Barnes | Frischer Wind in Cheltenham | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 387 Seiten

Barnes Frischer Wind in Cheltenham

Ein Cheltenham-Roman - Band 3 |Ein turbulenter Neubeginn zwischen Eseln und Tierpflegern
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98952-160-5
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Ein Cheltenham-Roman - Band 3 |Ein turbulenter Neubeginn zwischen Eseln und Tierpflegern

E-Book, Deutsch, 387 Seiten

ISBN: 978-3-98952-160-5
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Auf einen Neuanfang: Der romantische Wohlfühlroman »Frischer Wind in Cheltenham« von Zoë Barnes als eBook bei dotbooks. Cally steht vor einem Scherbenhaufen: Aus dem Job entlassen, vom Mann betrogen und vor die Tür gesetzt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als zurück zu ihrer Mutter ins beschauliche, aber todlangweilige Cheltenham zu ziehen. Noch dazu ist der einzige Job, den die überzeugte Großstadtpflanze auf die Schnelle finden kann, ausgerechnet im örtlichen Zoo! Dort treiben Cally nicht nur ungezogene Esel und übelriechende Stinktiere in den Wahnsinn, sondern auch der unverschämte Tierpfleger Will. Leider sieht dieser aber auch verboten gut aus und so entwickelt sich für Cally bald ein aufregender Tornado der Gefühle... Oder stellt sich dieser als der dringend nötige frische Wind für einen Neuanfang heraus? »Zoë Barnes kann das richtig gut: Während eigentlich alles den Bach runtergeht, zeigt sie uns die komischen Seiten des Lebens!« Bookshelf Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der humorvolle Liebesroman »Frischer Wind in Cheltenham« von Zoë Barnes ist der dritte Band ihrer Cheltenham-Reihe, deren Einzelbände unabhängig voneinander gelesen werden können. LeserInnen von Manuela Inusa und Anne Barns werden begeistert sein. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Zoë Barnes ist ein Pseudonym der britischen Bestsellerautorin Susan Morgan (1957-2009). Sie wuchs in der Nähe von Liverpool auf und lebte danach lange in der Grafschaft Gloucestershire - genauer gesagt im beschaulichen Cheltenham, wo auch viele ihrer romantischen Komödien spielen. Lange vor Helen Fielding und deren »Bridget Jones« war Susan Morgan eine Wegbereiterin der herrlich britischen, humorvollen Unterhaltungsromane. Sie war außerdem als Übersetzerin erfolgreich und stand in ihrer Freizeit als Mezzosopranistin auf der Bühne. Bei dotbooks erschienen die folgenden Romane von Zoë Barnes: »Du sagst Chaos, ich hör' Hochzeit«, »Wer in den Seilen hängt, kann endlich richtig schaukeln«, »Das Glück spielt die erste Geige, aber ich bin die Dirigentin«, »Lieber voll verliebt als wunschlos glücklich«, »Alte Liebe rostet nicht, aber neue Liebe glänzt«, »Die Braut, die sich was traut«, »Die Insel des geheimen Glücks« und »Auf der Spur der Träume«.
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Kapitel 1


Es kam ihr vor, als hätte es Jahre geregnet, als es endlich aufhörte.

Cally linste in ein Kunststofffass. »Dad«, rief sie über die Schulter, »sind das Pastinakwurzeln oder Linsen?«

Ein großer schlanker Mann trat aus dem Wigwam ans Licht und schob seine Nickelbrille die knochige Nase hoch. Marc Storm sah aus wie ein Schuldirektor auf einer Siebzigerjahre-Party. »Weder noch, das ist angelsächsisches Honigbier – ein Freund hat mir das Rezept besorgt.«

Er fuhr ihr liebevoll durchs Haar, und sie kam sich dabei wieder vor wie als Sechsjährige.

»Dad!« Sie duckte sich weg. »Werd endlich erwachsen.«

»Schrecklicher Gedanke.« Marc senkte die Stimme. »Also – was meint die Expertin?«

Cally verzog das Gesicht. »Um keinen Preis werde ich noch mehr von diesem selbst gebrauten Zeugs probieren. Du weißt doch, wie es der Katze von Mrs Davis ergangen ist.«

Ihr Vater tat ihre Bedenken mit einer Handbewegung ab. »Aber das hier ist wirklich guter Stoff.«

»Wenn’s beschissen schmeckt, sag ich es auch.«

»Abgemacht. Aber das wirst du nicht.«

Er füllte einen alten Zinnkrug und reichte ihn ihr. »Und?«

»Gar nicht so übel, wie es aussieht«, räumte sie ein, ohne selber recht zu wissen, ob sie nun enttäuscht oder erleichtert sein sollte. »Aber wahrscheinlich stellt sich das Zeug als tödlich giftig heraus.«

»Cally?«

Sie schaute abrupt zu ihm auf; den Ton kannte sie doch. »Was du auch fragen willst – die Antwort lautet nein.«

