Arndt | Wer war Karl der Große wirklich? | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 216 Seiten

Arndt Wer war Karl der Große wirklich?


2. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7526-5587-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 216 Seiten

ISBN: 978-3-7526-5587-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
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Seit Heribert Illigs "Hat Karl der Große je gelebt?" wird die Existenz des ersten im Jahre 800 vom Papst gekrönten Kaisers kontrovers diskutiert. Der Geschichtsanalytiker Mario Arndt stellt seine These vor, die von einer Verdopplung der Könige Karl I. von Anjou und Karl I. von Valois (beide 13. Jahrhundert) in den Herrschern Karl Martell und Karl der Große (beide 8. Jahrhundert) ausgeht. Das Reich Karls des Großen ist ein Abbild des biblischen Israel mit Karl dem Großen als neuem David.

Der Geschichtsanalytiker und Sachbuchautor Mario Arndt schreibt über Themen, die Sie nicht in traditionellen Geschichtsbüchern finden. Seine Analysen der offiziellen Geschichte decken auf, wie das Mittelalter, die Antike und die dazugehörigen Zeitrechnungen gefälscht und erfunden wurden. Mario Arndt wurde 1963 in Rostock geboren und hat seit 2002 seinen Wohnsitz in Frankfurt am Main. Seine Entdeckung der artifiziellen Strukturierung der Reihenfolge der Namen der christlichen, europäischen Herrscher des Mittelalters stellt einen entscheidenden Durchbruch in der Geschichtsanalytik dar und ist möglicherweise die Kopernikanische Wende in der Erforschung des europäischen Mittelalters. Website des Autors: www.HistoryHacking.de

