Adler | Maybe this is how it starts | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 364 Seiten

Adler Maybe this is how it starts

Roman | »Die perfekte Romcom! Ein absoluter Genuss.« CARLEY FORTUNE
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-7521-2
Verlag: Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | »Die perfekte Romcom! Ein absoluter Genuss.« CARLEY FORTUNE

E-Book, Deutsch, 364 Seiten

ISBN: 978-3-7517-7521-2
Verlag: Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



»Voller Humor und Herz.« TAYLOR JENKINS REID

Romantikerin Millie hat eine Mission: Sie will die Frau finden, in die sich ihre ältere beste Freundin vor fast achtzig Jahren verliebte. Doch eine Computerpanne legt den Flugverkehr lahm, und so muss sie wohl oder übel mit Hollis Hollenbeck im Auto mitfahren, einem zynischen Schriftsteller, der die ewige Liebe für ein Märchen hält. Auf ihrer langen Reise quer durch die USA stellt Millie fest, dass Hollis ihre Gesellschaft mehr genießt, als er zugibt. Denn obwohl er Romantik angeblich für Unsinn hält, tut er alles für den Erfolg ihrer Suche. Und je näher sie ihrem Ziel kommen, desto mehr ahnt Millie, dass es bei dieser Reise vielleicht auch um ihre eigene Liebesgeschichte geht.

Witzig, prickelnd, romantisch: Enemies-to-Lovers-Romance für Leser:innen von Lynn Painter und Christina Lauren

»Die perfekte RomCom! Ein absoluter Genuss.« CARLEY FORTUNE



Sarah Adler schreibt romantische Komödien über liebenswert schräge Charaktere, die ihr Happy End finden. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Maryland und verbringt viel zu viel Zeit damit, ihre freche Katze davon abzuhalten, die Küchenschränke zu öffnen.

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1


Rose McIntyre Nash starb im Alter von achtundneunzig Jahren friedlich im Schlaf, und nun trage ich stets einen Teil von ihr bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich meine das nicht im übertragenen Sinne. Sie befindet sich in einer kleinen Holzschatulle, die ich gerade in diesem Moment in meinem Rucksack mit mir herumschleppe. Natürlich nicht alles von ihr. Geoffrey Nash hätte niemals seine ganze Großmutter an das seltsame Mädchen abgetreten, das in ihrem Gästezimmer wohnte. Aber Geoffrey war so freundlich, mir drei Teelöffel ihrer Asche zu überlassen (auch hier: nicht im übertragenen Sinne, er portionierte sie mit einem Messlöffel aus der Küche). Es war vermutlich nicht die Bitte, die er erwartet hatte, als er mich fragte, ob ich gerne ein Erinnerungsstück hätte, aber es schien ihm nichts auszumachen. Ich glaube, er war vor allem erleichtert, dass ich nichts von ihrem radioaktiven Fiesta-Geschirr mit hohem Sammlerwert wollte.

Oje, ich muss wie eine Verrückte klingen. Das bin ich nicht, versprochen. Ich weiß, das ist exakt, was eine Verrückte sagen würde, aber ich bin wirklich nur ein ziemlich normaler Mensch, der zufällig mit einer kleinen Menge menschlicher Überreste in der Tasche nach Key West reist.

Ich gehe das alles völlig falsch an. Ich sollte lieber am Anfang beginnen.

Als mein Freund Josh und ich in das Appartement 1A zogen, lebte Mrs. Nash bereits seit beinahe siebzig Jahren in Appartement 1B. Mieterschutz sei Dank bezahlte sie deshalb so um die fünf Dollar für ihre Zweizimmerwohnung zwischen Dupont und Logan Circles. Und wir freundeten uns schnell an, weil ich einfach entzückend bin, und sie auch. Und als dann Geoffrey und der Rest seiner erweiterten Familie begannen, Theater zu machen, weil sie allein lebte, während zur gleichen Zeit meine Beziehung mit Josh in die Brüche ging, zog ich bei Mrs. Nash ein. Es war perfekt: Geoffrey ließ mich praktisch für umsonst dort wohnen, und im Gegenzug putzte ich, machte Besorgungen, begleitete Mrs. Nash zu ihren Arztterminen und kümmerte mich ganz allgemein um die Bedürfnisse seiner Großmutter. Was Mrs. Nash jedoch vor allem brauchte, war eine Freundin, und diese Rolle übernahm ich nur zu gerne, denn das war, was auch ich in erster Linie brauchte.

