Anton | ATLAN Monolith 1: Planet der Silberherren | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 350 Seiten

Reihe: ATLAN Monolith

Anton ATLAN Monolith 1: Planet der Silberherren


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-8453-4942-8
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 1, 350 Seiten

Reihe: ATLAN Monolith

ISBN: 978-3-8453-4942-8
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



April 3112 alter Terranischer Zeitrechnung: In dieser Zeit geht die United Stars Organisation - kurz USO - gegen das organisierte Verbrechen vor. An ihrer Spitze steht der Arkonide Atlan, Perry Rhodans bester Freund. Ein Zellaktivator verleiht dem mehr als zehntausend Jahre alten einstigen Imperator des arkonidischen Imperiums relative Unsterblichkeit. Lordadmiral Atlan und der Risiko-Spezialist Santjun landen in geheimer Mission auf dem Planeten Thanaton. Schnell wird ihnen klar, dass die hier lebenden Nachfahren verlorener lemurischer Siedler von einer Herrscher-Kaste, den Silberherren, unterdrückt werden. Atlan und Santjun heften sich an die Spur einer mysteriösen Substanz, die Leben verlängern kann, und stoßen auf ein Artefakt aus uralter Zeit. Während der Arkonide und der USO-Spezialist sich mit den Schergen der Silberherren auseinandersetzen müssen, erwacht der gewaltige Monolith aus seiner Äonen währenden Starre. Folgende Romane sind Teil des Monolith-Zyklus: 1. 'Planet der Silberherren' von Uwe Anton 2. 'Todeszone Zartiryt' von Rüdiger Schäfer 3. 'Echo der Verlorenen' von Hans Kneifel 4. 'Der Silbermann' von Marc A. Herren 5. 'Ceres am Abgrund' von Manfred H. Rückert 6. 'Sprung ins Jenseits' von Achim Mehnert

