E-Book, Deutsch, Band 2, 294 Seiten
Reihe: Irina
Aebi Irina - Bestimmungen
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7693-9238-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2, 294 Seiten
Reihe: Irina
ISBN: 978-3-7693-9238-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Das zweite Buch lässt Irina von einer weiteren Kreuzfahrt erzählen. Sie und ihr Partner erhalten diese als Geschenk für Irinas unermüdlichen Einsatz für die Guides. Die Reise führt sie nach Südamerika. Ermöglicht viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen. Zurück widmet Irina sich den täglichen Anforderungen bis ein schwieriges Ereignis sie in eine neue Lebensphase katapultiert. Die sie mit viel Einsatz und Willen durchsteht. Letztlich die schwierige Zeit mit ihrem Ja-Wort an den Partner krönt. Band 3 führt Irina mit den Kindern nach Malaga. Eingeladen von einem Hotelbesitzer realisiert sie in seinem Auftrag, eine Werbekampagne für seine sämtlichen Häuser. Wegen eines um Verständnis ringenden Gedankens, gerät Irina in eine missliche Lage. Findet durch ihre unkonventionelle Art einen Weg daraus.
Autoren/Hrsg.
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Festtage am Jahresende
Die Passagiere erleben am Heiligen Abend ein sehr besinnliches Weihnachtsfest. Im Speisesaal steht eine beeindruckende Tanne, schön dekoriert mit grossen altrosafarbigen Kugeln, glitzernden Sternen. Nach einem einzigartigen mehrgängigen Menu, spielt die Bordkapelle einige Weihnachtslieder, dann liest das «Christkind» die Weihnachtsgeschichte vor. Erneut erklingen Weihnachtslieder. Der Sänger der Band lädt alle Anwesenden zum Mitsingen ein.
Das Ave-Maria, sehr berührend vorgetragen von einer jungen Sängerin, macht den Schluss der Festlichkeiten. lassen das Gehörte nachhallen, bis sich nach und nach der Saal leert.
Irina und Manuel gehen zurück in die Suite. Setzen sich in der Festkleidung mit einem Glas Wein in ihren Living. Die Stimmung ist gelöst, aber nachdenklich, tiefgründig. Manuel findet:
„Es ist wunderbar, gemeinsam dieses christliche Fest zu feiern. Ich möchte nie mehr ohne dich solche Tage erleben. Es ist unwichtig, wo man lebt, aber wichtig mit wem. Für mich bist und bleibst du die Frau meines Lebens. Mein sehnlichster Wunsch ist, ich sei für dich der Partner, mit dem du deinen Lebensweg weitergehen möchtest. Für mich ist nicht zentral ob verheiratet oder nicht, mit oder ohne Kinder. Für mich ist die Partnerschaft das Wichtigste.“
Irina steht auf, umarmt, küsst Manuel, flüstert „danke mein Liebster“
Es dürfte für beide das Weihnachtsfest sein, das sie nicht vergessen werden.
Der zweite Weihnachtsabend ist schön, weit weniger besinnlich. Ein Weihnachtsmann verteilt Geschenke oder Ruten. Irina erhält eine Rute:
„Du warst ungehorsam, hast den Rat deiner Chefs in den Wind geschlagen, weiterhin viel gearbeitet anstatt dich auszuruhen, zu entspannen.“
Manuel darf ein Geschenk in Empfang nehmen.
In ihrer Suite packt er es aus.
Im Karton ist ein kleines Päckchen, angeschrieben „Irina“ und je ein Umschlag für Irina und Manuel. Er reicht Irina das Päckchen und den Umschlag mit ihrem Namen. Sie ist erstaunt, hat keine Ahnung, woher sie etwas erhalten könnte. Sie öffnet das Päckchen, findet einen wunderschönen, künstlerisch gestalteten Ring in Gold mit einem Diamanten. Auf einer beigelegten Karte steht: „Meiner Traumfrau Irina, als Talisman. Möge er dich auf allen deinen Wegen behüten. Manuel“
Irina ist überwältigt, hat Tränen, findet keine Worte. Sie umarmt Manuel, drückt ihn lange an sich.
