Wolff | Die theologische Entwicklung Bernhard Rothmanns | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 54, 552 Seiten

Reihe: Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte (AKThG)

Wolff Die theologische Entwicklung Bernhard Rothmanns

Ein Beitrag zur Reformationsgeschichte Münsters

E-Book, Deutsch, Band 54, 552 Seiten

Reihe: Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte (AKThG)

ISBN: 978-3-374-06773-2
Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Bernhard Rothmann brachte die reformatorische Lehre in den 1530er Jahren nach Münster. Diese Stadt blieb jedoch nur kurze Zeit reformatorisch, denn der wachsende Einfluss der Täufer und die Unterstützung dieser Gruppe durch Rothmann führte zur Münsteraner Täuferherrschaft, als deren theologischer Kopf Rothmann fungierte. Die umfassende Analyse seiner wortgewaltigen Schriften und Briefe zeichnet seine theologische Entwicklung nach und belegt sein eigenständiges theologisches Denken. In der Darstellung seines Ringens um die Wahrheit werden seine theologische Schärfe und sein allmählicher theologischer Wandel deutlich. Erstmals werden die verschiedenen Auflagen seiner Schriften ausgewertet und einige neue überraschende Erkenntnisse zu seiner Biographie entdeckt.

[The Theological Development of Bernhard Rothmann. A Contribution to the History of the Reformation in Münster]
Bernhard Rothmann brought the Reformation teachings to Münster in the 1530s. However, this city remained reformatory for only a short time, because the growing influence of the Anabaptists and Rothmann’s support of this group led to the Anabaptist rule of Münster, with Rothmann acting as its theological head. A comprehensive analysis of his eloquent writings and letters traces his theological development and demonstrates his independent theological thinking. The account of his struggle for truth reveals his theological sharpness and gradual theological change. For the first time, the various editions of his writings are evaluated and some surprising new insights into his biography are discovered.
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INHALT

Vorwort 7
Abku¨rzungsverzeichnis 18
Einleitung 19

1 Rothmanns Wirken von seiner Geburt bis 1529 28
1.1 Quellenbestand 28
1.2 Herkunft 29
1.3 Ausbildung und Lehrta¨tigkeit 32
1.4 Der Antiklerikalismus in Mu¨nster in den Jahren 1525–1529 43
1.5 Rothmann als Bearbeiter einer Schrift von Henricus Primaeus 47

2 Rothmann als Prediger in St. Mauritz und seine Reisen (1529/30 bis Juni/Juli 1531) 50
2.1 Die Darstellungen Hamelmanns und Kerssenbrocks 50
2.2 Rothmanns Brief an Johannes Osenbru¨gge vom 18. Februar 1531 54
2.2.1 Biografie des Johannes Osenbru¨gge 55
2.2.2 Der Inhalt des Briefs und Rothmanns Verbindung zu Osenbru¨gge 60
2.3 Rothmanns Brief an Gerhard Reining von Mitte Mai 1531 62
2.4 Melanchthons Brief an Rothmann vom 21. Juli 1532 66
2.5 Klagezettel gegen Rothmann 70
2.6 Rekonstruktion der Reiseroute 73

Exkurs: Die Verteilung der obrigkeitlichen Macht in Mu¨nster 77

3 Von Rothmanns Ru¨ckkehr nach St. Mauritz (Juni/Juli 1531) bis zur Vero¨ffentlichung seines Lehrbekenntnisses (23. Januar 1532) 79
3.1 Rothmanns Predigt vom 20. August 1531 80
3.2 Das erste Predigtverbot vom 29. August 1531 82
3.3 Rothmanns Predigt vom 17. September 1531 83
3.4 Rothmanns Auseinandersetzung mit Johann von Deventer u¨ber das Fegefeuer am 17. und 18. September 1531 84
3.4.1 Rothmanns Brief an Johann Deventer 85
3.4.2 Rothmanns Brief an den Rat der Stadt Mu¨nster und die Gildenvorsteher 86
3.4.3 Johann von Deventers Brief an Rothmann 88
3.5 Das zweite Predigtverbot vom 5. Oktober 1531 90
3.6 Rothmanns Brief an Jakob Montanus vom 8. Oktober 1531 91
3.7 Rothmanns Brief an Bischof Friedrich von Wied vom 1. November 1531 95
3.8 Das dritte Predigtverbot vom 17. Dezember 1531 und der Entzug des freien Geleits vom 7. Januar 1532 99
3.9 Melanchthons Brief an Rothmann vom Jahresende 1531 100
3.10 Die Mu¨nsteraner Bu¨rger an ihre Olderlude 102
3.11 Rothmanns Brief an Bischof Friedrich von Wied vom 16. Januar 1532 111
3.12 Fazit 114