Eines schönen Tages vor etwa drei Monaten lag ich im Wohnzimmer auf dem Perserteppich mit einem Buch über den Krieg 1812, das ich für die Arbeit lesen musste, und Mrs. Nash saß mit geschlossenen Augen in ihrem abgewetzten Lieblingssessel, während das Sonnenlicht auf ihren pummeligen kleinen Körper fiel wie eine Decke. Es sah aus, als würde sie ein Nickerchen machen, doch mit einem Mal öffneten sich ihre kornblumenblauen Augen, und sie setzte sich auf.

Millie, sagte sie mit einer Dringlichkeit in der Stimme, die mir kurz Angst machte. Ich war erleichtert – wenn auch vorübergehend verwirrt –, als sie fortfuhr: Ich würde dir gerne von der Liebe meines Lebens erzählen. Wir haben uns während des Kriegs kennengelernt. Sie hieß Elsie.

Wie dem auch sei, dies ist die ultrakurze Version der Ereignisse, die dazu geführt haben, dass ich jetzt mit ein paar Gramm von Mrs. Nash in meinem Rucksack im Schneidersitz auf dem Fußboden des National Airport sitze und darauf warte, einen Flieger nach Miami zu besteigen. Natürlich gehört noch etwas mehr zu der Geschichte, aber im Moment bin ich ein wenig zu abgelenkt, um sie ordentlich zu erzählen – ein Mann auf der anderen Seite des Wartebereichs schaut ständig in meine Richtung, wenn er denkt, dass ich nicht gucke. Als würde er überlegen, ob er mich vielleicht von irgendwoher kennt. Das ist nichts Neues. Manchmal werde ich immer noch erkannt, obwohl ich seit meinem vierzehnten Lebensjahr nicht mehr im TV zu sehen war. Und es ist auch nicht schlimm, wenn es passiert, denn ich bin so extrovertiert, wie man nur sein kann.

In der Regel spielt sich das folgendermaßen ab: Sie kommen auf mich zu und sagen »Hey, bist du nicht das Mädchen aus dieser Show?« Und dann antworte ich: »Wenn Sie diese geringfügig problematische Kindersendung aus den frühen 2000ern meinen, in der es um eine zeitreisende Rothaarige und ihren mies gerenderten CGI-Echsen-Begleiter ging, dann ja. Das bin ich. Millicent Watts-Cohen, auch bekannt als Penelope Stuart aus Penelope in die Vergangenheit.« Dann sagen sie ein wenig verlegen: »Ah ja, stimmt. Die Sendung war super, und Sie waren toll.« Aber ich weiß, dass sie lügen, denn die Sendung war fürchterlich. Das Geschichtswissen, das sie vermittelte, war im besten Fall ungenau, oft aber einfach nur haarsträubend, die Spezialeffekte waren kacke, und mein Talent für die Schauspielerei beschränkte sich auf ein hübsches Gesicht und ein gutes Gedächtnis. Manchmal erwähnen sie eine Penelope-Folge, die angeblich ihre Lieblingsfolge war, aber es ist entweder eine Kombination aus zweien oder mehreren, oder gleich eine ganz andere Show. Und in der Regel stimme ich einem Selfie zu, wenn sie sagen »O mein Gott, mein Freund/Bruder/Partner/Wellensittich glaubt mir das nie!«, weil sie dann wenigstens nicht ein paar Minuten später heimlich unvorteilhafte Fotos von mir schießen, wie ich in einen Corn Dog beiße. Und es hält mir die Klatschzeitungen vom Leib, die zweimal im Jahr mutmaßen, ich sei gestorben, weil ich zu viel Klebstoff geschnüffelt hätte.

Möglicherweise ist der Typ wirklich ein Fan. Er scheint etwa in meinem Alter zu sein, und Leute in ihren Dreißigern sind genau die richtige demografische Gruppe dafür. Aber irgendetwas an der Art, wie er mich ansieht, fühlt sich vertraut an. Als würde er mich vielleicht doch aus dem echten Leben kennen.

Und vielleicht kenne ich ihn auch? Aber mir fällt nicht ein, woher. Waren wir an der gleichen Schule? Nicht aus meinem Master-Studiengang – ich habe so ein lächerlich kleines Orchideenfach studiert –, aber vielleicht sind wir uns während des Bachelors über den Weg gelaufen? Ich gehe gerade im Kopf die diversen Unterrichtsräume durch, in denen ich über die Jahre gesessen habe, in der Hoffnung, dass meine Erinnerung ihn in einem davon verortet, als die Stimme eines Mannes mich beim Kramen in meinem Gehirn unterbricht.

