Buch, Deutsch, 104 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 205 mm, Gewicht: 130 g
Jahresgabe 2018 der Ortsvereinigung Hamburg der Goethegesellschaft in Weimar e. V.
Buch, Deutsch, 104 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 205 mm, Gewicht: 130 g
ISBN: 978-3-89923-393-3
Verlag: Stekovics, J
Prof. Dr. Thomas Wortmann aus Mannheim beschäftigt sich mit E. T. A. Hoffmanns Novelle „Das Fräulein von Scuderie“ und damit, wie der Autor kriminalistische Fallgeschichte und Künstlernovelle miteinander verschränkt, um die Problematik des nicht gesellschaftsfähigen Außenseiters in einer aus den Fugen geratenen Welt durchzuspielen: der Künstler als pathologischer Fall. Dr. Malte Stein aus Hamburg nutzt Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter“, um an der Figur des hochbegabten Außenseiters Hauke Haien, der zwanghaft und obsessiv Unmögliches wagt und mit Traditionen bricht, vorzuführen, wie einer alle sozialen Bindungen preisgibt und an seiner Genialität scheitert. Auch Dr. Tim Lörke (Berlin) zeigt in seinem Vortrag, der sich mit dem Komponisten Adrian Leverkühn aus Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“ beschäftigt, den Zusammenhang zwischen Genie und Wahnsinn. Er leitet her, dass dieser Roman auch als Buch der Trauer und der Klage auf der Schnittstelle von Kultur und Barbarei gelesen werden kann. Thomas Müller schließlich, Leiter des Sächsischen Psychiatriemuseums, gibt einen Überblick über einflussreiche Theorien zum tatsächlichen oder konstruierten Zusammenhang von Genie und Wahnsinn.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Inhalt
Vorwort
Thomas Wortmann
Der Künstler als pathologischer Fall.
E.?T.?A. Hoffmanns Erzählung Das Fräulein von Scuderi
Malte Stein
A beautiful mind in Friesland.
Genie und Wahnsinn in Theodor Storms Novelle
Der Schimmelreiter
Tim Lörke
Zwischen Kultur und Barbarei:
Genie, Wahnsinn und die deutsche Kunst
in Thomas Manns Doktor Faustus
Thomas R. Müller
Genie und Wahnsinn.
Betrachtungen zu einem Mythos aus medizinhistorischer
und kulturgeschichtlicher Perspektive
Die Goethe-Gesellschaft Hamburg