Adams | Eine Nanny zum Küssen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1588, 160 Seiten

Reihe: Bianca

Adams Eine Nanny zum Küssen


1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-86295-905-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1588, 160 Seiten

Reihe: Bianca

ISBN: 978-3-86295-905-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Plötzlich ist Max der Vater von vierjährigen Zwillingen! Bis heute wusste er nichts von der Existenz seiner beiden Söhne, die ab sofort bei ihm leben werden. Wie soll er, überzeugter Single und beruflich eingespannter Unternehmer, für die Kinder sorgen? Die Antwort heißt: Phoebe Gilbert. Zwar streiten er und Phoebe, so lange er denken kann, aber sie hat ein riesiges Herz für Kinder! Doch kaum zieht die hübsche Nanny mit dem warmen Humor bei ihm ein, fühlt er sich magisch zu ihr hingezogen. Tag und Nacht denkt Max an sie, und deshalb macht er ihr einen gewagten Vorschlag ...



Jennie Adams liebt die Abwechslung: So wanderte sie schon durch den Australischen Kosciusko Nationalpark, arbeitete auf Farmen, spielte Klavier auf Hochzeitsfeiern, sang in einer Chorproduktion und hatte verschiedenste Bürojobs. Jennie lebt in einem kleinen Städtchen in New South Wales, wo sie einem Halbtagsjob nachgeht weil sie nach eigenen Angaben auch einmal Menschen treffen möchte, die sie sich nicht selbst ausgedacht hat. 2005 veröffentlichte Jennie ihren ersten Liebesroman, der sofort ein Erfolg wurde. Seitdem wurden ihre Bücher in mehrere Sprachen übersetzt. Schreibt sie nicht gerade romantische Geschichten, verfasst Jennie Artikel und Kurzgeschichten über alles Mögliche, von Alpakas über Gartenarbeit bis hin zu Zoobesuchen. Dabei erscheinen ihre Texte unter verschiedenen Pseudonymen in Magazinen und Zeitschriften in Australien und anderen Ländern.

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2. KAPITEL


Das Splittern von Holz ließ Phoebe abrupt auf die Bremse treten. Sie blickte über die Schulter nach hinten und sah den Schaden.

„So ein Mist! Das gibt Ärger.“ Schon wollte sie aus Max’ Jeep springen, da fiel ihr ein, dass sie nicht allein im Wagen saß.

Ihre beiden Schützlinge hüpften, so weit die Kindersitze es zuließen, auf und ab. „Mist, Mist, Mist!“, schrie Josh begeistert.

„Du hast das kaputt gemacht“, kam Jakes Kommentar. „Max ist sauer. Sauer, sauer, sauer.“

Phoebe rang sich ein Lächeln ab, als sie im Rückspiegel den Jungen in die feixenden Gesichter sah. Wie schön, dass sie sich so freuen konnten …

„Josh, solche Wörter überlässt du lieber den Erwachsenen“, ermahnte sie den einen Jungen. „Und, Jake, Max ist euer Vater, das habe ich heute schon ein paar Mal erklärt. Nenn ihn Dad oder Daddy, nicht Max. Außerdem weißt du nicht, ob er sauer ist. Noch hat er den Schaden nicht gesehen.“

Der Tag hatte so gut angefangen. Sie hatte die Jungen leise geweckt und angezogen, damit Max weiterschlafen konnte. Solche Rücksicht hatte er sich nach seinem schroffen Verhalten gestern Abend zwar nicht verdient, aber sie wollte nicht nachtragend sein.

Dann hatte sie sich überwunden, seinen riesigen Wagen in die nächste Stadt zu fahren, den Jungen aus eigener Tasche ein Frühstück bezahlt und ein paar Lebensmittel eingekauft. Alles nur, um zu helfen, aber würde Max es zu würdigen wissen? Da hatte sie ihre Zweifel.

Auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte, ein bisschen Anerkennung wünschte sie sich doch für ihren Einsatz.

Frustriert trat sie kräftig aufs Gaspedal. Es ist sowieso seine Schuld, weil er überhaupt nichts zu essen da hatte. Keine Cornflakes, kaum Milch, kein Brot, kein Obst. Was dachte er sich eigentlich dabei? Er hatte kleine Kinder im Haus!

