Barnes | The Grandest Game – Ein Inheritance-Games-Roman | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 384 Seiten

Reihe: Die The-Grandest-Game-Reihe

Barnes The Grandest Game – Ein Inheritance-Games-Roman

Die grandiose Spin-Off-Serie zur Bestsellersensation »The Inheritance Games«
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-641-30964-0
Verlag: cbt
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die grandiose Spin-Off-Serie zur Bestsellersensation »The Inheritance Games«

E-Book, Deutsch, Band 1, 384 Seiten

Reihe: Die The-Grandest-Game-Reihe

ISBN: 978-3-641-30964-0
Verlag: cbt
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine Familie – Unzählige Geheimnisse – Ein Spiel um Millionen

Nachdem Avery Grambs das milliardenschwere Erbe der Familie Hawthorne angetreten hat, ruft sie einen jährlichen Wettbewerb der besonderen Art auf. Jeder der geladenen sieben Teilnehmer soll die Chance bekommen, Millionen zu gewinnen. Abgeschieden auf einer Privatinsel der Hawthornes stellen sie sich dem exklusiven Wettbewerb. Doch die Geheimnisse, die dabei ans Licht kommen, erschüttern nicht nur das Leben der Mitspieler, sondern auch das der Hawthorne-Brüder und Averys ...
Von Millionen Fans weltweit atemlos erwartet: Die Fortsetzung zur Thriller-Bestsellersensation »The Inheritance Games« und eine Begegnung mit den Lieblingscharakteren

Die »The Inheritance Games«-Reihe:
The Inheritance Games (Band 1)
The Inheritance Games – Das Spiel geht weiter (Band 2)
The Inheritance Games – Der letzte Schachzug (Band 3)
The Brothers Hawthorne (Band 4)
Games Untold (Stories, Band 5)
The Grandest Game (Spin-Off Band 1)
Glorious Rivals (Spin-Off Band 2)

Jennifer Lynn Barnes hat bereits mehr als 20 hochgelobte Jugendromane geschrieben und damit die Spiegel-Bestsellerliste erklommen. Sie war Fulbright-Stipendiatin und studierte Psychologie, Psychiatrie und Kognitionsforschung. Ihren Abschluss machte sie an der Yale University und arbeitete als Professorin für Psychologie und Kreatives Schreiben, bevor sie sich ausschließlich ihrem eigenen Schreiben widmete.

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Kapitel 12 


Rohan

Rohan inspizierte den Hinweis, den er entdeckt hatte. Am Fuß eines Fahnenmastes am westlichen Zipfel der Insel hatte er eine massive Metallkette gefunden, die mit einem Vorhängeschloss aus glänzendem Platin um die Stange befestigt war. Das Schloss verfügte über keinerlei Schlüsselloch, kein Kombinationsschloss, nichts, was es erlaubt hätte, es zu öffnen. Lediglich ein Satz war in schnörkeliger Schrift in die Platinoberfläche graviert worden.

Rohan kannte die Worte – sie waren der Beginn eines berühmten Gedichts. Worin also bestand der Hinweis, der Tipp, der Vorteil, den derjenige erhielt, der das hier fand? Unaufgeregt ging er im Kopf die Möglichkeiten durch: der Name des Dichters, ; das Gedicht selbst, das sich um die Vorstellung dreht, dass die Menschen von Natur aus miteinander verbunden sind.

sprang Rohan im Geiste zum Ende des Gedichts vor.

Tief in Rohans Bewusstsein erklang ein Alarm: Er hatte seine Sinne seit jeher darauf trainiert, genau so zu funktionieren, wie er es brauchte. Selbst wenn seine Gedanken ganz woanders waren, lauschten seine Ohren, blieb sein Körper ständig wachsam. Schritte waren nie bloß Schritte. Sie waren Hinweise, die ihm etwas verrieten – und Rohan war ein Experte darin, Menschen zu lesen.

Lautlos legte er das Schloss ab und zog sich heimlich, still und leise ins Unterholz zurück. Er selbst hatte sich die Worte bereits eingeprägt, doch die Reaktion eines anderen Spielers auf den Fund zu beobachten, würde ihm womöglich mehr verraten als ein Kampf darum.

