Banks / Monroe / Bloom | Romana Extra Band 35 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0035, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

Banks / Monroe / Bloom Romana Extra Band 35


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-4252-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0035, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

ISBN: 978-3-7337-4252-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



ZWEI HERZEN, EINE LEIDENSCHAFT von BLOOM, BELLA
Auf Mallorca will Rose sich erholen. Doch sie erlebt eine böse Überraschung: In der Finca nebenan wohnt ausgerechnet Richard Night - der Inhaber eines riesigen Pflanzendiscounts, der ihren Blumenladen übernehmen will. Und jetzt bringt er mit seinem Charme auch noch ihr Herz in Gefahr ...
EINE BRAUT FÜR DEN MILLIONÄR von MONROE, LUCY
Glamourgirl Maddie sorgt wie immer für Schlagzeilen! Aber davon hat ihr Vater jetzt genug. Er will nur noch eins: ihre Hochzeit mit Viktor Beck! Für Maddie keine echte Strafe - der erfolgreiche Geschäftsmann ist schon lange ihr Schwarm. Aber wird er auch ihre Liebesträume erfüllen?
IM SCHIMMERNDEN SCHEIN DER KERZEN von MORGAN, SARAH
Weihnachten mit ihrem Mann Alessandro feiern? Für Christy eigentlich undenkbar. Schließlich hat sie sich von ihm getrennt, weil er nie Zeit für sie hatte. Den Kindern zuliebe lenkt sie jedoch ein. Das ist gewagt, denn sie liebt Alessandro immer noch. Aber was empfindet er für sie?
VERLIEBT IN MEINEN BODYGUARD von BANKS, LEANNE
Treat Walker ist der perfekte Bodyguard! Trotzdem will die alleinerziehende Prinzessin Fredericka nicht Tag und Nacht von ihm bewacht werden - bis sie erkennt, wie wichtig ihm ihr kleiner Sohn ist. Und plötzlich kann sie das aufregende Knistern zwischen ihnen nicht mehr leugnen ...



Mit mehr als 20 geschriebenen Romanen, ist Leanne dafür geschätzt Geschichten mit starken Emotionen, Charakteren mit denen sich jeder identifizieren kann, einem Schuss heißer Sinnlichkeit und einem Happy End, welches nach dem Lesen noch nachklingt zu erzählen. Sie ist die Abnehmerin der Romantic Times Magazine's Awards in Serie. Sinnlichkeit, Liebe und Humor, mit diesen Zutaten für ihre Romane sorgte sie bei zahlreichen Wettbewerben wie dem RITA Award für Aufsehen. Für die zahlreichen Auszeichnungen ist Leanne sehr dankbar. Doch besonders bewegt hat sie der Brief einer Leserin, die schrieb, dass ihr Buch sie durch die schweren Zeiten einer Chemotherapie begleitet hat. Der Leserbrief inspirierte sie zu einer Redewendung und führte bei ihr zu folgender Erkenntnis: Unterschätze niemals die Kraft von Liebesromanen. Leanne ist heimisch in Virginia und lebt glücklich zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei jugendlichen Kindern. Sie liebt Musik, Schokolade, Zitate und neue Abenteuer. Außerdem glaubt sie, dass Liebhaber von Liebesromanen die besten Leser der Welt sind, weil sie verstehen, dass Liebe das größte Wunder auf Erden ist.

Banks / Monroe / Bloom Romana Extra Band 35 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Was konnte es Schöneres geben, als seine Tage in einem bezaubernden kleinen Blumenladen im romantischen Londoner Stadtteil Notting Hill zu verbringen und damit auch noch seinen Lebensunterhalt zu verdienen? dachte Rose Day auch an diesem herbstlichen Morgen gut gelaunt, als sie die Tür zu ihrem Geschäft aufstieß.

Nun, noch schöner wäre höchstens derselbe Laden, aber vor zweihundert Jahren. Zu jener Zeit, in der Jane Austens Stolz und Vorurteil ganz England in Atem hielt. In Zeiten also, als jeder Mann in seinem tiefsten Herzen noch ein vollendeter Gentleman war, der seine Auserwählte regelmäßig mit einem frischen Bouquet duftender Blumen erfreute – von denen er selbstverständlich auch wusste, dass jede ihre ganz eigene Bedeutung hatte. Er wusste, dass die Amaryllis ihrer Empfängerin glaubhaft versicherte, sie sei eine anmutige Schönheit. Dass er besser nicht zu orangefarbenen Lilien griff, standen sie doch für grimmigen Hass. Und dass auch Begonien keine optimale Wahl waren, denn sie kündigten etwas an, das keiner Frau gefiel: herannahende Gefahr.

