Bauer | Cologne Spirit | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 264 Seiten

Bauer Cologne Spirit

Ein spiritueller Roman für alle, die immer noch glauben, sie wären nicht spirituell.
2. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7357-4909-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Ein spiritueller Roman für alle, die immer noch glauben, sie wären nicht spirituell.

E-Book, Deutsch, 264 Seiten

ISBN: 978-3-7357-4909-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein kleiner, 12-jähriger Junge, wächst im brasilianischen Regenwald zum Schamanen seines Dorfes heran. Seine "Gabe" ermöglicht es ihm, später, in der zivilisierten Welt, Seminare zu halten und so seine Heilmethode einzusetzen. Verena Fischer wird von einem Menschenhändlerring entführt, um mit ihren Fähigkeiten die an MS erkrankte Frau des Chefs dieser Menschenmafia zu heilen. Von der Polizei allein gelassen, versucht Verenas Freund Marc, mit Hilfe seiner Freunde, Vreni zu befreien. Dieses neuartige Romankonzept verbindet ein spirituelles Sachthema, Quantenheilung, mit einer Krimihandlung und einer Prise Kölner Lokalkolorit. Wer sich für alternative Heilmethoden interessiert und gleichzeitig unterhalten werden möchte, ist hier genau richtig!

Michael Bauer, 1962 in Köln-Lindenthal geboren, entdeckte seine Leidenschaft fürs Schreiben schon früh. Allerdings beschränkte er sich in jungen Jahren darauf, mal nette und mal böse Briefe zu schreiben, spielte jedoch schon immer gerne mit dem 'Instrument Sprache' in seinen Formulierungen. Nach Erreichen der Fachhochschulreife entschied er sich, mehr oder weniger zufällig, für einen technischen Beruf. Einige Jahre später bildete er sich privat und berufsbegleitend zum Industriemeister der Fachrichtung Druck weiter und legte vor der IHK-Köln erfolgreich seine Prüfung ab. Nach insgesamt 27 Jahren im graphischen Gewerbe, mit allen Höhen und Tiefen, orientierte er sich beruflich radikal um. Er hatte (endlich) erkannt, dass sein erlernter Beruf nicht seiner 'Berufung' entsprach. Es folgten etliche Versuche des beruflichen Neustarts in diversen Branchen und Bereichen. Letztlich entschied er sich auf Anraten seines privaten Umfelds, und auch aus eigener Überzeugung, für den Quereinstieg in den Lehrerberuf. Erst seine Lebensgefährtin, die er im Sommer 2011 kennenlernte, entfachte in ihm wieder die Lust am Schreiben. Sie war es auch, die ihn an dieses spezielle und spirituelle Thema heranführte, um das es in seinem Roman COLOGNE SPIRIT geht. Quantenheilung. Aktuell arbeitet der Autor als Lehrkraft im Raum Köln.
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Kapitel 5 (Das Seminar)


Das Pärchen auf der Bühne leitete nun so langsam aber sicher das Ende ihres Seminars ein.

Seit mehr als vier Stunden schon standen die beiden dort oben und erklärten ihrem Publikum die Vorgänge, die nach ihrer Methode eine Selbstheilung auslösen konnten, um im Anschluss das eben Gehörte, praktisch zu erfahren und in die Tat umzusetzen.

Sie hatten fast alle überzeugen können, dass ihre Methode tatsächlich auch funktionierte. Vollkommen nebenwirkungsfrei, ohne jegliche Medikation.

Dennoch hatte wohl nur ein kleiner Bruchteil aller Teilnehmer nach diesem Seminar eine konkrete Vorstellung davon, was dieser ganze ‚Zauber‘ wirklich bewirkte und wie er funktionierte. Paul gehörte jedenfalls nicht dazu.

Ca. fünfzehn der achtzig Seminarteilnehmer ließen sich abwechselnd von Verena oder Marc auf der kleinen Bühne des Bruno-Saals ‚behandeln‘.

Vor aller Augen. Sie verließen die Bühne danach, wie Pauls langjährige Freundin Hilde, geheilt.

Nachdem das Seminar beendet war, hatten die meisten nach und nach den Saal verlassen. Etwa zehn oder elf der Teilnehmer jedoch bewegten sich noch einmal zur Bühne, teils um sich bei Verena und Marc zu bedanken, teils weil sie noch Fragen hatten, auf die sie unbedingt noch Antworten brauchten. Das war eigentlich nach jedem Seminar der Fall.

Paul saß noch so lange auf seinem Stuhl, bis der letzte Fragende die Bühne endlich räumte. Dann stand er auf.