Innerhalb von Sekunden tauchte die Besitzerin der weich besohlten Schuhe mit ihrem forschen Schritt auf. Ihr langes silberblondes Haar war zu zwei strengen Zöpfen geflochten, die ihren Kopf seitlich umkränzten wie eine Lorbeerkrone und sich hinten zu einem dickeren Zopf vereinten, der wie ein goldenes Seil über ihren Rücken hing.

Rohan waren die Basics zu ihrer Person bereits bekannt: achtzehn Jahre alt, College-Basketballspielerin, Ruf einer Eiskönigin, Grayson Hawthornes Halbschwester.

, fragte Rohan stumm.

Savannah steuerte mit bemerkenswerter Geschwindigkeit auf das Schloss zu. Sie las den Hinweis. Die meisten Leute hätten innegehalten, um darüber nachzugrübeln, doch eine winzige Verlagerung ihres Gewichts verriet Rohan, dass sie nicht wie die war.

Er sah ihre nächste Bewegung kommen, bevor sie sie vollführte.

Sie ließ den Arm unter die Kette gleiten, schlang sie über ihre Schulter und begann zu klettern. An der Spitze des Fahnenmasts hing keine Flagge – nichts, was Savannah Grayson dort vorfinden könnte. Vielmehr war sie dabei, das Schloss – samt Kette – vom Mast zu ziehen.

Dem fünfzehn Meter hohen Mast.

Savannah kletterte, wie sie ging – mit Entschlossenheit. , dachte Rohan. Ihre Arme waren stark, ihre Ausdauer beeindruckend. Angezogen von dieser Entschlossenheit, diesem Zorn, dieser Ausdauer, trat Rohan aus seinem Versteck hervor. Die Fahnenstange war stabil genug, um ihrer beider Gewicht zu halten.

Rohan konnte sich keine schlechtere Art denken, jemandes Bekanntschaft zu machen.

Savannah befand sich auf halber Höhe, als sie merkte, dass sie Gesellschaft hatte. Ihr Blick verweilte nicht auf ihm. Sie kletterte entschiedener, schneller, doch Rohan hatte ihr gute zehn Zentimeter Körpergröße, eine halbe Armlänge und ein ganzes Leben im Devil’s Mercy voraus.

Schon bald griffen seine Hände die Stange über der Höhe ihrer Knöchel, wobei seine Finger ihre Schienbeine streiften. Eine Sekunde drauf befanden sie sich Kopf an Kopf, beide gleichauf. Etwas in Rohan wollte an ihr vorbeiziehen, um zu sehen, wie sehr sie wiederum zulegen würde, doch in Rohans Welt unterlag Strategie niemals dem . Er hielt sich an ihr Tempo, Hand um Hand, Fuß um Fuß, wobei er seinen Vorteil weder einlöste noch aufgab.

Als sie sich der Spitze näherten, begegneten Savannahs Augen den seinen.

»Schöner Tag zum Klettern«, sagte Rohan.

Sie ließ den Blick über seinen Körper wandern, von Kopf bis Fuß, und hob eine Augenbraue. »Hab schon schönere gesehen.«

Oh, er mochte sie. Rohan hegte eine gewisse Wertschätzung dafür, in seine Schranken verwiesen zu werden. Und für diesen hochmütigen Zug um ihre Lippen, als sie es tat.

»Brauchst du vielleicht Hilfe damit?« Rohan nickte zu der Kette, die sie um die Schulter geschlungen hatte.

»Sieht es so aus, als bräuchte ich Hilfe?« Savannahs Tonfall war absolut unbeirrt, so als befänden sie sich nicht fünfzehn Meter über dem Boden, so als befände sich ihr Körper nicht nur Zentimeter entfernt von Rohans, ihre Beine mehr oder weniger ineinander verschlungen. Sie löste eine Hand vom Mast, hob die Kette von ihrer Schulter und dann über die Spitze der Fahnenstange.

Rohan hatte wissen wollen, wer sie war. Sie hatte es ihm gezeigt.

Als sie es wieder nach unten geschafft hatten, waren sie nicht mehr allein.

Savannah musste offenbar ihr rechtes Bein schonen, als sie neben dem Störenfried auf dem Boden landete.

»Dein Knie, Savannah.« Grayson Hawthorne hatte eine verblüffende Ähnlichkeit mit seiner Halbschwester. Beide hielten sie ihre Emotionen streng unter Verschluss – oder versuchten es zumindest.

Materielle Schlösser waren nicht die einzigen, die Rohan sich beigebracht hatte zu knacken.

