Alexi | Fürsten-Roman 2581 | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2581, 64 Seiten

Reihe: Fürsten-Roman

Alexi Fürsten-Roman 2581

Rückkehr nach Cäciliengrün
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7325-8378-2
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Rückkehr nach Cäciliengrün

E-Book, Deutsch, Band 2581, 64 Seiten

Reihe: Fürsten-Roman

ISBN: 978-3-7325-8378-2
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Rückkehr nach Cäciliengrün
Sie kam zur Scheidung - und blieb doch für immer
Von Marion Alexi

Louise Fürstin von Hathert war sehr jung, als sie Fürst Claudius heiratete. Beiden fehlte das Verständnis für die Bedürfnisse und Nöte des anderen. Sie hatte große Erwartungen, er stand unter dem massiven Einfluss der dominanten Fürstinmutter und wertete Tradition höher als alles andere. So konnte keine Harmonie wachsen, und die anfängliche Liebe erstickte. Louise floh vom so engen und kaltherzigen Schloss, und sie beging damit nicht nur Verrat an der Fürstenfamilie, sondern auch an ihrer geliebten Tochter, die sie schweren Herzens zurückließ.
Als sie ihr aktueller Lebensgefährte nun bittet, seine Frau zu werden, beschließt Louise, nach sieben Jahren auf Schloss Cäciliengrün zurückzukehren, um ihren Noch-Ehemann um die Scheidung zu bitten. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass ihr Herz das Kapitel 'Claudius' noch nicht abgeschlossen hat ...

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Rückkehr nach Cäciliengrün

Sie kam zur Scheidung – und blieb doch für immer

Von Marion Alexi

Louise Fürstin von Hathert war sehr jung, als sie Fürst Claudius heiratete. Beiden fehlte das Verständnis für die Bedürfnisse und Nöte des anderen. Sie hatte große Erwartungen, er stand unter dem massiven Einfluss der dominanten Fürstinmutter und wertete Tradition höher als alles andere. So konnte keine Harmonie wachsen, und die anfängliche Liebe erstickte. Louise floh vom so engen und kaltherzigen Schloss, und sie beging damit nicht nur Verrat an der Fürstenfamilie, sondern auch an ihrer geliebten Tochter, die sie schweren Herzens zurückließ.

Als sie ihr aktueller Lebensgefährte nun bittet, seine Frau zu werden, beschließt Louise, nach sieben Jahren auf Schloss Cäciliengrün zurückzukehren, um ihren Noch-Ehemann um die Scheidung zu bitten. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass ihr Herz das Kapitel „Claudius“ noch nicht abgeschlossen hat …

„Und noch ein Wald“, bemerkte der Fahrer des Kabrios mit dem geöffneten Verdeck lakonisch, während er die alles andere als schnurgerade verlaufende, sich stattdessen durch die ländliche Umgebung schlängelnde Landstraße im verwegen blauen Auge behielt.

Die nicht mehr ganz junge Frau mit der umwerfend jugendlichen Ausstrahlung auf dem Beifahrersitz lachte. Allerdings nicht so unbekümmert wie sonst, nämlich zurückgenommen, was nicht zu ihr passen mochte. Louise von Harthert liebte bekanntlich das Leben, und es gab Momente, da hätte sie ihre gesamte Umgebung vor glitzernder, glühender, ach, grenzenloser Freude umarmen mögen.

Jetzt nicht, die bezaubernde Louise, von aller Welt geliebt, bewundert und interessanterweise ganz selten von scheelen Blicken verfolgt, schien ihren fabelhaften Schwung verloren zu haben.

Weil sie, Philipp Krauskopf und dessen Sportwagen, ein atemberaubend edles Schmuckstück der Premiumklasse, mit jedem Wald, jeder Wiese und jeder Pferdekoppel ihrem Ziel näher kamen.