Erst jetzt erblickte Rose den blütenweißen Briefumschlag, den jemand am frühen Morgen durch den Schlitz in der Tür geschoben haben musste, noch bevor die reguläre Post eintraf. Harris & Company stand als Absender auf dem Umschlag, mit einem geprägten Wappen darüber.

Ihr Vermieter.

Roses Pulsfrequenz beschleunigte sich augenblicklich, während sie den Brief vom Boden auflas. „Bitte keine neue Mieterhöhung … oder gar schlimmer, nicht gerade jetzt …“ Sie seufzte. Sie war mit der Miete ohnehin schon zwei Monate im Rückstand. Die Geschäfte liefen nicht gerade übertrieben gut.

Ein Geräusch riss sie aus ihren Gedanken. Es war ein Rumpeln, das aus der Abstellkammer zu kommen schien.

„Emily? Bist du das?“

„Ja-ha!“

Voilà, das waren sie: Rose und Emily Day, in Notting Hill auch bekannt als die zwei DAYSIES.

So stand es in einer verspielten weißen Handschrift auf dem von ihnen selbst entworfenen grashüpfergrünen Holzschild über dem Eingang – ein, wie sie fanden, nettes Wortspiel mit ihrem Nachnamen Day, denn ausgesprochen klang es genau wie Daisies.

Gänseblümchen.

Den Namen hatten sie sich ausgedacht, als sie vor nunmehr fünf Jahren – Himmel, wie die Zeit verging! – ihren Traum wahr gemacht hatten: Sie und Emily, ihre mittlerweile auch nicht mehr ganz so kleine Schwester, hatten sich als Unternehmerinnen auf eigene Beine gestellt. Nun, Unternehmerinnen klang vielleicht ein wenig großspurig. Kleinunternehmerinnen – um nicht zu sagen: Kleinst-Unternehmerinnen – traf es eigentlich besser. Denn fest stand: Reich werden würden sie mit dem Laden nicht, aber was er abwarf, war genug für Essen, Trinken und die Miete der kleinen Wohnung über dem Laden, die sie sich teilten.

Und doch, trotz aller Schwierigkeiten: Es erfüllte Rose mit unbändiger Freude, das zu tun, was sie tat. Jeden Tag den Duft frischer Blumen zu atmen, das kleine Glöckchen über der Eingangstür bimmeln zu hören, wenn jemand den Laden betrat, und die Freude in den Augen ihrer Kunden teilen zu können, wenn diese den Laden wieder verließen, mit einem großen Strauß wunderbarer Blumen. Bestimmt für jemanden, den sie liebten.

Oder offenbar hassten, sofern sie sich für orangefarbene Lilien entschieden. Wenn auch sehr wahrscheinlich, ohne es zu ahnen, denn im Jahr 2014 hatte niemand die leiseste Idee davon, was die Menschen im Jahr 1814 über Blumen gewusst hatten.

Rose blickte verträumt hinaus auf das Herbstlaub, das der auffrischende Wind auf der kleinen Straße vor ihrem Schaufenster mal hierhin und mal dorthin wirbelte. Genauso frei war sie: Frei wie der Wind.

In Momenten wie diesen fühlte sie sich absolut glücklich. Nun, beinahe absolut glücklich. Denn ja, sie liebte ihr Leben.

Und doch ertappte sie sich in letzter Zeit des Öfteren bei dem Gedanken daran, wie schön es wäre, jemanden zu haben, mit dem sie es teilen könnte. Jemand anderen als Emily, die sie zwar über alles liebte – aber eben nicht in einem romantischen Sinne. Was war nur los mit ihr? Lag es möglicherweise daran, dass sie vor Kurzem dreißig geworden war und ihre innere Uhr lauter und lauter ticken hören konnte? Nein, sie war sich sicher: Das war es nicht. Und ihre innere Unruhe in letzter Zeit war auch nicht darauf zurückzuführen, dass sie nicht genügend Angebote oder Verehrer hatte. Nein. Die Wahrheit war, so schlicht wie ergreifend: Sie suchte noch immer nach dem Richtigen. Mister Hundertprozent. Oder, in Jane Austens Welt: nach ihrem ganz persönlichen Mr Darcy.

Doch so einfach war das leider heutzutage nicht: Je älter Rose wurde, je mehr Erfahrungen sie sammelte, desto mehr erschien ihr die Liebe so wie das Herbstlaub vor ihren Augen. Immer wehte es der Wind vor ihr her, es schien zum Greifen nah, und dann, im letzten Moment, kurz bevor sie zugreifen konnte, stob es hinauf in den Himmel oder um die nächste Straßenecke, bis es für immer aus ihrem Sichtfeld verschwand.

„Haben wir alles für die Hochzeit zusammen?“

Rose schreckte aus ihren Gedanken auf.

Emily hatte die Abstellkammer verlassen und stolperte nun mit einem riesigen Eimer bunter Tulpen in beiden Händen in ihrem adretten grünen DAYSIES-Dress auf sie zu.