„Jake, Josh.“ Den strengen Blick hatte sie in unzähligen Situationen erfolgreich geprobt. „Wartet hier, bis ich euch hole. Rührt euch nicht vom Fleck, verstanden?“

Sie stieg aus und atmete tief die frische kühle Morgenluft ein. In einer der Scheunen sah sie einen jungen Mann arbeiten. Ob das Brent, der neue Gärtner, war? Immerhin schien er von ihrem Missgeschick nichts mitbekommen zu haben.

Warum hatte sie den Wagen auch unbedingt rückwärts an die Verandastufen setzen müssen? Die Kopfstütze hatte ihr die Sicht versperrt.

„Okay, hören wir uns eben die Standpauke an“, murmelte sie.

Als sie sich in Bewegung setzte, öffnete sich die Haustür. Max kam heraus, und seine grimmige Miene bedeutete nichts Gutes. Er trug Jeans, Stiefel und ein dunkles T-Shirt, das er wohl in Eile übergezogen hatte, denn seine Haare standen wild ab. Er war offenbar gerade aus dem Bett gestiegen.

Ihre Fantasie ging mit ihr durch.

Schluss damit!, rief sie sich zur Ordnung und verdrängte die erotischen Bilder. Ein für alle Mal!

„Nur du bringst es fertig, den Wagen rückwärts gegen die Veranda zu fahren“, sagte er laut und deutlich. Er sah zu seinen Söhnen hinüber, die immer noch grinsten. „Ich wusste, dass du einen schlechten Einfluss haben würdest. Das hier ist der Beweis. Möchtest du mir erklären, was du dir dabei gedacht hast?“

„Ich hab’s geahnt, dass du so reagieren würdest. Du bist leicht zu durchschauen.“ Sie standen sich am Fuß der Veranda gegenüber, die Gesichter nur eine Handbreit voneinander entfernt.

„Du auch. Es musste ja schiefgehen.“ Max deutete auf den Wagen, dann auf die zerbrochenen Holzteile am Boden. „Du weißt doch, dass du keine gute Fahrerin bist. Du hättest nie einsteigen sollen.“

Dachte er etwa, sie wäre glücklich darüber? Es war aus Versehen passiert. Warum musste er darauf herumreiten?

„Wenn ich eine schlechte Fahrerin wäre, was ich nicht bin, hätte ich das dir zu verdanken. Schließlich hast du versucht, mir das Autofahren beizubringen, und warst offensichtlich nicht in der Lage dazu. Außerdem habe ich deinen Wagen nur genommen, um dir zu helfen.“

„Ich weiß nicht, wieso es mir hilft, wenn du meinen Wagen zu Schrott fährst“, erwiderte er sarkastisch. „Und zu deiner Information, ich habe monatelang mein kostbares Leben aufs Spiel gesetzt, um dir das Fahren beizubringen. Dies ist wohl der Dank dafür.“

Ja, mach mir nur Schuldgefühle. Sie sah ihn böse an. „Ich habe Lebensmittel eingekauft.“

„Ist das meine Schuld? Du hast gestern Abend den ganzen Kühlschrank leer geräumt und alles weggegessen!“

„Das ist nicht wahr!“ Wütend stampfte sie mit dem Fuß auf.

Max musterte sie von oben bis unten, von der Jeans zu den Wanderstiefeln und rostroten Socken, dann wieder zurück zu ihrem hellorange gefärbten Hemd aus dünner Baumwolle.

„Du hast ja nichts drunter“, sagte er gereizt und deutete auf ihr Hemd.

„Und du redest Blödsinn, wie immer.“ Sie runzelte die Stirn. Es war wirklich merkwürdig, dass ausgerechnet er so etwas sagte.

Plötzlich verspürte sie das gleiche Kribbeln wie gestern. Musste Max sie denn daran erinnern? Verdammter Kerl. Phoebe bemühte sich, nicht an Nacktheit und Max zu denken, aber es gelang ihr nicht.

„Wenn ich Blödsinn rede, wie du dich so nett ausdrückst“, sagte Max betont langsam, „dann liegt das daran, dass du mich zum Wahnsinn treibst, sobald wir beide uns auch nur auf Rufweite nähern.“

„Stimmt.“

Sie standen so dicht voreinander, dass sie ihm tief in die Augen sehen konnte. Sie wurden dunkler, während er sie anstarrte. Phoebe holte bebend Luft. Nein, ich will dich nicht küssen!, sagte sie sich. Ich will nicht.

