Barner | E-Book 47-52 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 9, 500 Seiten

Reihe: G.F. Barner

Barner E-Book 47-52

G.F. Barner Jubiläumsbox 9 - Western
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7409-3423-1
Verlag: Blattwerk Handel GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

G.F. Barner Jubiläumsbox 9 - Western

E-Book, Deutsch, Band 9, 500 Seiten

Reihe: G.F. Barner

ISBN: 978-3-7409-3423-1
Verlag: Blattwerk Handel GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie 'Torlans letzter Ritt', 'Sturm über Montana' und ganz besonders 'Revolver-Jane'. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Sichern Sie sich jetzt die Jubiläumsbox - 6 Romane erhalten, nur 5 bezahlen! E-Book 47: Fahr zur Hölle, John E-Book 48: Trail-Männer E-Book 49: Ranch der Gesetzlosen E-Book 50: Pass der toten Seelen E-Book 51: Ein Leben zuviel E-Book 52: Von allen gehetzt E-Book 1: Fahr zur Hölle, John E-Book 2: Trail-Männer E-Book 3: Ranch der Gesetzlosen E-Book 4: Pass der toten Seelen E-Book 5: Ein Leben zuviel E-Book 6: Von allen gehetzt

Er ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie Torlans letzter Ritt, Sturm über Montana und ganz besonders Revolver-Jane. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie U. S. Marines und Dominique, beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.
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Die Hufe tackten gleichmäßig durch den East Canyon der Dos Cabezas Mountains in Arizona. Wie immer ritt Lionel McGruder, größter Mann in diesem Land, eine halbe Länge vor seinem Vormann Bill Shivers.

Jetzt sieht er zu den hellen Porphyrfelsen, dachte Shivers. Mondschein wie damals, aber keine toten Mavericks, kein hoch oben kletternder Mann. Die Mavericks sind lange tot, und der Mann ist für ihn gestorben, sein ältester Sohn, der beste Junge auf der ganzen Welt: Matt McGruder.

Davongejagt, verstoßen, enterbt, weil Matt es gewagt hatte, seinen eigenen Kopf zu haben und sich gegen den alten Löwen vor Shivers zu stellen.

Er sieht hoch, dachte Shivers, bestimmt tut er es, denn Matt hat keiner von uns vergessen, er auch nicht, wenn auch kein Wort auf der Ranch oder anderswo über Matt gesprochen werden darf. Nicht mal Howie, sein jüngster Sohn, darf den Namen seines Bruders erwähnen. Lionel McGruder, du bist hart, unmenschlich hart, aber du wirst hinsehen, denn dort oben hing dein Sohn und drohte abzustürzen. Das hast du nicht vergessen, oder?

Der Alte vor Shivers nahm jäh den Kopf herum, hob den Blick und starrte zu den Felsen.

Also doch, dachte Shivers, er erinnert sich. Er denkt jetzt an seinen Sohn, den besten Jungen der Welt und…

Ein Knall zerriß die Stille im Canyon. Krachend fiel der Schuß, als der Alte wütend das Pferd zur Seite riß. Die Kugel sirrte hell und sauste bedrohlich dicht an dem Alten vorbei.

Im nächsten Moment zeigte sich, daß der alte Lionel McGruder immer noch prächtig zu reagieren verstand. Blitzschnell stemmte er sich nach links aus dem Sattel, kippte weg, kam nicht mehr dazu, sein Gewehr zu packen.

Rumms!

Der zweite Schuß krachte, die Stute des alten Löwen McGruder wieherte klagend. Dann steilte das Pferd.

Bill Shivers war herumgewirbelt und sah den dritten Blitz auf dem Grat der nördlichen Canyonwand. Das Geschoß mähte Lionel McGruders Fünfhundert-Dollar-Stute glatt um.

Mein Gott, dachte der langbeinige Vormann, der genauso alt wie sein Boß war, das ist der vierte Versuch, Lionel zu töten. Der Kerl schießt ihn ab, ich muß etwas tun.

Kurz entschlossen riß er das Gewehr aus dem Scabbard und lenkte das Pferd herum. Shivers trieb das Tier in direkter Linie auf den heimtückischen Schützen zu, obwohl diese Handlungsweise einem Selbstmordversuch gleichkam.

