Buch, Deutsch, 199 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 210 mm, Gewicht: 200 g
Reihe: Ritter Literatur
Ein Gespräch mit Emily Artmann und Katharina Copony
Buch, Deutsch, 199 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 210 mm, Gewicht: 200 g
Reihe: Ritter Literatur
ISBN: 978-3-85415-628-4
Verlag: Ritter Klagenfurt
Kurz vor H.C. Artmanns Tod fu¨hrten seine Tochter Emily Artmann und seine Nichte Katharina Copony elf Gespra¨che mit dem Dichter fu¨r das von Kurt Mayer produzierte Filmportra¨t „der wackelatlas – sammeln und jagen mit H.C. Artmann“. In der Transkription des ungeschnittenen Materials wird uns Artmanns Perso¨nlichkeit greifbar wie in kaum einem anderen Dokument. Seine Ausfu¨hrungen zu Lektu¨ren und Musikerlebnissen, zu Lebens-Orten wie etwa Westberlin und Schweden, u¨ber Schamanenfahrten im Waldviertler-Dialekt oder die Fabelwesen Mausba¨r und Drud, zu Sprachen wie dem Malayischen, das er schon als Schulkind lernte, aber auch zu Tra¨umen oder Geru¨chen und den damit verbundenen Erinnerungen lassen uns teilhaben an einem von pra¨zisen Fragen geleiteten gedanklichen Ma¨andern. Aus dem familia¨ren Gespra¨chston entfalten sich – ganz ohne Gesten medialer Inszenierung – spontane Pointen und originelle Fu¨gungen, gleichsam natu¨rlichen Keimen der Poesie. „Der Wackelatlas“ ist die stark-subjektive Kartographie eines Stoffgebirges: H. C. Artmanns Leben, Lesen und Schreiben und die Vergegenwa¨rtigung einer Zeit, in welcher der Humus der Sprache noch gelockert wurde, sich das Gera¨usch des Maschineschreibens wie Peitschengeknall angeho¨rt hat.