»Ich möchte doch nur, dass du mir erzählst, was los ist.«

Etwas zu rasch antwortete sie: »Gar nichts ist los.«

Marc seufzte. »Und wie geht’s Rob?«

»Keine Ahnung.« Sie kickte eine faulige Mohrrübe weg. »Und offen gesagt, ist mir das auch scheißegal.«

»Du hast ihn also nicht wieder getroffen?«

»Nein, warum sollte ich auch?«

Marc bohrte die Schuhspitze in die aufgeweichte Erde. »Aber Cally, er ist doch immerhin dein Ehemann.«

»Und?«

»Und Ehemann und Ehefrau leben im Allgemeinen im selben Haus.«

»Du und Mum aber nicht«, schoss Cally zurück, auf kindliche Weise froh darüber, einen Treffer gelandet zu haben.

Marc seufzte. »Schau mal. Es ist ja nicht so, dass wir dich nicht gerne bei uns hätten; schließlich hat deine Mutter nicht oft Besuch. Aber normalerweise bleibst du doch nie länger als einen oder zwei Tage.«

Cally wich dem Blick ihres Vaters aus. »Und warum sollte ich nicht ein bisschen länger bleiben, wenn ich das will?«

»Natürlich kannst du das, keine Frage. Aber jetzt sind es schon zwei Wochen, Cally. So lange bist du nicht mehr zu Hause gewesen, seit deine Mum dir mal mit sechzehn Stubenarrest verpasst hat.«

Sie zog es vor, die Erkundigungen ihres Vaters einfach zu ignorieren, denn sie hasste die Art und Weise, wie er immer genau die Stellen traf, die am meisten wehtaten. »Soll ich jetzt um diese blauen Dinger da rumhacken oder sie lieber ausbuddeln?«

»Kümmer dich nicht um die blauen Dinger.« Marcs Stimme nahm einen ungewohnt entschlossenen Tonfall an. »Erzähl mir einfach, was mit dir und Rob los ist. Habt ihr euch gestritten?«

In einer dunklen Kammer von Callys verwundetem Herzen heulte etwas los. »Ich will einfach nicht darüber reden. Klar?«

***

»Diese fünfzehn Meter große Glasfiber-Frau im Leopardenfell-Bikini mit diesem Schlitten, der ihren ganzen Oberschenkel runterrast – das nenne ich Unterhaltung.« Der etwas kurz geratene Mann mit dem goldenen Ohrring fuhr herum und wartete auf Robs Reaktion. »Stimmt’s oder hab ich recht?«

Rob tat sein Möglichstes, um Begeisterung für den neuen Freizeitpark seines Kunden zu zeigen, den dieser »B-Movie-Heaven« nannte; schließlich sollte ihm der Vertrag im Lauf der nächsten Jahre ein paar Tausender an Kommission einbringen. In Wahrheit aber dachte Rob die ganze Zeit nur an sein letztes Telefongespräch mit Cally. Ihr Beitrag hatte aus genau zwei Worten bestanden, und eines davon lautete »mich« – kein besonders vielversprechender Anfang seiner Kampagne, sie zurückzugewinnen.

»O Gott«, stöhnte er, »was soll ich bloß tun?«

Greg Prince blieb neben der Killertomaten-Achterbahn stehen. »Was du tun sollst? Ganz einfach: Du sollst mir zweihundert echte tropische Schlingpflanzen für Tarzans Dschungeldom beschaffen.«

»Ich habe nicht die Pflanzen gemeint, sondern Cally. Was soll ich denn jetzt machen? Sie hat mich und den Hamster einfach sitzen lassen, und jetzt will sie nicht einmal mehr mit mir reden.«

Greg hatte allmählich genug von Robs einseitiger Konversation. »Mein Gott, jetzt mach aber mal ’nen Punkt. Willst du nun den Vertrag oder nicht?«

»Aber natürlich.« Rob versuchte, sich den Geldfluss auf sein Konto bildhaft vorzustellen, sah aber stattdessen nur Callys Gesicht vor sich, wie sie ihm erst alle möglichen Obszönitäten und schließlich den Minidisk-Player an den Kopf warf. »Ich bin momentan einfach nur … ein bisschen abgelenkt, das ist alles.«

»Ist doch klar, Junge.« Greg gab ihm einen kumpelhaften Klaps auf die Schulter. »Weiber – wer braucht die eigentlich?«

Ich, stöhnte Rob innerlich. Und genau deswegen sitze ich jetzt in der Klemme. Er räusperte sich. »Schlingpflanzen. Natürlich.«

»Aber bitte richtig große, nicht solche mickrigen Dinger, klar? Ich kann nicht warten, bis sie gewachsen sind. Wir wollen im August Eröffnung feiern. Pompös und beeindruckend, das wollen die Kleinen.« Er stieß sein Handy in Robs Notizbuch. »Stimmt’s oder hab ich recht?«

