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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 400 Seiten

Reihe: Glück

Bach Glück und los!

Lina und die Sache mit den Wünschen
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7336-5142-8
Verlag: Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Lina und die Sache mit den Wünschen

E-Book, Deutsch, Band 1, 400 Seiten

Reihe: Glück

ISBN: 978-3-7336-5142-8
Verlag: Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Geheime Wünsche, eine moderne Fee und jede Menge romantisches Liebeschaos - Bestsellerautorin Dagmar Bachs (»Zimt & weg«) neue Trilogie lässt Herzenswünsche wahr werden! Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen, das wär's! Früher war Lina überzeugt, dass sie das kann und eine echte Glücksbringerin ist: Um sie herum gingen urplötzlich geheime Wünsche in Erfüllung. Doch das ist schon lange her. Und was genau es war, das die Wünsche wahr werden ließ, hat Lina nie herausgefunden. Schade eigentlich, denn nun hat sie selbst einen riesengroßen Wunsch: Sie will sich endlich, endlich richtig verlieben, mindestens auf den ersten Blick! Wild entschlossen versucht sich Lina wieder an der Sache mit den Wünschen. Leider enden all ihre Experimente im größten Chaos ... Dagmar Bach ist erneut in Höchstform und schreibt über das, was sie am besten kann: ein Mädchen mit einem magischen Geheimnis, zum Verlieben gut aussehende Jungs, die allerbeste Freundin als Fels in der Brandung und viele, viele Fettnäpfchen. Fortsetzung folgt! Alle Bände der Trilogie: Band 1: »Glück & los!« Band 2: »Glück & wieder!« Band 3: »Glück & selig!«

Dagmar Bach  liebt Harmonie und Tee und hat schon als Innenarchitektin dafür gesorgt, dass sich die Menschen rundherum wohlfühlen. Ihr eigener Happy Place sind ihre Geschichten, die sie seit einigen Jahren aufs Papier bringt. Ihr Debüt »Zimt & weg« wurde auf Anhieb ein »Dein-SPIEGEL«-Bestsellererfolg. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.
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1


»Vorsicht, der kracht in uns rein!!!«, schrie ich und duckte mich hinter den Beifahrersitz. Mein Herz schlug bis zum Hals, und ich ließ mein nur fünfzehn Jahre kurzes Leben Revue passieren, weil wir hier vermutlich gleich das Zeitliche segnen würden. Ich hatte vorher noch erlebt, dass Papa dermaßen halsbrecherisch Auto fuhr! Und dann riss er auch noch das Lenkrad urplötzlich nach links, so dass ich trotz meines Gurtes gegen die Tür flog.

»Au! Papa!!!«

»Hey, das war cool, fast wie in Du bist nur auf zwei Rädern um die Kurve«, rief mein großer Bruder Mats begeistert und deutete nach vorne. »Schau mal, und den da überholst du auch noch locker.«

Doch mein Vater setzte den Blinker und fuhr einen Hauch weniger schwungvoll von der Stadtautobahn ab, in Richtung Flughafenterminal. Trotzdem begannen meine Eingeweide, sich verräterisch zu verknoten.

»Mir ist schlecht«, sagte ich von hinten und hielt mir den Bauch.

»Setz dich in die Mitte und schau nach vorne, wir sind ja gleich da«, sagte Papa und warf mir über den Rückspiegel einen prüfenden Blick zu. Er kannte mich und meinen nervösen Magen nur zu gut, und tatsächlich wurde er ein bisschen langsamer und nahm die Kurven nicht mehr ganz so eng. Ich hatte ihm schon zu viele Autopolster ruiniert.

Zum Glück kamen wir im Parkhaus an, bevor Schlimmeres passierte, und Papa hielt auf einem Kurzzeitparkplatz.

»Blöd, dass es hier so voll ist, ausgerechnet heute. Egal, wir laufen durch die Abflughalle und dann erst die Treppe rauf zum Ankunftsbereich, das geht schneller!«, sagte er und warf einen entsetzten Blick auf seine Armbanduhr, während wir aus dem Auto sprangen. »Mist, die müssten schon gelandet sein.« Dann rannte er los, Mats und ich hinterher.

»Nur weil du unbedingt noch eine Runde spielen wolltest!«, meckerte Mats, der mit mir Seite an Seite zwischen den Autoreihen hindurchjoggte.

»Ich? wolltest doch immer weitermachen! Oder wer hat die ganze Zeit gesagt: ?«

Papa war vor uns hinter den Glasschiebetüren verschwunden, die ins Terminal führten. Wir rannten hinterher, zwischen parkenden Autos und Absperrpollern hindurch.

»Vorsicht!!!« Ich konnte gerade noch einen Haken schlagen und der Familie mit den vollgepackten Gepäckwägen ausweichen, die urplötzlich aus dem Nichts erschienen war. Doch Mats konnte leider nicht schnell genug anhalten, er versuchte noch, einen Bocksprung über den Rollwagen zu machen, aber – zu spät.

