Arndt | Die wohlstrukturierte Geschichte | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 228 Seiten

Arndt Die wohlstrukturierte Geschichte

Eine Analyse der Geschichte Alteuropas
4. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7392-7771-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Eine Analyse der Geschichte Alteuropas

E-Book, Deutsch, 228 Seiten

ISBN: 978-3-7392-7771-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Mario Arndt präsentiert dem Leser eine originelle Einführung in die Geschichte Alteuropas und dessen Weltsicht, und gleichzeitig eine tiefgründige Analyse dieser Geschichte aus der Sicht eines Informatikers. Es ist ein Buch wie kein anderes! Die Geometrie diente seit der Antike in den Wissenschaften als Methode, alles in ein System mit idealen und symmetrischen Formen zu gießen. Die Analyse der Geschichte des Mittelalters zeigt, dass die geometrische Methode auch hier Anwendung fand. Die von Mario Arndt entdeckten und analysierten Regelmäßigkeiten und Strukturen in der Abfolge der mittelalterlichen Herrscher und Päpste belegen eine Fälschung der Geschichte von riesigem Ausmaß. Die Konstruktion der Geschichte reicht bis in das antike Römische Reich zurück. Dieses Buch ist so intelligent und gleichzeitig unterhaltsam, dass man es unbedingt gelesen haben muss. Website des Autors: www.HistoryHacking.de

Der Geschichtsanalytiker und Sachbuchautor Mario Arndt schreibt über Themen, die Sie nicht in traditionellen Geschichtsbüchern finden. Seine Analysen der offiziellen Geschichte decken auf, wie das Mittelalter, die Antike und die dazugehörigen Zeitrechnungen gefälscht und erfunden wurden. Mario Arndt wurde 1963 in Rostock geboren und hat seit 2002 seinen Wohnsitz in Frankfurt am Main. Seine Entdeckung der artifiziellen Strukturierung der Reihenfolge der Namen der christlichen, europäischen Herrscher des Mittelalters stellt einen entscheidenden Durchbruch in der Geschichtsanalytik dar und ist möglicherweise die Kopernikanische Wende in der Erforschung des europäischen Mittelalters. Website des Autors: www.HistoryHacking.de
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Geschichte nach geometrischer Methode


Vormoderne Vorstellungen über die Strukturierung
von Raum und Zeit


Dieses Kapitel gibt einen kurzen Einblick in die antiken, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Vorstellungen über die Strukturierung von Raum und Zeit, da diese für das Verständnis des Hauptteils des Buches wesentlich sind. Denn damals entstanden die Vorstellungen über die Chronologie der Geschichte dieser Zeiten, die heute noch Stand der Geschichtswissenschaft sind, also niemals einer radikalen Prüfung unterzogen worden sind.

Abb. 1 zeigt eine mittelalterliche (Ideal-)Vorstellung des Universums mit der Erde im Mittelpunkt. Um die Erde bewegen sich Mond, Sonne und die damals bekannten fünf Planeten (Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn) auf Kreisbahnen. Ganz außen befinden sich die Fixsterne, hier konkret die zwölf Sternbilder des Tierkreises.

Aber: Man wusste jedoch (spätestens seit dem antiken Astronomen Claudius Ptolemäus), dass das eigentlich nicht stimmte, denn bei den Planeten waren eben keine exakten Kreisbahnen beobachtbar, sondern sogenannte Epizyklen (kleinere Kreisbahnen auf der großen). Kreisbahnen waren das Paradigma dieser Zeit, da sie als ideale Form der Bewegung galten, wie es der antike griechische Philosoph und Wissenschaftler Aristoteles gelehrt hatte.