»Paß auf, Bill!«

Auch die dritte Kugel hatte den Alten verfehlt. In dieser Minute zeigte sich, daß beide Männer nichts verlernt hatten. Sie hätten einem Zwanzigjährigen noch etwas vorgemacht.

Bills Oberkörper lag flach auf dem Hals des Pferdes. Er jagte frontal auf den Heckenschützen zu und feuerte aus dem Sattel. Dann sah er den nächsten Blitz. Sein Pferd zuckte zusammen, doch der alte Vormann war bereits aus den Bügeln und hechtete in den Sand.

»Bill – Achtung – fertig!«

Bill Shivers wußte genau, daß der Alte längst in Deckung hinter seinem toten Pferd lag und den Colt in beiden Händen hielt. Shivers hatte das Gewehr unter sich begraben, er blieb wie tot auf der Waffe liegen und blinzelte nur.

Und dann krachte es erneut, hallte laut durch den Canyon. Bills Pferd brach zusammen.

Im selben Augenblick begann der Alte hinter Shivers zu schießen. Eiskalt hatte McGruder auf den Mündungsblitz oben gewartet. Jetzt feuerte er wie besessen. Bill Shivers nutzte die Chance, sprang auf und rannte auf die steile Canyonwand zu. In diesen Sekunden verließ sich Shivers auf das Deckungsfeuer McGruders, das den Heckenschützen zwang, die Nase in den Dreck zu stecken.

Während der hellere Knall des Achtunddreißigers von McGruder deutlich zu hören war, hetzte Shivers den ersten schutzbietenden Felsbrocken entgegen. Kaum war er hinter ihnen, bog er zur Canyonwand ab und rannte nach rechts weiter. Nach achtzig Yards führte eine Felsspalte zur Wand hoch.

Eine unheimliche Stille trat ein. McGruder hatte alle sechs Patronen abgefeuert. Shivers rannte über Geröll, hörte im nächsten Augenblick das Gepolter über sich und wußte genug. Steine kollerten in die Tiefe, jemand lief davon.

Dennoch stürmte Shivers weiter. Er war so wütend, daß er dem Kerl wenigstens noch eine Kugel nachjagen wollte. Doch ehe er die Felsspalte erreichte, wieherte ein Pferd. Dann setzte Hufschlag ein, der sich nach Norden entfernte. Der Vormann hielt auf den Grat der Wand zu, umrundete einen Felsblock und blieb keuchend stehen. Er hatte nur noch den Schatten des davonpreschenden Pferdes ausmachen können.

»Der Lump ist entkommen«, sagte er mürrisch, als er schließlich wieder unten bei seinem Boß war. McGruder saß auf dem Bauch seines toten Pferdes. »Lion, wenn du nicht zu den beiden Zacken hochgeblickt hättest…«

»Was habe ich?« knurrte McGruder wie ein hungriger Wolf. »Was redest du da für Unsinn zusammen, Bill? Mein Pferd wurde plötzlich unruhig, das war alles.«

»So?« zweifelte Shivers. »Wie du willst, Lion, streite es also ab.«

»Was soll das?«

»Ich hab’ seinen Namen nicht gesagt. Was kann ich dafür, daß du dich erinnert hast, he? Laß deine Wut nicht an mir aus«, erwiderte Shivers.

Kein Mensch außer Shivers durfte einen solchen Ton wagen. Wer immer Lion McGruder auf seinen ältesten Sohn ansprach, hätte jetzt die Hölle erlebt. Nicht so Bill Shivers. McGruder hatte nie vergessen, daß sein Vormann ihm einmal den Skalp gerettet hatte. Vor zwanzig Jahren hatte ein Apache auf McGruder gekniet und schon mit seinem Messer ausgeholt zum Stoß, als Shivers in letzter Sekunde gefeuert hatte.

