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E-Book, Deutsch, 295 Seiten

Vatter Finden, fördern, freisetzen

Wirksam führen – die Wiederentdeckung des apostolischen Dienstes

E-Book, Deutsch, 295 Seiten

ISBN: 978-3-86256-755-3
Verlag: Neufeld Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie sind Gottes weise Strategen und kühne Eroberer. Loyale Radikale, die Kirchengemeinden fördern und freisetzen, ihre himmlische Leuchtkraft und göttliche Salzwirkung zu entfalten. Um sein Reich zu etablieren, setzen sie ihr Leben aufs Spiel: die Apostel. Doch es ist still geworden um apostolisch begabte Männer und Frauen. Der fünffältige Dienst (Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer) ist zum einfältigen Dienst verkümmert. Stefan Vatter ist überzeugt: Wir müssen den apostolischen Dienst neu entdecken! Wir brauchen Männer und Frauen, die ihre apostolische Begabung und Berufung von Gott begreifen und annehmen. Dieses Buch greift das Phänomen apostolischer Wirksamkeit auf. Es beschreibt, was die Bibel darüber lehrt, was den Dienst der Apostel durch die Jahrhunderte auszeichnete und was sie der Gemeinde und Gesellschaft zu bringen haben. Ein Buch für alle, die verstehen und erleben wollen, wie Gott seine Gemeinde baut und unsere Gesellschaft wirksam mit dem Evangelium durchdringt.
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Einführung
Was fällt Ihnen ein, wenn Sie das Wort Apostel hören?“ Welches Bild taucht vor Ihrem inneren Auge auf? Ich sitze vor meinem Computer, gebe im Suchprogramm Apostel ein und erhalte über 1.000.000 Treffer – das englische apostle zeigt fast 7.000.000 Treffer an. Ich frage mich: Was sind Apostel? Wozu brauchen wir sie? Sieht Gott heute noch Apostel vor? Wenn ja, welche Rolle spielen sie in unserer Zeit? Wie wirken sie? Bin ich ein Apostel? Vor einigen Monaten war ich bei meinen Eltern in Freiburg im Breisgau zu Besuch. Ganz Freiburg lag unter einer zähen und dichten Wolkendecke, während der Wetterbericht oberhalb von 800 Metern strahlenden Sonnenschein verkündete. Ich bin in Freiburg aufgewachsen und kenne diese Wetterlagen, und doch erstaunt es mich immer wieder, welche Wirkung dichter Nebel auf mich hat. Ich zweifle, ob auf den Bergen die Sonne wirklich strahlend, ganz ohne Wolken scheint, während ich hier unten keine 50 Meter weit sehen kann. Etwas ungläubig setzte ich mich ins Auto, um auf einen nahe gelegenen Berg zu fahren. Während des Fahrens beschlich mich ein dumpfes Empfinden, die Höhe des Berges könnte nicht ausreichen, um mich aus der Nebelbank hinauszuführen. Dann wurde es plötzlich heller und auf einen Schlag war ich wie in einer anderen Welt. Wie gut, dass ich mich auf den Weg gemacht hatte, so dachte ich, und genoss den weiten Ausblick und die Wärme der Sonnenstrahlen. Bildlich gesprochen möchte ich Sie in diesem Buch mit auf eine Bergtour nehmen. Raus aus dem Nebel, der auf dem apostolischen Dienst liegt, und hinein in das Sonnenlicht mit seiner weiten Perspektive. Entdecken Sie die strategische und gesellschaftliche Bedeutung des apostolischen Dienstes. Entdecken Sie Sinn, Zweck und Ziel dieses Dienstes für ihr persönliches Leben, für die Gemeinde Jesu, für das Reich Gottes und für die Welt. Aus den Nebelbänken treten
Einen der wichtigsten Wegweiser, der uns aus den Nebelbänken rund um den apostolischen Dienst ins Licht führt, finden wir in einer bedeutsamen Anweisung des auferstandenen Jesus an seine Gemeinde. Die Himmelfahrt Jesu markiert den Anfang seiner Herrschaft zur Rechten des Vaters. Von dieser erhobenen Position aus setzt Christus nach seiner Auferstehung zum Bau seiner Gemeinde fünf Zurüstungsgaben ein, zu welchen auch die Gabe des Apostels gehört: „Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer“ (Eph 4,11). Wer hat gesetzt? Er, der Auferstandene! Es war Gottes Initiative und Idee. Es handelt sich hier nicht um einen pfingstlerisch-charismatischen Gedankenentwurf, sondern um die Setzung und Anweisung des Auferstandenen. Ein maßgeblicher Teil der Strategie Gottes zum Bau seiner Gemeinde und Manifestation seiner Königsherrschaft in der Welt.1 Während der Dienst des Hirten und Lehrers in der Gemeindepraxis breite Akzeptanz gefunden hat, finden wir in den allermeisten Gemeinden in Bezug auf die Bedeutung des apostolischen Dienstes ein lückenhaftes und geringes Verständnis vor. So werden Personen mit einem apostolischen Gabenspektrum als Prediger, Evangelisten, Lehrer oder Missionare bezeichnet, selten aber als Apostel. Bei Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrern ist bereits der Name Programm. Der Prophet prophezeit, der Evangelist evangelisiert, der Hirte weidet, der Lehrer lehrt. Und der Apostel? Er fällt hier aus der Reihe. Apostel ist keine Bezeichnung, die sich uns auf Anhieb schon vom Begriff her selbst erklärt. Was haben wir uns unter dem Dienst des Apostels vorzustellen? Die Gemeinde zurüsten
