Anderson | Dieses unvergessliche Verlangen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1908, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Anderson Dieses unvergessliche Verlangen


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-2100-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1908, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2100-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Halt an!' Bei Skyes Ruf tritt Jake hart auf die Bremse. Ist bei ihrer Autofahrt etwa Skyes Gedächtnis zurückgekehrt, das sie während des Hurrikans verloren hatte? Selbst Jake - ihr eigener Ehemann - war für sie danach ein Fremder! Aber jetzt scheint sie sich plötzlich zu erinnern ... an diesen Platz, an dem sie sich früher so heiß küssten und liebten, obwohl ihre Familien verfeindet waren. An die Nacht, als sie die Stadt verließen, um zu heiraten. Aber wenn die Erinnerungen wieder da sind - weiß Skye dann auch, warum sie Jake die Scheidungspapiere geschickt hat?



Sarah M. Anderson sagt, sie sei 2007 bei einer Autofahrt mit ihrem damals zweijährigen Sohn und ihrer 92-jährigen Großmutter plötzlich von der Muse geküsst worden. Die Geschichte, die ihr damals einfiel, wurde ihr erstes Buch! Inzwischen konnte sie umsetzen, wovon viele Autoren träumen: Das Schreiben ist ihr einziger Job, deshalb kann sie sich voll und ganz darauf konzentrieren. Seit 2011 hat sie über dreißig Romane veröffentlicht und mehrere Preise gewonnen. Gerne schreibt sie über moderne Cowboys, denn sie ist immer noch fasziniert von Figuren und Orten, die ihre Fantasie schon als Kind bestimmten. Doch ihre Veröffentlichungen sind alles andere als einseitig! Auch Fans von romantischen Geschichten, in denen attraktive Millionäre im Mittelpunkt stehen, greifen gerne zu Sarahs Romanen. Sie lebt mit ihrem Ehemann, dem gemeinsamen Sohn und ihren Hunden in Illinois, strickt in ihrer Freizeit und werkelt ansonsten liebend gerne in ihrem wunderschönen Haus im Queen-Anne-Stil, um es zu perfektionieren.

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1. KAPITEL

Jake Holt traute seinen Augen nicht. Was, um alles in der Welt, war mit seiner Heimatstadt geschehen? Zwar hatte er vermutet, dass sich einiges verändert hatte. Schließlich war er vier Jahre nicht in Royal gewesen und hatte auch keinen Kontakt zu seiner Familie gehabt. Aber mit so etwas hatte er nicht gerechnet.

Langsam fuhr er in die Innenstadt, früher ein lebhaftes Zentrum. Jetzt schien es, als sei jemand mit einer Riesendampfwalze darübergefahren. Als er am städtischen Krankenhaus vorbeikam, sah er, dass ein kompletter Flügel fehlte.

Himmel, das sah aus, als sei eine Bombe eingeschlagen.

Oder ein Tornado hatte die Stadt erwischt.

Was für ein grässlicher Gedanke! Nervös blickte Jake auf den Umschlag, der auf dem Beifahrersitz lag. So harmlos er auch aussah, er enthielt die Scheidungsunterlagen, die Skye ihm geschickt hatte. Er war zehn Monate außer Landes gewesen und hatte für eine Ölgesellschaft in Bahrain gearbeitet. Deshalb hatte er keine Zeit gehabt, sich um Skye zu kümmern, und das hatte sie ihm übel genommen.

Eigentlich wusste er schon länger, dass sie große Probleme in ihrer Ehe hatten. Sie waren einfach zu unterschiedlich. Er wollte endlich frei sein, nichts mehr von ihren Familien wissen, die sich seit Generationen bekämpften, und Royal den Rücken kehren. Stattdessen wollte er seine Firma Texas Sky Technologies weiter ausbauen, was seine ganze Kraft erforderte. Sowie er sein Ziel erreicht hätte und finanziell unabhängig wäre, könnte er Skye endlich das geben, was sie sich wünschte.

Doch er musste einsehen, dass das nicht möglich war. Denn ihre Wünsche waren unerfüllbar. Immer noch hatte sie die Illusion, die Familien zu versöhnen und dann mit den Taylors und den Holts friedlich in Royal zu leben. Wie kam sie nur auf diese absurde Idee?

