Roman
Buch, Deutsch, 320 Seiten
ISBN: 978-3-99016-262-0
Verlag: edition lex liszt 12
Dichtung oder Wahrheit? Diese reizvolle Frage schwebt, wie es sich fu¨r einen Schlüsselroman geziemt, auch über dem – nach „Hunnen sterben anders“ – zweiten Prosa-Werk des Mediengestalters, Kunstkurators sowie Film- und Buchautors Günter Unger.
Der Schauplatz des Romans, das fiktive Land „Perwolff“, erinnert in vielerlei Hinsicht an das reale Burgenland und dessen Vergangenheit, etwa in einem historisch kolorierten Bericht aus der Zeit der Tu¨rkenkriege. Und auch Schilderungen zeitgeschichtlicher Phänomene wie von Wahlkämpfen politischer Parteien oder Erbstreitigkeiten um große private Vermögen halten Vergleichen mit der Realität unserer Gegenwart stand.
Wären die Namen nicht verschlu¨sselt, glaubte man als tatsächlicher oder vermeintlicher Eingeweihter, die eine oder andere im Roman auftauchende Person aus persönlicher Anschauung (er)kennen zu können. Vor allem, wenn es um Menschen geht, deren Lebenswege sich mit jenen des Ich-Erzählers kreuzen und deren Schicksale er aus seiner Perspektive wiedergibt. Im Besonderen gilt das auch fu¨r die literarische Figur des Erzählers selbst, einen belesenen, wissbegierigen, weiblichen Reizen und kulinarischen Genüssen gegenu¨ber aufgeschlossenen 80-jährigen Historiker und langjährigen Archivar in fürstlichen Diensten.
Im Oszillieren zwischen Fiktion und Realität vermag Günter Ungers „Buch der Erinnerung“ nicht nur mit dem Burgenland Vertraute dazu anzuregen, eigene Erinnerungen und Gewissheiten auf deren Wahrheitsgehalt hin abzuklopfen. Der Roman geht damit ein großes Stu¨ck weit über lustvolles Rätselraten hinaus.
Unger
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Der Schauplatz des Romans, das fiktive Land „Perwolff“, erinnert in vielerlei Hinsicht an das reale Burgenland und dessen Vergangenheit, etwa in einem historisch kolorierten Bericht aus der Zeit der Tu¨rkenkriege. Und auch Schilderungen zeitgeschichtlicher Phänomene wie von Wahlkämpfen politischer Parteien oder Erbstreitigkeiten um große private Vermögen halten Vergleichen mit der Realität unserer Gegenwart stand.
Wären die Namen nicht verschlu¨sselt, glaubte man als tatsächlicher oder vermeintlicher Eingeweihter, die eine oder andere im Roman auftauchende Person aus persönlicher Anschauung (er)kennen zu können. Vor allem, wenn es um Menschen geht, deren Lebenswege sich mit jenen des Ich-Erzählers kreuzen und deren Schicksale er aus seiner Perspektive wiedergibt. Im Besonderen gilt das auch fu¨r die literarische Figur des Erzählers selbst, einen belesenen, wissbegierigen, weiblichen Reizen und kulinarischen Genüssen gegenu¨ber aufgeschlossenen 80-jährigen Historiker und langjährigen Archivar in fürstlichen Diensten.
Im Oszillieren zwischen Fiktion und Realität vermag Günter Ungers „Buch der Erinnerung“ nicht nur mit dem Burgenland Vertraute dazu anzuregen, eigene Erinnerungen und Gewissheiten auf deren Wahrheitsgehalt hin abzuklopfen. Der Roman geht damit ein großes Stu¨ck weit über lustvolles Rätselraten hinaus.
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