Anton | Perry Rhodan Kompakt 7: Uwe Anton wird 60 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 7, 400 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Kompakt

Anton Perry Rhodan Kompakt 7: Uwe Anton wird 60

Eine Werkschau zum sechzigsten Geburtstag des PERRY RHODAN-Autors
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-8453-3181-2
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Eine Werkschau zum sechzigsten Geburtstag des PERRY RHODAN-Autors

E-Book, Deutsch, Band 7, 400 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Kompakt

ISBN: 978-3-8453-3181-2
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Seit Uwe Anton seine ersten Beiträge für PERRY RHODAN verfasst hat, ist er aus dem Zusammenhang der größten Science-Fiction-Serie der Welt nicht mehr wegzudenken. Jahrelang steuerte er die Serie als Exposéautor, von ihm stammen zahlreiche wichtige Romane, er erwarb sich große Verdienste um die ATLAN-Serie und war für Miniserien im Taschenbuch und im Heftroman verantwortlich. Nicht nur aus diesem Grund ist es eine große Ehre für die Redaktion, ihm zum sechzigsten Geburtstag mit einer Sonderpublikation zu gratulieren. Mit diesem PERRY RHODAN-Kompakt wollen wir ein wenig über den Jubilar erzählen, vor allem aber Ausschnitte aus seinem Werk präsentieren - diese Texte charakterisieren ihn und seine Arbeit für PERRY RHODAN. Folgende Romane sind enthalten: •PERRY RHODAN-Erstauflage Band 1922: Die Solmothen •PERRY RHODAN-Erstauflage Band1946: Der fünfte Bote •PERRY RHODAN-Erstauflage Band 2050: SEELENQUELL •PERRY RHODAN-Erstauflage Band 2020: Die Lichtgestalt •PERRY RHODAN-Erstauflage Band 2350: Das schreiende Schiff •PERRY RHODAN-Erstauflage Band 2351: Die gefallenen Mächtigen •Kurzgeschichte 'In den Augen tausend Sterne' •PERRY RHODAN-Planetenroman Band 5: Eisige Zukunft Dazu kommen ergänzende Texte und Fotos

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1.


Perk Zaidan

16. April 1290 NGZ

»Und du bist tot, Perk«, sagte Marga Rejka. »Oder hast zumindest unserer Medoabteilung viel überflüssige Arbeit eingebrockt.«

Perk Zaidan trat einen Schritt zurück, doch im Ernstfall wäre es schon zu spät gewesen. Wütend auf sich selbst, schüttelte er den Kopf. Schon als er die Instruktion zum Öffnen des Schotts gegeben hatte, war ihm klargeworden, dass er Mist gebaut hatte.

Zum Glück hat der Syntron meinen Befehl ignoriert, dachte er. Und korrigierte sich sofort: Das hat nichts mit Glück zu tun. Marga hat mich bei der Stationssyntronik noch nicht als weisungsberechtigt einstufen lassen.

Er schaute schuldbewusst zu der wissenschaftlichen Chefin von Neptun Vier hinüber. »Natürlich«, sagte er. »Du hast recht. Aber man kann sich kaum vorstellen, dass ausgerechnet hier, in einer solchen Umgebung ...«

Er suchte nach den richtigen Worten, fand sie nicht und verstummte. Hilflos schaute er durch die Panoramawand neben dem Schott auf den Ozean von Zyan hinaus. So weit das Auge reichte, dehnte sich blaues Wasser in mannigfaltigen Schattierungen aus. An einigen Stellen wurde es in sanften Abstufungen immer heller; dort hoben sich die weitläufigen Korallenbänke, in denen in Tiefen bis zu zweihundert Metern die Solmothen lebten, bis dicht unter die Oberfläche. Am fernen Horizont wiederum stellte es sich als eintöniges und schier unendliches Dunkelblau dar, das mit dem deutlich helleren Himmel zu einem diffusen Mischton verschmolz.

Perk weilte zwar erst seit knapp einem Standardtag auf Zyan, doch in diesen zwanzig Stunden waren ihm zwei Dinge bewusst geworden. Zum einen hatte er noch nie so viele unterschiedliche Blautöne gesehen, die sich trotzdem zu einer umfassenden Einheit zusammenfügten. Und zum anderen hatte noch nie irgendeine Umwelt in ihm ein solch tiefgreifendes Gefühl von Harmonie und Frieden erzeugt, wie er es hier empfand.

Wobei er allerdings noch nicht besonders viele Welten außerhalb des Solsystems gesehen hatte. Genaugenommen erst eine.