Wie auch immer, das würde sowieso nicht geschehen. Die Taylors und die Holts waren sich seit über hundert Jahren spinnefeind. Und daran würde auch er nichts ändern können. Er hatte ja nicht einmal die eigene Familie dazu bringen können, Skye Taylor als seine Ehefrau zu akzeptieren. Würden die Taylors ihn als Schwiegersohn in die Arme schließen? Niemals!

Deshalb waren Skye und er damals durchgebrannt, um sich irgendwo anders ein neues Leben aufzubauen. Aber das hatte leider auch nicht geklappt. Dennoch, Jake konnte es immer noch nicht glauben, dass Skye sich wirklich von ihm scheiden lassen wollte. Sie war doch seine große Liebe, und sie hatten beide unglaubliche Opfer gebracht, um zusammen sein zu können.

Die Scheidungspapiere waren acht Monate zuvor ausgestellt worden. Bisher hatte Jake sie nicht unterschrieben. Und er würde es auch nicht tun, bevor er sich nicht persönlich versichert hatte, dass es Skye wirklich ernst damit war. Nur aus diesem Grund war er an diesen ungeliebten Ort zurückgekehrt. Wenn Skye ihm direkt ins Gesicht sagte, dass es aus war, dann würde er es akzeptieren.

Oh, wie er diese Stadt hasste!

Er war nach Royal gekommen, weil er Skye hier vermutete. Aber jetzt konnte er nur hoffen, dass sie nicht hier war. Denn durch den Tornado war kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Trotz der langen Trennung und trotz des verdammten Briefumschlags neben ihm war der Gedanke unerträglich, sie könne hier in den Tornado geraten sein. Dabei wusste er nicht einmal, wann die Stadt so böse von dem Wirbelsturm getroffen worden war. Er brauchte genauere Informationen. Über Skye. Über den Tornado. Und über die Stadt. Aber wo konnte er die finden?

Genau dort, wo man schon immer bestens Bescheid wusste. Im Royal Diner. Aber ob der noch stand? Auf dem Weg dorthin kam er an vielen Schutthaufen vorbei. Da, war da nicht der Autohändler gewesen, bei dem er seinen ersten Pick-up gekauft hatte? Und die Eisdiele, in der er oft mit Skye gesessen hatte, war zwar noch vorhanden, vom Tornado aber um gut einen Meter versetzt worden. Viele Häuser hatten ihre Dächer verloren und waren jetzt notdürftig mit Teerpappe abgedeckt.

Zu sehen, was aus dem einst blühenden Ort geworden war, schnitt ihm nun doch ins Herz. Er bog in die Hauptstraße ein und war überrascht, dass dort fast eine ganze Straßenzeile stehen geblieben war. Darunter auch der Royal Diner. Erleichtert atmete Jake auf. Das Lokal war gut besucht und schien immer noch so etwas wie der Treffpunkt für die Bürger von Royal zu sein.

Nachdem er eingeparkt hatte, blieb er ein paar Minuten regungslos im Wagen sitzen. Er war so sicher gewesen, dass er mit dieser Stadt fertig war, dass es ihn gleichgültig ließ, wie es seinen Bewohnern ging, besonders auch der eigenen Familie. Aber jetzt spürte er, dass ihn all diese Schicksale alles andere als kaltließen. Und Skye … Wie mochte es ihr gehen? Auch wenn alles aus war, der Gedanke, ihr könne etwas passiert sein, war nur schwer zu ertragen.

Er musste Gewissheit haben.

Entschlossen biss er die Zähne zusammen, stieg aus und ging auf das Lokal zu. Als er die Tür öffnete und dann wieder hinter sich zudrückte, verstummte schlagartig das leise Gemurmel. Er ging auf die Theke zu und musterte die Frau dahinter genau. War das nicht Amanda? Und war sie tatsächlich schwanger?

„Jake? Jake Holt?“ Sie riss die Augen auf. „Bist du es wirklich?“

„Ja, ich bin es.“ Er zwang sich zu einem Lächeln und bemerkte erst jetzt, dass ihn alle feindselig ansahen. Selbst der Koch war aus der Küche gekommen. Verdammt, was sollte er tun? Er hatte schon so manche schwierige Situation gemeistert, auch im Geschäftsleben war nicht alles glattgegangen. Aber hier fühlte er sich beinahe wie in einer Falle.

