E-Book, Deutsch, 492 Seiten
Almado Lust ~ volles ~ Spiel
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-9503820-8-2
Verlag: Assam Media
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 492 Seiten
ISBN: 978-3-9503820-8-2
Verlag: Assam Media
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Magdalena Almado, die ursprünglich als Juristin tätig war, ist ihrer Passion gefolgt. Sie hat sich entschieden, als Ausdruckstänzerin und Autorin den künstlerischen Weg zu beschreiten, sowie - unter ihrem weltlichen Namen - als Heilerin und Lebensberaterin vor allem Frauen zu begleiten, deren Selbstwert zu stärken und dadurch erfüllte Sexualität und ihre Weiblichkeit zu genießen. Sie wird ebenfalls eine Sub ihres Matre Jean und eingeführt in eine Welt des Spiels -in der sie unter anderem auch gemeinsam mit Sophia, Ralphs Frau, in einem Spielraum landet, der nichts vermissen lässt, sowie auf eine Fetisch-Party kommt und erkennt, dass diese Welt ihr Neues und Aufregendes zu bieten hat, sie niemals jedoch in der Tiefe erfüllen kann. Magdalena kann mit neuen Erkenntnissen, aber auch einer verlorenen Frauen-Freundschaft, geheilt aus diesem Spiel in die Ganzheitlichkeit mit ihrem Mann zurückkehren.
Autoren/Hrsg.
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Begonnen hatte alles mit ihrem ersten erotischen Buch, das sie auf den Markt gebracht hatte. Damals – es war nach der Rückkehr von ihrer Auszeit auf der Isla Mujeres – verlegte sie mit ihrem besten Freund, der einen kleinen Verlag hat, ihr erstes Buch. Was ihr jedoch fehlte, war Promotion für ihr Werk. Sie wusste, dass es am wichtigsten wäre, Lesungen zu organisieren, die sie als Autorin bekannter machen könnten. So ergab es sich, dass sie von ihrer Künstlerfreundin Cleo Kontakte bekam, die ihr wiederum halfen, an verschiedenen Orten diese Lesungen zu veranstalten. Das war der Einstieg in eine vollkommen neue Welt für Magdalena. Sie hatte innerhalb eines Monats sofort drei Auftritte, tatsächlich Auftritte, weil sie als Ausdruckstänzerin nicht bloß las, sondern jedes Mal auch eine Tanz-Performance dazu gestaltete.
Nie werde ich vergessen, in welchem Rahmen ich das erste Mal mein erstes Buch präsentierte.
Es war bei einem „Erotischen Dinner“, das ein Veranstalter organisiert hatte, der in München neben der Vermietung von Businessräumen auch all das im Angebot hat, was jene Ebenen der Erotik – ich würde eher Sex dazu sagen – betrifft, die für die meisten „normalen Bürger“ unserer Gesellschaft vermutlich vollkommen fremd erscheinen. Neben „Erotischen Dinners“ der besonderen Art, bietet er Apartments – aber unter anderem auch „Kerkerzellen“ in Kellern – zur Miete an, um den Gästen alles zu ermöglichen, was ihr Herz, vermutlich aber noch mehr ihre speziell gelebte Lust, erwünscht. Außerdem kann man über seine Angebotsseite auch Bondage-Kurse, Domina-Workshops und so manch anderes buchen.
Alfons selbst war an jenem Abend anwesend, gemeinsam mit seinen drei Sklavinnen, die er bloß mit Nummern rief, und von denen eine den gesamten Abend zu seinen Füßen am Boden verbringen musste, wenn sie nicht gerade den Gästen etwas zu servieren hatte. Die Vorspeise wurde auf einer nackten Frau angerichtet, die auf der Tafel lag, sodass sich die Dinner-Gäste davon ganz nach ihrem eigenen Empfinden bedienen durften – es war so ziemlich alles erlaubt. Ich war dort in Begleitung meiner Freundin Laura, die ich auch in irgendeiner Weise zu meinem persönlichen Schutz mitgenommen hatte. Tatsächlich war ich in Anbetracht all dieser für mich neuen Eindrücke ziemlich verwirrt. Der Abend verlief sehr gemütlich, die Sklavinnen bedienten alle Anwesenden auf zuvorkommende Weise und verwöhnten zwischendurch ihren Herrn – auch indem ihm während des Essens der Penis massiert wurde. Zu Beginn und zwischen den Gängen las ich aus meinem Buch und tanzte. Die Atmosphäre war prickelnd, doch zugleich merkte ich mein Unbehagen. Als eine der Sklavinnen einem Gast einen blasen musste, verließ ich übereilt mit Laura den Ort des Geschehens. Sogar meine CDs hatte ich in meiner Aufregung vergessen. So hatte es begonnen, dass ich mit Alfons, dem Chef und Herrn der Sklavinnen in Kontakt kam, und für einige Zeit auch blieb.
Meinen zweiten Auftritt hatte ich drei Wochen später im „, in dem mir ein Zimmer der dort arbeitenden Prostituierten als Umkleidekabine angeboten wurde. Es war das erste Mal, dass ich sah, wie es in einem solchen Etablissement tatsächlich aussah und zuging. Ein kleiner fensterloser Raum, der mit Samt ausgestattet war, ein großes Bett, über dem ein Spiegel hing und eine Dusche, die die Freier in ihrer halben Stunde vor und nach dem Sex zu benutzen haben. Dort wurde mir bewusst, was es bedeutete, auf diese Weise Geld zu verdienen – für mich zutiefst unwürdig. Einmal, als ich kurz in diesen kleinen Raum ging, passierte es sogar, dass sich ein unappetitlicher Mann zu mir verirrte, was in mir großen Widerwillen, sogar Ekel, auslöste, jedoch offensichtlich von meinem Begleiter unverzüglich erkannt worden war, der mir sofort zu Hilfe geeilt kam, um die Situation für mich zu entschärfen.