Er betrat zielstrebig die Bühne, auf der die beiden Dozenten ihre Utensilien zusammen räumten. Seine erste Intention war eigentlich, Licht ins Dunkel zu bringen, zu entlarven, die beiden zur Rede zu stellen, diese Scharlatanerie aufzudecken.

Jeder der Seminarteilnehmer hatte vorab 195,- € Kursgebühr entrichtet. Auch Paul.

195 x 80 : 2 = 7800,- Euronen. Pro Nase.

7800 : 5 (Std.) = 1560 € Stundenlohn. WOW!! Dafür musste Paul eine Menge Sprechstunden abliefern.

Betrügerpack! Paul war neidisch. Und aufgebracht.

Verena und Marc wendeten sich dem sichtbar échauffierten Paul zu, dessen Gesichtsfarbe zartrosa schon überschritten hatte, und lächelten ihn, vom Seminar etwas erschöpft, trotzdem freundlich und warmherzig an.

Das genügte bereits, um Pauls Blutdruck wieder in normale Regionen zu lenken.

Als Paul dann direkt vor den beiden stand, gab es schon wieder zartrosa.

Eigentlich war Paul Adams kein Mensch, der ein Blatt vor den Mund nahm. Vor allem hatte er als seit über 30 Jahren praktizierender Arzt längst gelernt, dass es nur sehr selten Sinn machte, den Menschen nicht sofort die Wahrheit zu sagen.

In diesem besonderen Moment jedoch, und Paul hatte nicht den Schimmer einer Ahnung, warum dieser Moment ein ganz besonderer für ihn werden würde, scheute er sich, sofort -auf die Pauke- zu hauen. Insgeheim wunderte er sich über sich selbst, wusste aber nicht warum.

Hilde, die ihm gefolgt war und jetzt kurz hinter ihm stand, kannte Paul zwar gut, war sich aber nicht so ganz im Klaren darüber, weshalb Paul gewartet hatte, bis alle gegangen waren, um schnurstracks auf die Bühne des Bruno-Saals zuzusteuern.

In Pauls Gesicht zeichnete sich eine undefinierbare Mischung aus Skepsis, Zorn, Unglaube, Neid und Angriffslust ab.

Aber Hildegard war ganz und gar aus dem Häuschen – und begeistert. Sie hatte in diesem Moment keinen klaren Blick für Pauls Gesichtsausdruck und wirkte auf einmal wie um mindestens zehn Jahre verjüngt.

Als Paul die wenigen Stufen zur Bühne betrat, konnte sie ihn von der Seite her ansehen und bemerkte die Erregung in seinem Gesicht. Jetzt hatte Hilde eine Vermutung. Sollte sie versuchen, ihn von seinem Vorhaben abzubringen oder ihn gewähren lassen? Hildegard Moeltgens entschied sich in Sekundenbruchteilen für Letzteres.

So sehr sie auch Paul als Freund und Arzt schätzte und mochte, sollte er doch ruhig auch noch mal etwas dazulernen – der alte Stoffel.

Dr. Paul Adams konnte man kein O für ein U verkaufen. Er gehörte hundertprozentig in die Gruppe der Berufsskeptiker, er wusste das von sich und er war stolz darauf.

Wer Paul überzeugen wollte, brauchte verdammt gute und stichhaltige Argumente! Einwandfrei belegbare Argumente.

Und am besten auch noch welche zum Anfassen. Paul war wissenschaftsgläubig bis in die wenigen, grauen Haarspitzen, die er noch hatte.

Paul Adams würde sehr bald etwas Neues dazulernen.

*

Verena Fischer, 47, mochte Kinder schon, als sie selbst noch eins war. Sie beendete ihre Schullaufbahn mit eher mäßigem Erfolg, aber das war ihr völlig egal. Hauptsache fertig, Hauptsache raus da. Verena, -Vreni-, war als Jugendliche und bis weit in ihre Zwanziger ein kleiner Rebell. Blond, hübsch, sportlich und ziemlich aufmüpfig. Kaum jemand, der sich freiwillig mit ihr anlegte. Lieber einmal mehr mit dem Kopf durch die Wand, als einmal zu wenig. Sie schaffte es nur bis zur Marke von exakt 1,60 Metern zu wachsen, hatte aber das Selbstvertrauen von 1,95 Metern und Energie wie ein Duracell-Häschen.

Ihre Freunde schätzten sie aber nicht nur für ihren Mut in allen Lebenslagen und ihr burschikoses Auftreten, sondern noch viel mehr, weil sie auch ein sehr sensibler Mensch sein konnte, der für alles einen klaren Blick hatte und immer mit Rat und Tat zur Seite stand.

