Buch, Deutsch, Band 14, 348 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm
Die Kriminalisierung von Brüsseler Juden durch die belgische Ausländerpolizei (1880–1930)
Buch, Deutsch, Band 14, 348 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm
Reihe: Studien zum Antisemitismus in Europa
ISBN: 978-3-86331-546-7
Verlag: Metropol-Verlag
Gleichwohl zeigen Untersuchungen, dass es vor den 1930er Jahren einen latenten Antisemitismus in Belgien gegeben hat; andere weisen darauf hin, dass die Haltung der belgischen Behörden während des Zweiten Weltkriegs stark geprägt war von einem xenophoben Habitus und „mitunter unbewussten Reflexen der Exklusion oder sozialen Stigmatisierung“. Im Wissen, dass der belgische Antisemitismus während des Zweiten Weltkriegs in hohem Maße als xenophobe Haltung vorhanden war, erschien es uns logisch, eine Untersuchung des latenten Antisemitismus in Belgien als Studie durchzuführen, die sich mit ausländischen Juden befasst.
Gegenstand der folgenden Studie ist also die Untersuchung dieser Latenz am Beispiel der Haltung der öffentlichen Sicherheitsorgane, der Sûreté publique, gegenüber den ausländischen Juden in Cureghem, einem Einwandererviertel von Brüssel, seit der Wende vom langen 19. zum kurzen 20. Jahrhundert. Wir werden diese Latenz auf drei Ebenen untersuchen: chronologisch, politisch und sozial.