»Mir geht’s gut.« Da war ein Anflug von Anspannung in Savannah – nicht in ihrer Stimme oder Miene, aber in dem langen, anmutigen Schwung ihres Nackens.

Jemand hier schien es ganz und gar nicht zu schätzen, auf ihre Schwächen hingewiesen zu werden.

Und jemand anderes wiederum schien es nicht zu schätzen, wie nah Rohan bei seiner Schwester stand.

»Woanders.« Grayson ließ das Wort einen Moment für sich stehen. »Dort«, stellte er für Rohan klar, »möchtest du gerade sein.«

Der Bruder war überbehütend. Die Schwester wollte nicht behütet werden. Ob es ihm nun klar war oder nicht, Grayson hatte Rohan soeben einen Gefallen getan.

»Kommt jetzt die ›Halt dich von meiner Schwester fern‹-Ansprache?« Rohan feixte in Savannahs Richtung. »Er hat recht, Schätzchen. Ich bin eine ganz, ganz üble Idee – außer du bist Hedonistin, dann bin ich sogar eine sehr gute.«

Grayson trat einen einzelnen Schritt vor.

»Halt«, befahl Savannah ihrem Bruder. »Ich komme allein klar.«

»Das sehe ich.« Rohan ließ die Aussage sacken. »Obwohl, zu deines Bruders Verteidigung, gut möglich, dass er einen Groll hegt wegen dieser ganzen Sache mit den Rippen.«

»Rippen?«, wiederholte Savannah.

»Die von Jameson«, stellte Rohan klar. Fraglicher Vorfall hatte vor anderthalb Jahren im Boxring des Devil’s Mercy stattgefunden. »Dabei war das rein freundschaftlich«, fuhr er leichthin fort, »soweit das beim Rippenbrechen eben geht.«

Entgegen seinem Tonfall hatte Rohan es damals nicht genossen. Nur war Jameson Hawthorne einer dieser Menschen, die nicht wussten, wann man liegen blieb.

Grayson Hawthorne hingegen schien über mehr Selbstbeherrschung zu verfügen. Er reagierte nicht auf Rohans Köder und entschied sich stattdessen dafür, den laserscharfen Fokus wieder auf seine Schwester zu richten. »Du hattest vor nicht einmal drei Monaten eine OP. Dein Knie kann bei kaum mehr als achtzig Prozent sein.«

Da war ein Aufflackern von in Savannahs Augen, und einen Moment lang sah Rohan eine Anspannung in ihrem Körper, die weit über ihren Nacken hinausreichte.

.

»Wir beide wissen, dass ich nichts mit achtzig Prozent tue«, erwiderte Savannah.

»Wie das Glück es so will«, sagte Rohan, »ich ebenfalls nicht.«

Savannah richtete den Blick drei volle Sekunden auf seine Augen – was sich so verlockend wie eine Herausforderung anfühlte –, bevor sie in den Wald davonpreschte wie eine Olympionikin, die vom Startblock losschießt.

Rohan genoss es, ihr dabei zuzusehen.

»Es wäre vernünftig von dir«, sagte Grayson, der Tonfall ruhig, die Diktion messerscharf, »dich von meiner Schwester fernzuhalten.«

Rohan überlegte, Grayson das letzte Wort zu lassen. Immerhin war er der Hawthorne, der damit beauftragt war, die Regeln dieses Spiels durchzusetzen, wie auch immer diese Regeln sich gestalten mochten. Ein Rückzieher wäre hier die sicherere Partie.

Doch Rohan hatte eine Theorie, die es zu testen galt, und er war im Leben nicht dort gelandet, wo er war, indem er auf Nummer gespielt hatte.

»Ich würde mich zu gerne von deiner Schwester fernhalten. Tatsächlich von beiden.« Rohan blickte Grayson in die Augen und probierte ein kleines Experiment. »Aber das würde...


Barnes, Jennifer Lynn
Jennifer Lynn Barnes hat bereits mehr als 20 hochgelobte Jugendromane geschrieben und damit die Spiegel-Bestsellerliste erklommen. Sie war Fulbright-Stipendiatin und studierte Psychologie, Psychiatrie und Kognitionsforschung. Ihren Abschluss machte sie an der Yale University und arbeitete als Professorin für Psychologie und Kreatives Schreiben, bevor sie sich ausschließlich ihrem eigenen Schreiben widmete.



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