Louise hob die linke Hand, um den Ring auf dem vierten Finger zu betrachten. Erhoffte sie sich durch den Anblick ein Comeback ihrer Courage? Bildschön war der feuersprühende Titanit in der edlen Fassung, mit jeweils einem raffiniert geschliffenen Diamanten auf den Schultern. Philipp behauptete, er habe lange nach einem Stein suchen müssen, der ihn an ihre braunen Augen erinnerte.

Er war vernarrt in Juwelen, ihr attraktiver Herzallerliebster, der des Weiteren behauptete, sein Leben lang auf sie gewartet zu haben. Vielleicht sogar, wie er zwinkernd hinzufügte, noch länger. Und er würde sich nie wieder für eine andere Frau interessieren können, weil er in ihr seine Idealfrau gefunden habe, seine zweite Hälfte, nach der alle Lebewesen laut Platon ihr Leben lang suchten, weil es sonst keine Glückseligkeit gebe.

Louise mochte Männer, die Autofahren konnten, für Juwelen schwärmten, Frauen verwöhnten, göttlich tanzten, wundervolle Liebeserklärungen abgaben – und antike Philosophen kannten.

Deshalb hatte sie auch vor genau einer Woche seinen achten Heiratsantrag angenommen. Nicht wegen des wirklich hinreißenden und bestimmt verrückt kostbaren Rings, sondern weil …

„Sag mal, bist du sicher, dass wir uns nicht verfahren haben?“, wollte Philipp wissen, der Mann mit dem schönsten Profil der Welt – und den frechsten Mundwinkeln.

„Haben wir nicht. Wir befinden uns seit dem letzten Wald auf fürstlich Harthertschen Gebiet“, verkündete sie düster.

„Donnerwetter.“ Er pfiff durch die Zähne. „Sind die Hartherts womöglich die größten Waldbesitzer in Deutschland?“

„Der Familie Thurn und Taxis gehört etwa zwanzigtausend Hektar Wald, sie führt die Hitliste an. Es folgt Christian Erbprinz zu Fürstenberg mit circa achtzehntausend Hektar. Wir … Die Hartherts, meine ich, kommen ziemlich weit nach den Wittelsbacher Ausgleichfonds.“

„Und das dürfte auch keine Kleinigkeit sein, oder?“

„Ne.“ Die Kehle war ihr wie zugeschnürt.

Er war sichtlich beeindruckt. „Was du alles weißt!“

„Basiswissen in diesen Kreisen“, erwiderte sie trocken.

„Und der ganze Besitz muss verwaltet und in Ordnung gehalten werden. Also ich beneide die Adligen nicht.“

„Schloss Cäciliengrün verschlingt irrwitzige Summen für Instandhaltungen, Investitionen und das tägliche Leben. Heizung! Allein das Personal, das nötig ist, um so ein Haus zu halten!“

„Kein Wunder, dass manche Aristos ihre Schlösser für Trauungen, Tagungen oder Firmenfeiern zur Verfügung stellen.“

„Nicht die Hartherts“, entgegnete sie knapp.

Ihr Tonfall sorgte dafür, dass er den Blick von der Windschutzscheibe nahm, den Kopf zur Seite drehte und sie ansah.

„Darling, du bist ja ganz blass“, stellte er irritiert fest. „Fahre ich zu schnell? Soll ich das Verdeck schließen?“

Sie hatte sich das edle, mit alten Rosensorten bedruckte Seidentuch einer französischen Luxusfirma mit deutschen Wurzeln in Paris, genauer gesagt in der feinen Rue du Faubourg St. Honoré, um den Kopf gebunden.

„O nein, ich liebe frische Luft“, protestierte sie.

Er nickte und schien schon alles zu wissen.

„Wir können jederzeit umkehren, Darling. Und ich werde meinen Schnabel halten.“

„Wie rücksichtsvoll von dir, Phil. Doch es geht schon.“

„Leider entdecke ich eine Falte zwischen deinen Brauen, die dort nicht hingehört.“ Er nahm ihre Hand und küsste sie. „Ich will nicht, dass du Stress hast. Wir brechen ab. Okay?“

Gern, dachte sie. Und schüttelte den Kopf.