4 Das Lehrbekenntnis 117
4.1 Textbestand und Wiedergabe der Quelle 118
4.2 Adressaten und Abfassungsabsicht 123
4.3 Heilige Schriften (Artikel 1) 124
4.4 Wort Gottes und Trinita¨t (Artikel 2 bis 4) 125
4.5 Su¨nde und Erlo¨sung (Artikel 5 bis 10) 131
4.6 Kirche und Zeremonien (Artikel 11 und 12) 137
4.7 Sakramente: Taufe und Abendmahl (Artikel 13 bis 16) 138
4.8 Messe und Fegefeuer (Artikel 17 und 18) 143
4.9 Buße und Beichte (Artikel 19 und 20) 145
4.10 Werke der Liebe (Artikel 21 bis 23) 146
4.11 Mittlerschaft und Rituale (Artikel 24 bis 29) 147
4.12 Kirchliche und weltliche Obrigkeit (Artikel 30 bis 32) 149
4.13 Abschließende Erkla¨rung 151
4.14 Die Verwendung der Bibel bei der Erstellung des Lehrbekenntnisses 153
4.15 Fazit 154

5 Vom Umzug nach Mu¨nster bis zur Einsetzung evangelischer Pra¨dikanten am 10. August 1532 158
5.1 Rothmanns Brief an die bischo¨flichen Ra¨te von Ende Januar 1532 160
5.2 Melanchthons Brief an Rothmann vom 26. Januar 1532 165
5.3 Rothmanns Brief an den Rat von Soest vom 2. Februar 1532 166
5.4 Rothmanns Brief an Gerhard Cotius vom 18. Februar 1532 169
5.5 Rothmanns Brief an Jakob Montanus vom 13. Ma¨rz 1532 172
5.6 Das Eingreifen Bischof Erichs II. 175
5.6.1 Bittschrift der Bu¨rger an die Older- und Meisterlude vom 16. April 1532 176
5.6.2 Erichs II. Brief an den Rat und die Gesamtgilde vom 17. April 1532 178
5.6.3 Rothmanns Brief an Erich II. vom 19. April 1532 179
5.6.4 Briefe der Bu¨rgerschaft und des Rates sowie die Reaktion Erich II. und sein Tod (April und Mai 1532) 184
5.7 Die Mu¨nsteraner Disputation im Mai 1532 187
5.8 Rothmanns Brief an Patroclus Boeckmann vom 1. Juni 1532 189
5.9 Brief Franz von Waldecks vom 28. Juni 1532 197
5.10 Verhandlungen zwischen Vertretern der Bu¨rgerschaft, der Gilden und dem Rat im Juli 1532 200
5.11 Rothmanns Brief an Erhard Schnepf vom 16. Juli 1532 204
5.12 Rothmanns Brief an die Bu¨rgermeister und den Rat der Stadt Mu¨nster vom 19. Juli 1532 208
5.13 Die Einflussnahme Philipps von Hessen 210
5.14 Die Einsetzung evangelischer Prediger 211
5.15 Fazit 213

Exkurs: Die Wassenberger Pra¨dikanten 215

6 Kurze Anweisung etlicher Missbra¨uche 220
6.1 Textbestand 220
6.2 Verfasser 224
6.3 Vorwort 224
6.4 Artikel 1–10 227
6.5 Artikel 11–16 230
6.6 Nachwort 232
6.7 Fazit 233

7 Der Weg Mu¨nsters bis zur Annahme der Reformation am 14. Februar 1533 236
7.1 Auszug eines Schreibens Rothmanns an Buschius vom 6. September 1532 236
7.2 Verhandlungen mit der Ritterschaft im September 1532 237
7.3 Stutenbernd 241
7.4 Bischo¨fliche Restriktionen und Bestellung Johann von der Wycks zum Syndikus 242
7.5 Rothmanns Predigt vom 1. Dezember 1532 244
7.6 Luthers Briefe nach Mu¨nster im Dezember 1532 245
7.7 Melanchthons Brief an Rothmann vom 24. Dezember 1532 248
7.8 Geiselnahme 250
7.9 Rothmanns Brief an Hermann Bonnus vom 12. Januar 1533 250
7.10 Vertrag zwischen Bischof Franz von Waldeck und der Stadt Mu¨nster vom 14. Februar 1533 253
7.11 Fazit 254