Die Liebe zu Kindern brachte sie mehr oder weniger automatisch zu einer Ausbildung als Kinderkrankenschwester. Nach ihrer Ausbildung, immer noch kleiner Rebell, lernte sie ihren ersten Mann kennen und bekam in den Jahren danach zwei Kinder von ihm. Tochter und Sohn.

Nach der Geburt des Sohnes fing es in ihrer Ehe an zu kriseln. Als der Kleine drei Jahre alt war, trennte sich Vreni von ihrem Mann und zog die Kinder alleine groß.

Damit war der weitere Weg des kleinen Rebells vorgezeichnet.

*

Marc Frommes, 51, kam ursprünglich aus einer ganz anderen Branche. Er war nie der Rebell. Nach einer irgendwie ‚normalen‘ Jugend- und Schulzeit, begann er zunächst eine Ausbildung zum Speditionskaufmann. Aus Verlegenheit. Wie soll man auch mit 18 Jahren wissen was man will? Es sind wohl die wenigsten, die das auf die Reihe bekommen und er gehörte nun mal nicht dazu.

Marc fühlte sich in diesem Laden nur als billige Arbeitskraft ausgenutzt. Die Spedition machte ihre Umsätze mit Pkw-Verschiffung und Möbeltransporten, sowie Umzügen in alle Welt. Da Marc ein kräftiges Kerlchen war, saß er in den ersten vier Wochen nur auf dem Lkw und schleppte Möbel von Diplomaten durch die Gegend.

In der fünften Woche durfte er das erste Mal ein Telex [1] vom Gerät abreißen und es sogar abheften.

Mit der hübschen Tochter des Chefs flirten, durfte er natürlich nicht. Er bekam einen Rieseneinlauf und war von da an beim Chef schon unten durch.

Nach nur sechs Wochen brach er die Ausbildung ab.

Durch einen Freund geriet er als Aushilfe an eine Kölner Druckerei und arbeitete dort zunächst als Fachhilfskraft (das nannte man damals so), da er im laufenden Jahr keine andere Ausbildungsstelle mehr antreten konnte. Der Job war ok, die Bezahlung mehr als gut.

Man bot ihm eine Ausbildung zum Drucker an und so machte Marc ‚Karriere‘ im graphischen Gewerbe. Als der gesamte Konzern, -Verlag und Druckerei-, in Insolvenz ging, hatte Marc schon fast 30 Lebensjahre investiert. Die letzten zehn dieser 30 Jahre hätte er sich schenken können. Dies erkannte er aber erst viel zu spät. Dass dieser Beruf nicht seiner ‚Berufung‘ entsprach, zeichnete sich für Marc erst ab, als er nach einem erfolglosen Versuch in die Selbständigkeit vor der Pleite stand. Marc nahm sich eine „Auszeit“ und ging für ein halbes Jahr nach Australien.

Umdenken war angesagt.

Neue Wege gehen.

*

Verena hatte schon immer eine spirituelle Ader. Schon als Kind. Als das Leben ihr diktierte, ihre Kinder allein aufziehen zu müssen, begann sie zu malen und beschäftigte sich immer öfter mit ihren ‚anderen‘ Fähigkeiten. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und versuchte sich in heilpraktischer, psychotherapeutischer Beratung.

Mit der Zeit erarbeitete sie sich so einen kleinen Stamm von Klienten, der sich langsam aber stetig erweiterte. Ihre Beratungen wurden sehr geschätzt und dies gab ihr den Anstoß, ihr spirituelles Wissen ständig zu vergrößern.

Ihr übriges Leben ließ ihr jedoch nicht die nötige Zeit, sich völlig darauf einzulassen.

Freundinnen, die sich in ähnlichen Sphären bewegten, gaben mittlerweile Seminare zu allen denkbaren spirituellen Themen und ließen sich sehr gerne von Vreni beraten.

Teilweise gaben sie diese Seminare zusammen mit Vreni, profitierten von ihrem Wissen, um sie dann, peu á peu, wieder loszuwerden. Wer teilt schon gerne seine Einnahmen? So sehr Rebell sie damals auch war, Verena hatte heute das Problem, selbst und allein nicht vor einer Gruppe reden zu können. Sie konnte ihre Ängste dahingehend kaum benennen, sie sich selbst nicht ausreichend erklären. So überließ Vreni das Feld der Seminare anderen.

Verena und Marc lernten sich im Sommer 2011 kennen. Im Juli. Internet...



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