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Einleitung
König Philipp VI. von Frankreich Im Jahre 1328 kommt nach offizieller Geschichte in Frankreich eine neue Dynastie an die Macht. Mit Philipp VI. wird der erste Herrscher aus dem Hause Valois (Val d`Oise in Nordostfrankreich), einem Nebenzweig der Kapetinger, gekrönt. Philipp ist der älteste Sohn des Grafen Karl I. von Valois (1270-1325), auch Titular-Kaiser von Konstantinopel, und wird nur durch das Salische Recht, das Frauen von der Erbfolge ausschließt, König. So steht es jedenfalls in den Geschichtsbüchern. Schön für Philipp, dass man das im Salischen Recht über 800 Jahre vorher so aufgeschrieben hatte. Zum ersten Male überhaupt in der Geschichte Frankreichs kam diese Regelung nämlich bei Philipp in dieser Form zum Einsatz. Allerdings entdeckte man erst 30 Jahre, nachdem er König geworden war, dass es das Salische Recht gibt. Und erst über 80 Jahre später, im Jahre 1410, brachte man das Salische Recht erstmals als Argument gegen eine weibliche Thronfolge an. Nun stellt sich natürlich die Frage: Wie konnte er dann überhaupt legal König werden, wenn die Rechtsgrundlage dafür noch gar nicht existierte? War es vielleicht alles ganz anders als es in den Geschichtsbüchern steht? Ja, natürlich! In diesem Buch wird gezeigt, dass das auch für Karl den Großen und seine Nachfolger so zutrifft. Abb. 1: König Philipp VI. (1293-1350), der erste König von Frankreich aus dem Hause Valois König Philipp VI. erbt nicht nur die Grafschaft Valois von seinem Vater, sondern auch die Grafschaft Anjou von seiner Mutter Margarethe von Anjou. Diese war eine Enkelin von Karl I. von Anjou, König von Sizilien. Sowohl Philipps Vater Karl I. von Valois als auch sein Urgroßvater Karl I. von Anjou waren zeitweise Regenten von Frankreich, also die praktischen Herrscher. Das erinnert sehr an die Herrschaft der karolingischen Hausmeier während der Zeit der machtlosen Merowinger-Könige. Philipp war damit einer der reichsten und einflussreichsten Adligen Frankreichs. Und so ließ er sich einfach zum König ernennen, nachdem die Witwe seines Vorgängers Karl IV. (1294-1328) zwei Monate nach dessen Tod eine Tochter zur Welt brachte und keinen Sohn. Abb. 2: Frankreich 1314, direkt der französischen Krone unterstehen die Gebiete in orange Philipp war sowieso zu diesem Zeitpunkt schon seit zwei Monaten Regent von Frankreich, also der praktische Herrscher. Karl IV. hatte keinen männlichen Nachwuchs und Karls Vorvorgänger Philipp IV. (1268-1314) hatte nur einen Enkel, der von seiner Tochter abstammte, also nicht in direkter männlicher Linie. Zudem war er Engländer (König Eduard III. von England, 1312-1377) und dürfte schon allein aus diesem Grund ausscheiden. Französisch war allerdings zu dieser Zeit noch Amtssprache in England und auch die Muttersprache Eduards. Abb. 3: Europa 1360 Besagter König Eduard III. von England erkannte Philipp VI. zunächst als König an, rückte jedoch bald von dieser Position ab und beanspruchte den französischen Königsthron für sich. Daraus resultierte der Hundertjährige Krieg von 1337-1453 zwischen Frankreich und England. Die Vorlagen für Karl den Großen und Karl Martell Im weiteren Verlauf des Buches wird gezeigt, dass die Vorfahren von König Philipp VI., Karl I. von Valois und Karl I. von Anjou, die Vorlagen für die Konstruktion der Lebensdaten von Karl dem Großen (747-814) und Karl Martell (ca. 688-741) darstellen. Der Großonkel des Stammvaters des Hauses Valois, Karl I. von Anjou, war der erste französischstämmige König mit Namen Karl nach Karl dem Großen und den Karolingern. Und der Großvater von Karl dem Großen, Karl Martell, war der erste fränkische Herrscher mit Namen Karl und Namensgeber der Dynastie der Karolinger. Abb. 4 & 5 Karl I. von Valois und Karl der Große, Abb. 6 & 7 Karl I. von Anjou und Karl Martell König Karl fehlt lange Zeit Philipp VI. ist der erste König nach dem französischen System der Königsnamen. Dieses umfasst 3 x 131 Jahre von 929-1322 sowie die direkt davor und danach lebenden Könige Karl III. (Tod 929) und Karl IV. (König 1322). Zwischen Karl III. und Karl IV. gibt es keine Könige mit Namen Karl in Frankreich. Karl III. => 3 x 131 Jahre karlslose Zeit => Karl IV. Grafik 1: Das System