»Was soll das?«, rief die Frau, die panisch ihre beiden Kleinkinder an den Händen grapschte und vom Wagen wegzog.

»’tschuldigung, ehrlich!«, rief Mats, denn er hatte die Beine trotz seiner Sportlichkeit nicht rechtzeitig nach oben ziehen können. Den kompletten Wagen hatte er abgeräumt, alle Taschen fielen zu Boden und purzelten durcheinander.

»Sorry, sorry, sorry!«, rief er entschuldigend, rappelte sich sofort wieder auf, packte meine Hand und zog mich weiter.

»Wir müssen denen helfen!«, protestierte ich.

»Wir müssen vor allem die Zwillinge abholen, sonst macht Bea uns einen Kopf kürzer! Wenn man ein bisschen Glück braucht … jetzt tu was, Lina! Du behauptest doch immer, du kannst Wünsche erfüllen. Also los – ich wünsche mir, dass dieser verdammte Flug sich verspätet hat!«

»Haha!«, presste ich verbissen hervor.

Dass ich das mit dem Glückbringen ernsthaft behauptet hatte, war schon einige Jahre her, in einem Alter, in dem andere an Glitzereinhörner und Drachen glauben. Aber Mats nutzte jede Gelegenheit, mich damit aufzuziehen.

Allerdings – ab und zu klappte es tatsächlich. Ungefähr einmal im Jahr, und natürlich war das reiner Zufall. Aber was hatte ich hier zu verlieren?

Wir waren mittlerweile im Terminal angekommen. Wir mussten leider auf die komplett andere Seite, um zum Ankunftsbereich für die internationalen Flüge zu gelangen, und es war schon halb zwölf. Wir waren fast eine Stunde zu spät, und nirgendwo entdeckte ich eine Anzeigetafel. Keine Ahnung, ob der Flieger schon gelandet war oder nicht. Deshalb versuchte ich es einfach.

Ich löste mich von meinem Bruder und blieb kurz stehen. Ich hätte gerne einen ruhigeren Ort gehabt für mein, äh – , aber heute musste es eben so gehen. Hier. Direkt neben der Schlange an Leuten, die am Check-in-Schalter für ihren Urlaubsflug nach Rhodos anstanden. Und ohne meine obligatorischen Hilfsmittel, was ein Gelingen schon mal grundsätzlich in Frage stellte.

Ich kniff ganz fest die Augen zu.

Dann fing ich an, einen kleinen Tanz aufzuführen. Na ja, es war eher nur eine Schrittfolge, zusammen mit einem

»Eins, zwei, drei, im Sauseschritt tanzen alle Kinder mit, die Lina ist jetzt an der Reihe und tanzt für uns, macht mit! Zweimal springen, rundrum drehen, viermal klatschen, stampfen, stehen!«

Während ich mich gerade vor ungefähr hundertfünfzig Leuten zum Deppen machte – die Urlauber um mich herum glotzten mich mit großen Augen an –, stellte mein Bruder sich nur auf die Zehenspitzen, um auf die Uhr auf dem Display vor uns zu sehen.

»Fertig? Dann los, weiter!«, rief er und rannte wieder los, und ich ihm hinterher.

Auf wundersame Weise durchquerten wir die Ankunftshalle ohne größere Zusammenstöße. (Auch wenn Mats sich kurz vor unserem Ziel in der Hundeleine eines überdrehten Boxers verwickelte, der sofort dachte, dass er einen neuen Spielkameraden gefunden hatte, und begeistert an ihm hochsprang.)

Aber den Vogel schoss Papa ab, zu dem wir gerade wieder aufgeschlossen hatten. Der brüllte nämlich, als wir hinter einer riesigen Reisegruppe vor der Rolltreppe feststeckten: »Lassen Sie mich durch, ich bin Pilot!« Dabei fuchtelte er wie wild mit seinem Ausweis der Fluggesellschaft, und die Leute waren so verdutzt, dass sie tatsächlich zur Seite sprangen und uns Platz machten.

»Muss das nicht heißen: ?«, fragte ich Mats, aber der konnte gar nicht aufhören zu lachen. Er hatte offenbar – trotz allem – einen Riesenspaß.

Der verging ihm allerdings, als wir drei schlitternd vor der großen Anzeigetafel in der Ankunftshalle zum Stehen kamen. Schnaufend und schwitzend starrten wir nach oben.

»Der Flieger aus Vancouver ist schon gelandet. Vor über einer Stunde. Überpünktlich«, sagte Papa zerknirscht. Mats und ich stöhnten gleichzeitig auf.

Mist.

»Nur weil du noch unbedingt eine Runde spielen wolltest!«, fing mein Bruder wieder an und knuffte mich in die Seite.