„Was, zum Teufel …?“, hörte er schließlich eine Stimme aus dem Hintergrund. „Jake? Jake Holt?“ Und zu Jakes Überraschung kam sein Bruder Keaton nach vorn. „Jake?“ Keaton starrte ihn an, als sei er ein Zombie, der frisch einem Grab entstiegen war. „Was, zum Donnerwetter …“

Schnell sah Jake sich im Raum um, aber keiner kam ihm zu Hilfe. Auch Amanda nicht, mit der er in der Highschool sogar mal befreundet gewesen war. Na gut, dann eben nicht. Er wollte sowieso nichts mehr mit der Stadt und ihren Einwohnern zu tun haben, sondern nur wissen, wo Skye war. Was er mit ihr zu besprechen hatte, ging die anderen nichts an.

Aber so leicht kam er nicht davon. Der Diner war voll, und die Nachricht von der Begegnung der Holt-Brüder würde sich wie ein Lauffeuer in der Stadt verbreiten.

„Hallo, Keaton.“ Jake lächelte kurz. Im Diner war es so still, dass man die berühmte Stecknadel hätte fallen hören können. Alle schienen den Atem anzuhalten.

Keaton presste die Lippen zusammen und ballte die Fäuste. „Wo bist du gewesen?“, stieß er halblaut hervor.

„In Bahrain“, gab Jake gelassen zurück, denn er wusste, es hörte quasi die ganze Stadt zu. „Ich hatte einen großen Auftrag zu erledigen. Bin damit gerade fertig geworden.“

Ein leises Gemurmel erhob sich, wobei Jake nicht sagen konnte, ob das positiv oder negativ war. „Ich habe auch von dem Tornado gehört“, fuhr er schnell fort. „Bin gekommen, sobald ich konnte. Vielleicht kann ich irgendwie helfen.“ Das war glatt gelogen, denn er hatte von dem Tornado erst hier erfahren. Das Gemurmel wurde stärker, einige nickten anerkennend.

Keaton warf ihm einen Blick zu, als glaube er ihm kein Wort. „Hast du Zeit für einen Kaffee?“ Er wies mit dem Kopf auf einen Tisch im Hintergrund. Schließlich brauchte nicht das ganze Lokal zu hören, was er seinem Bruder zu sagen hatte.

„Klar.“ Jake nickte lächelnd. Er war gespannt, wie der Bruder sich verhalten würde. Schließlich hatte auch Keaton ihn damals gezwungen, zwischen Skye und der Familie zu wählen. Langsam ging er nach hinten und setzte sich.

Im Diner herrschte wieder atemlose Stille. Amanda kam an den Tisch. „Kaffee?“

„Ja, gern.“ Jake warf ihr einen freundlichen Blick zu. „Du heißt wohl nicht mehr Amanda Altmann, oder?“

„Nein. Seit einem Jahr bin ich mit Nathan Battle verheiratet.“

„Herzlichen Glückwunsch.“

„Schön, dass du wieder zurückgekommen bist“, sagte sie mit einem etwas ängstlichen Blick auf Keaton. „Auch wenn sich manches verändert hat, ist es doch immer gut, wieder nach Hause zu kommen.“

„Möglich. Aber ich weiß noch nicht, wie lange ich bleibe. Hängt auch davon ab, ob ihr meine Hilfe gebrauchen könnt.“

„Ganz bestimmt.“ Amanda nickte ihm zu und ging.

Die Brüder saßen sich gegenüber und sahen sich schweigend an. Keaton hat sich verändert, dachte Jake. Die ersten Fältchen zeigten sich um Augen und Mund. Ob er verheiratet war? Vielleicht sogar Kinder hatte? In den letzten vier Jahren konnte viel passiert sein. Hoffentlich war er mit seinem Leben zufrieden.

Amanda brachte den Kaffee, und nach dem ersten Schluck atmete Jake tief durch. Er hatte fast überall auf der Welt Kaffee getrunken, aber hier im Diner von Royal schmeckte er doch ganz besonders. Irgendwie nach Zuhause …

Dennoch war er alles andere als froh, wieder „zu Hause“ zu sein. Und er würde nicht lange bleiben. Keatons Gesichtsausdruck machte sehr deutlich, dass er nicht willkommen war. Manches änderte sich eben nie …

Allmählich hob sich der Geräuschpegel wieder. Das allgemeine Interesse an den Brüdern ließ nach. Keaton schwieg immer noch. Soll er, dachte Jake. Ich habe ihm nichts zu sagen. Zumindest nichts Freundliches.

„Bahrain?“, stieß Keaton schließlich hervor.

„Ja.“ Jake nickte. „Meine Firma baut den Internet-Service für die großen...



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