Marga Rejka lächelte schwach. »Schon gut«, erwiderte sie. »Ich weiß, was du sagen willst. Mir ist es nicht anders ergangen. Als ich auf Zyan eintraf, brauchte auch ich eine Weile, bis mir bewusst wurde, dass der Schein trügt und der Planet für ungeschützte Menschen tödlich ist. Man weiß es zwar, kann es aber nicht verinnerlichen. Dazu wirkt die Umgebung zu paradiesisch.«

Perk musterte die sportliche, siebenundvierzigjährige Meeresbiologin. Sie trug ihr blondes Haar kurz geschnitten, eine sehr praktische Frisur für jemanden, der auf einer Schwimmenden Stadt mit beengten Räumlichkeiten lebte. Make-up sah er keins; ihre feingeschnittenen, symmetrischen Gesichtszüge wirkten jedoch auch ohne künstliche Betonungen sehr ansprechend.

Sie bemerkte seinen Blick und zuckte mit den Achseln. »Zumindest auf mich«, fügte sie hinzu. »Es soll auch Menschen geben, die ein schier endloser Ozean schlicht und einfach in den Wahnsinn treibt.«

Perk glaubte, in Marga Rejkas Worten einen gewissen schwärmerischen Unterton zu hören. Seine neue Vorgesetzte – oder besser gesagt Ausbilderin – schien die ideale Frau an diesem Ort zu sein, das hatte er schon bei der Begrüßung mitbekommen. Sie sah ihre Tätigkeit auf Zyan nicht als bloßen Beruf an, sondern als Berufung.

Im nächsten Augenblick klang ihre Stimme wieder völlig sachlich. »Aber die radioaktive Strahlung ist nun mal planetenweit vorhanden und so stark, dass sie für Menschen kurzfristig schädlich und schließlich sogar tödlich ist. Oberste Regel: im Freien nie ohne Schutzanzug!« Sie deutete auf ein Fach, das in der Wand gegenüber dem Schott eingelassen war. »Du musst wohl oder übel einen anlegen, bevor wir die Station verlassen, auch wenn ich dir jetzt nur die Oberfläche der Schwimmenden Stadt zeigen will.«

»Alles klar. Verzeih! Es wird nicht wieder vorkommen.« Perk Zaidan öffnete den Schrank, der mehrere Taucheranzüge enthielt, die ihm klobig und unhandlich vorkamen. Doch er wusste aufgrund der Unterlagen, die er während des Flugs auf der ULENBURG von Eaudewuer nach Zyan studiert hatte, dass sie Tauchgänge bis in praktisch unbegrenzte Tiefen ermöglichten.

Diese Dossiers hatten auch die Information enthalten, dass die Gewässer des Planeten in für Menschen schädlichem Maß radioaktiv strahlten, seinen Bewohnern, den Solmothen, die Radioaktivität allerdings nichts ausmachte, sondern anscheinend ihrer Intelligenzwerdung sogar förderlich gewesen war. Die genauen Hintergründe waren noch nicht erforscht.

Nun kam es darauf an, das angelesene Wissen so schnell wie möglich umzusetzen. Perk konnte seinen Fehler nicht mit Überanstrengung erklären. Die Reise nach Zyan, dem zweiten von insgesamt vier Planeten der gelben Sonne Gorkan, war ereignislos verlaufen und hatte ihm genug Zeit für die letzten Vorbereitungen gelassen.

Perk Zaidan war Student der Exobiologie an der Universität Terrania. Da er sich auf die Meeresbiologie fremder Welten spezialisieren wollte, hatte er lange vor dem Überfall der Dscherro beantragt, das erforderliche einjährige Praktikum jeweils zur Hälfte auf den Wasserwelten Eaudewuer und Zyan zu absolvieren. Die schrecklichen Kriegstage selbst hatte er nicht miterlebt, da war er schon auf Eaudewuer gewesen. Immerhin wusste er mittlerweile, dass keiner seiner Familienangehörigen und Freunde unter den über hunderttausend Todesopfern war, die die schrecklichen Ereignisse gefordert hatten. Es war auch keiner seiner Angehörigen verletzt worden, einige hatten jedoch ihre Wohnungen verloren. Immerhin hatte man bereits vor gut zwei Monaten mit dem Wiederaufbau Terranias begonnen.

