Wörsdörfer / Hagen | Die erinnerte Revolution / Mémoire(s) de la Révolution | Buch | 978-3-95477-127-1 | sack.de

Buch, Deutsch, Französisch, Band 11, 258 Seiten, PB, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 417 g

Reihe: Romanische Studien Beihefte

Wörsdörfer / Hagen

Die erinnerte Revolution / Mémoire(s) de la Révolution

Buch, Deutsch, Französisch, Band 11, 258 Seiten, PB, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 417 g

Reihe: Romanische Studien Beihefte

ISBN: 978-3-95477-127-1
Verlag: AVM – Akademische Verlagsgemeinschaft München


Die Französische Revolution repräsentiert das prägende Ereignis im modernen französischen Nationalgedächtnis. Als epochaler Einschnitt mit tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen stellt sie sich – jenseits der legislativen Umsetzungen einer geistigen Elite – in ihren konkreten Manifestationen auf den Straßen und öffentlichen Plätzen von Paris und in der Provinz als entscheidend von aggressiven physischen Auseinandersetzungen bestimmte Episode in der neueren Geschichte Frankreichs dar. Mit dem von Frühjahr 1793 bis Sommer 1794 andauernden Krisenjahr tritt das Revolutionsgeschehen, nachdem es seit seien Anfängen den Konflikt mit ausländischen Mächten heraufbeschworen hat, in eine neue (Bürger-)Kriegsphase im Inneren ein, insofern als die Grande Terreur die innerfranzösischen Lagerkämpfe mit unzähligen Guillotinierungen auf eine neue Eskalationsstufe hebt.
Die alltäglich gewordenen Gewaltexzesse haben Spuren im kollektiven Gedächtnis Frankreichs hinterlassen. Solche Spuren konkretisieren sich einerseits noch in der Revolutionszeit selbst. Andererseits stellt die Französische Revolution gerade auch in erneuten Krisenzeiten einen privilegierten Referenzpunkt dar. An besagten Phasen der gesellschaftlichen Destabilisierung und des drohenden politischen Chaos sind das 19. Jahrhundert mit den Folgerevolutionen von 1830 und 1848, das 20. Jahrhundert mit den beiden Weltkriegen und das 21. Jahrhundert mit der aktuellsten Herausforderungslage des globalen Terrors nicht arm.
Der vorliegende Band widmet sich dieser revolutionären Vergangenheitsbewältigung, v.a. der blutigen Phase von 1793/94, in ihren diversen Ausprägungen vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Mit Beiträgen von
Julien Bobineau, Aude Déruelle, Hélène Fau, Peggy Fischer, Julius Goldmann, Ivana Lohrey, Eva-Tabea Meineke, Florian Neumann, Dietmar Rieger, Lena Schönwälder, Alena Strohmaier, Kirsten von Hagen, Stephanie Wodianka, Anna Isabell Wörsdörfer
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