Rob lächelte müde. »Klar doch.«

»Ach ja, und vergiss nicht die Dattelpalmen. Aber keine unter drei Metern, und auf den Bananenpflanzen will ich echte Bananen haben.«

Rob folgte Greg durch den im Entstehen begriffenen Freizeitpark und stolperte dabei über Marsmännchen ohne Kopf, eine Riesenameise und einen der Köpfe des Zerberus aus der Hades-Monsterbahn. »Das Problem ist nur«, keuchte er, während er verzweifelt versuchte, das Ameisenbein von seiner Hose abzuschütteln, »dass sie mir nicht abnehmen wird, dass ich mich geändert habe.«

Greg stöhnte. »Geht’s jetzt schon wieder um deine Ex-Frau?«

»Frau«, berichtigte ihn Rob. »Und das wird sie auch bleiben, wenn es nach mir geht. Ich weiß nur nicht, wie …«

Von Robs Unnachgiebigkeit endgültig besiegt, setzte sich Greg auf ein Marsmännchen. »Warum erzählst du mir das alles eigentlich, Kumpel?«

Rob machte ein reichlich dummes Gesicht. »Wahrscheinlich, weil ich sonst niemanden habe, dem ich es erzählen könnte.«

»Du bist ja anscheinend wirklich schlimm dran«, meinte Greg nicht ohne Mitgefühl. »Und was ist mit deinem Seitensprung? Hat sie dich auch sitzen lassen?«

»Leanne?« Rob ließ die Schultern hängen. »Die hat jetzt so einen muskelbepackten Affen aus dem Fitnessklub. Hat sich beschwert, ich würde immer nur über Cally reden.«

»Kann ich ihr nicht verübeln«, merkte Greg an. »Du willst also deine Frau wiederhaben. Stimmt’s oder hab ich recht?«

»Du hast recht.«

»Dann tu endlich was dafür. Hast du schon versucht, unter vier Augen mit ihr zu reden?«

»Sie hat mir die Tür ins Gesicht geknallt.« Rob deutete auf seine geschwollene Nasenspitze. »Ich hab ihr zwar gesagt, dass das mit Leanne vorbei ist und alles nur ein blöder Fehler war, aber sie hört ja nicht mal zu. Ich hab sie sogar schon auf Knien angefleht zurückzukommen, aber sie meint nur, sie wüsste nicht, warum sie das sollte.«

»Hmm.« Greg rieb sich die dunklen Stoppeln auf seinem Kinn. »Kann man ihr nicht verübeln.«

Rob wirkte erst ein wenig verärgert, musste dann aber Greg recht geben. »Aber was soll ich denn machen?«

Greg zuckte mit den Achseln. »Da fragst du den Falschen, Junge. Ich war dreimal verheiratet, aber verstanden hat mich keine. Hör mal, wenn sie keinen Grund sieht zurückzukommen, warum lieferst du ihr dann nicht einen?«

Rob zog die Nase kraus und starrte in eine Ecke des Parks, wo Stück für Stück ein Wald aus Miniatur-Wolkenkratzern errichtet wurde. Dann schnippte er mit den Fingern. »Ein Grund! Natürlich, warum hab ich nicht gleich daran gedacht? Das Haus!«

»Was ist denn damit?«

»Ich sag ihr einfach, wenn sie nicht zurückkommt, verkaufe ich es. Du weißt ja, wie die Frauen sind, die brauchen alle ihr Nest. Sie bleibt doch nur weg, um mich ein bisschen schmoren zu lassen. Wenn sie erst glaubt, dass ich ihr das Nest unter dem Hintern weg verkaufe, kommt sie ganz schnell zurück.«

»Moment mal«, mahnte Greg zur Vorsicht. »Es geht mich ja nichts an, aber meinst du nicht, dass das ein bisschen zu weit geht?«

»Nein, nein, du verstehst mich nicht – ich will es doch nicht wirklich verkaufen, sondern nur so tun, als ob.« Sein Gesicht leuchtete vor Begeisterung auf. »Tolle Idee, was? Dann kapiert sie endlich, was sie da aufgeben will.«

»Ja, wunderbare Idee«, antwortete Greg lahm. »Aber jetzt zu diesen Schlingpflanzen aus dem Urwald.«

***

Ein paar Abende später klingelte in Evie Storms Flur das Telefon. Kurz darauf schaute ein Kopf voll glänzend brauner Locken zur Wohnzimmertür herein.

»Für dich, Liebes.« Evie zwinkerte Cally ermutigend zu und formte mit dem Mund den Namen »Rob«.

Cally zuckte zurück ins Sofa, plötzlich versteinert und wütend und erfreut zugleich. »Sag ihm, ich bin nicht da.«

Evie lächelte ins Telefon. »Sie kommt gleich, Rob, Moment noch. – Da bist du ja, Liebes.«

Das schnurlose Telefon landete in Callys Hand, und Evie hüpfte vergnügt zur Küche zurück und schloss die Tür hinter sich. Cally war versucht, das...



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