Vogt | Der Idealmensch in Kindesgestalt | Buch | 978-3-86821-943-2 | sack.de

Buch, Deutsch, 292 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 472 g

Reihe: Koblenz-Landauer Studien zu Geistes-, Kultur- und Bildungswissenschaften

Vogt

Der Idealmensch in Kindesgestalt

Die Entwicklung des (kinder-)literarischen Motivs "Das fremde Kind" in der internationalen Kinder- und Jugendliteratur und dessen didaktisches Potenzial für Lehr-Lern-Prozesse

Buch, Deutsch, 292 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 472 g

Reihe: Koblenz-Landauer Studien zu Geistes-, Kultur- und Bildungswissenschaften

ISBN: 978-3-86821-943-2
Verlag: WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier


Kinder, weder Jungen noch Mädchen, ohne Eltern, mit übersinnlichen Kräften, die aus dem Nichts erscheinen und nach kurzer Zeit wieder dahin verschwinden; geheimnisvoll fremd und doch kennt sie jeder, denn sie bevölkern seit jeher die Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Sie heißen Pippi, Momo, Konrad oder Sams und mit ihrer spezifischen Funktion helfen sie über Entwicklungskrisen hinweg.


Das vorliegende Buch thematisiert die grob skizzierte, besondere Konstellation rund um diese Kinder, die sich zum Motiv „Das fremde Kind“ verdichtet, und typisiert fremde Kinder anhand ihres speziellen Auftrags vom 19. Jahrhundert bis heute.


Verknüpft mit der Funktion des Auftauchens der fremden Wesen wird eine entwicklungspsychologische Begründung für die Existenz fremder Kinder dargeboten, aus der sich die didaktisch-pädagogische Beschäftigung mit dem Motiv und letztlich der sogenannte Synergetische Literaturunterricht (SynLu) – eine subjektbezogene Modellierung des Literaturunterrichts – speist.


An den Werken
Kasimir Karton
(2015) von Michelle Cuevas,
Mein Sommer mit Mucks
(2015) von Stefanie Höfler und
Letztendlich sind wir dem Universum egal
(2012) von David Levithan werden von der Orientierungs- bis zur Oberstufe sozialisatorische Wirkungen des Motivs sowie der Erwerb literarischer Kompetenzen im SynLu exemplarisch vorgeführt.

Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung ............................................................................................................. 1

1. Die Rezeptionsgeschichte des Motivs „Das fremde Kind“auf internationaler Ebene in Entwicklungslinien
............................................. 6

1.1. Das fremde Kind als Realisation der romantischen Kindheitsutopie

(Die Rezeption in der Entstehungszeit und im 19. Jahrhundert) ........................... 6

1.1.1. Die Entstehungsgeschichte des Ur-Typs ........................................................... 6

1.1.2. Kontrastwelten der Vernunft und Phantasie – Inhalt ......................................... 9

1.1.3. Kindheit als Berührungspunkt des Unendlichen und Existenzgrundlage ........ 13

1.1.4. Exkurs: vereinzelte Rezeption in der europäischen Literatur

des 19. Jahrhunderts ........................................................................................ 15

1.2. Das fremde Kind als Erlöser der Menschheit

(Die Rezeption am Anfang und in der Mitte des 20. Jahrhunderts) ..................... 20

1.2.1. Erkenntnis wird zum Gegenspieler

der kreativen Seele in Hoffmanns Märchen .................................................... 20

1.2.2. Jesus-Mythos und fremdes Kind ..................................................................... 21

1.2.3. Omnipräsentes Erlöserkind – Der kleine Prinz ............................................... 28

1.2.4. Momo – Helferin zur subjektiv-individuellen Erlösung .................................. 35

1.2.5. Kindheit als Chance zur Weltverbesserung? ................................................... 43

1.3. Das fremde Kind als ewiger Wiedergänger

(Die Rezeption im 20. Jahrhundert) .................................................................... 45

1.3.1. Betwixt-and-Between – Das Schicksal des Peter Pan ..................................... 45

1.3.2. Come into the sea – Entscheidung für die Ewigkeit ........................................ 54

1.3.3. Marionette eines höheren Bewusstseins? –

Sofie verabschiedet sich ins „Grenzland“ ....................................................... 60