der französischen Königsnamen. Man beachte, dass in der Antike und im Mittelalter die Abstände nicht nur mit den heute üblichen Differenzen gebildet wurden, sondern auch nach der Inklusivzählung, bei der das erste Jahr mitgezählt wird (gilt auch für Deutschland in Grafik 2) In den 2 x 131 Jahren von 1060-1322 haben die Könige nur die Namen Philipp und Ludwig, natürlich abwechselnd. Und wenn mal zwei Ludwigs nacheinander dran sind, folgen prompt auch zwei Philipps. Einzige Ausnahme 1316: König Johann, der aber kurz nach seiner Geburt stirbt. Bemerkenswerterweise wird der Karolinger Karl III. genau 6 Jahre vor seinem Tod abgesetzt, und der Kapetinger Karl IV. wird genau 6 Jahre vor seinem Tod König. Sehr schön ist dann auch, dass im Zeitraum, der die Jahre 1328-1589 umfasst, also wiederum 2 x 131 Jahre, in Frankreich das Haus Valois an der Macht war. Dieser Zeitraum beginnt 1328 mit König Philipp VI. Das Ende des Hundertjährigen Krieges, der mit dem Thronfolgestreit zwischen den Königen Philipp VI. von Frankreich und Eduard III. von England begann, wurde von der offiziellen Geschichte auf das Jahr 1453 festgelegt. Dies sind wiederum genau 131 Jahre nach 1322, dem Ende der 3 x 131 Jahre ohne König Karl. Das ist deswegen bemerkenswert, da die Kampfhandlungen auch nach 1453 weitergingen, bis 1497. Abb. 8: Eine Schlacht aus dem Hundertjährigen Krieg 1453 war natürlich auch der Fall von Konstantinopel und damit das Ende des Byzantinischen Reiches. In der Geschichtsauffassung der Frühen Neuzeit waren Franken und Türken Brudervölker, da sie ihre Herkunft aus Troja herleiteten. Beide gewannen nun 1453 einen langen Krieg gegen ihre stärksten Feinde: Die Türken (Osmanen) gewannen gegen die Griechen (Byzantinisches Reich) und die Franken/Franzosen gewannen gegen die Engländer. Eine bemerkenswerte Koinzidenz! Der Zusammenhang mit dem römisch-deutschen System der Königsnamen Das französische System der Königsnamen ist praktisch zeitgleich zum römisch-deutschen System der Königsnamen. Dieses umfasst den 403jährigen Zeitraum von 911-1313, in dem 31 Könige mit 13 verschiedenen Namen herrschten. Bemerkenswerterweise ist 31 x 13 = 403. Vor und nach diesem System herrschte jeweils ein König Ludwig (IV., also mit gleicher Nummerierung!) aus Bayern, dazwischen aber nicht - ähnlich wie bei Karl in Frankreich. Grafik 2: Das System der römisch-deutschen Königsnamen. K steht für den Namen Konrad, H für Heinrich und L für Lothar. Jahresanfänge waren in Antike und Mittelalter nicht einheitlich. Bei einem einem rechnerischen einheitlichen Jahresanfang am 25. 3. sind es exakt 113 Jahre von der Erhebung von Konrad I. (911) bis zur Krönung von Konrad II. (1024), von Konrad II. bis zur Krönung von Konrad III. (1137), und von Konrad III. bis zum Tod von Friedrich II. (1250), dem letzten der gekrönten römisch-deutschen Stauferkönige [Heinrich (VII.) war schon vorher verstorben]. Zu dieser Zeit ist auch Konrad IV. König (gewählt, aber nicht gekrönt). In der Salierzeit sind zwei Könige von den 4 in der Mitte keine Salier, und in der Stauferzeit ist ein König von den 5 in der Mitte kein Staufer. Rückwärts gerechnet vom Anfang im Heiligen Römischen Reich (911) und in Frankreich (929) ergibt sich das gemeinsame Anfangsjahr 798: 911 - 113 = 798 = 929 - 131. Beides zeigt die Zusammengehörigkeit beider Systeme, was natürlich auch durch das wiederholte Auftreten der Mirpzahl 13/31 offensichtlich ist (Mehr dazu im Buch des Autors “Die wohlstrukturierte Geschichte“). Die Reihe der mittelalterlichen Kaiser beginnt mit Karl dem Großen, der pünktlich 800 Jahre nach der Geburt von Jesus Christus am 25. 12. 800 in Rom vom Papst zum Kaiser gekrönt wird. Die Anzahl der Kaiser von Karl dem Großen bis zu Karl V. (dem letzten vom Papst gekrönten Kaiser 1530) ist auch 31. Diese 31 Kaiser hatten auch 13 verschiedene Namen. Grafik 4: 31 mittelalterliche Kaiser mit 13 verschiedenen Namen von Karl dem Großen bis Karl V. In Aachen, Karls des Großen neuem Jerusalem mit dem neuen Salomo-Tempel (siehe folgenden Text) wurden seit Otto I. (936) insgesamt 33 ostfränkische und römisch-deutsche Könige gekrönt bzw. setzten sich danach symbolisch zum Zeichen, dass die...



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