Den Sinn der fünf Dienstgaben beschreibt Paulus mit folgenden Worten: „Damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, damit wir nicht unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen“ (Eph 4,12 – 14). Es geht also um Zurüstung, doch wozu? Zum Werk des Dienstes, damit der Leib Christi – die Gemeinde – aufgebaut wird! Darunter haben wir uns im Wesentlichen vorzustellen, dass zur Ehre Gottes seine Gemeinde stabil nach innen gegründet und dynamisch nach außen konstruiert wird. Die Gemeinde ist dazu berufen, die Fülle der Herrlichkeit und Größe Gottes auf Erden widerzuspiegeln. Alles andere ist zweitrangig. Um die Gemeinde Jesu in eine solche Stabilität und Dynamik führen zu können, ist die Gabe des apostolischen Dienstes unverzichtbar. Dieses Gabengeschenk Gottes muss erkannt, geweckt, gefördert und eingesetzt werden. Unsere Gemeinden und unser Land brauchen Menschen mit dieser apostolischen Begabung. Die apostolische Gabe ist ein Geschenk Gottes zum Bau seiner Gemeinde. Achten wir diese Gabe Gottes oder meinen wir, sie nicht zu benötigen, wie wir es von den Pharisäern lesen: „Aber die Pharisäer und Schriftgelehrten verachteten, was Gott ihnen zugedacht hatte“ (Lk 7,30)? Die Gesellschaft verändert sich entweder mit oder ohne uns. Apostel sind dazu berufen, der Gemeinde zu helfen, aus dem „ohne uns“ ein „mit uns“ zu machen. Wir können auf das, was uns Christus zum Bau seiner Gemeinde und seines Reiches zur Verfügung gestellt hat, nicht verzichten. Jede Gemeinde ist dazu aufgerufen, von dieser Gabe zu profitieren. Wie aber kann ich von etwas profitieren, das mir nicht zugänglich oder gar unbekannt ist? Unsere Gemeindekultur ist meist nicht von einem fünffältigen, sondern vielmehr von einem einfältigen Dienst geprägt. Hirten (Pastoren) sollen oft das apostolische Spektrum mit abdecken und beispielsweise die Gabenpotenziale Einzelner zur Entfaltung bringen oder die Gemeinde in eine gesellschaftliche Wahrnehmbarkeit führen – was in den meisten Fällen zu einer Überforderung der Pastoren inklusive der Gemeindeleitung und zu einer Frustration im Gemeindeleben führt. Wie viele sind unter dem Gewicht des einfältigen Dienstes erdrückt worden, da sie Aufgaben übernehmen mussten, die nie für sie bestimmt waren? Die Zahl der hierdurch ausgebrannten und frustrierten Pastoren ist Legion. Die Zukunft der Gemeinde wird stark davon abhängen, wie weit es gelingt, auch die Hirten- und Lehrdienste neu zu entfalten und von den Diensten der Evangelisten, Propheten und Apostel ergänzen zu lassen. Männer und Frauen, die etwas für das Reich Gottes bewegen wollen, finden in „Einfältigkeitsgemeinden“ nur schwer Platz. Sie gehen sonntags in die Gemeinde, aber ihr Herz ist kaum dabei. Oft müssen sich apostolisch begabte Männer und Frauen in einem Gemeinderahmen bewegen, der ihrer Berufung keinen Platz lässt. Viele einst dynamische Gemeinden sind zu starren Kirchen geworden, in denen nur noch einzelne Amtsträger das geistliche Leben zu gestalten haben. Die apostolische Weite und der Raum zur Entfaltung fehlen. Anstatt aufzublühen verwelken sie. Jüngere wandern oft aus und suchen nach neuartigen Gemeindeformen.2 Auch die einfallslose Kopiererei von erfolgreichen Gemeindemodellen weist auf das Fehlen apostolischer Kreativität in den eigenen Reihen hin. Apostolischer Dienst im Nebel
Über dem Dienst des Apostels von heute liegt ein nebliger Schleier, eine Art Tabu. Viele halten ihn für eine historisch begrenzte und heute nicht mehr relevante Erscheinung. Der Dienst eines Apostels ist im wahrsten Sinne des Wortes schleierhaft. „Wenn irgendjemand in unserer heutigen Zeit den Titel ‚Apostel‘ für sich beansprucht, zieht er im selben Moment den Verdacht auf sich, von unangemessenem Stolz und dem Wunsch nach eigener Anerkennung angetrieben zu sein und von einem übereifrigen Ehrgeiz und dem Wunsch nach deutlich mehr Autorität in der Gemeinde erfasst zu sein, als eine Person rechtens besitzen sollte. “3 Unter der Bezeichnung Apostel oder apostolischer Dienst hat sich manches Skurrile gesammelt.4 Der über Jahrhunderte fast in Vergessenheit geratene apostolische Dienst wurde nun überhöht und seine Wiederentdeckung beispielsweise als Schlüssel großer Erweckungen oder besonderer Autorität und Machtfülle dargestellt.5 Es gab immer wieder den Anschein, es gehe beim Dienst des Apostels mehr um Macht und Ansehen als um den Bau des Reiches Gottes. Auch aus der Kirchengeschichte haben wir Hypotheken, die uns den Blick für einen apostolischen Dienst trüben. Zum einen wurde mancherorts zwischen der besonderen apostolischen Berufung, wie sie die zwölf von Jesus eingesetzten Apostel besaßen, und dem folgenden apostolischen Dienst des Neuen Testamentes eine zu scharfe Trennlinie gezogen. Dies führte zum Gedanken, der apostolische Dienst...


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