„Ich bezahle dir den Schaden an Veranda und Auto, Max.“ Phoebe trat zurück und machte eine lässige Handbewegung, als käme so ein Missgeschick jeden Tag vor. Und als würde seine Nähe sie überhaupt nicht berühren.

„Mach dir keine Sorgen wegen der Kosten. Das erledige ich.“ Er stemmte die Hände in die Seiten. „Wie bist du gestern eigentlich hergekommen?“

Sie zuckte mit den Schultern. „Per Anhalter.“

„Das ist gefährlich.“ Sein Gesicht zeigte deutlich, was er davon hielt. Nämlich gar nichts.

„Nicht, wenn du eine gute Menschenkenntnis hast“, widersprach sie. „Und versuch nicht, mich abzulenken. Ich werde den Schaden bezahlen. Anders als manche Leute, die ich hier nicht nennen will, übernehme ich Verantwortung für meine Taten.“

„Wie zum Beispiel Leute, die unversehens Eltern werden?“

Sie bedachte ihn mit einem strafenden Blick. „Ja, genau das. Ich frage mich, was deine aktuelle Freundin über die Neuankömmlinge in deinem Zuhause sagt.“

„Es gibt keine …“ Er sprach nicht weiter und hob die Hand. „Du kritisierst mich. Schon wieder. Ödet es dich nicht irgendwann an?“

„Solange es gerechtfertigt ist … nein.“ Phoebe stieß ihm den Zeigefinger gegen die Brust. „Früher hattest du nicht gerade viel für feste Bindungen übrig, oder? Eine Freundin nach der anderen. Und wenn eine dir auch nur den leisesten Hinweis gab, dass sie mehr als nur Sex und einen schmerzlosen Abschied wollte, hast du das Weite gesucht. Kein Wunder, dass dir niemand etwas von deiner Vaterschaft erzählt hat. Obwohl es mich überrascht, dass du so nachlässig warst.“ Sie stieß ein zweites Mal zu. „Hast du sie überhaupt wirklich gewollt, Max? Deinem Verhalten nach zu urteilen, eher nicht.“

Kaum waren die Worte heraus, bedauerte sie sie schon. So wie er sie ansah, war sie zu weit gegangen.

„Es ist wohl Zeit, alldem ein Ende zu machen, bevor ich noch die Beherrschung verliere“, sagte er kühl. Er packte sie am Arm. „Außerdem geht mein Liebesleben nur mich etwas an.“

„Willst du mir Angst machen?“ Ihr Mut war zurückgekehrt.

Max funkelte sie wütend an. „Wäre vielleicht gar nicht schlecht.“

„Tut mir leid, aber ich habe keine Angst. Absolut nicht.“ Sie zerrte an ihrem Arm, und Max ließ sie los. „Willst du etwa leugnen, dass du deine Söhne einem Kindermädchen aufhalsen willst, damit du die Last los bist?“

Stumm stand er da. Als er dann sprach, blickte er sie kalt an. „Ich treffe meine Entscheidungen so, wie es für meine Kinder am besten ist. Und das, Phoebe, ist etwas, wofür ich mich weder vor dir rechtfertigen werde, noch worüber ich mit dir diskutieren will.“

Er war nicht nur wütend. Sie hatte ihn verletzt, und das tat ihr leid. „Max …“ Sie streckte eine Hand nach ihm aus.

Er ignorierte es, trat einen Schritt zurück und deutete auf den Wagen. „Meine Kinder werden ungeduldig. Vielleicht solltest du sie endlich da rausholen.“

„Und was ist mit dir?“ Sie biss sich auf die Lippen. „Was machst du jetzt?“

„Ich werde versuchen, ein Kindermädchen aufzutreiben.“

Das traf. Sie wollte nicht gehen, auch wenn es dumm wäre hierzubleiben.

„Tu, was immer du für das Beste hältst, Max.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Mir ist wichtig, deine Söhne in guten Händen zu wissen. Und dafür werde ich sorgen, egal wie.“

Er schüttelte den Kopf. „Muss ich dich noch einmal daran erinnern, dass du in dieser Angelegenheit nichts zu sagen hast?“

Das stimmte. Es waren nicht ihre Söhne. Sie hatte keinerlei Rechte, abgesehen davon, dass die kleinen Rabauken sich bereits in ihr Herz geschlichen hatten …

Auch mit Max verband sie nichts. Die starke körperliche Anziehungskraft zwischen ihnen hatte nichts zu bedeuten. Wirklich nicht, redete sie sich ein.

„Mach, was du...



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