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Erster Teil: Der Aufstieg
  Prolog
    Warum sieht das Wunderkind mich so seltsam an? Verstohlen schaut es zu mir herüber, wendet den Blick aber sofort wieder ab. Es scheint peinlich berührt zu sein, dass ich es von oben bis unten mustere. Ich habe den Eindruck, dass es am liebsten überall wäre, nur nicht hier. Dass es ihm unangenehm ist, mir zu begegnen. Dass es Angst vor mir hat. Aber Christina Gabrielle, Erster Wissenschaftlicher Offizier der IMASO, wagt es nicht, das Wort an mich zu richten. Schließlich bin ich ihr oberster Vorgesetzter. Sie sagt kein Wort, räuspert sich lediglich kurz, nickt und wendet sich ab, erleichtert, dass ich sie nicht anspreche. Die Situation kommt mir seltsam vertraut vor. An Bord der EX-2714 hat man mich auch so gut wie gar nicht zur Kenntnis genommen. Aber dort war ich ein Niemand; hier bin ich immerhin der Regierende Lordadmiral der USO. Ich sehe Christina nach, bis sie in einer Biegung des Korridors aus meiner Sicht verschwindet, und gehe weiter. Die IMASO ist kein großes Schiff, ein leichter Kreuzer der STAATEN-Klasse mit einem Durchmesser von lediglich 100 Metern. Ein schnelles Aufklärungsschiff, nicht zu verwechseln mit den schwerer bewaffneten, ebenfalls 100 Meter durchmessenden Angriffskreuzern der STÄDTE-Klasse. Aber beide haben eins gemeinsam: Die Wege sind kurz. Ich nähere mich dem Antigravschacht. Auch wenn das Wunderkind sich zurückgezogen hat, fühle ich mich weiterhin beobachtet. Natürlich; man misstraut mir hier. Wahrscheinlich aus gutem Grund. Ich hätte mir auch misstraut, hätte ich das Kommando über das Schiff. Naileth Simmers wird es nie verstehen. Es gibt Dinge, die sind wichtiger als das eigene Leben. Ich muss die IMASO zerstören. Der Kreuzer darf sein Ziel nicht erreichen. Ich werfe einen Blick zurück über die Schulter, halte Ausschau nach Robotsonden, kleinen Spionen, die mich auf Schritt und Tritt überwachen, kann aber keine entdecken. Das überrascht mich nicht. Naileth hat vielleicht keinen Einblick in das Gesamtbild, begreift nicht, worum es wirklich geht, aber sie ist nicht dumm. Sie hat Zeit genug gehabt, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Den Antigravschacht betrete ich mit gebotener Vorsicht; meine unliebsamen Erfahrungen mit ihm sind mir noch gut in Erinnerung. Aber sie haben es damals nicht geschafft, mich zu töten, und sie werden es auch jetzt nicht schaffen. Unauffällig taste ich nach dem Kombistrahler unter meiner Jacke. Die Waffe wird mir ermöglichen, mein Ziel zu verwirklichen. Ich schwebe hinab, vorbei an der kleinen hydroponischen Anlage auf Hauptdeck 4 unterhalb des Ringwulstes, und sehe auf die Uhr. In zwei Minuten werde ich den Maschinenraum erreicht haben. Niemand wird es wagen, mich aufzuhalten, sollte mir überhaupt jemand begegnen. Niemand weiß, was ich vorhabe. Und selbst wenn: Ich bin der Regierende Lordadmiral der USO. Im Maschinenraum werde ich vielleicht noch eine Minute benötigen. Also werde ich in drei Minuten tot sein. Dieses Wissen erfüllt mich mit tiefer Befriedigung. Über 11.000 Jahre bin ich alt geworden. Das muss genügen. Was ist schon mein Leben gegen das Wohlergehen einer ganzen Kultur? Als ich den Antigravschacht wieder verlasse, verspüre ich trotzdem ein gewisses Bedauern. Die IMASO ist ein gutes Schiff. Sie steht zwar im Dienst der USO, wurde aber 2956 auf Luna erbaut, hat bereits mehrere Kampfhandlungen erlebt und sich dabei trotz – oder gerade wegen – einiger Beschädigungen einen sehr guten Ruf erworben. Der Raumer und die Besatzung gelten als zäh. Um die Besatzung tut es mir leid. Sie hätte etwas anderes verdient, als für eine höhere Sache zu sterben, ohne die Hintergründe zu kennen. Aber es gibt keine andere Möglichkeit. Manchmal muss man eben Opfer bringen. Vor mir öffnet sich die Tür zum Maschinenraum. Ich mache noch zwei, drei Schritte und halte dann überrascht inne. Damit habe ich, wie ich eingestehen muss, nicht gerechnet. Major Naileth Simmers wartet zehn Meter vor mir auf mich, sieht mich mit festem, ja schon starrem Blick an. Und sie ist nicht allein. Fünf Kampfroboter bilden einen Halbkreis vor ihr. Vier davon gehören der Modellreihe GLADIATOR an, stählerne Kolosse, deren Körper entfernt an das Skelett eines Humanoiden erinnern, aber mit Waffen in den Händen, die kaum ein Mensch tragen kann, sofern er nicht von einer Extremwelt stammt. Der fünfte ist sogar ein neuartiger TARA II UH, ein kegelförmiges, bis an die Zähne bewaffnetes Monstrum mit ausfahrbaren Waffenhalterungen, die mit jeweils einer schweren Waffe armiert sind. Das Arsenal umfasst einen Desintegrator, einen Impulsstrahler, einen Paralysator und eine