Dennoch war auch hier die Atmosphäre während meiner Lesung und Performance sehr angenehm und entspannt – abgesehen davon, dass zwischendurch die eine oder andere Prostituierte mit einem Freier nach hinten verschwand. Die Dame des Hauses war bemüht, alles so zu gestalten, dass es mir passte. Nach meinem kleinen Event unterhielt ich mich noch mit ein paar Gästen, unter anderem mit einem jungen Paar, das mir mein Buch sofort abkaufte und mein zweites, das demnächst erscheinen sollte, schon vorbestellte.
Ich war zufrieden nach einem schönen und erfolgreichen Abend und erkannte, wie gut es mir tat, nach vielen Jahren wieder die Bühne genießen zu dürfen und vom Publikum bewundert zu werden. Erstaunt war ich allerdings sehr über die Etablissements, in denen ich nun gelandet war. Wie immer fragte ich mich, was das für mich bedeuten sollte. Meinem Empfinden nach gilt bei allem das Resonanzprinzip. War es etwas, was mir gezeigt wurde, weil ich noch eine Ebene der Sexualität erleben wollte, die mir fremd war oder lag es bloß daran, dass ich Erotikliteratur geschrieben hatte, etwas, was mir zuvor ebenso unbekannt war? Ich fand keine wirkliche Antwort darauf. Tatsächlich hatte ich nie ein erotisches Buch gelesen, bevor ich mein eigenes erstes geschrieben hatte. Andreas, jener Liebhaber, der zu meiner Inspiration geworden war, hatte mich durch unsere intensiven Begegnungen und seine erste Geschichte, die er mir damals per E-Mail nach unserer ersten „lustvollen Reise von 8 Stunden“ geschickt hatte, schon in eine neue Welt geführt. Die Lyrikerin, die nun Erotik – teilweise sogar sehr pornografisch – schrieb, inspiriert von einem fantastischen Liebhaber für drei Monate. Aus Neugier begann ich zu dieser Zeit, die nicht allzu lange davor herausgekommenen „Fifty Shades of Grey“ zu lesen, die mir wesentlich harmloser erschienen als das, was ich geschrieben hatte.
Nun, last but not least, fand damals unmittelbar danach mein dritter Auftritt im „“ statt, einem Club, der primär für jene Paare gedacht war, die als Doms mit ihren Subs, beziehungsweise als Herren mit ihren Sklavinnen kamen. Einige dieser dort anwesenden Frauen waren zur „O“ ausgebildete, sich unterwerfende und dienende Frauen. Ebenfalls erst zu dieser Zeit sah ich mir den Film „Die Geschichte der O“ an, um diese Welt besser zu verstehen.
Wieder war ich in einer mir vollkommen unbekannten Szenerie gelandet. Weil ich selbst doch die so spirituelle „Tantrika“ war, die zwar auch gerne wilden Sex lebte, aber schon längst vorhatte, alles nur mehr in höhere Ebenen zu transformieren, hatte ich entschieden, für die dort anwesenden Frauen eine „Entfesselung“ zu tanzen. Ich wollte ihnen aufzuzeigen, wie sehr sie sich – aus meinem Empfinden – doch als diese sich unterwerfenden Frauen entwürdigten. Ich ließ mich in der Performance auf einen Sessel fesseln und tanzte mich frei, was bei den anwesenden Gästen, wie ich erkannte, zu sehr unterschiedlichen Reaktionen führte. Vor allem die Männer hatten sich von einer „Erotischen Performance“ vermutlich etwas ganz Anderes erwartet. Gerade jene Männer, die ihre Frauen nicht gerne entfesselt, sondern vielmehr gefesselt und unterworfen sahen, um sie möglicherweise zu demütigen und zu „quälen“.
Auch dort geriet ich, nachdem ich mich umgezogen hatte, in eine mir eher peinlich erscheinende Situation: Als ich durch den Auftrittsraum, der dort der Spielraum ist, gehen musste und eine Frau schon auf den Bock gekettet war, um von drei vor ihr stehenden Männern ausgepeitscht zu werden, wurde mir ziemlich übel. Dieser Anblick fühlte sich für mich in diesem Moment unbeschreiblich unappetitlich an.
Eine mich abstoßende und mir völlig unbekannte Welt hatte sich mir dabei aufgetan.
Als dann einen Monat danach ein gemeinsamer Auftritt mit meiner Künstlerfreundin Cleo – eine wunderbare Malerin und Chansonsängerin – geplant war und auch stattfand, landeten wir beide erneut bei Alfons, bei dem Cleo unter dem Pseudonym Arthena auch schon an einem „Erotischen Dinner-Abend“ Life-Malerei gemacht hatte.
Es war ein sehr erfolgreicher Abend und Alfons und ich hatten vereinbart, in Kontakt zu bleiben. Er wollte mich für weitere Tanzauftritte bei seinen Events buchen und … er bot mir an, doch einmal für ein Wochenende auszuprobieren, wie es sich anfühlte, eine Sklavin zu sein.
In diesem Moment spürte ich ein gewisses Prickeln in mir aufsteigen und im nächsten Moment unversehens unsagbare Angst und wirre Gedanken.
Inzwischen ist mir bereits klargeworden, was mein „schöner“ Vater, der mich als seinen Besitz gesehen hatte, mit dieser Operation erreichen wollte, nachdem ich zu...