8 Zuchtordnung 256
8.1 Vorrede 257
8.2 Zu¨chtigungen, La¨sterungen und Sto¨rungen 257
8.3 Familie, Ehe und Kopulation 258
8.4 Trinken, Spielen und Wucher 260
8.5 Verschiedene Vergehen sowie Hinweise zum Abendmahl, zur Taufe und zur zeitlichen Einordnung 261
8.6 Schriftliche Voru¨berlegungen zur Zucht- und Kirchenordnung 264
8.7 Fazit 267

9 Rothmanns Abweichungen von Kernpunkten der reformatorischen Theologie 269
9.1 Wydder Andwurt der Diener des Evangelij zu Munster 269
9.1.1 Verfasser, Abfassungstermin und Ziel 269
9.1.2 Die Wahl der Kirchendiener 270
9.1.3 Definition der Sakramente 271
9.1.4 Die Verwerfung der Kindertaufe 272
9.1.5 Das Abendmahl als Geda¨chtnismahl 274
9.1.6 Fazit 275
9.2 Melanchthons Brief an Rothmann (ca. Mai 1533) 275
9.3 Rothmanns Brief an Hermann Regeward 277
9.4 Disputation vom 7. und 8. August 1533 277
9.4.1 Textbestand 277
9.4.2 Teilnehmer, Zeitpunkt und Ziel 278
9.4.3 Die Ero¨ffnung durch Johann von der Wyck und Rothmanns Erwiderung 279
9.4.4 Die Distanzierung Brothanxts und thom Nordens von Rothmann 281
9.4.5 Die Darlegungen von Buschius, Rothmanns Erwiderung und Buschius’ Reaktion 283
9.4.6 Die Beitra¨ge von Johann Holtmann, Theodor Bredenvorth, Arnold Belholt, Johannes Glandorp, Peter Wirtheim und das Schlusswort des ersten Tages durch Johann von der Wyck 286
9.4.7 Die Erwiderungen Rothmanns auf die Ausfu¨hrungen seiner Kontrahenten 289
9.4.8 Fazit 296
9.5 Predigtverbot und Verweis aus der Stadt 297
9.6 Brief der Prediger an den Rat vom 17. September 1533 298
9.7 Erkla¨rung Bernhard Rothmanns vom 3. Oktober 1533 300
9.8 Bericht u¨ber Rothmann 301
9.9 Die Verwendung eines Briefs von Rothmann an Bucer in dessen Schrift Quid de baptismate infantium iuxta scripturas Dei sentiendum 302
9.9.1 Der Adressat der Schrift Bucers 302
9.9.2 Die Datierung des verwendeten Briefs Rothmanns 304
9.9.3 Rekonstruktion des Inhalts von Rothmanns Briefs 307
9.9.4 Fazit 310
9.10 Ergebnis 311

10 Bekenntnis von beiden Sakramenten 313
10.1 Verfasser 313
10.2 Adressaten und Abfassungsabsicht 314
10.3 Bedeutung des Wortes »Sakrament« 315
10.4 Die wahre christliche Taufe: Definition, Vorbereitung und Nutzen 316
10.5 Missbra¨uchliche Taufen: Verwerfung der Kindertaufe 322
10.6 Abendmahl: Definition, Einsetzung und Bedeutung 330
10.7 Die Auslegung der Abendmahlsworte und der richtige Umgang zur Zeit der Apostel 332
10.8 Zusammenfassung 340
10.9 Fazit 341

11 Die letzten Schritte zur Herrschaft der Ta¨ufer in Mu¨nster 344
11.1 Die Vertreibung und Ru¨ckkehr der Prediger – Einfu¨hrung der Taufe 344
11.2 Rothmanns Brief an Philipp von Hessen 346
11.3 Der Machtkampf um Mu¨nster bis zur Ausweisung am 27. Februar 1534 347
11.4 Rothmanns Brief an Heinrich Slachtscaep 350
11.5 Ho¨rt die Stimme des Herrn (Predigt) 351
11.6 Fazit 352

