Baschera / Moser | Petrus Martyr Vermigli. Kommentar Zur Nikomachischen Ethik Des Aristoteles | Buch | 978-90-04-21873-4 | sack.de

Buch, Deutsch, Latin, Band 158/1, 692 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 240 mm, Gewicht: 1355 g

Reihe: Studies in Medieval and Reformation Traditions / Texts and Sources

Baschera / Moser

Petrus Martyr Vermigli. Kommentar Zur Nikomachischen Ethik Des Aristoteles

Buch, Deutsch, Latin, Band 158/1, 692 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 240 mm, Gewicht: 1355 g

Reihe: Studies in Medieval and Reformation Traditions / Texts and Sources

ISBN: 978-90-04-21873-4
Verlag: Brill


Aristotelianism, Aristotle, Ethics, Reformation, Reformed Protestantism, Vermigli, Strasbourg, Zurich.
Baschera / Moser Petrus Martyr Vermigli. Kommentar Zur Nikomachischen Ethik Des Aristoteles jetzt bestellen!

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Einleitung. 1
1. Zur Entstehung und Druckgeschichte von Vermiglis
Kommentar zur Nikomachischen Ethik. 1
1.1 Die Straßburger Vorlesungen (1553–1556). 1
1.2 Die posthume Erstausgabe in Zürich (1563). 2
1.3 Die weiteren Ausgaben: Zürich (1582) und Lich (1598). 5
2. Die Übersetzungen und Kommentare zur Nikomachischen
Ethik im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. 6
3. Zur Hermeneutik Vermiglis. 15
3.1 Kommentarstruktur und Auslegungsebenen. 15
3.2 Quellen. 19
4. Druckbeschreibungen. 24
4.1 Zürich: Christoph Froschauer d. J., 1563 (Z1). 24
4.2 Zürich: Christoph Froschauer d. J., 1582 (Z2). 26
4.3 Lich: Nikolaus Erben, 1598. 28
5. Editionsrichtlinien und Benutzungshinweise. 32
Edition. 35
Praefatio. 37
Liber I. 43
[Introductio]. 43
Caput I. 58
Caput II. 84
Caput III. 101
Caput IIII. 135
Caput V. 162
Caput VI. 216
Caput VII. 266
Caput VIII. 299
Caput IX. 328
Caput X. 347
viii inhalt
Caput XI. 373
Caput XII. 381
Caput XIII. 389
Liber II. 421
Caput I. 421
Caput II. 437
Caput III. 449
Caput IIII. 474
Caput V. 483
Caput VI. 490
Caput VII. 510
Caput VIII. 526
Caput IX. 531
Liber III. 543
Caput I. 543
Caput II. 582
Index rerum et verborum. 597
Bibliographie. 651
1. Quellen. 651
2. Lexika, Enzyklopädien, Bibliographien, Reihen,
Quellensammlungen und weitere Nachschlagewerke. 665
3. Literatur. 668
Bibelstellenregister. 673
Quellenregister. 679
Personenregister. 683