„Sag du es mir“, antwortete Rose. Es ging um eine große Hochzeit in Belgravia, einer der feinsten Gegenden der Stadt, und sie hatten den Auftrag bekommen, sämtlichen Blumenschmuck dafür zu liefern. In einer Stunde mussten sie dort sein. Es war ein Auftrag, der in letzter Minute reingekommen war. Er würde ihnen die Haut retten, wenn auch nur für die nächsten Wochen.

Rose ließ ihren Blick wehmütig durch den Laden schweifen, den sie über alles liebte. All das hatten sie sich mit eigenen Händen aufgebaut. Und deshalb würde sie bis zum Umfallen kämpfen, bevor sie es aufgab.

„Ich … denke … schon?“, erwiderte Emily fragend, um ihrer Schwester zu signalisieren, dass niemand Geringerem als ihr selbst, Rose Day, die Endkontrolle über eine solch verantwortungsvolle Lieferung oblag.

Rose seufzte, als läge sämtliches Leid der Welt auf ihren Schultern. Dabei waren es nicht viel mehr als einhundert verschiedene Arrangements diverser exotischer Blumen. „Hilfe!“, flehte sie in Gedanken. „Lieber Gott, steh uns bei!“

Erneut fiel ihr Blick auf den Briefumschlag in ihrer Hand.

Sie wagte es nicht, ihn zu öffnen.

„Ich hab mich auch nicht getraut, ihn aufzumachen.“ Emilys Gesicht nahm einen bekümmerten Ausdruck an. „Glaubst du, es ist was Schlimmes? Ach – es wird schon nichts sein, lass uns einfach positiv denken, ja?“

Sie sah aus, als traue sie ihrer eigenen Zuversicht nicht wirklich über den Weg.

„Ich weiß nicht“, antwortete Rose. Vorsichtig strich sie mit der flachen Hand über das Kuvert. Von links nach rechts und wieder zurück. So wie sie es immer machte.

„Gute oder schlechte Energie?“, fragte Emily.

„Briefe von Vermietern haben fast nie gute Energie“, klärte Rose ihre kleine Schwester auf, die noch so viel lernen musste, bis sie eines Tages wirklich auf ihren eigenen Beinen stehen würde. Sie war eine Träumerin, wie sie im Buche stand.

Fünfundzwanzig Jahre – und in ihrem Herzen noch immer ein Teenager.

„Wann werde ich nur endlich erwachsen?“, scherzte Emily und verdrehte dazu die Augen, während Rose langsam den Umschlag öffnete und den darin enthaltenen blütenweißen Bogen Papier vorsichtig auseinanderfaltete. Sie konnte förmlich spüren, wie ihr Gesicht im selben Moment die gleiche Farbe annahm. Wie alles Blut aus ihren Adern zu weichen schien.

„Und?“ Emily starrte sie mit offenem Mund an.

Es dauerte eine Weile, bis Rose die Sprache wiederfand. Noch immer hielt sie den Blick starr auf den Brief in ihrer Hand gerichtet.

„Sie … bieten uns an, uns die zwei rückständigen Monatsmieten zu erlassen …“, sagte sie nachdenklich und in sich gekehrt, mehr an sich selbst als an ihre Schwester gerichtet. Sofort vernahm sie ein lautes Aufatmen von Emily.

„Gott sei Dank! Siehst du, positives Denken ist nicht so naiv, wie du immer sagst!“, rief ihre Schwester fröhlich aus.

„Wenn wir uns damit einverstanden erklären, den Laden innerhalb von vier Wochen zu räumen.“

„Haha!“, lachte Emily, die immer noch den Eimer mit den Tulpen in den Händen hielt. Es dauerte ein Weilchen, bis sie begriff. Ihre makellose, mädchenhafte Stirn legte sich augenblicklich in tiefe Falten. „Du meinst … es ernst?“, schickte sie leise hinterher.

„Nun, zumindest die meinen es anscheinend ernst. Hier steht, sie wollen den Laden an Nightflowers vermieten …“

Nightflowers? Das ist unmöglich! Die … passen hier nicht hin. Nicht nach Notting Hill! Ich hasse sie, diese … diese … Halsabschneider!“, machte Emily ihrer Enttäuschung Luft. „Wer braucht all diese unpersönlichen Billigmärkte? Also ich nicht!“

„Leider bist du nicht repräsentativ für den Rest der Bevölkerung“, teilte Rose ihr mit. Zu viel positives Denken konnte eben doch in eine naive Richtung gehen.

„Und was, wenn wir das Angebot nicht annehmen?“

Rose seufzte. „In dem Fall müssen wir die zwei fehlenden Mieten nachbezahlen. Und in drei Monaten trotzdem ausziehen.“

...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.