Buch, Deutsch, 37 Seiten, Format (B × H): 3 mm x 133 mm
ISBN: 978-3-03906-066-5
Verlag: Digiboo GmbH
Wenn in die Philosophie eingefu¨hrt wird,
sieht sich der Leser oft konfrontiert mit einem
abstrakten Begriffskatalog, der suggeriert,
dass es so etwas wie eine Standardsprache
des Denkens gebe, die als „Metaphysik“
treffend beschrieben sei. Ich werde im Folgenden
nicht bestreiten, dass dies zutrifft und
dass es sich dabei um eine Begrifflichkeit
handelt, welche die Scholastik des Mittelalters
immer sehr ehrfu¨rchtig mit dem Denken
'des' Philosophen (Aristoteles) verband. Der
handelte von ersten Begriffen, die heute als
letzte gelten – von „Universalien“ des Seins
aller Art und dessen Wahrheit eingeschlossen.
Wenn diese Begriffe auch aktuell noch Verwendung
finden, um entweder Philosophie in
wissenschaftliche Theorie zu setzen oder ein
Wissen zu analysieren, so wird dennoch selten
metaphysisch gedacht. Traditionell wurde
darunter verstanden, Gegenstände als „Ideen“
zu vergewissern und ihre Identität zu bestimmen.
Was das Unterfangen erschwert, ist dem
Umstand geschuldet, dass alles im Leben sich
verkehren kann und am Ende auch das Dasein
sich verkehrt. „Metaphysisch“ zu denken
bedeutet, das prekäre diesseitige Sein der lebendigen
Dinge zu erkennen und zu beschreiben.




