Weber | "Unterwerfen mußtest du dich mir, der reichen Herrscherin!" | Buch | 978-3-86821-523-6 | sack.de

Buch, Deutsch, Band 13, 268 Seiten, PB, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

Reihe: KOLA Koblenz-Landauer Studien zu Geistes-, Kultur- und Bildungswissenschaften

Weber

"Unterwerfen mußtest du dich mir, der reichen Herrscherin!"

Leseranreden, poetische Selbstreflexion und Metafiktion in E. T. A. Hoffmanns Märchen

Buch, Deutsch, Band 13, 268 Seiten, PB, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

Reihe: KOLA Koblenz-Landauer Studien zu Geistes-, Kultur- und Bildungswissenschaften

ISBN: 978-3-86821-523-6
Verlag: WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier


„Du weißt, geliebter Leser, nicht recht, was du dem seltsamen Manne antworten sollst, aber indem du darüber sinnest, hat er schon mit einem ‚Mit Verlaub, mein Herr!‘ deine Stirn sanft berührt und in deinen Handteller gekuckt. ‚Der Himmel segne Sie, mein Herr, Sie haben eine gute Konstellation.‘“ Der besondere Kunstgriff der Leseranreden wird in dieser Arbeit zum ersten Mal grundlegend analysiert. Gerade in E.T.A. Hoffmanns Kunstmärchen kommt ihm besondere Bedeutung zu: Hoffmann lässt extradiegetische Leserfiguren metaleptisch in die Intradiegesen absteigen und simuliert damit, es sei möglich, die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu durchbrechen, um die Romantisierung der (Leser-)Welt über die poetische Erkenntnis der Duplizität des Seins zu ermöglichen.

Im Goldnen Topf, der als Prototyp und Prätext für alle weiteren Märchen Hoffmanns fungiert, wird vorgeführt, wie der Leser zum Produkt der Dichtung wird. Nußknacker und Mausekönig, Das fremde Kind, Klein Zaches genannt Zinnober und Die Königbsraut variieren dieses Modell, die Prinzessin Brambilla jedoch geht weit darüber hinaus: Sie betrachtet sich im Moment der Lektüre beim Entstehen durch das Zusammenwirken mit dem Leser. Giglio verliebt sich in das Capriccio Prinzessin Brambilla und jagt ihm hinterher, kann es aber nicht fassen.Solange, wie der eitle Leser sich als Interpret aufspielt und nicht zur poetischen Selbsterkenntnis gelangt ist, wird er den Text nicht durchschauen können. Er muss sich der Prinzessin erst unterwerfen, um sich dann nicht mehr selbst im Weg zu stehen.
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