»Du sollst den Mund halten, Bill!« fauchte der Alte. »Er ist für mich tot, und dabei bleibt es. Tut mir leid um deinen Schecken, Bill. Such dir ein neues Pferd aus. Nimm das, was dir gefällt.«

»Und nimm du nächstens Don Walsh mit«, grimmte Shivers. »Wozu hast du den schnellsten Mann weit und breit gekauft, wenn er mit seinen Revolvern auf der Ranch bleibt? Walsh hätte den Kerl erwischt.«

»Ach!« machte der Alte wegwerfend. »Muß ich auf jedem kleinen Ritt einen Revolvermann hinter mir haben? Hm, dieser verdammte Abe Harris, ich sage dir, der steckt dahinter.«

»Nein«, antwortete Bill Shivers. »Abe ist viel zu geizig, um sich jemanden zu kaufen, der dich auf die Nase legen soll.«

»Außer Harris gibt es aber keinen, der mich zum Teufel wünscht, oder?« polterte der Alte los. »Mensch, Bill, wer sollte sonst auf mich schießen? Dies war der vierte Versuch, mich umzubringen. Von den Viehdiebstählen und der verbotenen Benutzung meiner Wasserstelle ganz abgesehen. Warum schießt man auf mich?«

Silvers hatte seine Satteltasche geöffnet, Patronen herausgenommen und sein Gewehr durchgeladen. Wenn jemand auf der Ostweide war, mußte er die Schüsse gehört haben. Er würde dann auch die Signalschüsse hören und wissen, daß man hier Hilfe brauchte. Darum schoß Shivers in Abständen jeweils dreimal gegen den Himmel, lauschte und nickte.

Weit entfernt zwar, aber doch noch zu hören, kam Antwort.

»Du hast nicht nur Freunde gehabt, und Menschen sind rachsüchtig, auch noch nach Jahren«, gab Bill dem Alten zu verstehen.

»Ich habe nur ein halbes Dutzend Halunken auf dem richtigen Weg aus diesem Land gebracht«, brummelte McGruder. »Das ist lange her – zu lange, Bill. Diesmal soll der hinterlistige Halunke sich wundern. Ich habe Walsh, und ich setze ihn auf die Spur. Dann soll er mir den Kerl bringen, aber lebend.«

»Meinst du. Walsh sieht mehr als John Warren?«

Kaum hatte der Vormann den Namen des Sheriffs erwähnt, als der Alte in die Höhe fuhr und brüllte: »Komm mir bloß nicht mit diesem Schläger, der ist die längste Zeit Sheriff gewesen. Wer sich gegen mich stellt…«

»Lion, an John beißt du dir die letzten Zähne aus«, unterbrach Shivers seelenruhig und mit einem flachen Grinsen. »Niemand sollte das besser wissen als du. Du hast dich damals mit Abe Harris auf John Warren geeinigt, weil ihr einen neutralen Mann haben wolltet – er ist neutral!«

»Was?« schrie McGruder wild. »Neutral? Wenn John neutral ist, dann will ich ein haariger Affe sein! Er hat meine Männer daran gehindert, diesem Harris die Ohren abzureißen und die Nase zu verbiegen. Er hat mir gedroht, meine Männer einzusperren. Zur Hölle mit John Warren!«

Shivers gab einen Richtungsschuß ab. Seltsamerweise dachten beide Männer nicht im Traum daran, zu Fuß zu gehen. Ehe ein richtiger Reiter zu Fuß durch die Gegend zog, mußte es schon schlimmer kommen. Shivers hatte zwar keine Männer zur Ostweide geschickt, aber im Normalfall schlief der Wasserholer dort, wenn das Wasser auf der Weide knapp wurde. Viele Arbeiten auf der Circle Ranch wurden ohne Anweisung des Vormannes automatisch erledigt. Und da es schon seit sechs Wochen nicht mehr geregnet hatte, fuhr der Wasserwagen abends noch einmal hinaus, um den Tank zu füllen.

»Jesse wird sicher mit dem Wagen kommen«, sagte Bill Shivers. »Bis wir dann auf der Ranch sind, vergehen drei Stunden. Und ehe Walsh hier ist, dürfte es beinahe hell sein. Lion, du solltest jemanden zu John schicken, damit er sich auch umsieht. Ich bin nicht sicher, ob Walsh nicht zu schnell auf den Heckenschützen schießt, wenn er ihn wirklich findet. Ein Toter redet nicht mehr. Und der Kerl soll doch reden, oder?«

»John wird alt«, knurrte McGruder. »Am liebsten sitzt er in meiner Stadt und dreht die Daumen. Dann schicke ich schon lieber Howie mit Jim Lawson los. Mein Junge versteht auch was von Spurenlesen.«

Shivers schwieg, denn er redete nicht gern über Howard McGruder, den Sohn des Alten. Man nannte ihn nur Howie. Er glich in vielen Dingen seinem Vater, denn er konnte genauso wild werden, allerdings...



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