Als sie sich etwas aufgefangen hat, öffnet sie den Umschlag. Auf einer Karte steht:
„Liebe Irina, von Herzen danken wir dir für den selbstlosen Einsatz für unsere Firma und überreichen dir den dir zustehenden Betrag aus dem Geschäftserfolg.
Mit den allerbesten Wünschen Deine Emilia und José “
Irina bleibt beinahe der Atem weg: „Nein!!!!“ Die Summe lautet auf einen unteren einstelligen Millionenbetrag.
„Das kann ich unmöglich annehmen. Soviel kann man nicht arbeiten und verdienen. Das muss ich zurückgeben. Das ist weit überrissen.“
Sie ist fast aufgebracht, kann diese Summe nicht einordnen, weiss nicht wie sie das hätte erbringen können. Anstelle von überschwänglicher Freude, ist sie bedrückt.
„Was soll ich mit so viel Geld, ich brauche nicht viel. Die Summe macht mir Angst.“
Manuel hat schweigend zugehört. Nun nimmt er seine Liebste in den Arm. „Weisst du, im Geschäftsleben gibt es viele Überraschungen, mal auf die eine mal auf die andere Seite. Wenn wir einen sehr guten Geschäftserfolg ausweisen, ist es uns ein Anliegen, ihn mit unseren Mitarbeitenden zu teilen. Verdienen wir wenig oder nichts, bitten wir unsere Mitarbeitenden uns mit ihrer Arbeit zu unterstützen, mit uns am gleichen Strick zu ziehen, damit alles wieder besser wird. Mit dieser Methode haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Haben praktisch keine Fluktuation, im Gegenteil, wir können auf langjährige, treue Leute zählen, die uns durch dick und dünn zur Seite stehen.
Du darfst den Betrag ruhig entgegennehmen, wäre der Erfolg nicht da, hättest du weniger oder nichts gekriegt. Ich freue mich für dich, du kannst dir vielleicht lange gehegte Wünsche oder etwas Spezielles erfüllen.“
Irina beruhigt sich nicht so schnell. Eine solche Summe zu besitzen ist für sie von einem anderen Stern.
„Was soll ich bloss damit machen, ich habe doch alles was ich benötige.“
Erst als auch Manuel seinen Umschlag öffnet, beruhig sie sich einigermassen. Er hat einen grösseren Betrag erhalten.
Im Eifer wegen der grossen Summe, hat sie beinah den Ring vergessen. Sie steckt ihn an den Ringfinger der linken Hand, er passt ausgezeichnet, wirkt sehr apart.
Sie umarmt Manuel nochmals bedankt sich für die grossen Überraschungen, entschuldigt sich, dass sie ihm kein Geschenk habe. Er lächelt:
Das hat die Rederei nur den Herren gesteckt, alle Damen wussten von nichts. Und das ist gut so. Wir sind eh reich beschenkt, dass es euch, vor allem dich gibt.“
Sie rufen die Eltern Arragon an, Irina will sich unbedingt persönlich bei den beiden bedanken. Sie freuen sich über den Anruf, versichern Irina erneut, der Betrag stehe ihr zu. Sie freuten sich akzeptiere sie ihn. Es sei eine Freude, ihr diesen Betrag überreichen zu dürfen.“
Allmählich beruhigt sich Irina, schläft später in den Armen von Manuel ein.
Schnell vergehen die nächsten Tage. An Silvester ist ein Galadinner mit Ball angesagt.
Die Passagiere, alle sehr elegant, die Damen in Lang die Herren im Smoking. Es herrscht eine fröhliche Stimmung. Sobald das exzellente Menu vorbei ist, spielt die Band zum Tanz auf. Der Kapitän eröffnet den Ball mit einer allein reisenden Dame, dann ist die Tanzfläche allen offen. Manuel fordert seine Liebste auf. Sie sind, wie immer, ein attraktives Paar, fallen auf unter den meist älteren Herrschaften.
