Barner | Von anderer Hand | Buch | 978-3-8353-3753-4 | sack.de

Buch, Deutsch, 372 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 222 mm, Gewicht: 638 g

Barner

Von anderer Hand

Praktiken des Schreibens zwischen Autor und Lektor

Buch, Deutsch, 372 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 222 mm, Gewicht: 638 g

ISBN: 978-3-8353-3753-4
Verlag: Wallstein


Literatur machen. Fallstudien zur Zusammenarbeit von Autor und Lektor im 20. Jahrhundert.
Robert Walser / Christian Morgenstern
Rainer Maria Rilke / Fritz Hünich
Peter Handke / Elisabeth Borchers
Marcel Beyer / Christian Döring

Schreiben braucht den Rückzug – so ein Topos, der das Schreiben zum Ort der Abgeschiedenheit macht. Doch werden Texte und Bücher nicht von Autoren allein gemacht, sondern im Wechselspiel verschiedener Akteure. Mit dem Aufkommen des Lektorats um 1900 wurde die Funktion des mitschreibenden Anderen institutionalisiert. Seitdem avancierte das Lektorat zu jener Vermittlungsinstanz, die nicht nur auswählt, welche Texte zu Büchern werden, sondern qua Mitarbeit am Text vielfach formt, was wir lesen. Welches Wissen wird zwischen Autor und Lektor ausgehandelt, hergestellt und angewendet? Lässt sich ein Text so ›verbessern‹, dass er seinen eigenen Maßgaben gerecht bleibt (oder vielleicht erst wird) und zugleich den Voraussetzungen seiner künftigen Öffentlichkeit entspricht? Die Verschiebung der Aufmerksamkeit vom singulären Autor auf den 'unsichtbaren Zweiten' rückt die betrieblichen Bedingungen moderner Autorschaft in den Fokus. Literarisches Schreiben wird als eine relationale, kollaborative Praxis greifbar. Zugleich eröffnet der Blick auf das Lektorieren neue Perspektiven auf literarische Werke sowie auf die zugehörigen Schreibszenen und Autorenbilder.
Das Buch versammelt vier Fallstudien, die auf größtenteils erstmals rekonstruiertem Quellenmaterial beruhen. Untersucht wird die Zusammenarbeit von Robert Walser und Christian Morgenstern, von Rainer Maria Rilke und Fritz Hünich, von Peter Handke und Elisabeth Borchers sowie von Marcel Beyer und Christian Döring.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Barner, Ines
Ines Barner ist Literaturwissenschaftlerin und Assistentin an der ETH Zürich, Professur für Wissenschaftsforschung. Zuvor war sie am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen, am Seminar für Medienwissenschaft der Universität Basel sowie am Center for Advanced Studies in the Humanities "Morphomata" der Universität zu Köln tätig.

Ines Barner ist Literaturwissenschaftlerin und arbeitet am Kulturwissenschaftlichen Institut, Essen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. Geschichte, Theorie und Praxis des literarischen Lektorats; kollaborative Autorschaft; Literatur und Archiv; Publikationspraktiken sowie Materialität der Literatur.
Veröffentlichungen u. a.: Rekursion und Revision. Robert Walser, Christian Morgenstern und die mimetische Praxis des Schreibens (mit Markus Krajewski, 2021); Literator 2013. Dozentur für Weltliteratur - Michael Lentz (Mithg., 2015); 'Nie wieder will ich Masken sehen.' Zur Entstehung von Peter Handkes Erzählung 'Langsame Heimkehr', in: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft (2014).


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