»Worauf wartest du?«, riss Marga ihn aus seinen Gedanken. »Ich dachte, du brennst darauf, nach draußen zu kommen.«

»Sicher.« Es bereitete ihm einige Mühe, sich in das unförmige Monstrum zu zwängen – im Gegensatz zur Meeresbiologin, die ihren Taucheranzug in Sekundenschnelle angelegt hatte. Perk wurde klar, dass sie ihn bewusst auf die Probe gestellt hatte. Sie hatte ihn nicht auf die Notwendigkeit hingewiesen, im Freien stets einen Schutzanzug zu tragen, sondern abgewartet, ob er selbst daran dächte, die Vorschriften einzuhalten.

»Verdammt«, raunzte er, »warum müssen wir so unförmige Dinger tragen? Ein SERUN würde doch denselben Zweck erfüllen und wäre viel praktischer in der Handhabung.«

Marga lachte leise auf. »Mein Lieber«, drang dann ihre Stimme aus dem Lautsprecher seines Helmfunkgeräts, »hast du eine Ahnung, was ein SERUN kostet? Das ist ein hochwertiges Gerät und dementsprechend teuer. Alle Taucheranzüge auf Neptun Vier zusammen sind in der Herstellung nicht so kostspielig wie ein einziger SERUN. Außerdem erfüllen sie völlig ihren Zweck.«

Endlich gelang es Perk, den Helm seines Anzugs zu schließen.

»Ich erkläre dir kurz die Funktionsweise der Kombination«, hörte er Margas Stimme, »dann führe ich dich über die Oberfläche von Neptun Vier. Erwarte aber nicht zuviel. Wie du weißt, hat unsere Forschungsstation nur eine Größe von einhundert mal einhundertfünfzig Metern. Die LFT unterhält auf Zyan rund zwei Dutzend solcher Stationen unterschiedlicher Größe. Es gibt auch Stützpunkte auf einigen Inseln, doch für engere Kontakte mit den Solmothen haben die Schwimmenden Städte sich besser bewährt, da die Ureinwohner des Planeten seichtes Wasser meiden. Selbstverständlich gibt es auf Zyan auch wissenschaftliche Stationen und Handelsstützpunkte anderer Milchstraßenvölker, aber wir haben kaum Kontakt mit ...«

»Marga«, drang eine männliche Stimme aus den Helmlautsprechern. »Komm bitte in die Zentrale! Du musst dir unbedingt etwas ansehen. Das gilt übrigens für alle, die nicht unaufschiebbare Arbeiten erledigen müssen.«

»Verstanden, Sergo«, antwortete die Wissenschaftlerin. »Wir sind unterwegs.« Sie öffnete den Helm ihrer Montur wieder. »Tut mir leid«, sagte sie zu Perk. »Dein erster Ausflug wird wohl noch etwas auf sich warten lassen.«

*

Die »Zentrale« der Schwimmenden Stadt erinnerte nur entfernt an die der Raumschiffe, die Perk bislang gesehen hatte. Sie war kleiner und nicht annähernd so hochtechnisiert. In diesem Raum, der aus Sicherheitsgründen fast genau im Mittelpunkt der Station lag, war auch die Syntronik untergebracht. Trotz der Stimmerkennung ermöglichten Terminals als Redundanzsystem einen direkten Zugriff. Über zahlreiche Monitore unterschiedlicher Größe konnten Bilder der Außenkameras eingespielt werden, nicht nur der Geräte, die auf der Station selbst angebracht waren, sondern auch die der submarinen Kontaktstellen der Solmothen, wie Perk wusste.

Von den elf Personen, die die Besatzung von Neptun Vier bildeten, waren sechs anwesend, und von denen wiederum hatte Perk bislang zwei persönlich kennengelernt. In der Mitte des Raums stand, das Gesicht zu einem düsteren Stirnrunzeln verzogen, Sergo Vormaster, der Sicherheitschef der Station, ein untersetzter Mann von siebzig Jahren, der Perk bei der Begrüßung eher wortkarg vorgekommen war. Und hinter einem Terminal saß Jyrrgen Voss, ein blonder Mann von vierzig Jahren, der erst spät seine natürliche Affinität zu Syntroniken und Rechnern jeglicher Art erkannt und gerade eine zweite Berufsausbildung abgeschlossen hatte, nachdem er jahrelang in Terrania als Unternehmensberater tätig gewesen war.

Der Informatiker hatte Perk nach der Begrüßung zu seinem Quartier geführt und ihm dabei erzählt, dass er extensive Ahnenforschung betrieben und festgestellt hatte, dass seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts alter Zeitrechnung jeder, aber auch wirklich jeder seiner...



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