kleine Transformkanone – Waffen, die der Roboter an Bord dieses Schiffes kaum einsetzen kann. Geschützt wird er durch einen vierfach gestaffelten HÜ-Schirm. Außer einer schweren Panzerung zählen ein Deflektorschirm, ein Traktorstrahl und ein Prallschirmgenerator zu seinen Defensivsystemen. Allein dieses Ungetüm könnte mich in Sekundenbruchteilen liquidieren. Ich bin, gelinde gesagt, überrascht, dass die IMASO solch ein hochmodernes Gerät überhaupt an Bord hat. Die Energieschirme der anderen Roboter flimmern, die Mündungen ihrer Waffen leuchten, unnatürlich hell, wie es mir vorkommt. Es ist vorbei, Beuteterraner, meldet sich nach langer Zeit endlich wieder mein Extrasinn. In letzter Zeit verstehen wir uns nicht besonders gut. Nach allem, was vorgefallen ist, kann ich es ihm nicht verübeln. Sieh es ein. Wie ich dir gesagt habe, du hast keine Chance. Gib auf, sonst stirbst du. »Und eine ganze Kultur stirbt?«, flüstere ich. »Geht unter, als hätte sie nie existiert?« Wer bin ich, dass ich dir Ratschläge ertei… Der Logiksektor verstummt mitten im Wort. Der Grund dafür wird mir einen Sekundenbruchteil später klar. Plötzlich flimmern nicht nur die Schutzschirme der Roboter, sondern auch die Luft neben Naileth Simmers gerät in Bewegung. Dann, abrupt, ohne Vorwarnung, steht das Wesen aus meinen Träumen neben dem Major. Ja, es ist dieses Geschöpf, eindeutig. Vielleicht einen Meter groß, mit seidigem, rotbraunem Pelz, soweit ich es feststellen kann. Es trägt die lindgrüne Uniform eines Soldaten des Solaren Imperiums. Wäre die Lage nicht so ernst gewesen, hätte ich grinsen müssen. Ein übergroßer Biber mit einem übergroßen Schwanz, dem Kopf einer Maus und einem einzigen übergroßen Nagezahn! Und mit nicht unerheblichem Übergewicht, wie ich nun eindeutig feststelle. Die Uniform muss eine Spezialanfertigung sein, kann einige übermäßig ausgeprägte Rundungen aber nicht verbergen. Ob das Geschöpf – wie in meinen Träumen – eher watschelt als geht, kann ich nicht feststellen. Es steht reglos neben der Kommandantin und schaut mich an. So putzig es aussieht, sein Blick könnte Lava zu Eis gefrieren lassen. Wie nennt es sich noch? Bedrückt muss ich feststellen, dass ich seinen Namen nicht kenne. Naileth Simmers räuspert sich. »Ich weiß, was Sie vorhaben, Lordadmiral. Und ich kann das nicht zulassen.« »Treten Sie zur Seite, Major, und desaktivieren Sie die Kampfroboter. Haben Sie mich verstanden? Das ist ein Befehl, Major.« Simmers schüttelt den Kopf. »Sir, nein, Sir. Es tut mir leid, Atlan. Lordadmiral.« »Sie wissen nicht, was Sie tun, Major. Ich habe Ihnen einen direkten, unmissverständlichen Befehl erteilt.« »Sie wissen nicht, was Sie tun, Lordadmiral. Es tut mir leid, aber ich muss Sie aufhalten, Sir. Und ich habe die Mittel dazu. Bitte geben Sie auf, Sir.« »Das kann ich nicht.« Das Schicksal einer ganzen Welt steht auf dem Spiel. Ich bewege langsam, unendlich langsam, die rechte Hand, schiebe sie unter meine Jacke. Ich würde viel für einen Rat des Logiksektors geben, doch er schweigt. Ihm gefällt auch nicht, was ich vorhabe. Noch sechs, sieben Zentimeter und ich berühre den Griff meiner Waffe. Dann ist wieder alles möglich. In elftausend Jahren lernt man so manchen Trick. »Ich weiß, dass Sie unter ihrer Jacke einen Kombistrahler versteckt haben, Sir.« Ich halte in der Bewegung inne, nur zwei, drei Zentimeter vom Griff der Waffe entfernt. Damit habe ich die Option verloren, den Strahler zu ziehen, ihn auf die Kommandantin zu richten und ein Patt herbeizuführen, bevor die Kampfroboter mich paralysieren können. Ich kneife die Augen zusammen, als ich bemerke, dass die Kampfroboter nicht ihre Paralysatoren aktiviert haben, sondern die Desintegratoren und Thermostrahler. Das verwirrt mich zusätzlich. Naileth Simmers will mich nicht außer Gefecht setzen, betäuben, sie will mich töten. Damit hätte ich niemals gerechnet. Mein ganzer Plan ist nun hinfällig. Meine Gedanken rasen. Warum will sie mich töten? Normalerweise würde der Extrasinn diese Frage stellen und darüber spekulieren, doch da er die Zusammenarbeit verweigert, muss ich selbst nach einer Antwort suchen. Was läuft hier falsch? Längst hätte Major Simmers mich paralysieren lassen können, doch sie will mich töten. Warum?, denke ich erneut. Es muss einen Grund dafür geben. »Sir, ziehen Sie langsam den Kombistrahler unter Ihrer Jacke hervor und lassen Sie ihn dann fallen. Das ist die letzte Warnung. Befolgen Sie augenblicklich diese Anweisung, Sir, oder ich befehle den Robotern, das Feuer zu eröffnen. Bitte, Sir«, fügt sie fast beschwörend hinzu. Aus. Vorbei. Ich schreie auf, greife nach der Waffe, und...



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