Der Kapitän fordert anschliessend Irina auf. Er ist ein guter Tänzer, ein charmanter Gentleman.
Später tanzt Manuel mit Ines und Leon mit Irina. Die vier haben sich in diesen Wochen angefreundet. Irina hat den beiden Schweden von ihren Reisen in deren Heimat geschwärmt. Sie haben sich sehr darüber gefreut.
Kurz vor Mitternacht bringen die Kellner Champagner, dann ruft der Kapitän zum Prost auf für das abgeschlossene Jahr, heisst mit einigen sinnigen Worten das neue Jahr willkommen, gibt die Nacht mit „open end“ frei. Die Vier feiern ausgiebig, tanzen bis die Puste ausgeht, haben Spass, heissen den Morgen willkommen!
Hamburg rückt näher. Es bleiben nur noch drei Tage. Am Abend des zweitletzten Tages offeriert Leon zum Champagner Apéro, später Rotwein zum Essen.
“Wir haben Grund zum Feiern: Ines ist schwanger! Wir freuen uns so sehr, glaubten schon, Kinder seien uns versagt, weil es bisher nie geklappt hat. Wir laden euch bereits heute zur Taufe ein, hoffen sehr, ihr könnt kommen.“
Irina und Manuel gratulieren, freuen sich mit den beiden. Ob die Teilnahme an der Taufe durchführbar sein wird, müssen sie momentan offenlassen, versichern aber, sie kämen gerne. Irina ist einen Moment sehr nachdenklich. Bereits zum zweiten Mal erlebt sie ein junges Paar, das sich sehr auf das Kind freut. Erst Celine und David, jetzt die beiden Schweden. Sie ist immer noch unentschlossen, ob sie selber welche haben möchte oder nicht. Die Freude und das Strahlen der werdenden Eltern sind nicht zu übersehen, bewegen Irina.
Dann erzählt Leon, er kaufte in der Nähe von Stockholm ein grösseres Gebiet. Er werde dort mehrere Stügas bauen, diese an Interessierte verkaufen. Jedes der Häuser soll im Wald, aber nahe bei einem der Seen genügend Umschwung erhalten, damit man sich gegenseitig nicht stört. Zentral sind ein Restaurant-Hotel, ein Lebensmittelgeschäft, Wellnessanlagen und Sportmöglichkeiten vorgesehen. Vom Flughafen Arlanda benötigt man nur eine Stunde Autofahrt bis dort.
„Lange habe ich um die Baubewilligung gekämpft, musste viele Auflagen eingehen. Nun hat mir ein Mitarbeiter mitgeteilt, die Bewilligung sei zwei Tage vor Ende Jahr eingegangen. Ich freue mich sehr, hoffe, es melden sich genügend Interessenten.»
Bei Irina klingeln Glocken. Sie interessiert sich für den Baubeginn, die Fertigstellung, die Grösse, den Preis.
Leon beantwortet: Baubeginn wird im Sommer sein, wir müssen zuerst die Zufahrt, Leitungen wie Wasser, Strom etc. erstellen. Fertig dürften die ersten noch im gleichen Jahr werden. Der Preis richtet sich nach den Wünschen der Interessierten. Ich kann beinahe alles berücksichtigen, in dieser Hinsicht ist das Reglement sehr flexibel.“
Später in ihrer Suite nimmt Irina dieses Gespräch nochmal auf:
„Ich habe eine Idee, was ich mir mit dem Geschenk von deinen Eltern kaufen möchte: eines dieser Stügas. Das wäre mein Traum.» Manuel kennt Schweden nicht, meint jedoch: „Das wäre sicherlich eine gute Investition.
Wir fragen morgen Leon, wie die Raumverhältnisse geplant sind, melden dein Interesse an.“
Beim Apéro vor...