Abb. 1: Das geozentrische Weltbild in einer mittelalterlichen Handschrift

Auch Nikolaus Kopernikus (1473-1543), der als Begründer des neuen Weltbildes gilt, dass sich die Planeten um die Sonne und nicht um die Erde bewegen, hielt an Kreisbahnen als idealer Bewegungsform der Planeten fest. Dadurch war die Theorie des Kopernikus zunächst ungenauer als die damalige herrschende Meinung zum Thema, das geozentrische Weltbild. Auch widersprach natürlich die Vorstellung von der Sonne im Mittelpunkt und einer durch das Universum fliegenden Erde ganz offensichtlich dem gesunden Menschenverstand und dem damaligen Stand der Wissenschaft. Jeder konnte schließlich die Bewegung der Himmelskörper um die Erde beobachten, angefangen von der Sonne, die jeden Morgen aufging. Es gab auch z.B. keinen Gegenwind, obwohl die Erde sich nach Kopernikus bewegen sollte, und die Gegenstände fielen gerade herunter und nicht schräge. Das waren tatsächlich Gegenargumente nach dem damaligen Wissensstand. Die Vorstellung eines Vakuums, eines völlig luftleeren Raumes, wurde nämlich abgelehnt, und auch die heute bekannten Bewegungsgesetze waren noch nicht entdeckt worden. Auch hier war Aristoteles maßgebend.

Daher wurde Kopernikus zunächst nicht ernst genommen und das heliozentrische Weltbild galt als Bullshit, wie man heute sagen würde, und die Anhänger des Kopernikus hätte man heute Spinner und Crackpots genannt.

Obwohl die Grundidee von Kopernikus richtig war (die Planeten bewegen sich um die Sonne und nicht um die Erde), hatte er noch nicht die richtige Art der Bewegung erkannt. Er ging eben davon aus, dass sich die Planeten in Kreisen um die Sonne bewegen. Dass es sich bei der tatsächlichen Bewegungsform um Ellipsen handelt, erkannte erst Kepler 100 Jahre später. Auch das physikalische Weltbild musste sich ändern, was grundlegend erst Newton (1643-1726) gelang. Erst nach seinem Tode gelang die Widerlegung des geozentrischen Weltbildes.

Es war also ein langer Weg

  1. von der neuartigen These des Kopernikus,
  2. über die spätere Erkenntnis der Falschheit der herrschenden Meinung in der Wissenschaft
  3. bis zu ihrer endgültigen Widerlegung.

Aber zurück zur Zeit vor Newton: Dieser antiken und mittelalterlichen Strukturierung im Raum – die 12 Sternkreiszeichen des Himmels – entspricht eine Strukturierung in der Zeit: die 12 Monate eines Jahres, die einem Umlauf der Erde um die Sonne entsprechen bzw. nach früheren Vorstellungen einem Umlauf der Sonne um die Erde wie in Abb. 1. Namensgeber für das Wort “Monat“ war der Mond, der die Erde in einem (Sonnen-) Jahr etwas mehr als zwölfmal umläuft.

Abb. 2: Uhr des Freiburger Münsters,

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiburger_M%C3%BCnster#/media/File:Die_Uhr_des_Freiburger_M%C3%BCnsters.jpg Autor: Gabriel Rinaldi, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Diese Aufteilung des Jahres im Großen in 12 Monate, denen im Kleinen die Aufteilung eines gesamten Tages in 2 x 12 Stunden entspricht, geht auf die alten Völker in Mesopotamien (Sumerer/Chaldäer und später Babylonier) zurück Aufgrund dieser identischen Strukturierung im Großen und im Kleinen überrascht auch die große Ähnlichkeit des Ziffernblattes einer Uhr mit der Vorstellung des Universums in der Antike und im Mittelalter nicht.

Eine weitere Identität der Strukturierung von Raum und Zeit gibt es mit der ebenso heute noch gebräuchlichen sogenannten Sieben-Planeten-Woche Diese geht auch auf die alten Mesopotamier zurück. In den semitischen Sprachen hat das Wort für “Sieben“ die gleiche Wurzel wie das Wort für “Woche“. Als Planeten werden dabei neben Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, abweichend von unserer heutigen Definition, auch Sonne und Mond bezeichnet. Diese Planeten sind in Abbildung 1 in der Reihenfolge ihrer siderischen Umlaufzeit geordnet.

Der Wochentag ergibt sich aus folgender Regel: Der Tag ist in 2 x 12 Stunden unterteilt. Jede Stunde wird nacheinander von einem Planeten regiert, umlaufend in der Reihenfolge der siderischen Umlaufzeit. Der 1. Tag beginnt mit dem Saturn. Die sieben Planeten (inklusive Sonne und Mond) wiederholen sich also an einem Tag dreimal. Danach folgen die ersten drei bis zur 24. Stunde. Der 2. Tag beginnt dann also mit dem 4., der Sonne. dasselbe wiederholt sich stündlich. Der 3. Tag beginnt dann mit dem Mond usw., also unsere bekannten Wochentage (3 x 7 + 3 = 24).

