Abel | Mit Nonchalance am Abgrund | Buch | 978-3-8376-5195-9 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 386 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 156 mm x 236 mm, Gewicht: 672 g

Reihe: Film

Abel

Mit Nonchalance am Abgrund

Das Kino der »Neuen Münchner Gruppe« (1964-1972)
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-8376-5195-9
Verlag: Transcript Verlag

Das Kino der »Neuen Münchner Gruppe« (1964-1972)

Buch, Deutsch, 386 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 156 mm x 236 mm, Gewicht: 672 g

Reihe: Film

ISBN: 978-3-8376-5195-9
Verlag: Transcript Verlag


1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Es gab bis dato kein Buch zum Kino der Neuen Münchner Gruppe (NMG), die in der zweiten Hälfte der 60er eine Art Gegenkino zu einem Kino machte, das die deutsche Filmgeschichtsschreibung als ›Junges‹ bzw. ›Neues Deutsches Kino‹ kodifizierte, dabei die NMG aber außen vor ließ. Meine revisionistische Analyse schließt diese filmhistoriographische Lücke mit dem Anspruch, diese Gruppe zum ersten Mal als essenzielle, wegweisende, wenn auch ignorierte Kraft des deutschen Kinos um ›1968‹ zu verorten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit dem Buch versuche ich, noch einmal neu darüber nachzudenken, was gemeinhin als politisches bzw. ›linkes‹ Kino angesehen wird. Was als linkes Kino gilt, wurde innerhalb der deutschen Filmkritik ca. 1968 in einer Debatte kodifiziert, in der die sogenannte ›ästhetische Linke‹ gegen die ›politische Linke‹ verlor. Dies resultierte darin, dass die Neue Münchner Gruppe nicht nur nicht als links wahrgenommen, sondern geradezu aus der Filmgeschichte ausradiert wurde – mit Folgen, die bis heute spürbar sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Seit längerem bemüht sich die Forschung, den Kanon des deutschen Films zu revidieren. Mein Buch leistet dazu einen nicht unerheblichen Beitrag, auch weil es nicht nur eine filmhistoriographische Lücke füllt, sondern die Nonchalance der Filme der Neuen Münchner Gruppe als eine linke ästhetische Haltung theorisiert, die im Gegensatz zum dominanten politischen Kino ein aufkommendes Phänomen affektiv registrierte, das heute als zentral für viele kulturellen Reflektionen gilt: den Neoliberalismus.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den Leuten, die in der deutschen Filmindustrie entscheiden, welche Filme finanziert und somit gemacht werden, weil ich glaube, dass sie oftmals keine Ahnung vom politischen Potenzial haben, das dem Kino gerade als eine primär ästhetische Kraft inhärent ist. Als eine Road not taken im deutschen Kino könnte die Neue Münchner Gruppe diesen Entscheidungsträgern nicht nur vor Augen führen, was einmal möglich war, sondern auch aufzeigen, welche filmischen Wege man heute noch gehen könnte.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Als Buch zur deutschen Filmgeschichte, bietet es dennoch Denkanstöße zur gegenwärtigen Diskussion an, was Kino ist, sein könnte und auch sein sollte.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Abel, Marco
Marco Abel (Dr. phil.), geb. 1969, ist Professor für Anglistik und Filmwissenschaft an der University of Nebraska, USA. Seine Monographie The Counter-Cinema of the Berlin School (Camden House, 2013) wurde von der German Studies Association mit dem DAAD Preis für das beste Buch ausgezeichnet (2014). Im Herbst 2019 war er Dirk Ippen Fellow an der American Academy in Berlin.

Marco Abel (Dr. phil.), geb. 1969, ist Professor für Anglistik und Filmwissenschaft an der University of Nebraska, USA. Seine Monographie The Counter-Cinema of the Berlin School (Camden House, 2013) wurde von der German Studies Association mit dem DAAD Preis für das beste Buch ausgezeichnet (2014). Im Herbst 2019 war er Dirk Ippen Fellow an der American Academy in Berlin.



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