»Hey, bist du nicht …?«

Ich drehe mich um und sehe mich einem fast schon pervers muskelbepackten Typen in einem Tanktop gegenüber, eine gewagte Wahl an einem bewölkten Tag, an dem die Temperaturen in und um DC nur etwas über 15 Grad liegen. Sein zerzaustes, sonnengebleichtes Haar ragt unter den Rändern eines Nationals-Caps mit flachem Schirm hervor, auf dem immer noch der metallisch schimmernde Sticker klebt. Seine Bizepse haben die Größe und Farbe von Honigschinken. Er trägt eine Sonnenbrille – in einem geschlossenen Raum. So stelle ich mir das Resultat vor, wenn ein Beach Bum und ein Lax Bro ein dreißigjähriges Baby hätten.

Schon als ich mich erhebe, klebt sich mein Fantreffen-Lächeln wie von selbst auf mein Gesicht. »Penelope Stuart aus Penelope in die Vergangenheit«, sage ich. »Das bin ich. Millicent Watts-Cohen.«

»Woah, ja, dachte ich’s mir doch. Das ist so krass. Ich kann es gar nicht erwarten, meinem Kumpel Todd davon zu erzählen. Das glaubt der mir nie.« Er zieht sein Handy raus und hebt es hoch. »Kann ich ein Selfie haben?«

»Ja, klar«, antworte ich.

Wir lehnen uns aneinander, und er hält das Handy in einem abwärts geneigten Winkel, damit wir beide auf das Bild passen. Bei so viel Nähe macht meine Nase die unangenehme Bekanntschaft mit einem Geruch nach Bier und viel zu viel Körperspray mit Moschusnoten. Selbst als er nach ein paar Bildern das Handy zurück in die Tasche seiner Shorts schiebt, grinst er noch. »Todd und ich haben uns damals jede Folge von Penelope in die Vergangenheit ungefähr eine Million Mal angesehen.«

»Das ist toll. Es freut mich immer zu hören, dass jemandem die Show gefallen hat«, sage ich.

»Ha, nein, die Show war ziemlicher Müll, sorry.«

Mein Lächeln ermattet angesichts dieser überraschenden Wende. Nicht, dass ich beleidigt wäre (ich bin schließlich ganz seiner Meinung), aber diese Worte sind nicht Teil des üblichen Skripts für diese Interaktion.

»Du warst das heißeste Mädchen in unserem Alter, das wir je gesehen hatten. Vor allem in der Folge, als deine Familie Urlaub in Mexiko gemacht hat. Du weißt schon, die, in der du zurück zu den Azteken gereist bist? Du hattest diesen winzigen gelben Bikini an, und deine, du weißt schon …« Tu es nicht, denke ich. Tu es nicht. Aber er hebt die Hände an seinen Oberkörper, legt sie auf nicht vorhandene Brüste und imitiert dann mit Gesten, wie sie in Zeitlupe wippen. »… als du wegrennen musstest, um nicht als Menschenopfer zu enden.« Er lacht und stößt mich mit einem Ellenbogen an. »Ha, ja. Du weißt, was ich meine. Du weißt es.«

O Gott.

Es ist nicht so, dass mir bislang nicht klar gewesen wäre, dass mein ungelenker vierzehnjähriger Körper die Hauptrolle in den sexuellen Fantasien einiger Teenager spielte. Aber die meisten lassen diesen Mist im Internet, wo man anonym die ekligsten Sachen sagen kann, ohne die betreffende Person direkt damit zu konfrontieren. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich keine Social-Media-Accounts habe. Ich habe bereits vor sehr langer Zeit gelernt, dass ich die Welt nicht daran hindern kann, mich zu objektifizieren, aber ich kann mich bewusst entscheiden, mein Gehirn vor dem Schlimmsten abzuschirmen. Zum Glück (und vielleicht überraschenderweise) ist dies das erste Mal seit Jahren,...


Adler, Sarah
Sarah Adler schreibt romantische Komödien über liebenswert schräge Charaktere, die ihr Happy End finden. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Maryland und verbringt viel zu viel Zeit damit, ihre freche Katze davon abzuhalten, die Küchenschränke zu öffnen.



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