Buch, Deutsch, Band 72, 330 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 519 g
Reihe: Edition Kulturwissenschaft
Zur Vernetzung und Stabilität eines modernen Phänomens
Buch, Deutsch, Band 72, 330 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 519 g
Reihe: Edition Kulturwissenschaft
ISBN: 978-3-8376-3106-7
Verlag: transcript
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Mythen sind nicht nur Teil des antiken Weltverständnisses. Auch in der Gegenwart ist unsere Deutung der Welt von Mythen beeinflusst und geprägt: von modernen Mythen, die jünger sind als ihre antiken Vorfahren, aber eine ähnliche Funktion haben – die Welt begreifbarer zu machen. Moderne Mythen sind kein diffuses Phänomen, sondern haben ihre Ordnung und streben nach Haltbarkeit – das will der Band zeigen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die bisherige Forschung hat seit den 50er Jahren immer wieder mit Roland Barthes betont, dass in der Moderne alles zum Mythos werden kann. Das sehen wir auch so - aber wir interessieren uns dafür, was moderne Mythen nicht nur zum allgegenwärtig-vergänglichen Phänomen macht, sondern wie man sich die Haltbarkeit mancher Mythen erklären kann: Vernetzungen machen Mythen stabil.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Mythenforschung erlebt derzeit eine Konjunktur. Vor allem politische Mythen in ihrer Funktion für nationale oder transnationale Identitäten werden untersucht. Seltener steht im Fokus das stärker kulturwissenschaftlich orientierte Interesse, in welchem Verhältnis moderne Mythen zueinander stehen.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Wir könnten uns ein anregendes Gespräch mit den Kollegen Roland Barthes und Lévi-Strauss vorstellen – leider ist es dafür ein wenig spät.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Die Moderne wird nicht von Mythen überschwemmt, sondern von Mythen gedeutet und geordnet.