkarätig gestaltete Events aufzubauen. Ich verwendete außerdem viel Kraft und Zeit darauf, meinen kurz vor der Pandemie gegründeten Face-Club zum wirklichen Leben zu erwecken.

Face-Club ist weit mehr als nur ein Portal für Menschen, die online netzwerken möchten. Es lebt davon, dass die Mitglieder die Gelegenheit haben, sich im realen Leben zu begegnen, auf Veranstaltungen meines Unternehmens neue Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und, falls gewollt, auch miteinander zu verbinden. Das Interesse daran stieg zusehends. Ich war zuversichtlich, dass meine Geschäfte bald wieder genauso gut laufen würden wie vor der Pandemie.

Am ersten Septemberwochenende fand in Berlin endlich wieder meine bekannte Veranstaltung Movie meets Media statt.

Normalerweise begleitete mich meine Frau zu jedem dieser Events, die ich seit über 20 Jahren durchführe. Doch sie hatte sich erkältet und schlug vor, dass ich statt ihrer unsere Tochter mitnehmen solle. Da es sich bei der Veranstaltung um ein Networking-Event mit rotem Teppich und vielen Prominenten und Celebritys handelt, war meine Tochter natürlich sofort dabei. Wir verbrachten ein schönes, langes Wochenende in Berlin.

Mein Event war nach der langen Zwangspause begeistert aufgenommen worden, die Leute hatten gefeiert, als gebe es kein Morgen.

Sehr zufrieden und hoch motiviert, die nächsten Veranstaltungen zu planen, fuhr ich am Montagabend mit meiner Tochter nach Hamburg zurück.

Am Dienstagmorgen schlief ich aus. Als ich mich an den Frühstückstisch setzte, waren meine Kinder bereits in der Schule. Ich bestrich mir ein Brot dick mit Marmelade und goss mir Kaffee ein, den ich wie üblich mit mehreren Löffeln Zucker gesüßt trank.

Meine Frau kam ins Wohnzimmer und begrüßte mich mit einem »Guten Morgen!«.

Ich fragte sie, ob es ihr inzwischen gesundheitlich besser ginge.

»Nein«, antwortete sie. »Nicht wirklich. Ich habe einen Kloß im Hals.«

Ich blickte sie irritiert an. »Was für einen Kloß?«, fragte ich und fühlte mich bereits in diesem Augenblick alarmiert.

»Ich muss mit dir reden«, sagte meine Frau.

Mein Herz geriet aus dem Gleichgewicht. Ich hatte das Gefühl, es würde in meinem Körper gesprengt.

»Ich muss mit dir reden« – ich hatte eine Ahnung, dass Gespräche, die mit diesem Satz angekündigt werden, niemals gut enden. Fragen durchkreuzten wie Blitze mein Gehirn: Hat meine Frau eine schwere Erkrankung? Oder möchte sie mir sagen, dass eines unserer Kinder ernsthaft krank ist? Hatte eines meiner Kinder einen Unfall gehabt? Oder verlieren wir unseren kompletten finanziellen Wohlstand? Ich stieß in diesem Moment aber auch schon ein Stoßgebet aus: Bitte lass meine Frau nicht sagen, dass sie die Trennung möchte.

»Was ist los?«, fragte ich angstvoll.

Meine Frau antwortete: »Ich liebe dich nicht mehr. Ich will die Trennung.«

Ich erinnere mich daran, dass ich einfach nur dasaß und mir von diesem Moment an vorkam, als würde ich mir selbst in einem Film zuschauen. In einem falschen Film. Oder befand ich mich in einem Albtraum, aus dem ich dringend aufwachen musste?

Ich starrte meine Frau an. Ich blickte auf das Marmeladenbrot auf meinem Teller. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ob ich etwas gesagt habe. Ich glaube, ich war stumm. Ich fühlte mich, als wäre mir ein Blitz ins Gehirn gefahren und als hätte ich zugleich einen Herzinfarkt, einen Gehirnschlag und einen Hörsturz. »Ich liebe dich nicht mehr. Ich will die Trennung.« Das hatte ich nicht hören wollen! »Ich liebe dich nicht mehr.« Das klang endgültig. »Ich will die Trennung.« Das klang entschlossen. Das begriff ich in diesen Sekunden, auch wenn ich ansonsten nichts begriff.

Wie konnte es sein, dass wir nach 20 glücklichen Jahren von einer Stunde zur anderen nicht mehr zusammen sein sollten? Hätte man mich am selben Morgen, eine Stunde vor der Mitteilung meiner Frau, gefragt, ob es wahrscheinlicher wäre, dass wir uns eines Tages trennen oder dass bei uns der Blitz einschlägt, hätte ich mit Überzeugung geantwortet, dass es wahrscheinlicher ist, dass ein Blitz einschlägt.»Ich liebe dich nicht mehr. Ich will die Trennung« fuhr nun wie ein starker Blitz in meinen Körper und in mein Gehirn. Ich redete schließlich irgendetwas. Ich bettelte meine Frau nicht darum an, bei mir zu bleiben, aber ich musste mich sehr zusammenreißen, es nicht zu tun.

Als ich aufstand, wankte ich. Ich berührte zärtlich die Hand meiner Frau. Sie schüttelte sacht den Kopf.

Wie unter Schock ging ich zur Arbeit ins Büro, das damals noch auf der gegenüberliegenden Seite unseres Wohnhauses lag.

Ich war sicher, dass ich mich in einem Albtraum befand. Und ich hoffte, gleich daraus zu erwachen. Doch das tat ich nicht. Ich blieb unter Schock. Seither weiß ich, dass sehr schlechte Nachrichten schwere Schocks auslösen können.

Was ich gelernt habe

Ein Schock kann durch eine sehr schlechte Nachricht hervorgerufen werden, etwa durch den Verlust eines geliebten Menschen, eine schwerwiegende Diagnose oder andere belastende Informationen. Es handelt sich dabei um eine körperliche und psychische Reaktion auf ein unerwartetes, oft traumatisches Ereignis, das auch emotionale Symptome wie zum Beispiel Angst, Verwirrung, Taubheit, Schwindel, Traurigkeit, Überempfindlichkeit, Konzentrationsstörungen oder sogar...


Bauer, Sören
Sören Bauer führt seit fast drei Jahrzehnten eine erfolgreiche Agentur und organisierte 25 Jahre lang das renommierte Event "Movie meets Media", eines der gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres. In seiner Arbeit vereint er starke Marken mit bekannten Gesichtern und verbindet Business mit Vergnügen. Sören Bauer ist Gründer von EuroMinds, einem bedeutenden Wirtschaftsgipfel, der jährlich in Hamburg veranstaltet wird, und stiftet zudem den deutschen Sportjournalistenpreis. Seit 2019 betreibt er das Netzwerk Face-Club.

Sören Bauer führt seit fast drei Jahrzehnten eine erfolgreiche Agentur und organisierte 25 Jahre lang das renommierte Event "Movie meets Media", eines der gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres. In seiner Arbeit vereint er starke Marken mit bekannten Gesichtern und verbindet Business mit Vergnügen. Sören Bauer ist Gründer von EuroMinds, einem bedeutenden Wirtschaftsgipfel, der jährlich in Hamburg veranstaltet wird, und stiftet zudem den deutschen Sportjournalistenpreis. Seit 2019 betreibt er das Netzwerk Face-Club.



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