Es ergeben sich auf Latein die Wochentage:

Dies Saturni (Samstag), Solis (Sonntag), Lunae (Montag), Martis (Dienstag), Mercurii (Mittwoch), Iovis (Donnerstag), Veneris (Freitag). Im Deutschen entsprechen heute nicht mehr alle Wochentage ihren ursprünglichen Planetennamen.

Einen Zusammenhang zwischen der Zwölfer- und der Siebener-Strukturierung gibt es mit dem antiken römischen Osterzyklus, der der Ermittlung des Osterdatums, des wichtigsten Festes der Christenheit, dient. Dieser Zyklus umfasst 12 x 7 = 84 Jahre, und wiederholt sich danach fortlaufend.

Und ebenso wie es den Zwölfer-Rhythmus zeitlich sowohl im Kleinen (Stunden des Tages) als auch im Großen (Monate des Jahres) gibt, so hatten die Babylonier auch schon einen Siebener-Rhythmus sowohl im Kleinen (Tage der Woche) als auch im Großen (Zeitalter der Welt). Der für die Landwirtschaft geltende Sabbatjahreszyklus des Alten Testamentes ist ein weiteres Beispiel für die Siebener-Strukturierung. Nach diesem Zyklus sollten die Felder sechs Jahre lang bestellt werden und im jeweils siebenten Jahr brachliegen.

Strukturierung des Raumes Strukturierung der Zeit
12 Sternbilder des Tierkreises 12 Monate eines Jahres
2 x 12 Stunden eines Tages
7 Planeten 7 Weltzeitalter 7 Tage einer Woche
Jerusalem
in der Mitte der Welt
Jesus Christus
in der Mitte der Zeit

Tabelle 1: Antike und mittelalterliche Strukturierung von Raum und Zeit

Jesus Christus in der Mitte der Zeit
und in der Mitte der Welt


Was die späteren Weltzeitalter im christlichen Weltbild von den anderen Rhythmen unterscheidet, ist, dass sie sich nicht wiederholen. Die Schöpfung der Welt steht am Beginn des ersten Weltzeitalters und das Ende der diesseitigen Welt am Beginn des siebten.

Das 6. Weltzeitalter (und unsere heutige Zeitrechnung) beginnt mit dem Leben von Jesus Christus, und zwar nach frühchristlicher Vorstellung genau in der Mitte des 6. Jahrtausends seit Erschaffung der Welt, im Jahre 5500 (Später wurden auch davon abweichende Daten “ermittelt“). Eine Unterteilung der ersten 6000 Jahre in 12 x 500 Jahre legt Jesus Christus an den Anfang der letzten 500 Jahre. Dies war der nach offizieller Geschichte ursprüngliche Entwurf, von dem z.B. die im Byzantinischen Reich gültige Zeitrechnung bis zum Untergang 1453 nur um neun Jahre abwich (5509). In Russland wurde diese Zeitrechnung bis zum Jahre 1700 u.Z. verwendet.

Das 7. Weltzeitalter mit Beginn des 7. Jahrtausends seit Erschaffung der Welt (6000) sollte dann mit der Wiederkehr von Jesus Christus anfangen, verbunden mit dem Untergang der diesseitigen Welt und dem Weltgericht. Das 7. Weltzeitalter war den erlösten Menschen im Jenseits vorbehalten, in ewiger Ruhe.

Nach christlichem Verständnis lebt Jesus Christus in der Mitte der Zeit. Nach dem Lukas-Evangelium wird die Zeit eingeteilt in

  1. Die Zeit vor Jesus Christus: das Gesetz des Alten Testaments und die Propheten bis zu Johannes dem Täufer
  2. Die Zeit von Jesus Christus als die “Mitte der Zeit“ [Conzelmann 1954]
  3. Die Zeit zwischen Jesu Himmelfahrt und dem Beginn des 7. Weltzeitalters

Auch bei Jesus Christus gibt es eine Identität der Strukturierung von Raum und Zeit, denn Jerusalem, wo er nach...



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