»Nein, nur weil gesagt hast, wir spielen so lange, bis du auch mal wieder eine böse Karte hast. Kindskopf!«

»Selber«, maulte Mats, zuckte dann allerdings nur mit den Schultern, so wie er immer gerne Probleme einfach wegzuckte. »Aber wird schon nicht so schlimm sein, die stecken bestimmt noch in der Zollkontrolle. Als wir nach dem Besuch bei den beiden aus Kanada zurückgekommen sind, war ich eine geschlagene Stunde in dem Kabuff und musste meine dreckige Wäsche von den Zollbeamten durchsuchen lassen.«

»Weil der Sonnyboy immer verdächtig ist«, sagte ich.

»Hey, die Zollbeamtin hat die ganze Zeit mit mir geflirtet!«

»Das glaubst nur du.«

Im Gegensatz zu mir hatten Mats und Papa die Zwillinge schon kennengelernt – ich war in den Ferien nicht dabei gewesen, als die beiden sie zusammen mit Bea in Vancouver besucht hatten. Meine unüberwindbare Flugangst hatte mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich war schon ein bisschen traurig, vor allem, als ich die vielen tollen Fotos sah, die die drei mir schickten, aber trotzdem hätte mich nichts und niemand in diese Sardinenbüchse von Flugzeug bekommen. Zumindest nicht, wenn sie vorhatte, vom Boden abzuheben.

Aber leider lag mein Bruder falsch. Die Zwillinge waren natürlich bei der Zollkontrolle aufgehalten worden, sondern sie saßen auf einer Bank neben dem kleinen Souvenirgeschäft. Ich erkannte sie von den Urlaubsbildern von Mats und Papa und von den Fotos, die in Beas Wohnung waren, allerdings waren sie darauf teilweise um einiges jünger. Und – fröhlicher. Die echten Versionen hier hatten nämlich eher die Ausstrahlung von Gewitterwolken.

»Ach herrje. Das musste ja jetzt nicht unbedingt sein, dass wir uns so sehr verspäten«, murmelte Papa und rief dann: »Vincent! Arthur! Hier sind wir!« Er winkte und ging den beiden entgegen. »Ach, ist das schön, dass wir uns wiedersehen! Wie geht’s euch? Tut uns leid, dass wir erst jetzt kommen, aber wir, äh – wurden aufgehalten. Soll ich euch das Gepäck abnehmen?«

Die beiden murmelten sich etwas Unverständliches zu und standen dann von der Bank auf. Im Stehen überragten sie mich gut einen halben Kopf, obwohl ich schon recht groß bin, und auf den ersten Blick wirkten sie massiver als zum Beispiel Mats: breite Schultern, kastiger Oberkörper, lange Beine, kinnlange, dunkle Haare. Ihre Hände hatten sie hartnäckig in den Taschen ihrer Jeans vergraben, und sie machten keine Anstalten, uns ordentlich zu begrüßen. Und sie schauten recht … eben.

Na ja, vielleicht waren sie einfach ein bisschen schüchtern. Das passte prima zu meiner Aufregung, die mir nach diesem turbulenten Vormittag in den Knochen steckte, deswegen quatschte ich...


Bach, Dagmar
Dagmar Bach, Jahrgang 1978, liebt Harmonie und heißen Tee und hat auch in ihrem Beruf als Innenarchitektin lange dafür gesorgt, dass sich die Menschen um sie rundherum wohlfühlen. Zu ihren eigenen Lieblingsorten gehören ihre Geschichten, die sie sich schon immer ausgedacht hat und seit einigen Jahren aufs Papier bringt. 'Zimt', die erste Trilogie rund um Vicky King, die in andere Welten springen kann, erschien 2016 und wurde auf Anhieb ein 'Dein-SPIEGEL'-Bestsellererfolg. Seitdem widmet sich Dagmar Bach ganz ihren Büchern und beschert ihren Leser*innen regelmäßig wohlige, lustige und romantische Lesestunden. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.

Vigh, Inka
Inka Vigh studierte Kommunikationsdesign in Wiesbaden. Seit ihrem Studienabschluss arbeitet sie als freie Grafikdesignerin und Illustratorin. Sie ist begeisterte Teetrinkerin, sammelt Landkarten und Bücher und liebt es, neue Orte zu entdecken.

Dagmar Bach hat ihren Herzenswunsch wahr gemacht und vor einigen Jahren von der Innenarchitektur zum Erfinden phantastischer Geschichten gewechselt. Seither springt sie als Autorin von einer Welt in die andere. Mit ihrer 'Zimt'-Trilogie landete sie auf Anhieb auf der Dein-Spiegel-Bestsellerliste. Mit dem ersten Band ihrer neuen Trilogie, 'Glück & los!', erfüllt sie erneut die geheimen Wünsche ihrer Leserinnen leicht und romantisch wie mit einem Fingerschnippen. Dagmar Bach hat eine kleine Tochter und lebt mit ihrer Familie in München.



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