1.3.4. Ewige Kinder zur Bewältigung von Identitätskrisen

und Kräftigung der eigenen Existenz .............................................................. 66

1.4. Das fremde Kind als Ausdruck absoluter Kindheitsautonomie

(Die Rezeption des Motivs ab der Mitte des 20. Jahrhunderts) ........................... 68

1.4.1. Pippi Langstrumpf – Die liebenswerte Anarchistin ........................................ 68

1.4.2. Antiautoritäres fremdes Kind revisited ........................................................... 80

1.4.3. Fremdes Kind der Selbstbehauptung to be ...................................................... 87

1.4.4. Autonomes Kind des Protests und der Komik ................................................ 96

1.5. Die Entmythisierung des fremden Kindes ab dem Ende des 20. Jahrhunderts ... 100

1.5.1. Die brutale Auflösung des freien Kindes ...................................................... 100

1.5.2. Entidealisiertes „Kind“ der steten Unruhe .................................................... 109

1.5.3. Magieverlust der Wilhelmina Silver – Fremdes Kind im falschen Land ...... 117

1.5.4. Wertlose Kinder und dramatische Suchbewegungen zum Selbst .................. 125

2. Das „Fremde Kind“ zwischen pädagogisch-entwicklungspsychologischerund literarästhetisch-didaktischer Perspektive
............................................ 130

2.1. Die pädagogisch-entwicklungspsychologische Perspektive .............................. 131

2.1.1. Identitätsausbildung ...................................................................................... 131

2.1.2. Genderidentität als Teil des Selbst ................................................................ 142

2.2. Die identitätsorientierte-literaturdidaktische Perspektive .................................. 147

2.2.1. Die Involvement-Distanz-Schwebe ............................................................... 147
Perspektivenerprobungen
............................................................................. 152
Weltenerkundungen
....................................................................................... 154
Kulturelle Situierungen
................................................................................. 157

2.2.2. Das Nähe-und-Distanz-Erleben im heterogenen Literaturunterricht ............. 159

2.2.3. Synergetischer Literaturunterricht (SynLu)

im Kontext des hermeneutisch-dialogischen Lehr-Lern-Modells ................. 170

3. Fremde Kinder im Literaturunterricht
.......................................................... 182

3.1.
Kasimir Karton. Mein Leben als unsichtbarer Freund
von

Michelle Cuevas (dt. Übersetzung 2017, amerik. OA 2015,

aus dem Amerikanischen übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn) ............... 182

3.1.1. Inhaltsangabe ................................................................................................ 182

3.1.2. Entfaltung der Fremden-Kind-Motivik ......................................................... 183

3.1.3. Pädagogische Begründung zum Einsatz

in der Grundschule/Orientierungsstufe ......................................................... 198

3.1.4. Didaktische Kommentierung ........................................................................ 201

3.1.5. Konkrete Realisation im Synergetischen Literaturunterricht ........................ 206

3.2.
Mein Sommer mit Mucks
von Stefanie Höfler (2015)........................................ 210

3.2.1. Inhaltsangabe ................................................................................................ 210

3.2.2. Entfaltung der Fremden-Kind-Motivik ......................................................... 211

3.2.3. Pädagogische Begründung zum Einsatz in der Sekundarstufe I .................... 220

3.2.4. Didaktische Kommentierung ........................................................................ 223

3.2.5. Konkrete Realisation im Synergetischen Literaturunterricht ........................ 227

3.3.
Letztendlich sind wir dem Universum egal
von David Levithan

(dt. Übersetzung 2014, amerik. OA 2012, aus dem Amerikanischen

übersetzt von Martina Tichy) ............................................................................ 232

3.3.1. Inhaltsangabe ................................................................................................ 232

3.3.2. Entfaltung der Fremden-Kind-Motivik ......................................................... 234

3.3.3. Pädagogische Begründung für die Sekundarstufe II ..................................... 242

3.3.4. Didaktische Kommentierung ........................................................................ 246

3.3.5. Konkrete Realisation im Synergetischen Literaturunterricht ........................ 249

4. Fazit
................................................................................................................... 253

5. Literaturverzeichnis
......................................................................................... 259
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