EINLEITUNG
1. Zur Entstehung und Druckgeschichte von Vermiglis
Kommentar zur Nikomachischen Ethik
1.1 Die Straßburger Vorlesungen (1553–1556)
Petrus Martyr Vermiglis Kommentar zur Nikomachischen Ethik erschien
zwar erst posthum im Jahre 1563 in Zürich, seine Ursprünge
reichen aber zurück in die Zeit von Vermiglis zweitem Straßburger
Aufenthalt. Als im Herbst 1553 Vermiglis Position als Regius Professor
der Theologie in Oxford infolge der Thronbesteigung Marias I. Tudor
unhaltbar wurde, fand er erneut – wie 1542 nach seiner Flucht aus
Italien – Zuflucht in Straßburg und ein Auskommen als Professor an
der dortigen Hohen Schule.1 Zusammen mit seinem Freund Girolamo
Zanchi übernahm Vermigli die Vorlesungen über die Bücher des Alten
Testaments. Während Zanchi Jesaja und später Hosea auslegte, widmete
sich Vermigli dem Richterbuch.2 Neben den theologisch-exegetischen
Vorlesungen waren für die oberen Klassen in dem 1538 von
Johannes Sturm konzipierten Organisations- und Lehrplan der Straßburger
Hohen Schule auch Lektionen über die Werke des Aristoteles
vorgesehen,3 die in Ermangelung einer entsprechenden Lehrkraft
ebenfalls den beiden italienischen Refugianten aufgetragen wurden.
Zanchi dozierte entsprechend neben seinen alttestamentlichen Vorlesungen
über Aristoteles’ Physik,4 und Vermigli machte es sich zur Auf-
gabe, seinen Studenten die Nikomachische Ethik des Stagiriten zu erklären.
In den zweieinhalb Jahren bis zu seinem Wechsel nach Zürich5
im Juli 1556 behandelte Vermigli in Straßburg so die beiden ersten
Bücher und die ersten zwei Kapitel des dritten Buches der Nikomachischen
Ethik.
1.2 Die posthume Erstausgabe in Zürich (1563)
Da in Zürich bereits Konrad Gessner über Aristoteles las, führte Vermigli
seine Ethikvorlesungen nicht weiter und konzentrierte sich stattdessen
ganz auf die Bibelexegese. Die Materialien zu seinen Straßburger
Aristotelesvorlesungen blieben ungedruckt. Nach Vermiglis Ableben
im November 1562 wurde aber von verschiedener Seite der
Wunsch geäußert, dass dieses unveröffentlichte Material publiziert
würde. In der Folge nahm es Vermiglis ehemaliger persönlicher Sekretär,
Giulio Santerenziano (Julius Terentianus), auf sich, Vermiglis
nachgelassene Notizen zusammenzutragen, diese mit Vorlesungsmitschriften
ehemaliger Studenten zu kollationieren und das Resultat seiner
Bemühungen schließlich in Form eines fortlaufenden Kommentars
herauszugeben.6 Das Werk verließ im Jahre 1563 die Druckerpresse
von Christoph Froschauer d. J. unter dem Titel In primum, secundum et
initium tertii libri ethicorum Aristotelis ad Nicomachum [.] Petri Martyris Vermilii
commentarius.7
Vermiglis eigenhändige Manuskripte, auf die sich Santerenziano gemäß
eigener Angabe8 stützen konnte, sind verschollen. Sie wurden
wohl nach ihrer Publikation nicht weiter aufbewahrt. Unklar bleibt
ferner, von wem Santerenziano die Mitschriften der Straßburger Vorlesungen
zur Textrekonstruktion erhalten hatte. Zu vermuten ist, dass
er diese von ehemaligen, inzwischen in ihre Heimatstadt zurückgekehrten
Zürcher Studenten bekam.9
Der Herausgeber Giulio Santerenziano war Vermiglis Schüler in
Lucca gewesen und folgte diesem 1542 ins Exil, wo er Vermigli in den
darauffolgenden 20 Jahren als getreuer famulus beistand.10 Von Vermigli
eher als ein Sohn denn als ein bloßer »Diener« betrachtet,11
knüpfte Santerenziano während des Aufenthalts in Oxford 1547–1553
enge Kontakte zu jungen englischen Theologen, die nach der Thronbesteigung
Elisabeths I. wichtige Positionen in der Kirche Englands
einnahmen. Besonders freundlich scheinen die Beziehungen zum künf
tigen Bischof von Salisbury John Jewel12 (1522–1571) gewesen zu sein,
welcher seinen alten Freund Giulio in einem Brief an Josias Simler13
(1530–1576) aus dem Jahre 1559 auf frivole Weise karikiert.14 Infolge
seiner engen Beziehungen zu England diente Santerenziano auch später
als Bote und Vermittler zwischen der Zürcher und der englischen
Kirche. A


ENGLISH

Christian Moser, PhD (2008) in Theology, is Oberassistent at the Institute of Swiss Reformation History, University of Zurich.

Luca Baschera, PhD (2008) in Philosophy, is Research Fellow at the Institute of Swiss Reformation History, University of Zurich.

DEUTSCH

Christian Moser, Dr. theol. (2008), ist Oberassistent am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte, Universität Zürich.

Luca Baschera, Dr. phil. (2008), ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte, Universität Zürich.


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