12 Bekenntnis des Glaubens und Lebens der Gemeinde Christi zu Mu¨nster 354
12.1 Verfasser und Textbestand 354
12.2 Adressaten und Abfassungsabsicht 355
12.3 Trinita¨t 355
12.4 Jesus Christus 356
12.5 Taufe 358
12.6 Ehe 359
12.7 Ursache des derzeitigen Konflikts 360
12.8 Drucktermin 362
12.9 Fazit 362

Exkurs: Ereignisse wa¨hrend der Herrschaft der Ta¨ufer 365

13 Restitution 368
13.1 Verfasser 369
13.2 Textbestand 369
13.3 Adressaten und Abfassungsabsicht 371
13.4 Abfall und Restitution 372
13.5 Bibel 377
13.6 Altes und Neues Testament 378
13.7 Christi Menschwerdung 380
13.8 Erlo¨sung durch Christus 382
13.9 Taufe 384
13.10 Gemeinde Christi 386
13.11 Gute Werke 388
13.12 Freier Wille 391
13.13 Su¨nde 394
13.14 Abendmahl 395
13.15 Ehe 396
13.16 Herrlichkeit des Reiches Christi auf der Erde 400
13.17 Christliche Obrigkeit 403
13.18 Schlussrede: Wundertaten Gottes in Mu¨nster 405
13.19 Fazit 410

14 Bericht von der Wrake (Vergeltung) 414
14.1 Textbestand 414
14.2 Abfassungsabsicht 415
14.3 Zeit und Ablauf der Vergeltung 417
14.4 Fazit 421

15 Von der Verborgenheit der Schrift des Reiches Christi 424
15.1 Textbestand 424
15.2 Adressaten und Intention 426
15.3 Verborgene Erkenntnis in der Schrift und zugeho¨riger Schlu¨ssel 427
15.4 Biblisches Zeugnis von Christus 430
15.5 Wahrer Glaube 434
15.6 Trinita¨t, freier Wille, Zeitalter der Welt 437
15.7 Vollendung der Welt 441
15.8 Restitution, Tag des Herrn und Reich Christi 449
15.9 Fazit 455

16 Von irdischer und zeitlicher Gewalt 459
16.1 Adressaten und Abfassungsabsicht 460
16.2 Ursache der irdischen Herrschaft 462
16.3 Beginn der irdischen Herrschaft 463
16.4 Verlauf der irdischen Herrschaft 466
16.5 Ende der irdischen Herrschaft 468
16.6 Fazit 471

Exkurs: Die Einnahme Mu¨nsters durch Franz von Waldeck 474

Ergebnis 476

Quellen- und Literaturverzeichnis 491
1. Quellen 491
2. Hilfsmittel 496
3. Forschungsliteratur 497

Anhang 507
1. Quellenedition des Lehrbekenntnisses 507
2. Nachweis der Bibelstellen im Textverlauf des Lehrbekenntnisses 532
3. 16 Artikel der »Kurze[n] Anweisung etlicher Missbra¨uche« 535
4. Hinweise zu Stupperichs Edition der Restitution 537
5. Vergleich der Drucke der Verborgenheit 539
5.1 Vergleich der Drucke a und b 539
5.2 Vergleich der Drucke c und b 543
5.3 Vergleich der Darstellungen der Bibelstellen am Seitenrand von c und b 546
5.4 Ergebnis der Druckvergleiche 547
5.5 Textversion Stupperichs 547


Wolff, Christian Elmo
Christian Elmo Wolff, Dr. theol., Jahrgang 1982, studierte Evangelische Theologie in Münster und arbeitet derzeit als Wissenschaftsmanager der CVJM-Hochschule in Kassel. 2019 wurde er mit der vorliegenden Arbeit promoviert.

Werke: Johann Joachim Spalding: Predigten größtentheils bey außerordentlichen Fällen gehalten (1775), hg. v. Malte van Spankeren und Christian Elmo Wolff (SpKA II/4), 2011. Johann Joachim Spalding: Neue Predigten. Zweyter Band (1784), hg. v. Malte van Spankeren und Christian Elmo Wolff (SpKA II/3), 2009.


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