„Ich muss es durchziehen“, rief sie, entschlossener, als ihr zumute war. Tatsächlich bibberte sie inwendig und … Ihr graute vor der Rückkehr.

Es würde furchtbar werden. Unaussprechlich schaurig.

Wer nicht, wie sie immerhin zehn Jahre lang, auf Schloss Cäciliengrün gelebt hatte, der konnte nicht verstehen, wie es bei aller Pracht und Herrlichkeit dort zuging – nämlich herzlos.

Nach der nächsten Kurve bremste Philipp das Fahrttempo, denn er hatte in der Ferne oberhalb der Baumwipfel vier quadratische Türme entdeckt, die zum Schloss gehören mussten. Auch weil es einen Fahnenmast gab, an dem eine Fahne im warmen Frühlingswind flatterte. Nicht irgendeine Fahne, sondern die fürstlich Harthertsche Fahne, zu erkennen an den Farben grün und rot, in der Mitte das fürstlich Harthertsche Familienwappen mit den drei geharnischten Löwen, die verfuchst finster dreinblickten.

„Ein verwunschenes Märchenschloss“, brachte er hervor.

„Ein verwünschtes Märchenschloss“, korrigierte Louise leise.

„Prachtvoller Anblick. Wer hier herumspaziert, muss doch hingerissen sein und glauben, eine Zeitmaschine hätte ihn in die farbenprächtige Zeit der Ritterromantik entführt.“

„Niemand spaziert hier ahnungslos herum.“

„Du meinst, sie hätten das Gelände vermint?“

„Natürlich nicht.“

„Schäferhunde, Schießanlagen, tückische Fallgruben?“

Sie lächelte, allerdings nur vage. „Niemand würde unangemeldet zu Besuch kommen. Im Übrigen kann ich mir nicht vorstellen, wer Lust dazu hätte, freiwillig nach Cäciliengrün zu kommen.“

„Wir zum Beispiel.“

„Als ich damals herkam, meine Güte, es kommt mir länger als hundert Jahre vor, zeigte das Thermometer minus dreizehn Grad. Die Luft war klar und kalt. Und Cäciliengrün präsentierte sich als weißbepudertes, märchenhaftes Winterwunderland.“

„Du kamst fast direkt aus New York und warst begeistert.“ Philipp ergriff ihre flatternde linke Hand, um sie festzuhalten. „Du schaffst es, Louise-Darling. Deine Zauberformel für deinen Erfolg ist ganz einfach: Charme mal Mut gleich Glück.“

Wieder seufzte sie. „Du machst dir keine Vorstellungen, wie es drüben zugeht. Cäciliengrün ist nicht von dieser Welt.“

„Umso mutiger von dir, dorthin zurückzukehren.“

Ich habe Sehnsucht nach Anni, dachte sie, angespannt und bekümmert zugleich. Was mag wohl aus meinem kleinen Mädchen geworden sein? Mit ihren siebzehn Jahren ist sie fast erwachsen …

„Darling, wir haben alles gründlich bedacht und besprochen. Es kann nichts schiefgehen!“, ermutigte er sie. „Und vertrau auf deine Ausstrahlung. Du siehst unwiderstehlich aus in dem Kleid!“

Sie schloss die Augen, um den Anblick des Schlosses auszuschließen. Das Wiedersehen rückte in unerbittliche Nähe. Natürlich würde man sie nicht mit Wärme begrüßen und …

„Ein Jammer, dass wir niemanden aus deiner Zeit erreichen konnten“, bedauerte er und fuhr sich mit allen fünf Fingern durchs blonde Haar. „Es hätte dir den Start erleichtert.“

„Helene hätte mir bestimmt beigestanden. Ein...



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